Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Hug, Gallus Joseph: Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte. Vorträge über christliche Ehe und Erziehung. Freiburg (Schweiz), 1896.

Bild:
<< vorherige Seite

Seelen meines lieben Vaters und meiner lieben Mutter,
die vielleicht noch meinetwegen in den furchtbaren Flam-
men des Fegefeuers weilen. O Du barmherziger Vater,
erbarme Dich über meine lieben Eltern und verzeihe
ihnen die Sünden, die sie wider Dich begangen haben.
Erlasse ihnen die schweren Strafen, die sie Dir noch
schulden, reinige ihre Seelen von den noch übrigen
Makeln. Durch das bittere Leiden Deines lieben Sohnes
Jesu Christi und die Verdienste und Bußwerke aller
Heiligen erlöse sie aus den grimmigen Flammen des
Reinigungsortes und führe sie in die Herrlichkeit des
himmlischen Paradieses. Amen.

Gebete zum Gebrauche der Kranken.
Morgengebet.

Mein liebster Gott, ich sage Dir herzlichen Dank,
daß Du mir diese Nacht das Leben bewahrt hast, und
ich opfere Dir Alles auf, was ich diese Nacht gelitten
habe. Ich befehle mich heute in Deinen väterlichen
Schutz und übergebe mich ganz in Deinen göttlichen
Willen. Gleichwie sich mein liebster Jesus auf seinem
harten Todesbette Dir hat aufgeopfert, also opfere ich
Dir auch meinen Leib und meine betrübte Seele; mache
mit diesen beiden, was Dir am wohlgefälligsten und mir
am seligsten ist. Denn sie sind Dein eigen, Dir habe
ich sie ganz geschenkt. Von ganzem Herzen erbiete ich
mich, Alles zu leiden, was Du mir diesen Tag zuschicken
wirst. Verleihe mir nur Geduld in meinem Kreuze, und
verleihe, daß Alles, was ich leide, zu Deiner Ehre und
meinem Heil gereiche. Amen.

Seelen meines lieben Vaters und meiner lieben Mutter,
die vielleicht noch meinetwegen in den furchtbaren Flam-
men des Fegefeuers weilen. O Du barmherziger Vater,
erbarme Dich über meine lieben Eltern und verzeihe
ihnen die Sünden, die sie wider Dich begangen haben.
Erlasse ihnen die schweren Strafen, die sie Dir noch
schulden, reinige ihre Seelen von den noch übrigen
Makeln. Durch das bittere Leiden Deines lieben Sohnes
Jesu Christi und die Verdienste und Bußwerke aller
Heiligen erlöse sie aus den grimmigen Flammen des
Reinigungsortes und führe sie in die Herrlichkeit des
himmlischen Paradieses. Amen.

Gebete zum Gebrauche der Kranken.
Morgengebet.

