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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 64, Hamburg, 21. April 1790.

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[Spaltenumbruch] Ameä mit Tode abgegangen. Sie war eine Tochter
weyland Regierungsraths, Ludwig von Lepel, Erb-
herrn auf Seckritz und Bauer in Schwedisch Pommern,
und seiner sel. Gemahlinn, Dorothea Juliana von
Maltzahn.

Auf Verlangen wird dieser Todesfall den Angehöri-
gen und Freunden notificirt, und die Condolenz ver-
beten.




Jacob Andreas Dühn (wenn er sich noch am Leben
befindet) wird hiedurch, seines eigenen Vortheils wegen,
von seinen Geschwistern gebeten, ihnen den Ort seines
jetzigen Aufenthalts anzuzeigen, oder, wo möglich, selbst
zu ihnen zu kommen, weil sie ihm wichtige, ihm selbst
vortheilhafte Nachrichten mitzutheilen haben.




Am 30sten April, als den Freytag nach dem Sonn-
tage Jubilate, soll nachfolgendes Fadenholz meistbie-
tend gegen gewöhnliche Bedingungen verkauft wer-
den, als:

1) Jn dem Steinhorster Forst-Revier.

4291/4 Faden 3füßiges Büchen Kluftholz.
22 ---- ------ ---- grob Knüppelholz.
1141/4 ---- ------ ---- klein Knüppelholz.
441/2 ---- ------ Ellern grob Knüppelholz.
871/4 ---- ------ ---- klein Knüppelholz.

2) Jm Linauer Forst-Revier.

941/2 Faden 3füßiges Büchen Klustholz.
351/4 ---- ------ ---- Knüppelholz.
2 ---- ------ ---- Olm.
213/4 ---- ------ Ellern grob Knüppelholz.
863/4 ---- ------ ---- klein Knüppelholz.

Die Käufer haben sich beregten Tages, Morgens um
10 Uhr, auf hiesiger Amtstube einzufinden, und das
weitere zu gewärtigen.


Königl. Churfürstl. Amt.
v. d. Decken.
   



Da ich abermals eine Parthey schöne Französische
Papier-Tapeten und Einfassungen erhalten habe, so
ermangele nicht, solches hiemit bekannt zu machen;
empfehle mich zugleich mit meinen übrigen sührenden
Englischen und Französischen Galanterie Waaren, im-
gleichen mit ganz neben Flohren zu Dameskleider,
und zum Putz besonders brauchbar; gedruckte und ge-
stickte Scherfen, Tücher, Schürzen, Medaillons, mo-
derne Hüthe, Huthbänder, Sonnenschirme, a la
Arabesque,
und vorzüglich schöne Westen, wie auch
mit Porcellain, Carton Waaren, Ludwigsluster Fa-
brike, und Spielzeug für Kinder zum Unterricht und
Vergnügen, unter der Versicherung der billigsten Be-
dienung.


Ferdinand Heinr. Ludw. Schultz.
wohnhaft neben dem Raths-Weinkeller.



Bücher-Anzeige.

Jn der Gräffschen Buchhandlung in Leipzig sind folgende
neue Bücher herausgekommen und in allen Buchhandlungen
zu haben:

1) Ludwig Theobul Kosegartens Gedichte, 2 Bände, 8.
2 Rthlr.

Alles, was die Critik bisher wider diesen Dichter einge-
wandt hat, betrifft nur hin und wieder die Außenschaale seiner
Werke; dem inwendigen kräftigen Kern hat sie volle Gerech-
[Spaltenumbruch] tigkeit wiederfahren lassen. Ein geschmack- und gefühlvoller
Rezensent findet in ihnen -- "einen wahrhaft philosophischen
Enthusiasmus für Religion, Tugend, Vervollkommnung und
Unsterblichkeit, eine seltent Fähigkeit erhabener und großer
Gedanken, ein feines Gefühl für die Schönheiten der Natur;
Jnnigkeit und Stärke der Empfindung, unerschöpflichen Reich-
thum an Bildern und Gemählden; Kunst, höchstsinnlich darzu-
stellen, und allegorisch einzukleiden; Gewandtheit, verschiedene
Töne glücklich zu treffen, und Kraft, sie gleichmäßig zu hal-
ten; endlich energischen, tief ins Herz greifenden Ausdruck."
S. Leipz. gel. Anz. 1789. Nr. 5. Dasselbe bestätiget das
bey weitem vorzüglichste bellettristische Journal unserer Zeit,
die kritische Uebersicht der neuesten schönen Litteratur, das
diesen Gedichten eine seiner ausführlichern Anzeigen ge-
weihet hat.

