Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652.die Taffel deß Gesetzes nieder geworffen / vnd zerbrochen; anzuzeigen / daß durch Abgötterey der Bund Gottes gebrochen werde. Vnd wie GOtt über Abgötterey zürne / hat er an den Israeliten gezeiget: denn er sprach zu Mose: Laß mich / daß mein ZornExod. 32, 10. über sie ergrimme / vnd sie aufffresse. Vnd ob zwar Moses mit seinem Gebet den Zorn auffhielt / seynd doch vmb dieser Abgötterey willen drey tausent in einem Tage durchs Schwerdt gefallen. Das seynd Zeugnüssen deß Zorns Gottes / wie sehr vnserm GOtt die Abgötterey zu wider / vnd wie er eiffer vnd straffe. Also pflegt er noch das abgöttische Wesen im Gottesdienst mit grewlicher Blindheit zu straffen. Denn in dem die Leute vom Worte abweichen / vnd nach menschlichem Wolmeynen GOtt dienen / geschichts / daß sie jmmer mehr vnd mehr vom Worte abkommen / biß sie Gott dahin gibt / nach jhrem eigen Sinn zu wandeln. Also wann man das Vertrawen von GOtt zu den Creaturen wendet / eiffert GOtt drüber / vnd macht gemeiniglich / daß wir an dem / darauff wir vnsere meiste Hoffnung gestellet / zu Schanden werden. Folget das dritte / nemblich Hurerey vnd vnzüchtiges Wesen.3. In scortatione. Auch lasset vns nicht Hurerey treiben / wie etliche vnterV. 8. jenen Hurerey trieben / vnd fielen auff einen Tag drey vnd zwantzig tausent. Diese Geschicht ist beschrieben im vierdten Buch Mosis am 25. Cap. da das Volck anhub zu hurenNum. 25, 1. mit der Moabiter vnd Midianiter Töchter / welche das Volck luden zum Opffer jhrer Götter / da ergrimmet deß HERRN Zorn über Israel / vnd sprach zu Mose: Nimb alle Obersten deß Volcks / vnd hange sie dem HERRN an die Sonne / auff daß der grimmige Zorn deß HERRN von Israel gewandt werde. Vnd Mose sprach zu den Richtern Israel: Erwürge ein jeglicher seine Leute / die sich an den Baal Peor / den Moabitischen Abgott gehänget haben. Da wütete nicht allein eine Plage vom grimmigen Zorn deß HERRN vnter das Volck / sondern daß der Zorn die Taffel deß Gesetzes nieder geworffen / vnd zerbrochen; anzuzeigen / daß durch Abgötterey der Bund Gottes gebrochen werde. Vnd wie GOtt über Abgötterey zürne / hat er an den Israeliten gezeiget: denn er sprach zu Mose: Laß mich / daß mein ZornExod. 32, 10. über sie ergrimme / vnd sie aufffresse. Vnd ob zwar Moses mit seinem Gebet den Zorn auffhielt / seynd doch vmb dieser Abgötterey willen drey tausent in einem Tage durchs Schwerdt gefallen. Das seynd Zeugnüssen deß Zorns Gottes / wie sehr vnserm GOtt die Abgötterey zu wider / vnd wie er eiffer vnd straffe. Also pflegt er noch das abgöttische Wesen im Gottesdienst mit grewlicher Blindheit zu straffen. Denn in dem die Leute vom Worte abweichen / vnd nach menschlichem Wolmeynen GOtt dienen / geschichts / daß sie jmmer mehr vnd mehr vom Worte abkommen / biß sie Gott dahin gibt / nach jhrem eigen Sinn zu wandeln. Also wann man das Vertrawen von GOtt zu den Creaturen wendet / eiffert GOtt drüber / vnd macht gemeiniglich / daß wir an dem / darauff wir vnsere meiste Hoffnung gestellet / zu Schanden werden. Folget das dritte / nemblich Hurerey vnd vnzüchtiges Wesen.3. In scortatione. Auch lasset vns nicht Hurerey treiben / wie etliche vnterV. 8. jenen Hurerey trieben / vnd fielen auff einen Tag drey vnd zwantzig tausent. Diese Geschicht ist beschrieben im vierdten Buch Mosis am 25. Cap. da das Volck anhub zu hurenNum. 25, 1. mit der Moabiter vnd Midianiter Töchter / welche das Volck luden zum Opffer jhrer Götter / da ergrimmet deß HERRN Zorn über Israel / vnd sprach zu Mose: Nimb alle Obersten deß Volcks / vnd hange sie dem HERRN an die Sonne / auff daß der grimmige Zorn deß HERRN von Israel gewandt werde. Vnd Mose sprach zu den Richtern Israel: Erwürge ein jeglicher seine Leute / die sich an den Baal Peor / den Moabitischen Abgott gehänget haben. Da wütete nicht allein eine Plage vom grimmigen Zorn deß HERRN vnter das Volck / sondern daß der Zorn <TEI> <text> <body> <div> <p><pb facs="#f0199" n="183"/> die Taffel deß Gesetzes nieder geworffen / vnd zerbrochen; anzuzeigen / daß durch Abgötterey der Bund Gottes gebrochen werde. Vnd wie GOtt über Abgötterey zürne / hat er an den Israeliten gezeiget: denn er sprach zu Mose: Laß mich / daß mein Zorn<note place="right">Exod. 32, 10.