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Staats- und Gelehrte Zeitung Des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 122, Hamburg, 31. Julii 1771.

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der Kirche Gottes in allen Theilen der Welt, merkwür-
dige Briefe und Tagebücher, die zur Erbauung dienen,
kleine zerstreuete Schriften und Abhandlungen, wie auch
Recensionen von einheimischen und auswärtigen Schrif-
ten, die ihrem Hauptzweck gemäß sind. Zur Ausarbei-
tung sollen gewisse Stücke den Mitgliedern ausge-
theilet, die Manuscripte davon aber von der Gesell-
schaft durchgesehen und gebilliget werden, ehe sie dem
Druck zu übergeben sind. Auf einem halben Bogen,
der besonders gedruckt ist, lieset man die Mitglieder
der Gesellschaft, in der Ordnung, in welcher sie in
die Gesellschaft getreten,
in dreyen Classen. Die erste
Classe machen Einheimische aus, und zwar die in Stock-
holm gegenwärtig sind,
darunter insonderheit Herr
Doctor Wrangel, Hofprediger, Herr Doctor Schröder,
Bischof zu Carlstadt, Herr Doctor Murray, Pastor der
Deutschen Gemeinde, Herr M. Murray, Prediger an
derselben Gemeinde, Secretair, Ihro Excellenz, Herr
Graf Rudenschöld, Reichsrath, Herr Baron Horn,
Kanzeleyrath, Ihro Excellenz, Herr Gaf Bark, Reichs-
Rath, Ihro Excellenz, Herr Baron von Wallwyck,
Reichsrath. Von den einheimischen Mitgliedern, die
aber in Stockholm sich nicht aufhalten, wollen wir
auch einige nennen: Ihro Excellenz, Herr Graf von
Liewen,
Reichsrath und General-Gouverneur in Pom-
mern, Herr Doctor Mennander, Bischof zu Abo, Herr
Doctor Lamberg, Bischof zu Gothenburg, Herr Doctor
Schröder, Bischof zu Colmar, Herr Doctor Beronius,
Erzbischof zu Upsal. Die dritte Classe begreifet in sich
die auswärtige Mitglieder, als: Herrn Abt und Vice-
Consistorial-Präsident Jerusalem zu Braunschweig,
Herrn Doctor und Professor Ernesti zu Leipzig, Herrn
Doctor und Hofprediger Ziegenhagen in London, Herrn
Doctor und Professor Walch in Göttingen, Herrn Doctor
und Professor Leß eben daselbst, Herrn Doctor und Pro-
fessor Miller eben daselbst, Herrn Consistorialrath und
Generalsuperintendent Jacobi zu Zelle, Herrn Doctor
und Professor Lilienthal zu Königsberg, Herrn Doctor
Struensee, Oberconsistorialrath und General-Superin-
tendent zu Rendsburg, Herrn Doctor und Pastor Wink-
ler
zu Hamburg, Herrn Pastor Goeze eben daselbst,
Herrn Doctor und Professor Quistorp zu Greifswald,
Herrn Doctor und Professor Knapp zu Halle, Herrn Con-
sistorialrath und Inspector Rambach zu Breslau, Herrn
Pastor Schlegel in Hannover, Herrn Pastor Lorck in
Copenhagen, Herrn Doctor und Pastor Wachsel zu Lon-
don, u. a. m. Die verbundene Bemühungen so vieler
berühmter Männer werden nothwendig die erwähnte
rühmliche Absicht der Stockholmischen Gesellschaft in
vollem Maaß begünstigen. Wir wünschen desto mehr,
daß durch eine reiche Folge des Segens ihre ersten Stif-
ter mit dem Vergnügen eine volle Reise des durch sie
ausgebreiteten Guten zu erfahren, vergolten werden
mögen. Für edle Gemüther ist dies die angenehmste
Belohnung.

Nachricht.

Danzig.

