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Lewald, Fanny: Jenny. Bd. 1. Leipzig, 1843.

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Bei Gerhard, dem ersten Restaurant einer
großen deutschen Handelsstadt, hatte sich im
Spätherbst des Jahres 1832 nach dem Theater
eine Gesellschaft von jungen Leuten in einem
besondern Zimmer zusammengefunden, die an-
fänglich während des Abendessens heiter die Be-
gegnisse des Tages besprachen, allmälig zu dem
Theater und den Schauspielern zurückkehrten
und nun in schäumendem Champagner das Wohl
einer gefeierten Künstlerin, der Giovanolla, tran-
ken, welche an jenem Abende die Bühne betre-
ten hatte.

"Sie soll leben und blühen in ewiger Schön-
heit!" sagte entzückt der Maler Erlau, "und

I. 1

Bei Gerhard, dem erſten Reſtaurant einer
großen deutſchen Handelsſtadt, hatte ſich im
Spätherbſt des Jahres 1832 nach dem Theater
eine Geſellſchaft von jungen Leuten in einem
beſondern Zimmer zuſammengefunden, die an-
fänglich während des Abendeſſens heiter die Be-
gegniſſe des Tages beſprachen, allmälig zu dem
Theater und den Schauſpielern zurückkehrten
und nun in ſchäumendem Champagner das Wohl
einer gefeierten Künſtlerin, der Giovanolla, tran-
ken, welche an jenem Abende die Bühne betre-
ten hatte.

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[[1]/0013] Bei Gerhard, dem erſten Reſtaurant einer großen deutſchen Handelsſtadt, hatte ſich im Spätherbſt des Jahres 1832 nach dem Theater eine Geſellſchaft von jungen Leuten in einem beſondern Zimmer zuſammengefunden, die an- fänglich während des Abendeſſens heiter die Be- gegniſſe des Tages beſprachen, allmälig zu dem Theater und den Schauſpielern zurückkehrten und nun in ſchäumendem Champagner das Wohl einer gefeierten Künſtlerin, der Giovanolla, tran- ken, welche an jenem Abende die Bühne betre- ten hatte. „Sie ſoll leben und blühen in ewiger Schön- heit!“ ſagte entzückt der Maler Erlau, „und I. 1

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Zitationshilfe: Lewald, Fanny: Jenny. Bd. 1. Leipzig, 1843, S. [1]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/lewald_jenny01_1843/13>, abgerufen am 20.04.2021.