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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 100, Hamburg, 24. Juni 1789.

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[Spaltenumbruch] stand der Erfahrung entbehren kann, oder als reine
Vernunftwissenschaft aus der Construction der Begriffe
ansieht. Das ganze Werk ist in 2 Abschnitte getheilt.
Der erste hat 3 Abtheilungen. Die erste handelt von
der Beschaffenheit der Erklärungen, Forderungen, Grund-
sätze und Sätze. Die zwote, von der Mathematik und
ihren Haupttheilen, im Ganzen betrachtet, als: von
der synthetischen und analytischen Methode, über welche
zu wenig gesagt zu werden pflegt; von der Ordnung,
in welcher sowol die Theile der Mathematik als die Sätze
jedes Theils auf einander folgen müssen; von den Lücken
in der Mathematik, besonders von der Unvollkommen-
heit der Theorie der mathematischen Methode; von den
Lücken in der gemeinen Mathematik; von den Lücken
zwischen der Differential- und Jntegral-Rechnung;
von den Lücken in der angewandten Mathematik, und
von den Unvollkommenheiten der practischen Mathema-
tik. Die dritte Abtheilung, von der Mathematik in
Ansehung ihres Einflusses auf die Erhöhung der Ver-
standeskräfte und dem Verhältnisse derselben zur Philo-
sophie und den übrigen Wissenschaften. Der zweyte
Abschnitt betrifft die Art, die Vollkommenheit und
Brauchbarkeit der Mathematik zu vergrößern. Jn der
ersten Abtheilung von dem, was zur Vergrößerung der
Vollkommenheit der Mathematik nöthig ist, kommt
zuerst eine ausführliche Theorie der mathematischen
Methode vor, und sodann wird die Benutzung derselben
zu einem solchen Lehrgebäude der Mathematik gezeigt,
welches, außer der wünschenswerthen Vollständigkeit,
auch die nur immer mögliche Allgemeinheit, Genauig-
keit, Klarheit und Einförmigkeit an sich habe. Die
zwote Abtheilung untersucht dasjenige, was zur Ver-
größerung der Brauchbarkeit der Mathematik erforder-
lich ist. Unter die Erleichterungsmittel der Benutzung
der Mathematik für diejenigen, welche dieselbe nicht
zu ihrer Hauptwissenschaft machen können oder wollen,
rechnet Herr Professor M. ein gut angelegtes mathema-
tisches Lexicon. Wir pflichten ihm hierinn völlig bey,
und wünschen, daß er, der Meister in der mathemati-
schen Lehrmethode, auch dieser Arbeit zu unterziehen
sich entschließen möge.

H.



Allgemeine deutsche Bibliothek, des drey und
achtzigsten Bandes, erstes und zweytes Stück.
Mit
dem Bildniß des Herrn D. Ludwig Julius Friedrich
Höpfner.
Berlin und Stettin.

Jn dem ersten Stücke des 83sten Bandes werden
Fontangs Abhandlung über das Viperngift, die ame-
rikanischen Gifte, das Kirschlorbeergift und einige an-
dere Pflanzen-Gifte, (1ster und 2ter Band) und im 2ten
Stücke: Schlözers und Gebhardi Geschichte von
Litthauen, Liefland und Curland; Pennants Thier-
geschichte der nördlichen Polarländer, 1ster und 2ter
Theil, und Doolin von Maynz, ein Rittergedicht,
ausführlich recensirt. Nachher folgen die Anzeigen der
übrigen Rubriken.




Allgemeine deutsche Bibliothek, des vier und
achtzigsten Bandes, erstes und zweytes Stück.
Ber-
lin und Stettin, verlegts Friedrich Nicolai, 1788. (Mit
dem Bildnisse des Herrn Johann David Michaelis.)

Jm ersten Stück werden ausführlich recensirt: 1)
L. G. Heinrichs deutsche Reichsgeschichte, 1. und 2ter
[Spaltenumbruch] Theil. 2) Gedichte von Blumauer, 1. und 2ter Th.
3) D. J. C. G. Schäffers Versuch einer medicinischen
Ortbeschreibung der Stadt Regensburg. Jm zwey-
ten:
4) kritische Bemerkungen über den religiösen
Zustand der K. K. Staaten, 4 Bände. 5) Entwurf
eines allgemeinen Gesetzbuchs für die Preußischen Staa-
ten, 2ter Theil. 6) Versuch über das Volk, von C.
G--r.
Nachher folgen die kurzen Nachrichten.