Mein liebster Gott, ich sage Dir herzlichen Dank,
daß Du mir diese Nacht das Leben bewahrt hast, und
ich opfere Dir Alles auf, was ich diese Nacht gelitten
habe. Ich befehle mich heute in Deinen väterlichen
Schutz und übergebe mich ganz in Deinen göttlichen
Willen. Gleichwie sich mein liebster Jesus auf seinem
harten Todesbette Dir hat aufgeopfert, also opfere ich
Dir auch meinen Leib und meine betrübte Seele; mache
mit diesen beiden, was Dir am wohlgefälligsten und mir
am seligsten ist. Denn sie sind Dein eigen, Dir habe
ich sie ganz geschenkt. Von ganzem Herzen erbiete ich
mich, Alles zu leiden, was Du mir diesen Tag zuschicken
wirst. Verleihe mir nur Geduld in meinem Kreuze, und
verleihe, daß Alles, was ich leide, zu Deiner Ehre und
meinem Heil gereiche. Amen.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <div>
          <p><pb facs="#f0405" xml:id="H891_001_1896_pb0393_0001" n="393"/>
Seelen meines lieben Vaters und meiner lieben Mutter,<lb/>
die vielleicht noch meinetwegen in den furchtbaren Flam-<lb/>
men des Fegefeuers weilen. O Du barmherziger Vater,<lb/>
erbarme Dich über meine lieben Eltern und verzeihe<lb/>
ihnen die Sünden, die sie wider Dich begangen haben.<lb/>
Erlasse ihnen die schweren Strafen, die sie Dir noch<lb/>
schulden, reinige ihre Seelen von den noch übrigen<lb/>
Makeln. Durch das bittere Leiden Deines lieben Sohnes<lb/>
Jesu Christi und die Verdienste und Bußwerke aller<lb/>
Heiligen erlöse sie aus den grimmigen Flammen des<lb/>
Reinigungsortes und führe sie in die Herrlichkeit des<lb/>
himmlischen Paradieses. Amen.</p>
        </div>
        <div>
          <head rendition="#c">Gebete zum Gebrauche der Kranken.</head><lb/>
          <div>
            <head rendition="#c">Morgengebet.</head><lb/>
            <p>Mein liebster Gott, ich sage Dir herzlichen Dank,<lb/>
daß Du mir diese Nacht das Leben bewahrt hast, und<lb/>
ich opfere Dir Alles auf, was ich diese Nacht gelitten<lb/>
habe. Ich befehle mich heute in Deinen väterlichen<lb/>
Schutz und übergebe mich ganz in Deinen göttlichen<lb/>
Willen. Gleichwie sich mein liebster Jesus auf seinem<lb/>
harten Todesbette Dir hat aufgeopfert, also opfere ich<lb/>
Dir auch meinen Leib und meine betrübte Seele; mache<lb/>
mit diesen beiden, was Dir am wohlgefälligsten und mir<lb/>
am seligsten ist. Denn sie sind Dein eigen, Dir habe<lb/>
ich sie ganz geschenkt. Von ganzem Herzen erbiete ich<lb/>
mich, Alles zu leiden, was Du mir diesen Tag zuschicken<lb/>
wirst. Verleihe mir nur Geduld in meinem Kreuze, und<lb/>
verleihe, daß Alles, was ich leide, zu Deiner Ehre und<lb/>
meinem Heil gereiche. Amen.</p>
          </div>
          <div>
</div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[393/0405] Seelen meines lieben Vaters und meiner lieben Mutter, die vielleicht noch meinetwegen in den furchtbaren Flam- men des Fegefeuers weilen. O Du barmherziger Vater, erbarme Dich über meine lieben Eltern und verzeihe ihnen die Sünden, die sie wider Dich begangen haben. Erlasse ihnen die schweren Strafen, die sie Dir noch schulden, reinige ihre Seelen von den noch übrigen Makeln. Durch das bittere Leiden Deines lieben Sohnes Jesu Christi und die Verdienste und Bußwerke aller Heiligen erlöse sie aus den grimmigen Flammen des Reinigungsortes und führe sie in die Herrlichkeit des himmlischen Paradieses. Amen. Gebete zum Gebrauche der Kranken. Morgengebet. Mein liebster Gott, ich sage Dir herzlichen Dank, daß Du mir diese Nacht das Leben bewahrt hast, und ich opfere Dir Alles auf, was ich diese Nacht gelitten habe. Ich befehle mich heute in Deinen väterlichen Schutz und übergebe mich ganz in Deinen göttlichen Willen. Gleichwie sich mein liebster Jesus auf seinem harten Todesbette Dir hat aufgeopfert, also opfere ich Dir auch meinen Leib und meine betrübte Seele; mache mit diesen beiden, was Dir am wohlgefälligsten und mir am seligsten ist. Denn sie sind Dein eigen, Dir habe ich sie ganz geschenkt. Von ganzem Herzen erbiete ich mich, Alles zu leiden, was Du mir diesen Tag zuschicken wirst. Verleihe mir nur Geduld in meinem Kreuze, und verleihe, daß Alles, was ich leide, zu Deiner Ehre und meinem Heil gereiche. Amen.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Weitere Informationen:

Dieses Werk stammt vom Projekt Digitization Lifecycle am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Anmerkungen zur Transkription:

Bei der Zeichenerkennung wurde nach Vorgabe des DLC modernisiert.

In Absprache mit dem MPI wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht erfasst:

  • Bogensignaturen und Kustoden
  • Kolumnentitel
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide zugunsten der Identifizierung von titleParts verzichtet.
  • Bei Textpassagen, die als Abschnittsüberschrift ausgeweisen werden können, wird auf die zusätzliche Auszeichnung des Layouts verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.

Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit q ausgezeichnet.

Weiche und harte Zeilentrennungen werden identisch als 002D übernommen. Der Zeilenumbruch selbst über lb ausgezeichnet.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/hug_familie_1896
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/hug_familie_1896/405
Zitationshilfe: Hug, Gallus Joseph: Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte. Vorträge über christliche Ehe und Erziehung. Freiburg (Schweiz), 1896, S. 393. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hug_familie_1896/405>, abgerufen am 28.06.2022.