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Staats- und Gelehrte Zeitung Des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 106, Hamburg, 3. Julii 1771.

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[Spaltenumbruch] seinen Weg über Verdun, Metz, Frankfurt, Cassel, Ber-
lin, Danzig, Königsberg, Riga, etc. Diejenigen, die sich
bey ihm auf seiner Reise Raths erholen wollen, können
ihre Briefe nach irgend einer von bemeldten Städten
addreßiren, und dieselben daselbst bis zu seiner Ankunft
liegen lassen, von welchen er sie alsdann unverzüglich
benachrichtigen wird.



Da nunmehro die von Sr. Hochfürstl. Durchlaucht,
dem regierenden Herrn Bischofe zu Lübeck, betroyrte
Zahlen-Lotterie völlig eingerichtet und zu Stande ge-
bracht ist, so daß die erste Ziehung derselben unfehlbar
auf den 19ten dieses vor sich gehet, und damit von 3 zu
3 Wochen continuiret wird, auch zur Bezahlung der
hieher fallenden Gewinne, so etwa von den hiesigen
Collecteurs nicht prompt ausbezahlet werden, bereits
eine bey mir baar deponirte Summe von 45000 Mark
Courant parat stehet; so habe solches dem Publico hie-
mit bekannt machen wollen, damit nicht nur die Ein-
setzer in meinem und verschiedenen bereits eröffneten
Einnahme-Comtoirs bewerkstelligen, und vor dem
Schlußtage beschleunigen, sondern auch die etwanigen
Liebhaber zur Collectur in dem bey mir errichteten
General-Expeditions-Comtoir beyzeiten zum Empfang
der dazu benöthigten Vollmachten sich angeben, anglei-
chen daß die etwanigen Inhaber der Original-Billets,
im Falle sie ihre darauf etwa gefallene Gewinne bey dem
Collecteur, wo der Einsatz geschehen, nicht prompt be-
zahlt erhalten, bey mir sich melden können und mögen.
Hamburg, den 3ten Julii, 1771.
Hans Andr. Dreyer,
wohnhaft auf dem Reß.



Da die Einnahme-Listen folgender Zahlen-Lotterien,
als: der Hildburghauser Heute, den 3ten Julii, der
Stadt Collnischen den 4ten dieses; der Berliner den
5ten, und der Strelitzer den 6ten dieses, in meinem Com-
toir geschlossen werden müssen: So ersuche ich die Lieb-
haber, mir ihre Aufträge zu geben, und der reellesten
Bedienung versichert zu seyn.


Mannes,
Commissaire der Zahlen-Lotterien auf Kaysers Hof.


Demnach Hedewig Staacken, gebohrne Brambecken,
zu Cassau, im adelichen Gute Sierhagen, cum Curatore,
Sr. Excellenz, dem Königl. Dännemarkischen geheimen
Rathe, Herrn Wulf Hinrich von Thienen, des Danne-
brog- Ordens Rittern, auf Sierhagen etc. Erbherrn,
mündlich zu erkennen gegeben, wie sie, da ihr seliger
Mann, der gewesene Feldvoigt Gerth Staack, in Cassau
verstorben, vor seinem Ableben aber bekanntlich ein Te-
stamentum judiciale nuncupativum
errichtet, und darinn
sie zur einzigen Universal-Erbinn seiner gesammten
wenigen Haabe und Güter dergestalt eingesetzet, daß
sie nach seinem tödtlichen Hintritt damit als mit ihrem
Eigenthum nach Belieben solle schalten und walten
können; jedoch dabey verordnet, daß, wenn sie ebenfalls
mit Tode abgegangen seyn würde, dasjenige, was als-
dann annoch vorhanden, in zwey gleiche Theile getheilet
werden, und davon die eine Hälfte seinen, die andere
Hälfte hergegen ihren nächsten Verwandten anheim
fallen solle, zur Sicherheit für alle künftige Ansprüche
ihres verstorbenen Ehemanns etwanigen Intestat-Er-
ben oder Gläubigere ein Proclama zu deren Convocation
[Spaltenumbruch] für nothwendig erachte, und daher um die Abgebung
desselben geziemend gebeten haben wolle: Als werden,
Namens Hochgedachter Sr. Excellenz, des Herrn gehei-
men Raths von Thienen, alle und jede, welche an dem
Nachlaß des vorgedachten verstorbenen ehemaligen Feld-
Voigts Gerth Staak zu Cassau einige gegründete An-
und Zusprüche, sie rühren her ex quocunque capite vel
causa
sie immer wollen, zu haben vermeynen, hiedurch
sub poena praeciusi & perbetui filentii vorgeladen, daß
sie, und zwar die Einheimischen innerhalb sechs, die
Auswärtigen aber innerhalb zwölf Wochen a dato pu-
blicationis hujus proclamatis
sich mit sothanen ihren An-
sprüchen und Forderungen bey mir, dem Land- und Hof-
gerichts-Advocaten, Carl Friedrich Schmidt, in Kiel,
als p. t. Justitiario des adelichen Guts Sierhagen, an-
geben, ihre in Händen habende Verschreibungen und
fragige Briefschaften in origine produciren, davon be-
glaubte Abschriften bey dem Profeßions-Protocolle zu-
rück lassen, auch die, so nicht unter der Jurisdiction
des Guts Sierhagen stehen, einen Procuratorem ad AEta
bestellen, mit der ausdrücklichen Verwarnung, daß die-
jenigen, welche sich mit ihren Prätensionen, An- oder
Zusprüchen in der vorerwähnten Zeit nicht melden, da-
mit weiter nicht gehöret, sondern präcludiret, und ihnen
ißt als dann, und dann als ißt, ein ewiges Stillschwei-
gen werde auferleget werden. Wornach sich Beykom-
mende zu achten, und für Schaden zu hüten haben.