2) Psyche, ein Mährchen des Alterthums, von Ludwig
Theobul Kosegarten; zwote umgearbeitete Ausgabe, 8.
9 Gr.

Eine neue dichterische ausgeführte Darstellung dieses Mähr-
chens, worinn der Verfasser den vierten Gesang des Marino-
schen Adone zum Grunde gelegt, den preciösen Styl des Wel-
schen aber überall verwaschen, und die interessantesten Situa-
tionen durchgehends mit eigenem Pinsel gemahlt hat. Jn
der Zuschrift schildert er den Geist und die Schicksale des
Apuleius, und enthüllt den Sinn des Mährchens.




Es werden hiedurch alle und jede, welche an des vor eini-
ger Zeit allhier bey dem Dombürger und Töpfermeister,
Reich, verstorbenen Töpfergesellen, Christoph Schultz, Ver-
lassenschaft ex quocunque capite eine rechtliche Ansprache
zu haben vermeynen sollten, vorgeladen, sich binnen nun
und 6 Monaten, und zwar auf den 20sten August alten
Styls d. J. mit ihren Ansprüchen bey dem Dom-Vogteylichen
Gerichte zu melden, mit der Verwarnung, daß sie nach Ab-
lauf dieses Termins serner nicht gehört, sondern auf immer
präcludiret seyn werden.


C. A. Hoffmann, Schleßogt.



Wir Friedrich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und
Stargard Herr, etc. etc.

Laden auf unterthänigste Bitte des Hofraths Breslach, als
gemeinsamen Anwaltes von Wangelin-Alt Schwerinscher
Gläubigere, alle diejenigen, welche aus Handlungen gedach-
ter Creditoren an die dem Kammerherrn von Levezow, auf[unleserliches Material - 1 Zeichen fehlt]
Teschow, gerichtlich additirten Güter Alt Schwerin Jürgens-
hof, Mönckbusch und Werder, aus irgend einem Grunde
Forderungen und Ansprache zu haben vermeynen, hiemit
gnädigst und wollen, daß selbige am 31sten May dieses
Jahrs, Morgens um 10 Uhr, auf Unserm Hof- und Landge-
richt erscheinen, und ihre Forderungen sodann angeben, wi-
drigenfalls aber mit Auflegung eines ewigen Stillschweigens
auf stets präcludirt und abgewiesen zu werden gewärtigen
sollen.

Wobey Wir jedoch unverhalten seyn lassen, daß diejenigen
Massen[-]Gläubigere, welche bereits in Termino productionis
originalium
den 27sten August 1789 ihre Forderungen durch
Production der Original Urkunden beglaubiget, imgleichen
der Pächter Düster wegen seines Pacht-Vorschusses von 1400
Rthlr. neue Zweydrittel keiner weiteren Meldung bedürfen,
wenn solches aber dennoch geschiehet, keine Kosten-Erstattung
zu gewärtigen haben. Wornach man sich zu richten.


   (L. S.)    Ad Mandatum Serenissimi proprium
Vt
v. Genzkow.
J. H. Wulffleff.



Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg
auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Starard
Herr etc. etc.

Befehlen auf unterthänigste Vorstellung und Bitte den
Kinder und Erben des in Unsern Landen zu Dargun
verstorbenen Amtmann Drewes, und dessen gleichfalls ver-
storbenen Wittwe, gebohrnen Fallenkamp, dir, dem resp.
Bruder und Schwager der Supplicanten, Joachim Heinrich

[Spaltenumbruch] Ameaͤ mit Tode abgegangen. Sie war eine Tochter
weyland Regierungsraths, Ludwig von Lepel, Erb-
herrn auf Seckritz und Bauer in Schwediſch Pommern,
und ſeiner ſel. Gemahlinn, Dorothea Juliana von
Maltzahn.

Auf Verlangen wird dieſer Todesfall den Angehoͤri-
gen und Freunden notificirt, und die Condolenz ver-
beten.




