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Hübner, Johann: Reales Staats- und Zeitungs-Lexicon. Leipzig, 1704.

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Eyd Eza
Stadt heisset gleichfalls Eyder-
städt.
Eydgenoßen, also werden die
Schweitzer genennet, weil sich zu
erst einige Oerter in der Schweitz
mit einem Eyde wieder alle die-
jenigen verbunden, welche sie
an ihrer Freyheit zu kräncken sich
unterstehen würden, in welches
Bindnüß hernach die übrigen
Oerter auch getreten seynd.
Eydgenoßenschafft, also wird die
gantze Republic der Schweitzer
genennet.
Eyerland, kleine Jnsul nahe am
Texel.
Eyguez, Aigues, Icarus, Eigarus,
Fluß, welcher in Dauphine ent-
springet, und sich durch zwey Ein-
flüsse, deren der eine die Stadt
Orange benetzet, in die Rhone er-
geust.
Eyland heisset so viel als eine Jn-
sul.
Eyndhove, kleine Stadt in Kem-
penland,
am Fluß Dommel.
Eysach, Isocus, Fluß in Tyrol,
welcher sich unterhalb Bozen in
die Etsch ergeust.
Eysenach, Isenacum, Haupt-Stadt
des Hertzogthums Eysenach in
Thüringen, und Residentz des
Hertzogs zu Sachsen-Eysenach,
3. Meilen von Gotha gelegen.
Eys-Meer, suche Eis-Meer.
Ezan, also wird das Ruffen der
Muezzins auff den Thürnen der
Moscheen in Türckey genennet,
wodurch die Leute zum Gebet er-
mahnet werden. Dieses Ruf-
fen ist folgendes Jnhalts: Gott
ist groß, Gott ist groß. Jch
bekenne, daß keine andere Gott-
heit ist, als Gott, und ich be-
kenne, daß Mahomet der Pro-
phet Gottes ist. Kommet zum
Gebet, kommet zur Seeligkeit.
Gott ist groß, Gott ist groß.

[Spaltenumbruch]
Fab Fae
Es ist keine andere Gottheit,
als Gott.
F.
FAbriano, großer Flecken in der
Marca d'Ancona.
Facade, Facciata, die äußere Mauer
des Förder-Theils eines Gebäu-
des.
Faces seynd diejenigen Linien, wel-
che die Spitze des Bollwerckes
an einer Festung machen. Man
nennet sie sonsten auch Gesichts-
Linien oder Pan de Bastion.
Factiones, also werden insgemein
diejenigen Trennungen in einem
Lande genennet, wodurch abson-
liche Parteyen gemachet werden,
die einander zu wieder seynd.
Faden ist ein See-Maas, und so
lang, als der Raum zwischen dem
äussersten Theil der Hände eines
Menschen ist, wenn er die Arme
ausstrecket, nemlich 12. Pariser
Fuß, jeden zu 12. Daumen gerech-
net. Auff solche Weise mißet
man die Tieffe der Flüsse und des
Meeres.
Fähnrich ist der dritte und unterste
Ober-Officirer bey einer Com-
pagnie
zu Fuß, und commandiret
er in Abwesenheit des Haupt-
manns und Lieutenants. Er be-
suchet die Krancken, und empfän-
get vom Sergenten das Wort.
Sein Wacht-Post ist beym Haupt-
mann auff der Haupt-Wacht.
Wenn er das Fähnlein nicht trä-
get, so führet er eine Flinte oder
eine halbe Pique. Jm Treffen
aber darff er bey Lebens-Straf-
fe seine Fahne nicht verlaßen.
Faenza, Faventia, kleine Stadt in
Romagna am Fluß Amone, nebst
einem Bischoffthum, welches un-
ter den Ertz-Bischoff zu Ravenna
gehöret. Sie ist wegen ihres
schönen
[Spaltenumbruch]
Eyd Eza
Stadt heiſſet gleichfalls Eyder-
ſtaͤdt.
