Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652.Heiligthumb machen werde nach dieser Welt / wann die Ordnung der Sonnen vnd deß Monds auff gehaben; sondern was er damit auff Erden machen will / ob ers will vntergehen lassen / oder erhalten; da weiset vns Gott auff das / welches jhm nicht so werth ist / als sein Eigenthumb / auff Himmel vnd Erd / so er das erhält in seiner Natur / so wird er vielmehr sorgen für sein Eigenthumb / vmb welches willen Himmel vnd Erden stehen muß. Hernach finden dieselbe / die GOtt dienen / auch zuletzt das ewige Leben. Hie / weil sie noch mit dem Leib der Sünden vnd deß Todtes streitten / haben sie es in Hoffnung; nach vollendtem Streit haben sie es in völligem Besitz / vnd gebrauchen es vnverhinderlich / gäntzlich vnd vnauffhörlich. Vnd das ewige Leben ist GOtt selbst / bey welchem ist Frewde die Fülle / vnd liebliches Wesen ewiglich. Ich meyne / das möge dem Menschen seine Mühe wol belohnen. Damit aber niemand meyne / es sey Kinderspiel / was hieDatae rationis fundamentum. vom Lohn der Sünden vnd der Gerechtigkeit gesaget ist / bekräfftiget Paulus beydes: Denn der Todt ist der Sünden Sold /V. 23. aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben / in Christo Jesu vnserm HERRN. Gleich wie Paulus vorhin gelehret: Das Ende der Sünden ist der Todt; also bekräfftiget ers hie / vnd saget: Der Todt ist der Sünden Sold. Ein Arbeiter ist seines Lohns würdig / vnd wers jhm versagt / thut jhm vnrecht. Einem Kriegsmann gebühret sein Sold / sein Nahrung vnd Kleidung; wird jhm das versagt / geschicht jhm nicht recht. Also auch / wer der Sünden dienet / ist würdig eines Lohns / vnd würde jhm der versagt / geschehe jhm nicht recht; dieser Lohn aber ist / nach Pauli Außsage / der Todt vnd das Verdamnüß; denn gleich wie die Belohnung der Gottfürchtigen ist das ewige Leben / also ist der Sünden Sold der ewige Todt / vnd das ewige Verdamnüß. Es seynd Heiligthumb machen werde nach dieser Welt / wann die Ordnung der Sonnen vnd deß Monds auff gehaben; sondern was er damit auff Erden machen will / ob ers will vntergehen lassen / oder erhalten; da weiset vns Gott auff das / welches jhm nicht so werth ist / als sein Eigenthumb / auff Himmel vnd Erd / so er das erhält in seiner Natur / so wird er vielmehr sorgen für sein Eigenthumb / vmb welches willen Himmel vnd Erden stehen muß. Hernach finden dieselbe / die GOtt dienen / auch zuletzt das ewige Leben. Hie / weil sie noch mit dem Leib der Sünden vnd deß Todtes streitten / haben sie es in Hoffnung; nach vollendtem Streit haben sie es in völligem Besitz / vnd gebrauchen es vnverhinderlich / gäntzlich vnd vnauffhörlich. Vnd das ewige Leben ist GOtt selbst / bey welchem ist Frewde die Fülle / vnd liebliches Wesen ewiglich. Ich meyne / das möge dem Menschen seine Mühe wol belohnen. Damit aber niemand meyne / es sey Kinderspiel / was hieDatae rationis fundamentum. vom Lohn der Sünden vnd der Gerechtigkeit gesaget ist / bekräfftiget Paulus beydes: Denn der Todt ist der Sünden Sold /V. 23. aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben / in Christo Jesu vnserm HERRN. Gleich wie Paulus vorhin gelehret: Das Ende der Sünden ist der Todt; also bekräfftiget ers hie / vnd saget: Der Todt ist der Sünden Sold. Ein Arbeiter ist seines Lohns würdig / vnd wers jhm versagt / thut jhm vnrecht. Einem Kriegsmann gebühret sein Sold / sein Nahrung vnd Kleidung; wird jhm das versagt / geschicht jhm nicht recht. Also auch / wer der Sünden dienet / ist würdig eines Lohns / vnd würde jhm der versagt / geschehe jhm nicht recht; dieser Lohn aber ist / nach Pauli Außsage / der Todt vnd das Verdamnüß; denn gleich wie die Belohnung der Gottfürchtigen ist das ewige Leben / also ist der Sünden Sold der ewige Todt / vnd das ewige Verdamnüß. 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Also auch / wer der Sünden dienet / ist würdig eines Lohns / vnd würde jhm der versagt / geschehe jhm nicht recht; dieser Lohn aber ist / nach Pauli Außsage / der Todt vnd das Verdamnüß; denn gleich wie die Belohnung der Gottfürchtigen ist das ewige Leben / also ist der Sünden Sold der ewige Todt / vnd das ewige Verdamnüß. Es seynd </p> </div> </body> </text> </TEI> [149/0165]
Heiligthumb machen werde nach dieser Welt / wann die Ordnung der Sonnen vnd deß Monds auff gehaben; sondern was er damit auff Erden machen will / ob ers will vntergehen lassen / oder erhalten; da weiset vns Gott auff das / welches jhm nicht so werth ist / als sein Eigenthumb / auff Himmel vnd Erd / so er das erhält in seiner Natur / so wird er vielmehr sorgen für sein Eigenthumb / vmb welches willen Himmel vnd Erden stehen muß.
Hernach finden dieselbe / die GOtt dienen / auch zuletzt das ewige Leben. Hie / weil sie noch mit dem Leib der Sünden vnd deß Todtes streitten / haben sie es in Hoffnung; nach vollendtem Streit haben sie es in völligem Besitz / vnd gebrauchen es vnverhinderlich / gäntzlich vnd vnauffhörlich. Vnd das ewige Leben ist GOtt selbst / bey welchem ist Frewde die Fülle / vnd liebliches Wesen ewiglich. Ich meyne / das möge dem Menschen seine Mühe wol belohnen.
Damit aber niemand meyne / es sey Kinderspiel / was hie vom Lohn der Sünden vnd der Gerechtigkeit gesaget ist / bekräfftiget Paulus beydes: Denn der Todt ist der Sünden Sold / aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben / in Christo Jesu vnserm HERRN.
Datae rationis fundamentum.
V. 23. Gleich wie Paulus vorhin gelehret: Das Ende der Sünden ist der Todt; also bekräfftiget ers hie / vnd saget: Der Todt ist der Sünden Sold. Ein Arbeiter ist seines Lohns würdig / vnd wers jhm versagt / thut jhm vnrecht. Einem Kriegsmann gebühret sein Sold / sein Nahrung vnd Kleidung; wird jhm das versagt / geschicht jhm nicht recht. Also auch / wer der Sünden dienet / ist würdig eines Lohns / vnd würde jhm der versagt / geschehe jhm nicht recht; dieser Lohn aber ist / nach Pauli Außsage / der Todt vnd das Verdamnüß; denn gleich wie die Belohnung der Gottfürchtigen ist das ewige Leben / also ist der Sünden Sold der ewige Todt / vnd das ewige Verdamnüß. Es seynd
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| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652, S. 149. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_auffmunterung2_1652/165>, abgerufen am 06.08.2024. |