Jacob Andreas Duͤhn (wenn er ſich noch am Leben
befindet) wird hiedurch, ſeines eigenen Vortheils wegen,
von ſeinen Geſchwiſtern gebeten, ihnen den Ort ſeines
jetzigen Aufenthalts anzuzeigen, oder, wo moͤglich, ſelbſt
zu ihnen zu kommen, weil ſie ihm wichtige, ihm ſelbſt
vortheilhafte Nachrichten mitzutheilen haben.




Am 30ſten April, als den Freytag nach dem Sonn-
tage Jubilate, ſoll nachfolgendes Fadenholz meiſtbie-
tend gegen gewoͤhnliche Bedingungen verkauft wer-
den, als:

1) Jn dem Steinhorſter Forſt-Revier.

429¼ Faden 3fuͤßiges Buͤchen Kluftholz.
22 —— ——— —— grob Knuͤppelholz.
114¼ —— ——— —— klein Knuͤppelholz.
44½ —— ——— Ellern grob Knuͤppelholz.
87¼ —— ——— —— klein Knuͤppelholz.

2) Jm Linauer Forſt-Revier.

94½ Faden 3fuͤßiges Buͤchen Kluſtholz.
35¼ —— ——— —— Knuͤppelholz.
2 —— ——— —— Olm.
21¾ —— ——— Ellern grob Knuͤppelholz.
86¾ —— ——— —— klein Knuͤppelholz.

Die Kaͤufer haben ſich beregten Tages, Morgens um
10 Uhr, auf hieſiger Amtſtube einzufinden, und das
weitere zu gewaͤrtigen.


Koͤnigl. Churfuͤrſtl. Amt.
v. d. Decken.
   



Da ich abermals eine Parthey ſchoͤne Franzoͤſiſche
Papier-Tapeten und Einfaſſungen erhalten habe, ſo
ermangele nicht, ſolches hiemit bekannt zu machen;
empfehle mich zugleich mit meinen uͤbrigen ſuͤhrenden
Engliſchen und Franzoͤſiſchen Galanterie Waaren, im-
gleichen mit ganz neben Flohren zu Dameskleider,
und zum Putz beſonders brauchbar; gedruckte und ge-
ſtickte Scherfen, Tuͤcher, Schuͤrzen, Medaillons, mo-
derne Huͤthe, Huthbaͤnder, Sonnenſchirme, à la
Arabesque,
und vorzuͤglich ſchoͤne Weſten, wie auch
mit Porcellain, Carton Waaren, Ludwigsluſter Fa-
brike, und Spielzeug fuͤr Kinder zum Unterricht und
Vergnuͤgen, unter der Verſicherung der billigſten Be-
dienung.


Ferdinand Heinr. Ludw. Schultz.
wohnhaft neben dem Raths-Weinkeller.



Bücher-Anzeige.

Jn der Gräffſchen Buchhandlung in Leipzig ſind folgende
neue Bücher herausgekommen und in allen Buchhandlungen
zu haben:

1) Ludwig Theobul Koſegartens Gedichte, 2 Bände, 8.
2 Rthlr.

Alles, was die Critik bisher wider dieſen Dichter einge-
wandt hat, betrifft nur hin und wieder die Außenſchaale ſeiner
Werke; dem inwendigen kräftigen Kern hat ſie volle Gerech-
[Spaltenumbruch] tigkeit wiederfahren laſſen. Ein geſchmack- und gefühlvoller
Rezenſent findet in ihnen — “einen wahrhaft philoſophiſchen
Enthuſiasmus für Religion, Tugend, Vervollkommnung und
Unſterblichkeit, eine ſeltent Fähigkeit erhabener und großer
Gedanken, ein feines Gefühl für die Schönheiten der Natur;
Jnnigkeit und Stärke der Empfindung, unerſchöpflichen Reich-
thum an Bildern und Gemählden; Kunſt, höchſtſinnlich darzu-
ſtellen, und allegoriſch einzukleiden; Gewandtheit, verſchiedene
Töne glücklich zu treffen, und Kraft, ſie gleichmäßig zu hal-
ten; endlich energiſchen, tief ins Herz greifenden Ausdruck.”
S. Leipz. gel. Anz. 1789. Nr. 5. Daſſelbe beſtätiget das
bey weitem vorzüglichſte bellettriſtiſche Journal unſerer Zeit,
die kritiſche Ueberſicht der neueſten ſchönen Litteratur, das
dieſen Gedichten eine ſeiner ausführlichern Anzeigen ge-
weihet hat.