Allgemeine deutsche Bibliothek, des fünf und
achtzigsten Bandes, erstes und zweytes Stück.

Berlin und Stettin 1789. (Mit dem Bildniß des
Herrn Gmelin, Herzogl. Würtembergischen Raths und
Professors der Rechte zu Tübingen.)

Jn dem ersten Stücke des 85sten Bandes werden
zuerst recensirt: 1) Geschichte des siebenjährigen Krie-
ges in Deutschland von G. F. Tempelhof, 2. und 3ter
Theil. 2) Nathangel, oder die eben so gewisse als
unerweisliche Göttlichkeit des Christenthums für Na-
thangele. 3) Vergleichung des Baues und der Phy-
siologie der Fische mit dem Baue des Menschen und
der übrigen Thiere, von A. Monro, aus dem Englisch.

Jm 2ten Stücke: 4) Joh. Müllers, Geschichte
Schweizerischer Eidgenossenschaft, 1. und 2ter Band.
5) Nouveaux Memoires de l' Acad. R. de, Sciences & B.
L. Annee
1785. 6) C. H. von Römers, Staatsrecht
und Statistik des Churfürstenthums Sachsen, 1 Th.




Bey Frommanns Erben in Züllichau ist fertig ge-
worden: Magazin für Prediger, oder Sammlung
neuausgearbeiteter Predigt-Entwürfe über die Sonn-
und Festtäglichen Evangelien und Episteln, so wie
über freye Texte auf Casualfälle. Neunter Theil.

Dieser Theil enthält überhaupt 37 theils kurze Ent-
würfe, theils vollständige Predigten, und zwar 12 über
evangelische, 11 über epistolische und 6 über freye
Texte (unter denen 2 vom verewigten Zollikofer) und
unter den Casualpredigten 2 Einführungs-, 1 Abschieds-,
1 Antritts-Predigt; 1 nach dem großen Brande in Rup-
zu Berlin gehaltene; 1 am Bußtage; 1 am Reforma-
tionsfeste, und 1 Confirmationsrede. Auch nur die
flüchtigste Durchsicht sowol dieses als der vorhergehen-
den Theile zeigt: daß mehrere würdige Männer zu die-
sem Werk Beyträge liefern, und eben durch die Zweck-
mäßigkeit derselben hat dies Magazin sich den so ver-
dienten Beyfall erworben, den ihm das Publicum und
verschiedene Journale ertheilt haben. Zu diesem 9ten
Theil z. E. haben 9 verschiedene Mitarbeiter, unter denen
einige von ganz Teutschland als vorzügliche Kanzelredner
anerkannt sind, Beyträge geliefert, die gewiß jeder mit
Vergnügen an ihren Platz sehen wird. Der dieser gan-
zen Sammlung gemachte Vorwurf: Daß sie wegen des
ganz eignen Systems des Verfassers nur zum Theil
brauchbar sey,
ist also nicht gegründet. Jeder billige
Beurtheiler wird gestehen müssen, daß allein der 5te
Theil für die Kanzel nicht ganz brauchbar sey. Ueberdem
hat auch allein dieser nur einen Verfasser gehabt, und
der erste Herausgeber dieser Sammlung ist itzt auch nicht
einmal mehr Mitarbeiter. -- Der 8te Band war nur
20 Bogen stark, alle übrige aber 23 bis 24. Zur Ent-
schädigung enthält dieser 9te 29 Bogen, und der Preis
ist, wie sonsten, 20 Gr.