C. F. Schmidt.


Der allhier gewesene Bürgers-Sohn Andreas Carl
Mertens
, der seit 28 Jahren nunmehro abwesend, wird
ad instantiam seiner Schwester Annen Catharinen,
Wittwe Nicolainn, welche sich unter denen Gerbstedt-
schen Stadt- und Landgerichten gelegenes Vermögen
als Erben anzumaßen gedenket, wird hiemit ediEtaliter,
und zwar auf den letztern Termin, premiorie citiret und
geladen, den 1sten Julii, 5ten August und den 9ten
September a. c. zu erscheinen, und sowol seinen Aufent-
halt, als auch, ob er noch am Leben anzeigen, oder zu
gewärtigen, daß nach Ablauf derer bestimmten Termine
er pro mortuo declariret, und sein Vermögen ermelde-
ter seiner Schwester zu beerben wird überlassen; des
Endes dieselbe pro herede declariret werden wird. Es
ist zu dem Ende der 23ste September a. c. pro Termino
publicandi decreti
anbezielet, dahero ermeldeter Mertens
darauf vorbeschieden wird.



Horneburg, im Herzogthum Bremen.

Nachdem
der hiesig Bürger Bier- und Eßigbrauer, auch Brann-
teweinbrenner, Hinrich Pratje, am 10ten des Mo-
nats Junii ad concursum provociret, dessen gesammte
Creditores auch durch die vorhin erkannte EdiEtales auf
den 17ten May citiret worden, und ihre Forderungen
liquidiret: So ist auf ferneres Anrufen der Gläubiger
terminus ad audiendam sententiam prioritatis & praeclu-
sivam
auf den 19ten Julii dieses Jahres anberahmet.



Es wird hiemit jedermänniglich bekannt gemacht, daß
am gestrigen 2ten Julii, zwischen 4 und 5 Uhr Nachmit-
tags, vom Stadtdeich durch Nr. 1. hinter Hamm und
Horn nach Wandsbeck, auf obbesagtem Wege ein golde-
nes gravirtes Uhrgehäuse verlohren gegangen ist. Wer
selbiges gefunden, beliebe solches im Grundschen Com-
toir gegen einen ansehnlichen Recompens abzugeben.

[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] ſeinen Weg uͤber Verdun, Metz, Frankfurt, Caſſel, Ber-
lin, Danzig, Koͤnigsberg, Riga, ꝛc. Diejenigen, die ſich
bey ihm auf ſeiner Reiſe Raths erholen wollen, koͤnnen
ihre Briefe nach irgend einer von bemeldten Staͤdten
addreßiren, und dieſelben daſelbſt bis zu ſeiner Ankunft
liegen laſſen, von welchen er ſie alsdann unverzuͤglich
benachrichtigen wird.