Da bereits in verschiedenen Zeitungen
recht sehr sorgfältig bekannt gemacht worden, daß die
Gesellschaft, welche bishero die Danziger theologischen
Berichte verfertiget, ihre Arbeiten derselben mit dem
90sten Stücke beschlossen haben; so muß ich die höchst
unbestimmte Anzeige davon berichtigen, und Folgendes
zur Steuer der Wahrheit anführen: Die Berichte,
die jetzo im Verlag des Johann Samuel Heinsius zu
Leipzig herauskommen, müssen keineswegs als eine
[Spaltenumbruch] Fortsetzung der durch die in meiner Handlung besorgten,
betrachtet werden. Sie machen ein ganz neues Jour-
nal
aus, welches die Gesellschaft, oder vielmehr Herr
Professor Wernsdorf, bearbeitet; dahingegen werden
die bisherigen in meinem Verlage herausgekommenen
theologischen Berichte von neuen Büchern und
Schriften
so wenig aufhören, daß sie vielmehr mit
größerm Fleiß und Eifer nach eben dem Plan werden
fortgesetzet werden: denn eine andere Gesellschaft in
Danzig, Männer, die daselbst in ansehnlichen Aemtern
sitzen, haben sich dieser Bemühung unterzogen. Das
91ste und 92ste Stück von ihrer Arbeit wird nächstens
die Presse verlassen. Sie sind auch keineswegs geson-
nen, ihre Namen zu verschweigen, da sich schon in dem
kurzen Vorberichte der Herr M. Johann Gerber, Pre-
diger an der Kirche zu St. Jacob, ausdrücklich genen-
net hat. Ich ersuche indessen alle Gönner und Freunde,
welche die Berichte bishero unterstützet, um Dero fer-
nere Gewogenheit. Sie belieben nur ihre Briefe und
Paqueter entweder an Herrn Friedrich Gotthold Ja-
cobaer
in Leipzig, oder an meine Handlung in Danzig,
zu addreßiren, da denn die Sachen an gegenwärtige
Verfasser der Berichte auf das baldigste und sicherste
werden eingehändiget werden.

Daniel Ludewig Wedel, Buchhändler.



Von der Königl. Dänischen Zahlen-Lotterie, deren
sechste Ziehung morgen in Altona geschiehet, sind, wie
auch von der Anspacher und Friedberger Lotterie, bis
heute Abend Einsätze bey mir zu machen.

Die Dillinger Lotterie wird morgen Abend, die Mayn-
zer Lotterie übermorgen früh, die Stralsunder des
Abends, und die Gothaer den 3ten August in meinem
Comtoir geschlossen.


F. Karstens



Von dem Königl. Preußischen Amte Egeln ist ad in-
stantiam
der Gebrüdere Kiewagen derselben an die 20
Jahre abwesend gewesener Vater Bruder, Johann
Nicolaus Kiewage
, ein Chirurgus, aus Etgersleben,
oder dessen Leibeserben, edictaliter citiret worden, daß
er in Zeit von 3 Monaten vor besagtem Amte sich ge-
stellen, und sein Vermögen an sich nehmen, oder gewär-
tigen, daß er in Termino den 26sten September a. c.
per decretum
für verstorben erkläret, und mentionirtes
sein hiesiges Vermögen obbenannten seinen nächsten
Vettern zugesprochen und verabfolget werde. Wor-
nach sich zu achten.


Königl Preußisches Amt allhier.



Der seit mehr als zehn Jahren abwesende Johann
Wilhelm Kalau
wird ad instantiam seiner Intestat-Erben
und seines Curatoris auf den 12ten August 1771. edictali-
ter
und sub poena, daß er pro mortuo im Ausbleibungs-
fall werde declariret werden, vor das Königl. Branden-
burg-Neuhausische Justiz-Collegium zu Königsberg
in Preußen adcitiret.




Auf geschehenes Ansuchen des Caßirer Wolff, werden
alle und jede, welche einen noch unbezahlten, auf die
Artill-Train-Casse lautenden reinen Cassen-Schein
in Händen haben, in so ferne deren Forderung nicht
vorhin klagbar gemacht worden, oder noch jetzo in lite
versiren möchte, vorgeladen, sich deshalb dahier binnen
6 Wochen a dato zu Rathhause zu melden, sub poena
praeclusionis.