[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] ſtand der Erfahrung entbehren kann, oder als reine
Vernunftwiſſenſchaft aus der Conſtruction der Begriffe
anſieht. Das ganze Werk iſt in 2 Abſchnitte getheilt.
Der erſte hat 3 Abtheilungen. Die erſte handelt von
der Beſchaffenheit der Erklaͤrungen, Forderungen, Grund-
ſaͤtze und Saͤtze. Die zwote, von der Mathematik und
ihren Haupttheilen, im Ganzen betrachtet, als: von
der ſynthetiſchen und analytiſchen Methode, uͤber welche
zu wenig geſagt zu werden pflegt; von der Ordnung,
in welcher ſowol die Theile der Mathematik als die Saͤtze
jedes Theils auf einander folgen muͤſſen; von den Luͤcken
in der Mathematik, beſonders von der Unvollkommen-
heit der Theorie der mathematiſchen Methode; von den
Luͤcken in der gemeinen Mathematik; von den Luͤcken
zwiſchen der Differential- und Jntegral-Rechnung;
von den Luͤcken in der angewandten Mathematik, und
von den Unvollkommenheiten der practiſchen Mathema-
tik. Die dritte Abtheilung, von der Mathematik in
Anſehung ihres Einfluſſes auf die Erhoͤhung der Ver-
ſtandeskraͤfte und dem Verhaͤltniſſe derſelben zur Philo-
ſophie und den uͤbrigen Wiſſenſchaften. Der zweyte
Abſchnitt betrifft die Art, die Vollkommenheit und
Brauchbarkeit der Mathematik zu vergroͤßern. Jn der
erſten Abtheilung von dem, was zur Vergroͤßerung der
Vollkommenheit der Mathematik noͤthig iſt, kommt
zuerſt eine ausfuͤhrliche Theorie der mathematiſchen
Methode vor, und ſodann wird die Benutzung derſelben
zu einem ſolchen Lehrgebaͤude der Mathematik gezeigt,
welches, außer der wuͤnſchenswerthen Vollſtaͤndigkeit,
auch die nur immer moͤgliche Allgemeinheit, Genauig-
keit, Klarheit und Einfoͤrmigkeit an ſich habe. Die
zwote Abtheilung unterſucht dasjenige, was zur Ver-
groͤßerung der Brauchbarkeit der Mathematik erforder-
lich iſt. Unter die Erleichterungsmittel der Benutzung
der Mathematik fuͤr diejenigen, welche dieſelbe nicht
zu ihrer Hauptwiſſenſchaft machen koͤnnen oder wollen,
rechnet Herr Profeſſor M. ein gut angelegtes mathema-
tiſches Lexicon. Wir pflichten ihm hierinn voͤllig bey,
und wuͤnſchen, daß er, der Meiſter in der mathemati-
ſchen Lehrmethode, auch dieſer Arbeit zu unterziehen
ſich entſchließen moͤge.

H.



Allgemeine deutſche Bibliothek, des drey und
achtzigſten Bandes, erſtes und zweytes Stuͤck.
Mit
dem Bildniß des Herrn D. Ludwig Julius Friedrich
Hoͤpfner.
Berlin und Stettin.

Jn dem erſten Stuͤcke des 83ſten Bandes werden
Fontangs Abhandlung uͤber das Viperngift, die ame-
rikaniſchen Gifte, das Kirſchlorbeergift und einige an-
dere Pflanzen-Gifte, (1ſter und 2ter Band) und im 2ten
Stuͤcke: Schloͤzers und Gebhardi Geſchichte von
Litthauen, Liefland und Curland; Pennants Thier-
geſchichte der noͤrdlichen Polarlaͤnder, 1ſter und 2ter
Theil, und Doolin von Maynz, ein Rittergedicht,
ausfuͤhrlich recenſirt. Nachher folgen die Anzeigen der
uͤbrigen Rubriken.




Allgemeine deutſche Bibliothek, des vier und
achtzigſten Bandes, erſtes und zweytes Stuͤck.
Ber-
lin und Stettin, verlegts Friedrich Nicolai, 1788. (Mit
dem Bildniſſe des Herrn Johann David Michaelis.)

Jm erſten Stuͤck werden ausfuͤhrlich recenſirt: 1)
L. G. Heinrichs deutſche Reichsgeſchichte, 1. und 2ter
[Spaltenumbruch] Theil. 2) Gedichte von Blumauer, 1. und 2ter Th.
3) D. J. C. G. Schaͤffers Verſuch einer mediciniſchen
Ortbeſchreibung der Stadt Regensburg. Jm zwey-
ten:
4) kritiſche Bemerkungen uͤber den religioͤſen
Zuſtand der K. K. Staaten, 4 Baͤnde. 5) Entwurf
eines allgemeinen Geſetzbuchs fuͤr die Preußiſchen Staa-
ten, 2ter Theil. 6) Verſuch uͤber das Volk, von C.
G--r.
Nachher folgen die kurzen Nachrichten.