</note> über sie ergrimme / vnd sie aufffresse. Vnd ob zwar Moses mit seinem Gebet den Zorn auffhielt / seynd doch vmb dieser Abgötterey willen drey tausent in einem Tage durchs Schwerdt gefallen. Das seynd Zeugnüssen deß Zorns Gottes / wie sehr vnserm GOtt die Abgötterey zu wider / vnd wie er eiffer vnd straffe. Also pflegt er noch das abgöttische Wesen im Gottesdienst mit grewlicher Blindheit zu straffen. Denn in dem die Leute vom Worte abweichen / vnd nach menschlichem Wolmeynen GOtt dienen / geschichts / daß sie jmmer mehr vnd mehr vom Worte abkommen / biß sie Gott dahin gibt / nach jhrem eigen Sinn zu wandeln. Also wann man das Vertrawen von GOtt zu den Creaturen wendet / eiffert GOtt drüber / vnd macht gemeiniglich / daß wir an dem / darauff wir vnsere meiste Hoffnung gestellet / zu Schanden werden.</p> <p>Folget das dritte / nemblich Hurerey vnd vnzüchtiges Wesen.<note place="right">3. In scortatione.</note> Auch lasset vns nicht Hurerey treiben / wie etliche vnter<note place="right">V. 8.</note> jenen Hurerey trieben / vnd fielen auff einen Tag drey vnd zwantzig tausent. Diese Geschicht ist beschrieben im vierdten Buch Mosis am 25. Cap. da das Volck anhub zu huren<note place="right">Num. 25, 1.</note> mit der Moabiter vnd Midianiter Töchter / welche das Volck luden zum Opffer jhrer Götter / da ergrimmet deß HERRN Zorn über Israel / vnd sprach zu Mose: Nimb alle Obersten deß Volcks / vnd hange sie dem HERRN an die Sonne / auff daß der grimmige Zorn deß HERRN von Israel gewandt werde. Vnd Mose sprach zu den Richtern Israel: Erwürge ein jeglicher seine Leute / die sich an den Baal Peor / den Moabitischen Abgott gehänget haben. Da wütete nicht allein eine Plage vom grimmigen Zorn deß HERRN vnter das Volck / sondern daß der Zorn </p> </div> </body> </text> </TEI> [183/0199]
die Taffel deß Gesetzes nieder geworffen / vnd zerbrochen; anzuzeigen / daß durch Abgötterey der Bund Gottes gebrochen werde. Vnd wie GOtt über Abgötterey zürne / hat er an den Israeliten gezeiget: denn er sprach zu Mose: Laß mich / daß mein Zorn über sie ergrimme / vnd sie aufffresse. Vnd ob zwar Moses mit seinem Gebet den Zorn auffhielt / seynd doch vmb dieser Abgötterey willen drey tausent in einem Tage durchs Schwerdt gefallen. Das seynd Zeugnüssen deß Zorns Gottes / wie sehr vnserm GOtt die Abgötterey zu wider / vnd wie er eiffer vnd straffe. Also pflegt er noch das abgöttische Wesen im Gottesdienst mit grewlicher Blindheit zu straffen. Denn in dem die Leute vom Worte abweichen / vnd nach menschlichem Wolmeynen GOtt dienen / geschichts / daß sie jmmer mehr vnd mehr vom Worte abkommen / biß sie Gott dahin gibt / nach jhrem eigen Sinn zu wandeln. Also wann man das Vertrawen von GOtt zu den Creaturen wendet / eiffert GOtt drüber / vnd macht gemeiniglich / daß wir an dem / darauff wir vnsere meiste Hoffnung gestellet / zu Schanden werden.
Exod. 32, 10. Folget das dritte / nemblich Hurerey vnd vnzüchtiges Wesen. Auch lasset vns nicht Hurerey treiben / wie etliche vnter jenen Hurerey trieben / vnd fielen auff einen Tag drey vnd zwantzig tausent. Diese Geschicht ist beschrieben im vierdten Buch Mosis am 25. Cap. da das Volck anhub zu huren mit der Moabiter vnd Midianiter Töchter / welche das Volck luden zum Opffer jhrer Götter / da ergrimmet deß HERRN Zorn über Israel / vnd sprach zu Mose: Nimb alle Obersten deß Volcks / vnd hange sie dem HERRN an die Sonne / auff daß der grimmige Zorn deß HERRN von Israel gewandt werde. Vnd Mose sprach zu den Richtern Israel: Erwürge ein jeglicher seine Leute / die sich an den Baal Peor / den Moabitischen Abgott gehänget haben. Da wütete nicht allein eine Plage vom grimmigen Zorn deß HERRN vnter das Volck / sondern daß der Zorn
3. In scortatione.
V. 8.
Num. 25, 1.
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_auffmunterung2_1652 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_auffmunterung2_1652/199 |
| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652, S. 183. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_auffmunterung2_1652/199>, abgerufen am 06.08.2024. |