[Ende Spaltensatz]

der Kirche Gottes in allen Theilen der Welt, merkwuͤr-
dige Briefe und Tagebuͤcher, die zur Erbauung dienen,
kleine zerſtreuete Schriften und Abhandlungen, wie auch
Recenſionen von einheimiſchen und auswaͤrtigen Schrif-
ten, die ihrem Hauptzweck gemaͤß ſind. Zur Ausarbei-
tung ſollen gewiſſe Stuͤcke den Mitgliedern ausge-
theilet, die Manuſcripte davon aber von der Geſell-
ſchaft durchgeſehen und gebilliget werden, ehe ſie dem
Druck zu uͤbergeben ſind. Auf einem halben Bogen,
der beſonders gedruckt iſt, lieſet man die Mitglieder
der Geſellſchaft, in der Ordnung, in welcher ſie in
die Geſellſchaft getreten,
in dreyen Claſſen. Die erſte
Claſſe machen Einheimiſche aus, und zwar die in Stock-
holm gegenwaͤrtig ſind,
darunter inſonderheit Herr
Doctor Wrangel, Hofprediger, Herr Doctor Schroͤder,
Biſchof zu Carlſtadt, Herr Doctor Murray, Paſtor der
Deutſchen Gemeinde, Herr M. Murray, Prediger an
derſelben Gemeinde, Secretair, Ihro Excellenz, Herr
Graf Rudenſchoͤld, Reichsrath, Herr Baron Horn,
Kanzeleyrath, Ihro Excellenz, Herr Gaf Bark, Reichs-
Rath, Ihro Excellenz, Herr Baron von Wallwyck,
Reichsrath. Von den einheimiſchen Mitgliedern, die
aber in Stockholm ſich nicht aufhalten, wollen wir
auch einige nennen: Ihro Excellenz, Herr Graf von
Liewen,
Reichsrath und General-Gouverneur in Pom-
mern, Herr Doctor Mennander, Biſchof zu Abo, Herr
Doctor Lamberg, Biſchof zu Gothenburg, Herr Doctor
Schroͤder, Biſchof zu Colmar, Herr Doctor Beronius,
Erzbiſchof zu Upſal. Die dritte Claſſe begreifet in ſich
die auswaͤrtige Mitglieder, als: Herrn Abt und Vice-
Conſiſtorial-Praͤſident Jeruſalem zu Braunſchweig,
Herrn Doctor und Profeſſor Erneſti zu Leipzig, Herrn
Doctor und Hofprediger Ziegenhagen in London, Herrn
Doctor und Profeſſor Walch in Goͤttingen, Herrn Doctor
und Profeſſor Leß eben daſelbſt, Herrn Doctor und Pro-
feſſor Miller eben daſelbſt, Herrn Conſiſtorialrath und
Generalſuperintendent Jacobi zu Zelle, Herrn Doctor
und Profeſſor Lilienthal zu Koͤnigsberg, Herrn Doctor
Struenſee, Oberconſiſtorialrath und General-Superin-
tendent zu Rendsburg, Herrn Doctor und Paſtor Wink-
ler
zu Hamburg, Herrn Paſtor Goeze eben daſelbſt,
Herrn Doctor und Profeſſor Quiſtorp zu Greifswald,
Herrn Doctor und Profeſſor Knapp zu Halle, Herrn Con-
ſiſtorialrath und Inſpector Rambach zu Breſlau, Herrn
Paſtor Schlegel in Hannover, Herrn Paſtor Lorck in
Copenhagen, Herrn Doctor und Paſtor Wachſel zu Lon-
don, u. a. m. Die verbundene Bemuͤhungen ſo vieler
beruͤhmter Maͤnner werden nothwendig die erwaͤhnte
ruͤhmliche Abſicht der Stockholmiſchen Geſellſchaft in
vollem Maaß beguͤnſtigen. Wir wuͤnſchen deſto mehr,
daß durch eine reiche Folge des Segens ihre erſten Stif-
ter mit dem Vergnuͤgen eine volle Reiſe des durch ſie
ausgebreiteten Guten zu erfahren, vergolten werden
moͤgen. Fuͤr edle Gemuͤther iſt dies die angenehmſte
Belohnung.

Nachricht.

Danzig.