Allgemeine deutſche Bibliothek, des fuͤnf und
achtzigſten Bandes, erſtes und zweytes Stuͤck.

Berlin und Stettin 1789. (Mit dem Bildniß des
Herrn Gmelin, Herzogl. Wuͤrtembergiſchen Raths und
Profeſſors der Rechte zu Tuͤbingen.)

Jn dem erſten Stuͤcke des 85ſten Bandes werden
zuerſt recenſirt: 1) Geſchichte des ſiebenjaͤhrigen Krie-
ges in Deutſchland von G. F. Tempelhof, 2. und 3ter
Theil. 2) Nathangel, oder die eben ſo gewiſſe als
unerweisliche Goͤttlichkeit des Chriſtenthums fuͤr Na-
thangele. 3) Vergleichung des Baues und der Phy-
ſiologie der Fiſche mit dem Baue des Menſchen und
der uͤbrigen Thiere, von A. Monro, aus dem Engliſch.

Jm 2ten Stuͤcke: 4) Joh. Muͤllers, Geſchichte
Schweizeriſcher Eidgenoſſenſchaft, 1. und 2ter Band.
5) Nouveaux Memoires de l’ Acad. R. de, Sciences & B.
L. Année
1785. 6) C. H. von Roͤmers, Staatsrecht
und Statiſtik des Churfuͤrſtenthums Sachſen, 1 Th.




Bey Frommanns Erben in Zuͤllichau iſt fertig ge-
worden: Magazin fuͤr Prediger, oder Sammlung
neuausgearbeiteter Predigt-Entwuͤrfe uͤber die Sonn-
und Feſttaͤglichen Evangelien und Epiſteln, ſo wie
uͤber freye Texte auf Caſualfaͤlle. Neunter Theil.

Dieſer Theil enthaͤlt uͤberhaupt 37 theils kurze Ent-
wuͤrfe, theils vollſtaͤndige Predigten, und zwar 12 uͤber
evangeliſche, 11 uͤber epiſtoliſche und 6 uͤber freye
Texte (unter denen 2 vom verewigten Zollikofer) und
unter den Caſualpredigten 2 Einfuͤhrungs-, 1 Abſchieds-,
1 Antritts-Predigt; 1 nach dem großen Brande in Rup-
zu Berlin gehaltene; 1 am Bußtage; 1 am Reforma-
tionsfeſte, und 1 Confirmationsrede. Auch nur die
fluͤchtigſte Durchſicht ſowol dieſes als der vorhergehen-
den Theile zeigt: daß mehrere wuͤrdige Maͤnner zu die-
ſem Werk Beytraͤge liefern, und eben durch die Zweck-
maͤßigkeit derſelben hat dies Magazin ſich den ſo ver-
dienten Beyfall erworben, den ihm das Publicum und
verſchiedene Journale ertheilt haben. Zu dieſem 9ten
Theil z. E. haben 9 verſchiedene Mitarbeiter, unter denen
einige von ganz Teutſchland als vorzuͤgliche Kanzelredner
anerkannt ſind, Beytraͤge geliefert, die gewiß jeder mit
Vergnuͤgen an ihren Platz ſehen wird. Der dieſer gan-
zen Sammlung gemachte Vorwurf: Daß ſie wegen des
ganz eignen Syſtems des Verfaſſers nur zum Theil
brauchbar ſey,
iſt alſo nicht gegruͤndet. Jeder billige
Beurtheiler wird geſtehen muͤſſen, daß allein der 5te
Theil fuͤr die Kanzel nicht ganz brauchbar ſey. Ueberdem
hat auch allein dieſer nur einen Verfaſſer gehabt, und
der erſte Herausgeber dieſer Sammlung iſt itzt auch nicht
einmal mehr Mitarbeiter. — Der 8te Band war nur
20 Bogen ſtark, alle uͤbrige aber 23 bis 24. Zur Ent-
ſchaͤdigung enthaͤlt dieſer 9te 29 Bogen, und der Preis
iſt, wie ſonſten, 20 Gr.

