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Gruithuisen, Franz von Paula: Entdeckung vieler deutlichen Spuren der Mondbewohner, besonders eines collossalen Kunstgebäudes derselben. [Nürnberg], 1824.

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eigene Beobachtungen alle vorzüglichsten Daten aufreihen würde, die die Wirklichkeit organisierter und lebender Wesen im Monde jenen Begriffen mehr nähern müssen, welche wir aus dem gemeinen Studium der Natur geschöpft haben.

Um zu beweisen, daß mir die ganze hier zu verhandelnde Sache, durch fast zahllose Beobachtungen, großdeutlich genug geworden ist, will ich, zum Behuf der Kürze, in der Aufreihung obiger Daten, das Ganze durch drei Fragen fixiren.

I. Wie weit geht in Ansehung der selenographischen Breite die Spur der Vegetation
II. Wie weit geht in eben dieser Hinsicht die Spur animalischer Wesen
III. Wo findet man die größten oder deutlichsten Kunstspuren auf der diesseitigen Mond-Oberfläche?
Erste Abtheilung.
Spuren der Vegetation auf der Mond-Oberfläche.

Die alten Weisen und Sternkundigen meinten, die dunklen Flecke im Monde seyen Meere; die neueren erklären sie für Landschaften, die mit Vegetation überdeckt sind.

Gewiß ist es, daß jene Flecke ehemals Meere waren, weil ihr Boden ganz offenbar zu den durch Meere gebildeten, sogenannten aufgeschwemmten, Lagern gehörte. Ob indessen daselbst die Meere ganz verschwunden sind, ist eine andere Frage.

eigene Beobachtungen alle vorzüglichsten Daten aufreihen würde, die die Wirklichkeit organisierter und lebender Wesen im Monde jenen Begriffen mehr nähern müssen, welche wir aus dem gemeinen Studium der Natur geschöpft haben.

Um zu beweisen, daß mir die ganze hier zu verhandelnde Sache, durch fast zahllose Beobachtungen, großdeutlich genug geworden ist, will ich, zum Behuf der Kürze, in der Aufreihung obiger Daten, das Ganze durch drei Fragen fixiren.

I. Wie weit geht in Ansehung der selenographischen Breite die Spur der Vegetation
II. Wie weit geht in eben dieser Hinsicht die Spur animalischer Wesen
III. Wo findet man die größten oder deutlichsten Kunstspuren auf der diesseitigen Mond-Oberfläche?
Erste Abtheilung.
Spuren der Vegetation auf der Mond-Oberfläche.

Die alten Weisen und Sternkundigen meinten, die dunklen Flecke im Monde seyen Meere; die neueren erklären sie für Landschaften, die mit Vegetation überdeckt sind.

Gewiß ist es, daß jene Flecke ehemals Meere waren, weil ihr Boden ganz offenbar zu den durch Meere gebildeten, sogenannten aufgeschwemmten, Lagern gehörte. Ob indessen daselbst die Meere ganz verschwunden sind, ist eine andere Frage.

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[5/0016] eigene Beobachtungen alle vorzüglichsten Daten aufreihen würde, die die Wirklichkeit organisierter und lebender Wesen im Monde jenen Begriffen mehr nähern müssen, welche wir aus dem gemeinen Studium der Natur geschöpft haben. Um zu beweisen, daß mir die ganze hier zu verhandelnde Sache, durch fast zahllose Beobachtungen, großdeutlich genug geworden ist, will ich, zum Behuf der Kürze, in der Aufreihung obiger Daten, das Ganze durch drei Fragen fixiren. I. Wie weit geht in Ansehung der selenographischen Breite die Spur der Vegetation II. Wie weit geht in eben dieser Hinsicht die Spur animalischer Wesen III. Wo findet man die größten oder deutlichsten Kunstspuren auf der diesseitigen Mond-Oberfläche? Erste Abtheilung. Spuren der Vegetation auf der Mond-Oberfläche. Die alten Weisen und Sternkundigen meinten, die dunklen Flecke im Monde seyen Meere; die neueren erklären sie für Landschaften, die mit Vegetation überdeckt sind. Gewiß ist es, daß jene Flecke ehemals Meere waren, weil ihr Boden ganz offenbar zu den durch Meere gebildeten, sogenannten aufgeschwemmten, Lagern gehörte. Ob indessen daselbst die Meere ganz verschwunden sind, ist eine andere Frage.

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Zitationshilfe: Gruithuisen, Franz von Paula: Entdeckung vieler deutlichen Spuren der Mondbewohner, besonders eines collossalen Kunstgebäudes derselben. [Nürnberg], 1824, S. 5. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/gruithuisen_mondbewohner_1824/16>, abgerufen am 04.03.2021.