Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Jacobi, Friedrich Heinrich: Eduard Allwills Briefsammlung. Mit einer Zugabe von eigenen Briefen. Königsberg, 1792.

Bild:
<< vorherige Seite
Uebersetzung der griechischen
Stellen
.

Auf dem Titelblatt nach der Vorrede:
EA Olumpos eulei u. s. w.

Was Olympos spielte, nenne ich
Stücke des Marsyas; denn dieser war
sein Lehrer. Daher jenes Stücke ein guter
Flötenspieler oder eine schlechte Flötenspie-
lerinn spielen mag; weil sie göttlich sind,
so setzen sie für sich allein in Begeisterung
und offenbaren, wem Götter und Reli-
gion Bedürfniß sind.

Am Schlusse der Allwillischen Briefsamm-
lung: Theos anthropo u. s. w.

Gott läßt sich nicht (unmittelbar) mit
dem Menschen ein, sondern nur durch
Vermittelung des Dämons haben Götter
mit Menschen Umgang und Unterredung.

X
Ueberſetzung der griechiſchen
Stellen
.

Auf dem Titelblatt nach der Vorrede:
ΗΑ Ολυμπος ηυλει u. ſ. w.

Was Olympos ſpielte, nenne ich
Stuͤcke des Marſyas; denn dieſer war
ſein Lehrer. Daher jenes Stuͤcke ein guter
Floͤtenſpieler oder eine ſchlechte Floͤtenſpie-
lerinn ſpielen mag; weil ſie goͤttlich ſind,
ſo ſetzen ſie fuͤr ſich allein in Begeiſterung
und offenbaren, wem Goͤtter und Reli-
gion Beduͤrfniß ſind.

Am Schluſſe der Allwilliſchen Briefſamm-
lung: Θεος ανϑρωπῳ u. ſ. w.

Gott laͤßt ſich nicht (unmittelbar) mit
dem Menſchen ein, ſondern nur durch
Vermittelung des Daͤmons haben Goͤtter
mit Menſchen Umgang und Unterredung.

X
<TEI>
  <text>
    <back>
      <pb facs="#f0359" n="321"/>
      <div type="appendix">
        <head> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#b"><hi rendition="#g">Ueber&#x017F;etzung der griechi&#x017F;chen<lb/>
Stellen</hi>.</hi> </hi> </head><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
        <p>Auf dem Titelblatt nach der Vorrede:<lb/>
&#x0397;&#x0391; &#x039F;&#x03BB;&#x03C5;&#x03BC;&#x03C0;&#x03BF;&#x03C2; &#x03B7;&#x03C5;&#x03BB;&#x03B5;&#x03B9; u. &#x017F;. w.</p><lb/>
        <p> <hi rendition="#et"> <hi rendition="#fr">Was Olympos &#x017F;pielte, nenne ich<lb/>
Stu&#x0364;cke des <hi rendition="#g">Mar&#x017F;yas</hi>; denn die&#x017F;er war<lb/>
&#x017F;ein Lehrer. Daher jenes Stu&#x0364;cke ein guter<lb/>
Flo&#x0364;ten&#x017F;pieler oder eine &#x017F;chlechte Flo&#x0364;ten&#x017F;pie-<lb/>
lerinn &#x017F;pielen mag; weil &#x017F;ie go&#x0364;ttlich &#x017F;ind,<lb/>
&#x017F;o &#x017F;etzen &#x017F;ie fu&#x0364;r &#x017F;ich allein in Begei&#x017F;terung<lb/>
und offenbaren, wem Go&#x0364;tter und Reli-<lb/>
gion Bedu&#x0364;rfniß &#x017F;ind.</hi> </hi> </p><lb/>
        <p>Am Schlu&#x017F;&#x017F;e der Allwilli&#x017F;chen Brief&#x017F;amm-<lb/>
lung: &#x0398;&#x03B5;&#x03BF;&#x03C2; &#x03B1;&#x03BD;&#x03D1;&#x03C1;&#x03C9;&#x03C0;&#x1FF3; u. &#x017F;. w.</p><lb/>
        <p> <hi rendition="#et"> <hi rendition="#fr">Gott la&#x0364;ßt &#x017F;ich nicht (unmittelbar) mit<lb/>
dem Men&#x017F;chen ein, &#x017F;ondern nur durch<lb/>
Vermittelung des Da&#x0364;mons haben Go&#x0364;tter<lb/>
mit Men&#x017F;chen Umgang und Unterredung.</hi> </hi> </p><lb/>
        <fw place="bottom" type="sig">X</fw><lb/>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>
[321/0359] Ueberſetzung der griechiſchen Stellen. Auf dem Titelblatt nach der Vorrede: ΗΑ Ολυμπος ηυλει u. ſ. w. Was Olympos ſpielte, nenne ich Stuͤcke des Marſyas; denn dieſer war ſein Lehrer. Daher jenes Stuͤcke ein guter Floͤtenſpieler oder eine ſchlechte Floͤtenſpie- lerinn ſpielen mag; weil ſie goͤttlich ſind, ſo ſetzen ſie fuͤr ſich allein in Begeiſterung und offenbaren, wem Goͤtter und Reli- gion Beduͤrfniß ſind. Am Schluſſe der Allwilliſchen Briefſamm- lung: Θεος ανϑρωπῳ u. ſ. w. Gott laͤßt ſich nicht (unmittelbar) mit dem Menſchen ein, ſondern nur durch Vermittelung des Daͤmons haben Goͤtter mit Menſchen Umgang und Unterredung. X

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/jacobi_allwill_1792
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/jacobi_allwill_1792/359
Zitationshilfe: Jacobi, Friedrich Heinrich: Eduard Allwills Briefsammlung. Mit einer Zugabe von eigenen Briefen. Königsberg, 1792, S. 321. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/jacobi_allwill_1792/359>, abgerufen am 06.03.2021.