Da nunmehro die von Sr. Hochfuͤrſtl. Durchlaucht,
dem regierenden Herrn Biſchofe zu Luͤbeck, betroyrte
Zahlen-Lotterie voͤllig eingerichtet und zu Stande ge-
bracht iſt, ſo daß die erſte Ziehung derſelben unfehlbar
auf den 19ten dieſes vor ſich gehet, und damit von 3 zu
3 Wochen continuiret wird, auch zur Bezahlung der
hieher fallenden Gewinne, ſo etwa von den hieſigen
Collecteurs nicht prompt ausbezahlet werden, bereits
eine bey mir baar deponirte Summe von 45000 Mark
Courant parat ſtehet; ſo habe ſolches dem Publico hie-
mit bekannt machen wollen, damit nicht nur die Ein-
ſetzer in meinem und verſchiedenen bereits eroͤffneten
Einnahme-Comtoirs bewerkſtelligen, und vor dem
Schlußtage beſchleunigen, ſondern auch die etwanigen
Liebhaber zur Collectur in dem bey mir errichteten
General-Expeditions-Comtoir beyzeiten zum Empfang
der dazu benoͤthigten Vollmachten ſich angeben, anglei-
chen daß die etwanigen Inhaber der Original-Billets,
im Falle ſie ihre darauf etwa gefallene Gewinne bey dem
Collecteur, wo der Einſatz geſchehen, nicht prompt be-
zahlt erhalten, bey mir ſich melden koͤnnen und moͤgen.
Hamburg, den 3ten Julii, 1771.
Hans Andr. Dreyer,
wohnhaft auf dem Reß.



Da die Einnahme-Liſten folgender Zahlen-Lotterien,
als: der Hildburghauſer Heute, den 3ten Julii, der
Stadt Collniſchen den 4ten dieſes; der Berliner den
5ten, und der Strelitzer den 6ten dieſes, in meinem Com-
toir geſchloſſen werden muͤſſen: So erſuche ich die Lieb-
haber, mir ihre Auftraͤge zu geben, und der reelleſten
Bedienung verſichert zu ſeyn.


Mannes,
Commiſſaire der Zahlen-Lotterien auf Kayſers Hof.


Demnach Hedewig Staacken, gebohrne Brambecken,
zu Caſſau, im adelichen Gute Sierhagen, cum Curatore,
Sr. Excellenz, dem Koͤnigl. Daͤnnemarkiſchen geheimen
Rathe, Herrn Wulf Hinrich von Thienen, des Danne-
brog- Ordens Rittern, auf Sierhagen ꝛc. Erbherrn,
muͤndlich zu erkennen gegeben, wie ſie, da ihr ſeliger
Mann, der geweſene Feldvoigt Gerth Staack, in Caſſau
verſtorben, vor ſeinem Ableben aber bekanntlich ein Te-
ſtamentum judiciale nuncupativum
errichtet, und darinn
ſie zur einzigen Univerſal-Erbinn ſeiner geſammten
wenigen Haabe und Guͤter dergeſtalt eingeſetzet, daß
ſie nach ſeinem toͤdtlichen Hintritt damit als mit ihrem
Eigenthum nach Belieben ſolle ſchalten und walten
koͤnnen; jedoch dabey verordnet, daß, wenn ſie ebenfalls
mit Tode abgegangen ſeyn wuͤrde, dasjenige, was als-
dann annoch vorhanden, in zwey gleiche Theile getheilet
werden, und davon die eine Haͤlfte ſeinen, die andere
Haͤlfte hergegen ihren naͤchſten Verwandten anheim
fallen ſolle, zur Sicherheit fuͤr alle kuͤnftige Anſpruͤche
ihres verſtorbenen Ehemanns etwanigen Inteſtat-Er-
ben oder Glaͤubigere ein Proclama zu deren Convocation
[Spaltenumbruch] fuͤr nothwendig erachte, und daher um die Abgebung
deſſelben geziemend gebeten haben wolle: Als werden,
Namens Hochgedachter Sr. Excellenz, des Herrn gehei-
men Raths von Thienen, alle und jede, welche an dem
Nachlaß des vorgedachten verſtorbenen ehemaligen Feld-
Voigts Gerth Staak zu Caſſau einige gegruͤndete An-
und Zuſpruͤche, ſie ruͤhren her ex quocunque capite vel
cauſa
ſie immer wollen, zu haben vermeynen, hiedurch
ſub poena praeciuſi & perbetui filentii vorgeladen, daß
ſie, und zwar die Einheimiſchen innerhalb ſechs, die
Auswaͤrtigen aber innerhalb zwoͤlf Wochen a dato pu-
blicationis hujus proclamatis
ſich mit ſothanen ihren An-
ſpruͤchen und Forderungen bey mir, dem Land- und Hof-
gerichts-Advocaten, Carl Friedrich Schmidt, in Kiel,
als p. t. Juſtitiario des adelichen Guts Sierhagen, an-
geben, ihre in Haͤnden habende Verſchreibungen und
fragige Briefſchaften in origine produciren, davon be-
glaubte Abſchriften bey dem Profeßions-Protocolle zu-
ruͤck laſſen, auch die, ſo nicht unter der Jurisdiction
des Guts Sierhagen ſtehen, einen Procuratorem ad AƐta
beſtellen, mit der ausdruͤcklichen Verwarnung, daß die-
jenigen, welche ſich mit ihren Praͤtenſionen, An- oder
Zuſpruͤchen in der vorerwaͤhnten Zeit nicht melden, da-
mit weiter nicht gehoͤret, ſondern praͤcludiret, und ihnen
ißt als dann, und dann als ißt, ein ewiges Stillſchwei-
gen werde auferleget werden. Wornach ſich Beykom-
mende zu achten, und fuͤr Schaden zu huͤten haben.


