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Hölderlin, Friedrich: Gedichte. Stuttgart u. a., 1826.

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Und wenn im heißen Busen dem Jünglinge
Die eigenmächt'gen Wünsche besänftiget
Und stille vor dem Schicksal sind, dann
Giebt der Geläuterte dir sich lieber.
Lebt wohl denn, Jugendtage, du Rosenpfad
Der Lieb', und all' ihr Pfade des Wanderers,
Lebt wohl! und nimm und segne du mein
Leben, o Himmel der Heimath, wieder!


Hölderlin Gedichte. 6
Und wenn im heißen Buſen dem Juͤnglinge
Die eigenmaͤcht'gen Wuͤnſche beſaͤnftiget
Und ſtille vor dem Schickſal ſind, dann
Giebt der Gelaͤuterte dir ſich lieber.
Lebt wohl denn, Jugendtage, du Roſenpfad
Der Lieb', und all' ihr Pfade des Wanderers,
Lebt wohl! und nimm und ſegne du mein
Leben, o Himmel der Heimath, wieder!


Hoͤlderlin Gedichte. 6
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[81/0089] Und wenn im heißen Buſen dem Juͤnglinge Die eigenmaͤcht'gen Wuͤnſche beſaͤnftiget Und ſtille vor dem Schickſal ſind, dann Giebt der Gelaͤuterte dir ſich lieber. Lebt wohl denn, Jugendtage, du Roſenpfad Der Lieb', und all' ihr Pfade des Wanderers, Lebt wohl! und nimm und ſegne du mein Leben, o Himmel der Heimath, wieder! Hoͤlderlin Gedichte. 6

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Zitationshilfe: Hölderlin, Friedrich: Gedichte. Stuttgart u. a., 1826, S. 81. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hoelderlin_gedichte_1826/89>, abgerufen am 28.02.2024.