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Humboldt, Alexander von: Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Bd. 2. Stuttgart u. a., 1847.

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Veränderungen der Sinnesart und der Darstellung der Gefühle, welche die Verbreitung des Christenthums und das Einsiedlerleben hervorbringen. Minucius Felix im Octavius. Stellen aus den Kirchenvätern; Basilius der Große in der Wildniß am armenischen Flusse Iris, Gregorius von Nyssa, Chrysostomus. Sentimental-schwermüthige Stimmung. S. 25 bis 31 und Anm. S. 110-112. -- Einfluß der Racenverschiedenheit, welche sich in der Färbung der Naturschilderungen offenbart bei Hellenen, italischen Stämmen, Germanen des Nordens, semitischen Völkern, Persern und Indern. Die überreiche poetische Litteratur der drei letzten Racen lehrt, daß einer langen winterlichen Entbehrung des Naturgenusses wohl nicht allein die Lebendigkeit des Naturgefühls bei den nordischen germanischen Stämmen zuzuschreiben ist. -- Ritterliche Poesie der Minnesänger und deutsches Thier-Epos nach Jacob und Wilhelm Grimm. Celtisch-irische Naturdichtungen. S. 31-38 und Anm. S. 112-113. -- Ost- und west-arische Völker (Inder und Perser). Ramayana und Mahabharata; Sakuntala und Kalidasa's Wolkenbote. Persische Litteratur im iranischen Hochlande, nicht über die Zeit der Sassaniden hinaufsteigend. S. 38-43 und Anm. S. 113-118. (Ein Fragment von Theodor Goldstücker.) -- Finnisches Epos und Lieder, aus dem Munde der Karelier gesammelt von Elias Lönnrot, S. 43 und 44. -- Aramäische Nationen; Naturpoesie der Hebräer, in der sich der Monotheismus spiegelt, S. 44-49 und Anm. S. 119. -- Alte arabische Litteratur; Schilderung des beduinischen Wüstenlebens in Antar; Naturbeschreibung des Amru'l Kais S. 49-52 und Anm. S. 119 bis 120. -- Nach dem Hinschwinden aramäischer, griechischer und römischer Herrlichkeit erscheint Dante Alighieri, dessen poetische Schöpfung von Zeit zu Zeit das tiefste Gefühl des irdischen Naturlebens athmet. Petrarca, Bojardo und Vittoria Colonna. Aetna dialogus und malerische Schilderung des üppigen Pflanzenlebens der Neuen Welt in den Historiae Venetae des Bembo. Christoph Columbus. S. 52 bis 58 und Anm. S. 120-122. -- Die Lusiaden des Camoens S. 58 bis 61 und Anm. S. 122-123. -- Spanische Poesie; die Araucana des Don Alonso de Ercilla, Fray Luis de Leon, und Calderon nach Ludwig Tieck. -- Shakespeare, Milton, Thomson. S. 61-64 und Anm. S. 123-125. -- Französische Prosaiker: Rousseau, Buffon, Bernardin de St. Pierre und Chateaubriand S. 64-68 und Anm. S. 125. -- Rückblick auf die Darstellung der älteren Reisenden des Mittelalters, John Mandeville, Hans Schiltberger und Bernhard von Breitenbach; Contrast mit den neueren Reisenden. Cook's Begleiter Georg Forster. S. 68-72 und Anm. S. 126. -- Der gerechte Tadel der "beschreibenden Poesie" als eigener für sich bestehender

Veränderungen der Sinnesart und der Darstellung der Gefühle, welche die Verbreitung des Christenthums und das Einsiedlerleben hervorbringen. Minucius Felix im Octavius. Stellen aus den Kirchenvätern; Basilius der Große in der Wildniß am armenischen Flusse Iris, Gregorius von Nyssa, Chrysostomus. Sentimental-schwermüthige Stimmung. S. 25 bis 31 und Anm. S. 110–112. — Einfluß der Racenverschiedenheit, welche sich in der Färbung der Naturschilderungen offenbart bei Hellenen, italischen Stämmen, Germanen des Nordens, semitischen Völkern, Persern und Indern. Die überreiche poetische Litteratur der drei letzten Racen lehrt, daß einer langen winterlichen Entbehrung des Naturgenusses wohl nicht allein die Lebendigkeit des Naturgefühls bei den nordischen germanischen Stämmen zuzuschreiben ist. — Ritterliche Poesie der Minnesänger und deutsches Thier-Epos nach Jacob und Wilhelm Grimm. Celtisch-irische Naturdichtungen. S. 31–38 und Anm. S. 112–113. — Ost- und west-arische Völker (Inder und Perser). Ramayana und Mahabharata; Sakuntala und Kalidasa's Wolkenbote. Persische Litteratur im iranischen Hochlande, nicht über die Zeit der Sassaniden hinaufsteigend. S. 38–43 und Anm. S. 113–118. (Ein Fragment von Theodor Goldstücker.) — Finnisches Epos und Lieder, aus dem Munde der Karelier gesammelt von Elias Lönnrot, S. 43 und 44. — Aramäische Nationen; Naturpoesie der Hebräer, in der sich der Monotheismus spiegelt, S. 44–49 und Anm. S. 119. — Alte arabische Litteratur; Schilderung des beduinischen Wüstenlebens in Antar; Naturbeschreibung des Amru'l Kais S. 49–52 und Anm. S. 119 bis 120. — Nach dem Hinschwinden aramäischer, griechischer und römischer Herrlichkeit erscheint Dante Alighieri, dessen poetische Schöpfung von Zeit zu Zeit das tiefste Gefühl des irdischen Naturlebens athmet. Petrarca, Bojardo und Vittoria Colonna. Aetna dialogus und malerische Schilderung des üppigen Pflanzenlebens der Neuen Welt in den Historiae Venetae des Bembo. Christoph Columbus. S. 52 bis 58 und Anm. S. 120–122. — Die Lusiaden des Camoens S. 58 bis 61 und Anm. S. 122–123. — Spanische Poesie; die Araucana des Don Alonso de Ercilla, Fray Luis de Leon, und Calderon nach Ludwig Tieck. — Shakespeare, Milton, Thomson. S. 61–64 und Anm. S. 123–125. — Französische Prosaiker: Rousseau, Buffon, Bernardin de St. Pierre und Chateaubriand S. 64–68 und Anm. S. 125. — Rückblick auf die Darstellung der älteren Reisenden des Mittelalters, John Mandeville, Hans Schiltberger und Bernhard von Breitenbach; Contrast mit den neueren Reisenden. Cook's Begleiter Georg Forster. S. 68–72 und Anm. S. 126. — Der gerechte Tadel der „beschreibenden Poesie" als eigener für sich bestehender