C. F. Schmidt.


Der allhier geweſene Buͤrgers-Sohn Andreas Carl
Mertens
, der ſeit 28 Jahren nunmehro abweſend, wird
ad inſtantiam ſeiner Schweſter Annen Catharinen,
Wittwe Nicolainn, welche ſich unter denen Gerbſtedt-
ſchen Stadt- und Landgerichten gelegenes Vermoͤgen
als Erben anzumaßen gedenket, wird hiemit ediƐtaliter,
und zwar auf den letztern Termin, premiorie citiret und
geladen, den 1ſten Julii, 5ten Auguſt und den 9ten
September a. c. zu erſcheinen, und ſowol ſeinen Aufent-
halt, als auch, ob er noch am Leben anzeigen, oder zu
gewaͤrtigen, daß nach Ablauf derer beſtimmten Termine
er pro mortuo declariret, und ſein Vermoͤgen ermelde-
ter ſeiner Schweſter zu beerben wird uͤberlaſſen; des
Endes dieſelbe pro herede declariret werden wird. Es
iſt zu dem Ende der 23ſte September a. c. pro Termino
publicandi decreti
anbezielet, dahero ermeldeter Mertens
darauf vorbeſchieden wird.



Horneburg, im Herzogthum Bremen.

Nachdem
der hieſig Buͤrger Bier- und Eßigbrauer, auch Brann-
teweinbrenner, Hinrich Pratje, am 10ten des Mo-
nats Junii ad concurſum provociret, deſſen geſammte
Creditores auch durch die vorhin erkannte EdiƐtales auf
den 17ten May citiret worden, und ihre Forderungen
liquidiret: So iſt auf ferneres Anrufen der Glaͤubiger
terminus ad audiendam ſententiam prioritatis & praeclu-
ſivam
auf den 19ten Julii dieſes Jahres anberahmet.



Es wird hiemit jedermaͤnniglich bekannt gemacht, daß
am geſtrigen 2ten Julii, zwiſchen 4 und 5 Uhr Nachmit-
tags, vom Stadtdeich durch Nr. 1. hinter Hamm und
Horn nach Wandsbeck, auf obbeſagtem Wege ein golde-
nes gravirtes Uhrgehaͤuſe verlohren gegangen iſt. Wer
ſelbiges gefunden, beliebe ſolches im Grundſchen Com-
toir gegen einen anſehnlichen Recompens abzugeben.