Eydgenoßen, alſo werden die
Schweitzer genennet, weil ſich zu
erſt einige Oerter in der Schweitz
mit einem Eyde wieder alle die-
jenigen verbunden, welche ſie
an ihrer Freyheit zu kraͤncken ſich
unterſtehen wuͤrden, in welches
Bindnuͤß hernach die uͤbrigen
Oerter auch getreten ſeynd.
Eydgenoßenſchafft, alſo wird die
gantze Republic der Schweitzer
genennet.
Eyerland, kleine Jnſul nahe am
Texel.
Eyguez, Aigues, Icarus, Eigarus,
Fluß, welcher in Dauphiné ent-
ſpringet, und ſich durch zwey Ein-
fluͤſſe, deren der eine die Stadt
Orange benetzet, in die Rhone er-
geuſt.
Eyland heiſſet ſo viel als eine Jn-
ſul.
Eyndhove, kleine Stadt in Kem-
penland,
am Fluß Dommel.
Eyſach, Iſocus, Fluß in Tyrol,
welcher ſich unterhalb Bozen in
die Etſch ergeuſt.
Eyſenach, Iſenacum, Haupt-Stadt
des Hertzogthums Eyſenach in
Thuͤringen, und Reſidentz des
Hertzogs zu Sachſen-Eyſenach,
3. Meilen von Gotha gelegen.
Eys-Meer, ſuche Eis-Meer.
Ezan, alſo wird das Ruffen der
Muezzins auff den Thuͤrnen der
Moſcheen in Tuͤrckey genennet,
wodurch die Leute zum Gebet er-
mahnet werden. Dieſes Ruf-
fen iſt folgendes Jnhalts: Gott
iſt groß, Gott iſt groß. Jch
bekenne, daß keine andere Gott-
heit iſt, als Gott, und ich be-
kenne, daß Mahomet der Pro-
phet Gottes iſt. Kommet zum
Gebet, kommet zur Seeligkeit.
Gott iſt groß, Gott iſt groß.

[Spaltenumbruch]
Fab Fae
Es iſt keine andere Gottheit,
als Gott.
F.
FAbriano, großer Flecken in der
Marca d’Ancona.
Façade, Facciata, die aͤußere Mauer
des Foͤrder-Theils eines Gebaͤu-
des.
Faces ſeynd diejenigen Linien, wel-
che die Spitze des Bollwerckes
an einer Feſtung machen. Man
nennet ſie ſonſten auch Geſichts-
Linien oder Pan de Baſtion.
Factiones, alſo werden insgemein
diejenigen Trennungen in einem
Lande genennet, wodurch abſon-
liche Parteyen gemachet werden,
die einander zu wieder ſeynd.
Faden iſt ein See-Maas, und ſo
lang, als der Raum zwiſchen dem
aͤuſſerſten Theil der Haͤnde eines
Menſchen iſt, wenn er die Arme
ausſtrecket, nemlich 12. Pariſer
Fuß, jeden zu 12. Daumen gerech-
net. Auff ſolche Weiſe mißet
man die Tieffe der Fluͤſſe und des
Meeres.
Faͤhnrich iſt der dritte und unterſte
Ober-Officirer bey einer Com-
pagnie
zu Fuß, und commandiret
er in Abweſenheit des Haupt-
manns und Lieutenants. Er be-
ſuchet die Krancken, und empfaͤn-
get vom Sergenten das Wort.
Sein Wacht-Poſt iſt beym Haupt-
mann auff der Haupt-Wacht.
Wenn er das Faͤhnlein nicht traͤ-
get, ſo fuͤhret er eine Flinte oder
eine halbe Pique. Jm Treffen
aber darff er bey Lebens-Straf-
fe ſeine Fahne nicht verlaßen.
