Jugel, Caspar: Maulwurffs Fang. Leipzig, 1616.Capitel. den Herbst vmb vnd nach S. Michaelis gehetes am besten von statten. Demnach aber das Fleisch in warmen ta- Das ander mittel/ Maulwürffe zu sterben. Weil das Fleisch/ wie gemeldet/ leichtlich blosse B ij
Capitel. den Herbſt vmb vnd nach S. Michaelis gehetes am beſten von ſtatten. Demnach aber das Fleiſch in warmen ta- Das ander mittel/ Maulwuͤrffe zu ſterben. Weil das Fleiſch/ wie gemeldet/ leichtlich bloſſe B ij
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Capitel.
den Herbſt vmb vnd nach S. Michaelis gehet
es am beſten von ſtatten.
Demnach aber das Fleiſch in warmen ta-
gen leichtlich richend wird/ vnd der Maulwurff
den ſtanck ſo ſehr/ als die Bienen den Rauch
fleucht. So pfleget man Vntzlitz an ſtad des
fleiſches zugebrauchen. Mit Schmer oder Spe-
cke gehet es nicht wol an/ denn erſtlich/ weil ſol-
che dinge geſaltzen/ wil das Vngeziefer ſolche
koſt nicht gerne angreiffen/ vors andere ſo wi-
derſtehet alles fluͤſſige fett des gifftes wirckung.
Das ander mittel/ Maulwuͤrffe zu
ſterben.
Weil das Fleiſch/ wie gemeldet/ leichtlich
richen wird/ vnd denn die Maulwuͤrffe davon
fliehen/ auch nicht jederman leichtlich das rechte
gute Arſonicum oder Maͤuſepulver (wie es in
den geiriſchen Walde/ eine Meilwegs von S.
Anneberg/ aus huͤtten Rauch/ welchen ſie von
Ehrenfridersdorff dahin verwehrt fuͤhren/ ge-
ſotten vnb zubereitet wird) bekommen kan/ dann
die Landfuͤhrer verkauffen gemeiniglich das
bloſſe
B ij
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| Zitationshilfe: | Jugel, Caspar: Maulwurffs Fang. Leipzig, 1616, S. 11. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/jungelius_maulwurff_1616/11>, abgerufen am 05.08.2024. |