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[[4]/0004] ſeinen Weg uͤber Verdun, Metz, Frankfurt, Caſſel, Ber- lin, Danzig, Koͤnigsberg, Riga, ꝛc. Diejenigen, die ſich bey ihm auf ſeiner Reiſe Raths erholen wollen, koͤnnen ihre Briefe nach irgend einer von bemeldten Staͤdten addreßiren, und dieſelben daſelbſt bis zu ſeiner Ankunft liegen laſſen, von welchen er ſie alsdann unverzuͤglich benachrichtigen wird. Da nunmehro die von Sr. Hochfuͤrſtl. Durchlaucht, dem regierenden Herrn Biſchofe zu Luͤbeck, betroyrte Zahlen-Lotterie voͤllig eingerichtet und zu Stande ge- bracht iſt, ſo daß die erſte Ziehung derſelben unfehlbar auf den 19ten dieſes vor ſich gehet, und damit von 3 zu 3 Wochen continuiret wird, auch zur Bezahlung der hieher fallenden Gewinne, ſo etwa von den hieſigen Collecteurs nicht prompt ausbezahlet werden, bereits eine bey mir baar deponirte Summe von 45000 Mark Courant parat ſtehet; ſo habe ſolches dem Publico hie- mit bekannt machen wollen, damit nicht nur die Ein- ſetzer in meinem und verſchiedenen bereits eroͤffneten Einnahme-Comtoirs bewerkſtelligen, und vor dem Schlußtage beſchleunigen, ſondern auch die etwanigen Liebhaber zur Collectur in dem bey mir errichteten General-Expeditions-Comtoir beyzeiten zum Empfang der dazu benoͤthigten Vollmachten ſich angeben, anglei- chen daß die etwanigen Inhaber der Original-Billets, im Falle ſie ihre darauf etwa gefallene Gewinne bey dem Collecteur, wo der Einſatz geſchehen, nicht prompt be- zahlt erhalten, bey mir ſich melden koͤnnen und moͤgen. Hamburg, den 3ten Julii, 1771. Hans Andr. Dreyer, wohnhaft auf dem Reß. Da die Einnahme-Liſten folgender Zahlen-Lotterien, als: der Hildburghauſer Heute, den 3ten Julii, der Stadt Collniſchen den 4ten dieſes; der Berliner den 5ten, und der Strelitzer den 6ten dieſes, in meinem Com- toir geſchloſſen werden muͤſſen: So erſuche ich die Lieb- haber, mir ihre Auftraͤge zu geben, und der reelleſten Bedienung verſichert zu ſeyn. Hamburg, den 3ten Julii, 1771. Mannes, Commiſſaire der Zahlen-Lotterien auf Kayſers Hof. Demnach Hedewig Staacken, gebohrne Brambecken, zu Caſſau, im adelichen Gute Sierhagen, cum Curatore, Sr. Excellenz, dem Koͤnigl. Daͤnnemarkiſchen geheimen Rathe, Herrn Wulf Hinrich von Thienen, des Danne- brog- Ordens Rittern, auf Sierhagen ꝛc. Erbherrn, muͤndlich zu erkennen gegeben, wie ſie, da ihr ſeliger Mann, der geweſene Feldvoigt Gerth Staack, in Caſſau verſtorben, vor ſeinem Ableben aber bekanntlich ein Te- ſtamentum judiciale nuncupativumerrichtet, und darinn ſie zur einzigen Univerſal-Erbinn ſeiner geſammten wenigen Haabe und Guͤter dergeſtalt eingeſetzet, daß ſie nach ſeinem toͤdtlichen Hintritt damit als mit ihrem Eigenthum nach Belieben ſolle ſchalten und walten koͤnnen; jedoch dabey verordnet, daß, wenn ſie ebenfalls mit Tode abgegangen ſeyn wuͤrde, dasjenige, was als- dann annoch vorhanden, in zwey gleiche Theile getheilet werden, und davon die eine Haͤlfte ſeinen, die andere Haͤlfte hergegen ihren naͤchſten Verwandten anheim fallen ſolle, zur Sicherheit fuͤr alle kuͤnftige Anſpruͤche ihres verſtorbenen Ehemanns etwanigen Inteſtat-Er- ben oder Glaͤubigere ein Proclama zu deren Convocation fuͤr nothwendig erachte, und daher um die Abgebung deſſelben geziemend gebeten haben wolle: Als werden, Namens Hochgedachter Sr. Excellenz, des Herrn