Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652.wir hören vnnd thun; hat solches dem grossen GOTT so wol gefallen / daß die Göttliche Majestät auß jhrem Munde einen solchen Wunsch hat gehen lassen: Ach daß sie ein solch Hertz hätten mich zu fürchten / vnnd zu halten alle meine Gebott jhr Lebenlang / auff daß jhnen wol gienge / vnnd jhren Kindern ewiglich. Hingegen wann Israel sich der Ordnung GOttes nicht will vnter geben / vnd der Stimm deß HErrn Psal. 81. 14. 15. 17.nicht gehorchen / wünschet die Göttliche Majestät im 81. Psalm. Wolte mein Volck mir gehorsamb seyn / vnnd Israel auff meinen Wegen gehen / so wolte ich jhre Feinde bald dämpffen / vnnd meine Hand vber jhre Wiederwärtige wenden / vnd ich wurde sie mit dem besten Weitzen speisen / vnd mit Honig auß dem Felsen sättigen. Gleichen Sinn hat auch Christus geführet in den Tagen seines Fleisches; wann er Glauben gefunden / hat er sich im Geist erfrewet. Als die siebentzig Jünger auff Christi Befehl außgegangen waren / vnnd im Jüdischen Lande geprediget hatten / kommen sie wieder mit Frewden / vnd sprachen: HErr / es sind vns auch die Teuffel vnterthan in deinem Namen / da stehet beym Luca am Luc. 10, 17. 21.10. geschrieben; Zu der Stunde frewet sich Jesus im Geist / vnnd sprach: Ich preise dich Vatter / vnd HERR Himmels vnd der Erden / daß du solches verborgen hast den Weisen vnd Klugen / vnnd hast es offenbaret den Vnmündigen. Ja Vatter also war es wolgefällig vor dir. Hingegen wann er den halßstarrigen Vnglauben gesehen / ist er betrübt vnd vnwillig geworden; wie davon ein klares Zeugnuß geben Matth. 23. 37.die hertzliche Wort / die wir lesen beym Matthaeo am 23. Capitel. Jerusalem / Jerusalem / wie offt habe ich deine Kinder wir hören vnnd thun; hat solches dem grossen GOTT so wol gefallen / daß die Göttliche Majestät auß jhrem Munde einen solchen Wunsch hat gehen lassen: Ach daß sie ein solch Hertz hätten mich zu fürchten / vnnd zu halten alle meine Gebott jhr Lebenlang / auff daß jhnen wol gienge / vnnd jhren Kindern ewiglich. Hingegen wann Israel sich der Ordnung GOttes nicht will vnter geben / vnd der Stimm deß HErrn Psal. 81. 14. 15. 17.nicht gehorchen / wünschet die Göttliche Majestät im 81. Psalm. Wolte mein Volck mir gehorsamb seyn / vnnd Israel auff meinen Wegen gehen / so wolte ich jhre Feinde bald dämpffen / vnnd meine Hand vber jhre Wiederwärtige wenden / vnd ich wurde sie mit dem besten Weitzen speisen / vnd mit Honig auß dem Felsen sättigen. Gleichen Sinn hat auch Christus geführet in den Tagen seines Fleisches; wann er Glauben gefunden / hat er sich im Geist erfrewet. Als die siebentzig Jünger auff Christi Befehl außgegangen waren / vnnd im Jüdischen Lande geprediget hatten / kommen sie wieder mit Frewden / vnd sprachen: HErr / es sind vns auch die Teuffel vnterthan in deinem Namen / da stehet beym Luca am Luc. 10, 17. 21.10. geschrieben; Zu der Stunde frewet sich Jesus im Geist / vnnd sprach: Ich preise dich Vatter / vnd HERR Himmels vnd der Erden / daß du solches verborgen hast den Weisen vnd Klugen / vnnd hast es offenbaret den Vnmündigen. Ja Vatter also war es wolgefällig vor dir. Hingegen wann er den halßstarrigen Vnglauben gesehen / ist er betrübt vnd vnwillig geworden; wie davon ein klares Zeugnuß geben Matth. 23. 37.die hertzliche Wort / die wir lesen beym Matthaeo am 23. Capitel. 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wir hören vnnd thun; hat solches dem grossen GOTT so wol gefallen / daß die Göttliche Majestät auß jhrem Munde einen solchen Wunsch hat gehen lassen: Ach daß sie ein solch Hertz hätten mich zu fürchten / vnnd zu halten alle meine Gebott jhr Lebenlang / auff daß jhnen wol gienge / vnnd jhren Kindern ewiglich. Hingegen wann Israel sich der Ordnung GOttes nicht will vnter geben / vnd der Stimm deß HErrn nicht gehorchen / wünschet die Göttliche Majestät im 81. Psalm. Wolte mein Volck mir gehorsamb seyn / vnnd Israel auff meinen Wegen gehen / so wolte ich jhre Feinde bald dämpffen / vnnd meine Hand vber jhre Wiederwärtige wenden / vnd ich wurde sie mit dem besten Weitzen speisen / vnd mit Honig auß dem Felsen sättigen.
Psal. 81. 14. 15. 17. Gleichen Sinn hat auch Christus geführet in den Tagen seines Fleisches; wann er Glauben gefunden / hat er sich im Geist erfrewet. Als die siebentzig Jünger auff Christi Befehl außgegangen waren / vnnd im Jüdischen Lande geprediget hatten / kommen sie wieder mit Frewden / vnd sprachen: HErr / es sind vns auch die Teuffel vnterthan in deinem Namen / da stehet beym Luca am 10. geschrieben; Zu der Stunde frewet sich Jesus im Geist / vnnd sprach: Ich preise dich Vatter / vnd HERR Himmels vnd der Erden / daß du solches verborgen hast den Weisen vnd Klugen / vnnd hast es offenbaret den Vnmündigen. Ja Vatter also war es wolgefällig vor dir. Hingegen wann er den halßstarrigen Vnglauben gesehen / ist er betrübt vnd vnwillig geworden; wie davon ein klares Zeugnuß geben die hertzliche Wort / die wir lesen beym Matthaeo am 23. Capitel. Jerusalem / Jerusalem / wie offt habe ich deine Kinder
Luc. 10, 17. 21.
Matth. 23. 37.
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| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652, S. 444. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_auffmunterung2_1652/460>, abgerufen am 06.08.2024. |