Da bereits in verſchiedenen Zeitungen
recht ſehr ſorgfaͤltig bekannt gemacht worden, daß die
Geſellſchaft, welche bishero die Danziger theologiſchen
Berichte verfertiget, ihre Arbeiten derſelben mit dem
90ſten Stuͤcke beſchloſſen haben; ſo muß ich die hoͤchſt
unbeſtimmte Anzeige davon berichtigen, und Folgendes
zur Steuer der Wahrheit anfuͤhren: Die Berichte,
die jetzo im Verlag des Johann Samuel Heinſius zu
Leipzig herauskommen, muͤſſen keineswegs als eine
[Spaltenumbruch] Fortſetzung der durch die in meiner Handlung beſorgten,
betrachtet werden. Sie machen ein ganz neues Jour-
nal
aus, welches die Geſellſchaft, oder vielmehr Herr
Profeſſor Wernsdorf, bearbeitet; dahingegen werden
die bisherigen in meinem Verlage herausgekommenen
theologiſchen Berichte von neuen Buͤchern und
Schriften
ſo wenig aufhoͤren, daß ſie vielmehr mit
groͤßerm Fleiß und Eifer nach eben dem Plan werden
fortgeſetzet werden: denn eine andere Geſellſchaft in
Danzig, Maͤnner, die daſelbſt in anſehnlichen Aemtern
ſitzen, haben ſich dieſer Bemuͤhung unterzogen. Das
91ſte und 92ſte Stuͤck von ihrer Arbeit wird naͤchſtens
die Preſſe verlaſſen. Sie ſind auch keineswegs geſon-
nen, ihre Namen zu verſchweigen, da ſich ſchon in dem
kurzen Vorberichte der Herr M. Johann Gerber, Pre-
diger an der Kirche zu St. Jacob, ausdruͤcklich genen-
net hat. Ich erſuche indeſſen alle Goͤnner und Freunde,
welche die Berichte bishero unterſtuͤtzet, um Dero fer-
nere Gewogenheit. Sie belieben nur ihre Briefe und
Paqueter entweder an Herrn Friedrich Gotthold Ja-
cobaer
in Leipzig, oder an meine Handlung in Danzig,
zu addreßiren, da denn die Sachen an gegenwaͤrtige
Verfaſſer der Berichte auf das baldigſte und ſicherſte
werden eingehaͤndiget werden.

Daniel Ludewig Wedel, Buchhaͤndler.



Von der Koͤnigl. Daͤniſchen Zahlen-Lotterie, deren
ſechſte Ziehung morgen in Altona geſchiehet, ſind, wie
auch von der Anſpacher und Friedberger Lotterie, bis
heute Abend Einſaͤtze bey mir zu machen.

Die Dillinger Lotterie wird morgen Abend, die Mayn-
zer Lotterie uͤbermorgen fruͤh, die Stralſunder des
Abends, und die Gothaer den 3ten Auguſt in meinem
Comtoir geſchloſſen.


F. Karſtens



Von dem Koͤnigl. Preußiſchen Amte Egeln iſt ad in-
ſtantiam
der Gebruͤdere Kiewagen derſelben an die 20
Jahre abweſend geweſener Vater Bruder, Johann
Nicolaus Kiewage
, ein Chirurgus, aus Etgersleben,
oder deſſen Leibeserben, edictaliter citiret worden, daß
er in Zeit von 3 Monaten vor beſagtem Amte ſich ge-
ſtellen, und ſein Vermoͤgen an ſich nehmen, oder gewaͤr-
tigen, daß er in Termino den 26ſten September a. c.
per decretum
fuͤr verſtorben erklaͤret, und mentionirtes
ſein hieſiges Vermoͤgen obbenannten ſeinen naͤchſten
Vettern zugeſprochen und verabfolget werde. Wor-
nach ſich zu achten.


Koͤnigl Preußiſches Amt allhier.



Der ſeit mehr als zehn Jahren abweſende Johann
Wilhelm Kalau
wird ad inſtantiam ſeiner Inteſtat-Erben
und ſeines Curatoris auf den 12ten Auguſt 1771. edictali-
ter
und ſub poena, daß er pro mortuo im Ausbleibungs-
fall werde declariret werden, vor das Koͤnigl. Branden-
burg-Neuhauſiſche Juſtiz-Collegium zu Koͤnigsberg
in Preußen adcitiret.




Auf geſchehenes Anſuchen des Caßirer Wolff, werden
alle und jede, welche einen noch unbezahlten, auf die
Artill-Train-Caſſe lautenden reinen Caſſen-Schein
in Haͤnden haben, in ſo ferne deren Forderung nicht
vorhin klagbar gemacht worden, oder noch jetzo in lite
verſiren moͤchte, vorgeladen, ſich deshalb dahier binnen
6 Wochen a dato zu Rathhauſe zu melden, ſub poena
praecluſionis.