gehei- men Raths von Thienen, alle und jede, welche an dem Nachlaß des vorgedachten verſtorbenen ehemaligen Feld- Voigts Gerth Staak zu Caſſau einige gegruͤndete An- und Zuſpruͤche, ſie ruͤhren her ex quocunque capite vel cauſa ſie immer wollen, zu haben vermeynen, hiedurch ſub poena praeciuſi & perbetui filentii vorgeladen, daß ſie, und zwar die Einheimiſchen innerhalb ſechs, die Auswaͤrtigen aber innerhalb zwoͤlf Wochen a dato pu- blicationis hujus proclamatisſich mit ſothanen ihren An- ſpruͤchen und Forderungen bey mir, dem Land- und Hof- gerichts-Advocaten, Carl Friedrich Schmidt, in Kiel, als p. t. Juſtitiario des adelichen Guts Sierhagen, an- geben, ihre in Haͤnden habende Verſchreibungen und fragige Briefſchaften in origine produciren, davon be- glaubte Abſchriften bey dem Profeßions-Protocolle zu- ruͤck laſſen, auch die, ſo nicht unter der Jurisdiction des Guts Sierhagen ſtehen, einen Procuratorem ad AƐta beſtellen, mit der ausdruͤcklichen Verwarnung, daß die- jenigen, welche ſich mit ihren Praͤtenſionen, An- oder Zuſpruͤchen in der vorerwaͤhnten Zeit nicht melden, da- mit weiter nicht gehoͤret, ſondern praͤcludiret, und ihnen ißt als dann, und dann als ißt, ein ewiges Stillſchwei- gen werde auferleget werden. Wornach ſich Beykom- mende zu achten, und fuͤr Schaden zu huͤten haben. Gegeben Kiel, den 24ſten May, 1771. C. F. Schmidt. Der allhier geweſene Buͤrgers-Sohn Andreas Carl Mertens, der ſeit 28 Jahren nunmehro abweſend, wird ad inſtantiam ſeiner Schweſter Annen Catharinen, Wittwe Nicolainn, welche ſich unter denen Gerbſtedt- ſchen Stadt- und Landgerichten gelegenes Vermoͤgen als Erben anzumaßen gedenket, wird hiemit ediƐtaliter, und zwar auf den letztern Termin, premiorie citiret und geladen, den 1ſten Julii, 5ten Auguſt und den 9ten September a. c. zu erſcheinen, und ſowol ſeinen Aufent- halt, als auch, ob er noch am Leben anzeigen, oder zu gewaͤrtigen, daß nach Ablauf derer beſtimmten Termine er pro mortuo declariret, und ſein Vermoͤgen ermelde- ter ſeiner Schweſter zu beerben wird uͤberlaſſen; des Endes dieſelbe pro herede declariret werden wird. Es iſt zu dem Ende der 23ſte September a. c. pro Termino publicandi decreti anbezielet, dahero ermeldeter Mertens darauf vorbeſchieden wird. Horneburg, im Herzogthum Bremen. Nachdem der hieſig Buͤrger Bier- und Eßigbrauer, auch Brann- teweinbrenner, Hinrich Pratje, am 10ten des Mo- nats Junii ad concurſum provociret, deſſen geſammte Creditores auch durch die vorhin erkannte EdiƐtales auf den 17ten May citiret worden, und ihre Forderungen liquidiret: So iſt auf ferneres Anrufen der Glaͤubiger terminus ad audiendam ſententiam prioritatis & praeclu- ſivam auf den 19ten Julii dieſes Jahres anberahmet. Es wird hiemit jedermaͤnniglich bekannt gemacht, daß am geſtrigen 2ten Julii, zwiſchen 4 und 5 Uhr Nachmit- tags, vom Stadtdeich durch Nr. 1. hinter Hamm und Horn nach Wandsbeck, auf obbeſagtem Wege ein golde- nes gravirtes Uhrgehaͤuſe verlohren gegangen iſt. Wer ſelbiges gefunden, beliebe ſolches im Grundſchen Com- toir gegen einen anſehnlichen Recompens abzugeben.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung Des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 106, Hamburg, 3. Julii 1771, S. [4]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hc_1060307_1771/4>, abgerufen am 26.02.2021.