[Ende Spaltensatz]
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[[8]/0008] ſtand der Erfahrung entbehren kann, oder als reine Vernunftwiſſenſchaft aus der Conſtruction der Begriffe anſieht. Das ganze Werk iſt in 2 Abſchnitte getheilt. Der erſte hat 3 Abtheilungen. Die erſte handelt von der Beſchaffenheit der Erklaͤrungen, Forderungen, Grund- ſaͤtze und Saͤtze. Die zwote, von der Mathematik und ihren Haupttheilen, im Ganzen betrachtet, als: von der ſynthetiſchen und analytiſchen Methode, uͤber welche zu wenig geſagt zu werden pflegt; von der Ordnung, in welcher ſowol die Theile der Mathematik als die Saͤtze jedes Theils auf einander folgen muͤſſen; von den Luͤcken in der Mathematik, beſonders von der Unvollkommen- heit der Theorie der mathematiſchen Methode; von den Luͤcken in der gemeinen Mathematik; von den Luͤcken zwiſchen der Differential- und Jntegral-Rechnung; von den Luͤcken in der angewandten Mathematik, und von den Unvollkommenheiten der practiſchen Mathema- tik. Die dritte Abtheilung, von der Mathematik in Anſehung ihres Einfluſſes auf die Erhoͤhung der Ver- ſtandeskraͤfte und dem Verhaͤltniſſe derſelben zur Philo- ſophie und den uͤbrigen Wiſſenſchaften. Der zweyte Abſchnitt betrifft die Art, die Vollkommenheit und Brauchbarkeit der Mathematik zu vergroͤßern. Jn der erſten Abtheilung von dem, was zur Vergroͤßerung der Vollkommenheit der Mathematik noͤthig iſt, kommt zuerſt eine ausfuͤhrliche Theorie der mathematiſchen Methode vor, und ſodann wird die Benutzung derſelben zu einem ſolchen Lehrgebaͤude der Mathematik gezeigt, welches, außer der wuͤnſchenswerthen Vollſtaͤndigkeit, auch die nur immer moͤgliche Allgemeinheit, Genauig- keit, Klarheit und Einfoͤrmigkeit an ſich habe. Die zwote Abtheilung unterſucht dasjenige, was zur Ver- groͤßerung der Brauchbarkeit der Mathematik erforder- lich iſt. Unter die Erleichterungsmittel der Benutzung der Mathematik fuͤr diejenigen, welche dieſelbe nicht zu ihrer Hauptwiſſenſchaft machen koͤnnen oder wollen, rechnet Herr Profeſſor M. ein gut angelegtes mathema- tiſches Lexicon. Wir pflichten ihm hierinn voͤllig bey, und wuͤnſchen, daß er, der Meiſter in der mathemati- ſchen Lehrmethode, auch dieſer Arbeit zu unterziehen ſich entſchließen moͤge. H. Allgemeine deutſche Bibliothek, des drey und achtzigſten Bandes, erſtes und zweytes Stuͤck. Mit dem Bildniß des Herrn D. Ludwig Julius Friedrich Hoͤpfner. Berlin und Stettin. Jn dem erſten Stuͤcke des 83ſten Bandes werden Fontangs Abhandlung uͤber das Viperngift, die ame- rikaniſchen Gifte, das Kirſchlorbeergift und einige an- dere Pflanzen-Gifte, (1ſter und 2ter Band) und im 2ten Stuͤcke: Schloͤzers und Gebhardi Geſchichte von Litthauen, Liefland und Curland; Pennants Thier- geſchichte der noͤrdlichen Polarlaͤnder, 1ſter und 2ter Theil, und Doolin von Maynz, ein Rittergedicht, ausfuͤhrlich recenſirt. Nachher folgen die Anzeigen der uͤbrigen Rubriken. Allgemeine deutſche Bibliothek, des vier und achtzigſten Bandes, erſtes und zweytes Stuͤck. Ber- lin und Stettin, verlegts Friedrich Nicolai, 1788. (Mit dem Bildniſſe des Herrn Johann David Michaelis.) Jm erſten Stuͤck werden ausfuͤhrlich recenſirt: 1) L. G. Heinrichs deutſche Reichsgeſchichte, 1. und 2ter Theil. 