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Körner, Theodor: Leyer und Schwerdt. Berlin, 1814.

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Trost.

Ein Rundgesang.

1813.


Wie wir so treu beisammen stehn
Mit unverfälschtem Blut!
Der Feierstunde heilig Wehn
Schwellt meinen jungen Muth.
Es treibt mich rasch zum Liede fort,
Zum Harfensturm hinaus,
Im Herzen lebt ein kühnes Wort, --
Was gilt's, ich sprech' es aus.
Die Zeit ist schlimm, die Welt ist karg,
Die Besten weggerafft,
Die Erde wird ein großer Sarg
Der Freiheit und der Kraft.
Troſt.

Ein Rundgeſang.

1813.


Wie wir ſo treu beiſammen ſtehn
Mit unverfaͤlſchtem Blut!
Der Feierſtunde heilig Wehn
Schwellt meinen jungen Muth.
Es treibt mich raſch zum Liede fort,
Zum Harfenſturm hinaus,
Im Herzen lebt ein kuͤhnes Wort, —
Was gilt's, ich ſprech' es aus.
Die Zeit iſt ſchlimm, die Welt iſt karg,
Die Beſten weggerafft,
Die Erde wird ein großer Sarg
Der Freiheit und der Kraft.
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[28/0040] Troſt. Ein Rundgeſang. 1813. Wie wir ſo treu beiſammen ſtehn Mit unverfaͤlſchtem Blut! Der Feierſtunde heilig Wehn Schwellt meinen jungen Muth. Es treibt mich raſch zum Liede fort, Zum Harfenſturm hinaus, Im Herzen lebt ein kuͤhnes Wort, — Was gilt's, ich ſprech' es aus. Die Zeit iſt ſchlimm, die Welt iſt karg, Die Beſten weggerafft, Die Erde wird ein großer Sarg Der Freiheit und der Kraft.

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Zitationshilfe: Körner, Theodor: Leyer und Schwerdt. Berlin, 1814, S. 28. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/koerner_leyer_1814/40>, abgerufen am 16.08.2022.