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[[4]/0004] der Kirche Gottes in allen Theilen der Welt, merkwuͤr- dige Briefe und Tagebuͤcher, die zur Erbauung dienen, kleine zerſtreuete Schriften und Abhandlungen, wie auch Recenſionen von einheimiſchen und auswaͤrtigen Schrif- ten, die ihrem Hauptzweck gemaͤß ſind. Zur Ausarbei- tung ſollen gewiſſe Stuͤcke den Mitgliedern ausge- theilet, die Manuſcripte davon aber von der Geſell- ſchaft durchgeſehen und gebilliget werden, ehe ſie dem Druck zu uͤbergeben ſind. Auf einem halben Bogen, der beſonders gedruckt iſt, lieſet man die Mitglieder der Geſellſchaft, in der Ordnung, in welcher ſie in die Geſellſchaft getreten, in dreyen Claſſen. Die erſte Claſſe machen Einheimiſche aus, und zwar die in Stock- holm gegenwaͤrtig ſind, darunter inſonderheit Herr Doctor Wrangel, Hofprediger, Herr Doctor Schroͤder, Biſchof zu Carlſtadt, Herr Doctor Murray, Paſtor der Deutſchen Gemeinde, Herr M. Murray, Prediger an derſelben Gemeinde, Secretair, Ihro Excellenz, Herr Graf Rudenſchoͤld, Reichsrath, Herr Baron Horn, Kanzeleyrath, Ihro Excellenz, Herr Gaf Bark, Reichs- Rath, Ihro Excellenz, Herr Baron von Wallwyck, Reichsrath. Von den einheimiſchen Mitgliedern, die aber in Stockholm ſich nicht aufhalten, wollen wir auch einige nennen: Ihro Excellenz, Herr Graf von Liewen, Reichsrath und General-Gouverneur in Pom- mern, Herr Doctor Mennander, Biſchof zu Abo, Herr Doctor Lamberg, Biſchof zu Gothenburg, Herr Doctor Schroͤder, Biſchof zu Colmar, Herr Doctor Beronius, Erzbiſchof zu Upſal. Die dritte Claſſe begreifet in ſich die auswaͤrtige Mitglieder, als: Herrn Abt und Vice- Conſiſtorial-Praͤſident Jeruſalem zu Braunſchweig, Herrn Doctor und Profeſſor Erneſti zu Leipzig, Herrn Doctor und Hofprediger Ziegenhagen in London, Herrn Doctor und Profeſſor Walch in Goͤttingen, Herrn Doctor und Profeſſor Leß eben daſelbſt, Herrn Doctor und Pro- feſſor Miller eben daſelbſt, Herrn Conſiſtorialrath und Generalſuperintendent Jacobi zu Zelle, Herrn Doctor und Profeſſor Lilienthal zu Koͤnigsberg, Herrn Doctor Struenſee, Oberconſiſtorialrath und General-Superin- tendent zu Rendsburg, Herrn Doctor und Paſtor Wink- ler zu Hamburg, Herrn Paſtor Goeze eben daſelbſt, Herrn Doctor und Profeſſor Quiſtorp zu Greifswald, Herrn Doctor und Profeſſor Knapp zu Halle, Herrn Con- ſiſtorialrath und Inſpector Rambach zu Breſlau, Herrn Paſtor Schlegel in Hannover, Herrn Paſtor Lorck in Copenhagen, Herrn Doctor und Paſtor Wachſel zu Lon- don, u. a. m. Die verbundene Bemuͤhungen ſo vieler beruͤhmter Maͤnner werden nothwendig die erwaͤhnte ruͤhmliche Abſicht der Stockholmiſchen Geſellſchaft in vollem Maaß beguͤnſtigen. Wir wuͤnſchen deſto mehr, daß durch eine reiche Folge des Segens ihre erſten Stif- ter mit dem Vergnuͤgen eine volle Reiſe des durch ſie ausgebreiteten Guten zu erfahren, vergolten werden moͤgen. Fuͤr edle Gemuͤther iſt dies die angenehmſte Belohnung. Nachricht. Danzig. Da bereits in verſchiedenen Zeitungen recht ſehr ſorgfaͤltig bekannt gemacht worden, daß die Geſellſchaft, welche bishero die Danziger theologiſchen Berichte verfertiget, ihre Arbeiten derſelben mit dem 90ſten Stuͤcke beſchloſſen haben; ſo muß ich die hoͤchſt unbeſtimmte Anzeige davon berichtigen, und Folgendes zur Steuer der Wahrheit anfuͤhren: Die Berichte, die jetzo im Verlag des Johann Samuel Heinſius zu Leipzig herauskommen, muͤſſen keineswegs als eine Fortſetzung der durch die in meiner Handlung beſorgten, betrachtet werden. Sie machen ein ganz neues