2) Gedichte von Blumauer, 1. und 2ter Th. 3) D. J. C. G. Schaͤffers Verſuch einer mediciniſchen Ortbeſchreibung der Stadt Regensburg. Jm zwey- ten: 4) kritiſche Bemerkungen uͤber den religioͤſen Zuſtand der K. K. Staaten, 4 Baͤnde. 5) Entwurf eines allgemeinen Geſetzbuchs fuͤr die Preußiſchen Staa- ten, 2ter Theil. 6) Verſuch uͤber das Volk, von C. G--r. Nachher folgen die kurzen Nachrichten. Allgemeine deutſche Bibliothek, des fuͤnf und achtzigſten Bandes, erſtes und zweytes Stuͤck. Berlin und Stettin 1789. (Mit dem Bildniß des Herrn Gmelin, Herzogl. Wuͤrtembergiſchen Raths und Profeſſors der Rechte zu Tuͤbingen.) Jn dem erſten Stuͤcke des 85ſten Bandes werden zuerſt recenſirt: 1) Geſchichte des ſiebenjaͤhrigen Krie- ges in Deutſchland von G. F. Tempelhof, 2. und 3ter Theil. 2) Nathangel, oder die eben ſo gewiſſe als unerweisliche Goͤttlichkeit des Chriſtenthums fuͤr Na- thangele. 3) Vergleichung des Baues und der Phy- ſiologie der Fiſche mit dem Baue des Menſchen und der uͤbrigen Thiere, von A. Monro, aus dem Engliſch. Jm 2ten Stuͤcke: 4) Joh. Muͤllers, Geſchichte Schweizeriſcher Eidgenoſſenſchaft, 1. und 2ter Band. 5) Nouveaux Memoires de l’ Acad. R. de, Sciences & B. L. Année 1785. 6) C. H. von Roͤmers, Staatsrecht und Statiſtik des Churfuͤrſtenthums Sachſen, 1 Th. Bey Frommanns Erben in Zuͤllichau iſt fertig ge- worden: Magazin fuͤr Prediger, oder Sammlung neuausgearbeiteter Predigt-Entwuͤrfe uͤber die Sonn- und Feſttaͤglichen Evangelien und Epiſteln, ſo wie uͤber freye Texte auf Caſualfaͤlle. Neunter Theil. Dieſer Theil enthaͤlt uͤberhaupt 37 theils kurze Ent- wuͤrfe, theils vollſtaͤndige Predigten, und zwar 12 uͤber evangeliſche, 11 uͤber epiſtoliſche und 6 uͤber freye Texte (unter denen 2 vom verewigten Zollikofer) und unter den Caſualpredigten 2 Einfuͤhrungs-, 1 Abſchieds-, 1 Antritts-Predigt; 1 nach dem großen Brande in Rup- zu Berlin gehaltene; 1 am Bußtage; 1 am Reforma- tionsfeſte, und 1 Confirmationsrede. Auch nur die fluͤchtigſte Durchſicht ſowol dieſes als der vorhergehen- den Theile zeigt: daß mehrere wuͤrdige Maͤnner zu die- ſem Werk Beytraͤge liefern, und eben durch die Zweck- maͤßigkeit derſelben hat dies Magazin ſich den ſo ver- dienten Beyfall erworben, den ihm das Publicum und verſchiedene Journale ertheilt haben. Zu dieſem 9ten Theil z. E. haben 9 verſchiedene Mitarbeiter, unter denen einige von ganz Teutſchland als vorzuͤgliche Kanzelredner anerkannt ſind, Beytraͤge geliefert, die gewiß jeder mit Vergnuͤgen an ihren Platz ſehen wird. Der dieſer gan- zen Sammlung gemachte Vorwurf: Daß ſie wegen des ganz eignen Syſtems des Verfaſſers nur zum Theil brauchbar ſey, iſt alſo nicht gegruͤndet. Jeder billige Beurtheiler wird geſtehen muͤſſen, daß allein der 5te Theil fuͤr die Kanzel nicht ganz brauchbar ſey. Ueberdem hat auch allein dieſer nur einen Verfaſſer gehabt, und der erſte Herausgeber dieſer Sammlung iſt itzt auch nicht einmal mehr Mitarbeiter. — Der 8te Band war nur 20 Bogen ſtark, alle uͤbrige aber 23 bis 24. Zur Ent- ſchaͤdigung enthaͤlt dieſer 9te 29 Bogen, und der Preis iſt, wie ſonſten, 20 Gr.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 100, Hamburg, 24. Juni 1789, S. [8]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hc_1002406_1789/8>, abgerufen am 12.04.2021.