Faenza, Faventia, kleine Stadt in
Romagna am Fluß Amone, nebſt
einem Biſchoffthum, welches un-
ter den Ertz-Biſchoff zu Ravenna
gehoͤret. Sie iſt wegen ihres
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[0218] Eyd Eza Fab Fae Stadt heiſſet gleichfalls Eyder- ſtaͤdt. Eydgenoßen, alſo werden die Schweitzer genennet, weil ſich zu erſt einige Oerter in der Schweitz mit einem Eyde wieder alle die- jenigen verbunden, welche ſie an ihrer Freyheit zu kraͤncken ſich unterſtehen wuͤrden, in welches Bindnuͤß hernach die uͤbrigen Oerter auch getreten ſeynd. Eydgenoßenſchafft, alſo wird die gantze Republic der Schweitzer genennet. Eyerland, kleine Jnſul nahe am Texel. Eyguez, Aigues, Icarus, Eigarus, Fluß, welcher in Dauphiné ent- ſpringet, und ſich durch zwey Ein- fluͤſſe, deren der eine die Stadt Orange benetzet, in die Rhone er- geuſt. Eyland heiſſet ſo viel als eine Jn- ſul. Eyndhove, kleine Stadt in Kem- penland, am Fluß Dommel. Eyſach, Iſocus, Fluß in Tyrol, welcher ſich unterhalb Bozen in die Etſch ergeuſt. Eyſenach, Iſenacum, Haupt-Stadt des Hertzogthums Eyſenach in Thuͤringen, und Reſidentz des Hertzogs zu Sachſen-Eyſenach, 3. Meilen von Gotha gelegen. Eys-Meer, ſuche Eis-Meer. Ezan, alſo wird das Ruffen der Muezzins auff den Thuͤrnen der Moſcheen in Tuͤrckey genennet, wodurch die Leute zum Gebet er- mahnet werden. Dieſes Ruf- fen iſt folgendes Jnhalts: Gott iſt groß, Gott iſt groß. Jch bekenne, daß keine andere Gott- heit iſt, als Gott, und ich be- kenne, daß Mahomet der Pro- phet Gottes iſt. Kommet zum Gebet, kommet zur Seeligkeit. Gott iſt groß, Gott iſt groß. Es iſt keine andere Gottheit, als Gott. F. FAbriano, großer Flecken in der Marca d’Ancona. Façade, Facciata, die aͤußere Mauer des Foͤrder-Theils eines Gebaͤu- des. Faces ſeynd diejenigen Linien, wel- che die Spitze des Bollwerckes an einer Feſtung machen. Man nennet ſie ſonſten auch Geſichts- Linien oder Pan de Baſtion. Factiones, alſo werden insgemein diejenigen Trennungen in einem Lande genennet, wodurch abſon- liche Parteyen gemachet werden, die einander zu wieder ſeynd. Faden iſt ein See-Maas, und ſo lang, als der Raum zwiſchen dem aͤuſſerſten Theil der Haͤnde eines Menſchen iſt, wenn er die Arme ausſtrecket, nemlich 12. Pariſer Fuß, jeden zu 12. Daumen gerech- net. Auff ſolche Weiſe mißet man die Tieffe der Fluͤſſe und des Meeres. Faͤhnrich iſt der dritte und unterſte Ober-Officirer bey einer Com- pagnie zu Fuß, und commandiret er in Abweſenheit des Haupt- manns und Lieutenants. Er be- ſuchet die Krancken, und empfaͤn- get vom Sergenten das Wort. Sein Wacht-Poſt iſt beym Haupt- mann auff der Haupt-Wacht. Wenn er das Faͤhnlein nicht traͤ- get, ſo fuͤhret er eine Flinte oder eine halbe Pique. Jm Treffen aber darff er bey Lebens-Straf- fe ſeine Fahne nicht verlaßen. Faenza, Faventia, kleine Stadt in Romagna am Fluß Amone, nebſt einem Biſchoffthum, welches un- ter den Ertz-Biſchoff zu Ravenna gehoͤret. Sie iſt wegen ihres ſchoͤnen

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Zitationshilfe: Hübner, Johann: Reales Staats- und Zeitungs-Lexicon. Leipzig, 1704, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/huebner_staatslexicon_1704/218>, abgerufen am 10.04.2021.