2) Pſyche, ein Mährchen des Alterthums, von Ludwig
Theobul Koſegarten; zwote umgearbeitete Ausgabe, 8.
9 Gr.

Eine neue dichteriſche ausgeführte Darſtellung dieſes Mähr-
chens, worinn der Verfaſſer den vierten Geſang des Marino-
ſchen Adone zum Grunde gelegt, den preciöſen Styl des Wel-
ſchen aber überall verwaſchen, und die intereſſanteſten Situa-
tionen durchgehends mit eigenem Pinſel gemahlt hat. Jn
der Zuſchrift ſchildert er den Geiſt und die Schickſale des
Apuleius, und enthüllt den Sinn des Mährchens.




Es werden hiedurch alle und jede, welche an des vor eini-
ger Zeit allhier bey dem Dombuͤrger und Toͤpfermeiſter,
Reich, verſtorbenen Toͤpfergeſellen, Chriſtoph Schultz, Ver-
laſſenſchaft ex quocunque capite eine rechtliche Anſprache
zu haben vermeynen ſollten, vorgeladen, ſich binnen nun
und 6 Monaten, und zwar auf den 20ſten Auguſt alten
Styls d. J. mit ihren Anſpruͤchen bey dem Dom-Vogteylichen
Gerichte zu melden, mit der Verwarnung, daß ſie nach Ab-
lauf dieſes Termins ſerner nicht gehoͤrt, ſondern auf immer
praͤcludiret ſeyn werden.


C. A. Hoffmann, Schleßogt.



Wir Friedrich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fuͤrſt zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und
Stargard Herr, ꝛc. ꝛc.

Laden auf unterthaͤnigſte Bitte des Hofraths Breslach, als
gemeinſamen Anwaltes von Wangelin-Alt Schwerinſcher
Glaͤubigere, alle diejenigen, welche aus Handlungen gedach-
ter Creditoren an die dem Kammerherrn von Levezow, auf[unleserliches Material – 1 Zeichen fehlt]
Teſchow, gerichtlich additirten Guͤter Alt Schwerin Juͤrgens-
hof, Moͤnckbuſch und Werder, aus irgend einem Grunde
Forderungen und Anſprache zu haben vermeynen, hiemit
gnaͤdigſt und wollen, daß ſelbige am 31ſten May dieſes
Jahrs, Morgens um 10 Uhr, auf Unſerm Hof- und Landge-
richt erſcheinen, und ihre Forderungen ſodann angeben, wi-
drigenfalls aber mit Auflegung eines ewigen Stillſchweigens
auf ſtets praͤcludirt und abgewieſen zu werden gewaͤrtigen
ſollen.

Wobey Wir jedoch unverhalten ſeyn laſſen, daß diejenigen
Maſſen[-]Glaͤubigere, welche bereits in Termino productionis
originalium
den 27ſten Auguſt 1789 ihre Forderungen durch
Production der Original Urkunden beglaubiget, imgleichen
der Paͤchter Duͤſter wegen ſeines Pacht-Vorſchuſſes von 1400
Rthlr. neue Zweydrittel keiner weiteren Meldung beduͤrfen,
wenn ſolches aber dennoch geſchiehet, keine Koſten-Erſtattung
zu gewaͤrtigen haben. Wornach man ſich zu richten.


   (L. S.)    Ad Mandatum Sereniſſimi proprium
Vt
v. Genzkow.
J. H. Wulffleff.



Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fuͤrſt zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg
auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und Starard
Herr ꝛc. ꝛc.

Befehlen auf unterthaͤnigſte Vorſtellung und Bitte den
Kinder und Erben des in Unſern Landen zu Dargun
verſtorbenen Amtmann Drewes, und deſſen gleichfalls ver-
ſtorbenen Wittwe, gebohrnen Fallenkamp, dir, dem reſp.
Bruder und Schwager der Supplicanten, Joachim Heinrich