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[534/0539] Veränderungen der Sinnesart und der Darstellung der Gefühle, welche die Verbreitung des Christenthums und das Einsiedlerleben hervorbringen. Minucius Felix im Octavius. Stellen aus den Kirchenvätern; Basilius der Große in der Wildniß am armenischen Flusse Iris, Gregorius von Nyssa, Chrysostomus. Sentimental-schwermüthige Stimmung. S. 25 bis 31 und Anm. S. 110–112. — Einfluß der Racenverschiedenheit, welche sich in der Färbung der Naturschilderungen offenbart bei Hellenen, italischen Stämmen, Germanen des Nordens, semitischen Völkern, Persern und Indern. Die überreiche poetische Litteratur der drei letzten Racen lehrt, daß einer langen winterlichen Entbehrung des Naturgenusses wohl nicht allein die Lebendigkeit des Naturgefühls bei den nordischen germanischen Stämmen zuzuschreiben ist. — Ritterliche Poesie der Minnesänger und deutsches Thier-Epos nach Jacob und Wilhelm Grimm. Celtisch-irische Naturdichtungen. S. 31–38 und Anm. S. 112–113. — Ost- und west-arische Völker (Inder und Perser). Ramayana und Mahabharata; Sakuntala und Kalidasa's Wolkenbote. Persische Litteratur im iranischen Hochlande, nicht über die Zeit der Sassaniden hinaufsteigend. S. 38–43 und Anm. S. 113–118. (Ein Fragment von Theodor Goldstücker.) — Finnisches Epos und Lieder, aus dem Munde der Karelier gesammelt von Elias Lönnrot, S. 43 und 44. — Aramäische Nationen; Naturpoesie der Hebräer, in der sich der Monotheismus spiegelt, S. 44–49 und Anm. S. 119. — Alte arabische Litteratur; Schilderung des beduinischen Wüstenlebens in Antar; Naturbeschreibung des Amru'l Kais S. 49–52 und Anm. S. 119 bis 120. — Nach dem Hinschwinden aramäischer, griechischer und römischer Herrlichkeit erscheint Dante Alighieri, dessen poetische Schöpfung von Zeit zu Zeit das tiefste Gefühl des irdischen Naturlebens athmet. Petrarca, Bojardo und Vittoria Colonna. Aetna dialogus und malerische Schilderung des üppigen Pflanzenlebens der Neuen Welt in den Historiae Venetae des Bembo. Christoph Columbus. S. 52 bis 58 und Anm. S. 120–122. — Die Lusiaden des Camoens S. 58 bis 61 und Anm. S. 122–123. — Spanische Poesie; die Araucana des Don Alonso de Ercilla, Fray Luis de Leon, und Calderon nach Ludwig Tieck. — Shakespeare, Milton, Thomson. S. 61–64 und Anm. S. 123–125. — Französische Prosaiker: Rousseau, Buffon, Bernardin de St. Pierre und Chateaubriand S. 64–68 und Anm. S. 125. — Rückblick auf die Darstellung der älteren Reisenden des Mittelalters, John Mandeville, Hans Schiltberger und Bernhard von Breitenbach; Contrast mit den neueren Reisenden. Cook's Begleiter Georg Forster. S. 68–72 und Anm. S. 126. — Der gerechte Tadel der „beschreibenden Poesie" als eigener für sich bestehender

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Zitationshilfe: Humboldt, Alexander von: Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Bd. 2. Stuttgart u. a., 1847, S. 534. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/humboldt_kosmos02_1847/539>, abgerufen am 08.05.2021.