Hippel, Theodor Gottlieb von: Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber. Berlin, 1792.Nein, also lasse man die Weiber in ihrer Welche Widerlegungen! Sind etwa die Einwendungen besser? Es lässt sich Alles vertheidigen -- und wider Alles einwenden. Ich wollte um Vieles, um Alles in der ich auch nicht -- und doch -- und eben darum. Wer hat nun Recht --? Wer die Wahrheit sagte. Und wer sagte die Wahrheit? nicht wahr: B b 5
Nein, also lasse man die Weiber in ihrer Welche Widerlegungen! Sind etwa die Einwendungen besser? Es läſst sich Alles vertheidigen — und wider Alles einwenden. Ich wollte um Vieles, um Alles in der ich auch nicht — und doch — und eben darum. Wer hat nun Recht —? Wer die Wahrheit sagte. Und wer sagte die Wahrheit? nicht wahr: B b 5
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Nein, also lasse man die Weiber in ihrer
Dunkelheit! Getroffen, wenn sie Maitressen
werden sollen — Wenn sie aber ihren gött-
lichen Ruf, Weiber zu seyn, befolgen, so hebe
man sie nicht durch Flittergold, sondern durch
Ächtheit — Sind die Türkischen Bassen und
Veziere, die Beys in Ägypten darum mensch-
licher, weil sie in ihren früheren Jahren das
Elend des Volkes aus erster Hand kennen
lernten?
Welche Widerlegungen!
Sind etwa die Einwendungen besser?
Es läſst sich Alles vertheidigen —
und wider Alles einwenden.
Ich wollte um Vieles, um Alles in der
Welt kein Weib seyn —;
ich auch nicht —
und doch —
und eben darum.
Wer hat nun Recht —?
Wer die Wahrheit sagte.
Und wer sagte die Wahrheit? nicht wahr:
wer Recht hatte?
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| Zitationshilfe: | Hippel, Theodor Gottlieb von: Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber. Berlin, 1792, S. 393. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hippel_weiber_1792/401>, abgerufen am 26.09.2024. |