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[[7]/0007] Ameaͤ mit Tode abgegangen. Sie war eine Tochter weyland Regierungsraths, Ludwig von Lepel, Erb- herrn auf Seckritz und Bauer in Schwediſch Pommern, und ſeiner ſel. Gemahlinn, Dorothea Juliana von Maltzahn. Auf Verlangen wird dieſer Todesfall den Angehoͤri- gen und Freunden notificirt, und die Condolenz ver- beten. Jacob Andreas Duͤhn (wenn er ſich noch am Leben befindet) wird hiedurch, ſeines eigenen Vortheils wegen, von ſeinen Geſchwiſtern gebeten, ihnen den Ort ſeines jetzigen Aufenthalts anzuzeigen, oder, wo moͤglich, ſelbſt zu ihnen zu kommen, weil ſie ihm wichtige, ihm ſelbſt vortheilhafte Nachrichten mitzutheilen haben. Ham- burg, den 20ſten April 1790. Am 30ſten April, als den Freytag nach dem Sonn- tage Jubilate, ſoll nachfolgendes Fadenholz meiſtbie- tend gegen gewoͤhnliche Bedingungen verkauft wer- den, als: 1) Jn dem Steinhorſter Forſt-Revier. 429¼ Faden 3fuͤßiges Buͤchen Kluftholz. 22 —— ——— —— grob Knuͤppelholz. 114¼ —— ——— —— klein Knuͤppelholz. 44½ —— ——— Ellern grob Knuͤppelholz. 87¼ —— ——— —— klein Knuͤppelholz. 2) Jm Linauer Forſt-Revier. 94½ Faden 3fuͤßiges Buͤchen Kluſtholz. 35¼ —— ——— —— Knuͤppelholz. 2 —— ——— —— Olm. 21¾ —— ——— Ellern grob Knuͤppelholz. 86¾ —— ——— —— klein Knuͤppelholz. Die Kaͤufer haben ſich beregten Tages, Morgens um 10 Uhr, auf hieſiger Amtſtube einzufinden, und das weitere zu gewaͤrtigen. Steinhorſt, den 12ten April 1790. Koͤnigl. Churfuͤrſtl. Amt. v. d. Decken. Da ich abermals eine Parthey ſchoͤne Franzoͤſiſche Papier-Tapeten und Einfaſſungen erhalten habe, ſo ermangele nicht, ſolches hiemit bekannt zu machen; empfehle mich zugleich mit meinen uͤbrigen ſuͤhrenden Engliſchen und Franzoͤſiſchen Galanterie Waaren, im- gleichen mit ganz neben Flohren zu Dameskleider, und zum Putz beſonders brauchbar; gedruckte und ge- ſtickte Scherfen, Tuͤcher, Schuͤrzen, Medaillons, mo- derne Huͤthe, Huthbaͤnder, Sonnenſchirme, à la Arabesque, und vorzuͤglich ſchoͤne Weſten, wie auch mit Porcellain, Carton Waaren, Ludwigsluſter Fa- brike, und Spielzeug fuͤr Kinder zum Unterricht und Vergnuͤgen, unter der Verſicherung der billigſten Be- dienung. Hamburg, den 21ſten April 1790. Ferdinand Heinr. Ludw. Schultz. wohnhaft neben dem Raths-Weinkeller. Bücher-Anzeige. Jn der Gräffſchen Buchhandlung in Leipzig ſind folgende neue Bücher herausgekommen und in allen Buchhandlungen zu haben: 1) Ludwig Theobul Koſegartens Gedichte, 2 Bände, 8. 2 Rthlr. Alles, was die Critik bisher wider dieſen Dichter einge- wandt hat, betrifft nur hin und wieder die Außenſchaale ſeiner Werke; dem inwendigen kräftigen Kern hat ſie volle Gerech- tigkeit wiederfahren laſſen. Ein geſchmack- und gefühlvoller Rezenſent findet in ihnen — “einen wahrhaft philoſophiſchen Enthuſiasmus für Religion, Tugend, Vervollkommnung und Unſterblichkeit, eine ſeltent Fähigkeit erhabener und großer Gedanken, ein feines Gefühl für die Schönheiten der Natur; Jnnigkeit und Stärke der Empfindung, unerſchöpflichen Reich- thum an Bildern und Gemählden; Kunſt, höchſtſinnlich darzu- ſtellen, und allegoriſch einzukleiden; Gewandtheit, verſchiedene Töne glücklich zu treffen, und Kraft, ſie gleichmäßig zu hal- ten; endlich energiſchen, tief ins Herz greifenden Ausdruck.” S. Leipz. gel. Anz. 1789. Nr. 5. Daſſelbe beſtätiget das bey weitem vorzüglichſte bellettriſtiſche Journal unſerer Zeit, die kritiſche Ueberſicht der neueſten ſchönen Litteratur, das dieſen Gedichten eine ſeiner ausführlichern Anzeigen ge- weihet hat. 2) Pſyche, ein Mährchen des Alterthums, von Ludwig Theobul Koſegarten; zwote umgearbeitete Ausgabe, 8. 