Jour- nal aus, welches die Geſellſchaft, oder vielmehr Herr Profeſſor Wernsdorf, bearbeitet; dahingegen werden die bisherigen in meinem Verlage herausgekommenen theologiſchen Berichte von neuen Buͤchern und Schriften ſo wenig aufhoͤren, daß ſie vielmehr mit groͤßerm Fleiß und Eifer nach eben dem Plan werden fortgeſetzet werden: denn eine andere Geſellſchaft in Danzig, Maͤnner, die daſelbſt in anſehnlichen Aemtern ſitzen, haben ſich dieſer Bemuͤhung unterzogen. Das 91ſte und 92ſte Stuͤck von ihrer Arbeit wird naͤchſtens die Preſſe verlaſſen. Sie ſind auch keineswegs geſon- nen, ihre Namen zu verſchweigen, da ſich ſchon in dem kurzen Vorberichte der Herr M. Johann Gerber, Pre- diger an der Kirche zu St. Jacob, ausdruͤcklich genen- net hat. Ich erſuche indeſſen alle Goͤnner und Freunde, welche die Berichte bishero unterſtuͤtzet, um Dero fer- nere Gewogenheit. Sie belieben nur ihre Briefe und Paqueter entweder an Herrn Friedrich Gotthold Ja- cobaer in Leipzig, oder an meine Handlung in Danzig, zu addreßiren, da denn die Sachen an gegenwaͤrtige Verfaſſer der Berichte auf das baldigſte und ſicherſte werden eingehaͤndiget werden. Daniel Ludewig Wedel, Buchhaͤndler. Von der Koͤnigl. Daͤniſchen Zahlen-Lotterie, deren ſechſte Ziehung morgen in Altona geſchiehet, ſind, wie auch von der Anſpacher und Friedberger Lotterie, bis heute Abend Einſaͤtze bey mir zu machen. Die Dillinger Lotterie wird morgen Abend, die Mayn- zer Lotterie uͤbermorgen fruͤh, die Stralſunder des Abends, und die Gothaer den 3ten Auguſt in meinem Comtoir geſchloſſen. Hamburg, den 31ſten Julii, 1771. F. Karſtens Von dem Koͤnigl. Preußiſchen Amte Egeln iſt ad in- ſtantiam der Gebruͤdere Kiewagen derſelben an die 20 Jahre abweſend geweſener Vater Bruder, Johann Nicolaus Kiewage, ein Chirurgus, aus Etgersleben, oder deſſen Leibeserben, edictaliter citiret worden, daß er in Zeit von 3 Monaten vor beſagtem Amte ſich ge- ſtellen, und ſein Vermoͤgen an ſich nehmen, oder gewaͤr- tigen, daß er in Termino den 26ſten September a. c. per decretum fuͤr verſtorben erklaͤret, und mentionirtes ſein hieſiges Vermoͤgen obbenannten ſeinen naͤchſten Vettern zugeſprochen und verabfolget werde. Wor- nach ſich zu achten. Egeln, den 10ten Junii, 1771. Koͤnigl Preußiſches Amt allhier. Der ſeit mehr als zehn Jahren abweſende Johann Wilhelm Kalau wird ad inſtantiam ſeiner Inteſtat-Erben und ſeines Curatoris auf den 12ten Auguſt 1771. edictali- ter und ſub poena, daß er pro mortuo im Ausbleibungs- fall werde declariret werden, vor das Koͤnigl. Branden- burg-Neuhauſiſche Juſtiz-Collegium zu Koͤnigsberg in Preußen adcitiret. Koͤnigsberg, den 29ſten April, 1771. Auf geſchehenes Anſuchen des Caßirer Wolff, werden alle und jede, welche einen noch unbezahlten, auf die Artill-Train-Caſſe lautenden reinen Caſſen-Schein in Haͤnden haben, in ſo ferne deren Forderung nicht vorhin klagbar gemacht worden, oder noch jetzo in lite verſiren moͤchte, vorgeladen, ſich deshalb dahier binnen 6 Wochen a dato zu Rathhauſe zu melden, ſub poena praecluſionis. Hannover, den 10ten Julii, 1771.

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Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz, Fabienne Wollny: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-07T12:30:46Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung Des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 122, Hamburg, 31. Julii 1771, S. [4]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hc_1223107_1771/4>, abgerufen am 25.05.2022.