Menschenrasen als die farbigen. Diese Flexibilitaet ist gewiß Folge beherrschen des materiellen Lebens durch das geistige als der phys: Analogen. Die verschiedensten FlexibilitaetdesMenschen Völker, die die nur Fleisch essen, wie in Ceylon, die die kein essen, haben dieselbe Blutwärme. Termometer unter der Zunge gehalten giebt die Blut- wärme an. Affen haben dieselbeWärme bis 1/4° R. Hühner und Tauben haben bis 35° R. Es giebt kein kaltblütiges Thier Fisch Amphibien hat bis + 3-5° R. Die Europaer haben kleine Zunahme der Wärme (1/2° R) wenn sie nach Africa kommen. RullenProfessor Anat. in Bogota machte Reise mit einer Familie vonverschiedenem Alter, und fand im Aufsteigen der Höhe, daieselbe Zahl der Pulsschläge bei allen. Tille hat ein 10 jahr Mädchen durch 10' in Wärme von 105° R. unversehrt gehalten. Die Thierische Wärme steigt dabei nicht auf 1° R. wenn auch die Pulsschläge ungemein zunehmen. Der Mensch erträgt von 13 bis 60 Zoll
Menſchenraſen als die farbigen. Dieſe Flexibilitaet iſt gewiß Folge beherrſchen des materiellen Lebens durch das geistige als der phys: Analogen. Die verſchiedenſten FlexibilitaetdesMenſchen Völker, die die nur Fleiſch eſſen, wie in Ceylon, die die kein eſſen, haben dieſelbe Blutwärme. Termometer unter der Zunge gehalten giebt die Blut- wärme an. Affen haben dieſelbeWärme bis ¼° R. Hühner und Tauben haben bis 35° R. Es giebt kein kaltblütiges Thier Fiſch Amphibien hat bis + 3–5° R. Die Europaer haben kleine Zunahme der Wärme (½° R) weñ ſie nach Africa kom̃en. RullenProfessor Anat. in Bogota machte Reiſe mit einer Familie vonverſchiedenem Alter, und fand im Aufſteigen der Höhe, daieſelbe Zahl der Pulsſchläge bei allen. Tille hat ein 10 jahr Mädchen durch 10′ in Wärme von 105° R. unverſehrt gehalten. Die Thieriſche Wärme ſteigt dabei nicht auf 1° R. weñ auch die Pulsſchläge ungemein zunehmen. Der Menſch erträgt von 13 bis 60 Zoll
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Menſchenraſen als die farbigen. Dſe
Flexibilitaet iſt gewiß Folge beherrſchen
ds materiellen Lebens durch ds geistige
als der phys: Analogen. Die verſchdnſten
Volker, die die nur Fleiſch eſſen, wie
in Ceylon, die die kein eſſen, haben
dieſelbe Blutwärme. Trmometer unter
der Zunge gehalten giebt die Blut-
wärme an. Affen haben dieſelbe Wrme
bis ¼° R. Hühner ud Tauben haben bis
35° R. Es giebt kein kaltblütiges Thier
Fiſch Ampb. hat bis + 3–5° R. Die Europaer
haben klne Zunahme der Wärme (½° R)
weñ ſie nach Africa kom̃en. Rullen Pf.
Anat. in Bogota machte Rſe mit einer
Familie v verſchdnem Alter, und fand
im Aufſteigen der Höhe, dieſelbe Zahl
dr Pulsſchläge bei allen. Tille hat
ein Mädchen durch 10′ in Wrme von
105° R. unverſehrt gehalten. Die Thrſche Wärme
ſteigt dabei nicht auf 1° R. weñ auch
die Pulsſchläge ungemein zunehmen.
Dr Menſch erträgt von 13 bis 60 Zoll
Flexibilitaet d. Mſchen
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um ein Fragment. Es setzt in der 23. Vorlesung (23.01.1828) ein und endet
mit der letzten Vorlesung am 26.04.1828.
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(Reihenfolge der Seiten im Manuskript: 141–156, 137–140, 157–414, 418,
417, 416, 415, 419–434). Die Reihenfolge der Biddigitalisate und der
Transkription wurde korrigiert.
Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.], S. 418. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/285>, abgerufen am 26.09.2024.
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