9 Gr. Eine neue dichteriſche ausgeführte Darſtellung dieſes Mähr- chens, worinn der Verfaſſer den vierten Geſang des Marino- ſchen Adone zum Grunde gelegt, den preciöſen Styl des Wel- ſchen aber überall verwaſchen, und die intereſſanteſten Situa- tionen durchgehends mit eigenem Pinſel gemahlt hat. Jn der Zuſchrift ſchildert er den Geiſt und die Schickſale des Apuleius, und enthüllt den Sinn des Mährchens. Es werden hiedurch alle und jede, welche an des vor eini- ger Zeit allhier bey dem Dombuͤrger und Toͤpfermeiſter, Reich, verſtorbenen Toͤpfergeſellen, Chriſtoph Schultz, Ver- laſſenſchaft ex quocunque capite eine rechtliche Anſprache zu haben vermeynen ſollten, vorgeladen, ſich binnen nun und 6 Monaten, und zwar auf den 20ſten Auguſt alten Styls d. J. mit ihren Anſpruͤchen bey dem Dom-Vogteylichen Gerichte zu melden, mit der Verwarnung, daß ſie nach Ab- lauf dieſes Termins ſerner nicht gehoͤrt, ſondern auf immer praͤcludiret ſeyn werden. Dom-Vogteyliches Gericht zu Reval, den 20ſten Februar 1790. C. A. Hoffmann, Schleßogt. Wir Friedrich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu Mecklenburg, Fuͤrſt zu Wenden, Schwerin und Ratze- burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und Stargard Herr, ꝛc. ꝛc. Laden auf unterthaͤnigſte Bitte des Hofraths Breslach, als gemeinſamen Anwaltes von Wangelin-Alt Schwerinſcher Glaͤubigere, alle diejenigen, welche aus Handlungen gedach- ter Creditoren an die dem Kammerherrn von Levezow, auf_ Teſchow, gerichtlich additirten Guͤter Alt Schwerin Juͤrgens- hof, Moͤnckbuſch und Werder, aus irgend einem Grunde Forderungen und Anſprache zu haben vermeynen, hiemit gnaͤdigſt und wollen, daß ſelbige am 31ſten May dieſes Jahrs, Morgens um 10 Uhr, auf Unſerm Hof- und Landge- richt erſcheinen, und ihre Forderungen ſodann angeben, wi- drigenfalls aber mit Auflegung eines ewigen Stillſchweigens auf ſtets praͤcludirt und abgewieſen zu werden gewaͤrtigen ſollen. Wobey Wir jedoch unverhalten ſeyn laſſen, daß diejenigen Maſſen-Glaͤubigere, welche bereits in Termino productionis originalium den 27ſten Auguſt 1789 ihre Forderungen durch Production der Original Urkunden beglaubiget, imgleichen der Paͤchter Duͤſter wegen ſeines Pacht-Vorſchuſſes von 1400 Rthlr. neue Zweydrittel keiner weiteren Meldung beduͤrfen, wenn ſolches aber dennoch geſchiehet, keine Koſten-Erſtattung zu gewaͤrtigen haben. Wornach man ſich zu richten. Ge- geben Guͤſtrow, den 12ten Maͤrz 1790. (L. S.) Ad Mandatum Sereniſſimi proprium Vt v. Genzkow. J. H. Wulffleff. Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu Mecklenburg, Fuͤrſt zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und Starard Herr ꝛc. ꝛc. Befehlen auf unterthaͤnigſte Vorſtellung und Bitte den Kinder und Erben des in Unſern Landen zu Dargun verſtorbenen Amtmann Drewes, und deſſen gleichfalls ver- ſtorbenen Wittwe, gebohrnen Fallenkamp, dir, dem reſp. Bruder und Schwager der Supplicanten, Joachim Heinrich

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 64, Hamburg, 21. April 1790, S. [7]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hc_642104_1790/7>, abgerufen am 13.05.2021.