Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652.III. Usum repetit. Den Nutz dieser Betrachtung zeyget Paulus selbst / beydes zu Ende vnd Anfang gegenwärtiger Lection. Dann wie er zu Anfang V. 12.gesagt: Ich will nicht lieben Brüder / daß euch vnbewuße sey / von denen die da schlaffen / auff daß jhr nicht trawrig V. 18.seyd / wie die andere die keine Hoffnung haben: Also schliesseter auch: So tröstet euch mit diesen Worten vntereinander. Ein Christ kan vnd soll sich anders auffrichten im Todt vnd leyden als ein Heyd. Die Heyden haben keine Hoffnung der Aufferstehung zum leben. Wann sie jhren Zustandt recht bedencken / vnnd nicht durch Sicherheit auß dem Sinne schlagen / werden sie singen müssen: Ich lebe / vnd weiß nicht wie lang / ich sterbe / vnd weiß nicht wann / ich fahre / vnd weiß nicht wohin; mich wundert daß ich frölich bin. Ja so nicht were 1. Cor. 15.die Aufferstehung / weren wir Christen die allerelendesten vnter den Creaturen. Nun wir aber wissen / was wir in der Aufferstehung der Todten zuerwarten haben / dörffen wir nicht viel vnser Elend beklagen / als wanns nun zu einem andern vnd seligen Standt kommen würde. Hie haben wir Trost in Todt / Trost in mancherley Beschwerung. Incitamentum ad usum 1. Consolatorium.So tröstet euch nun mit diesen Worten vntereinander. Wer Trost für sich bedarff / oder andere kräfftig trösten will / der gedencke an diese Rede Pauli. Ja weil Paulus saget: Tröstet euch mit diesen Worten vnter einander: So muß in diesen Worten ein kräfftiger Trost seyn. Diß seynd aber die Wort / die er meynet; daß JEsus gestorben / vnd wieder aufferstanden ist / vnnd daß GOtt vns die wir in Christo entschlaffen / oder am jüngsten Tage im Leben JEsu Christierfunden werden / mit JEsu werde heimführen / daß wir mit Leib vnd Seel beym HErrn seyn allezeit. Ein lebendiger Trost. Hiemit gedenck ich andere zu trösten in jhren III. Usum repetit. Den Nutz dieser Betrachtung zeyget Paulus selbst / beydes zu Ende vnd Anfang gegenwärtiger Lection. Dann wie er zu Anfang V. 12.gesagt: Ich will nicht lieben Brüder / daß euch vnbewuße sey / von denen die da schlaffen / auff daß jhr nicht trawrig V. 18.seyd / wie die andere die keine Hoffnung haben: Also schliesseter auch: So tröstet euch mit diesen Worten vntereinander. Ein Christ kan vnd soll sich anders auffrichten im Todt vnd leyden als ein Heyd. Die Heyden haben keine Hoffnung der Aufferstehung zum leben. Wann sie jhren Zustandt recht bedencken / vnnd nicht durch Sicherheit auß dem Sinne schlagen / werden sie singen müssen: Ich lebe / vnd weiß nicht wie lang / ich sterbe / vnd weiß nicht wann / ich fahre / vnd weiß nicht wohin; mich wundert daß ich frölich bin. Ja so nicht were 1. Cor. 15.die Aufferstehung / weren wir Christen die allerelendesten vnter den Creaturen. Nun wir aber wissen / was wir in der Aufferstehung der Todten zuerwarten haben / dörffen wir nicht viel vnser Elend beklagen / als wanns nun zu einem andern vnd seligen Standt kommen würde. Hie haben wir Trost in Todt / Trost in mancherley Beschwerung. Incitamẽtum ad usum 1. Consolatorium.So tröstet euch nun mit diesen Worten vntereinander. Wer Trost für sich bedarff / oder andere kräfftig trösten will / der gedencke an diese Rede Pauli. Ja weil Paulus saget: Tröstet euch mit diesen Worten vnter einander: So muß in diesen Worten ein kräfftiger Trost seyn. Diß seynd aber die Wort / die er meynet; daß JEsus gestorben / vnd wieder aufferstanden ist / vnnd daß GOtt vns die wir in Christo entschlaffen / oder am jüngsten Tage im Leben JEsu Christierfunden werden / mit JEsu werde heimführen / daß wir mit Leib vnd Seel beym HErrn seyn allezeit. Ein lebendiger Trost. Hiemit gedenck ich andere zu trösten in jhren <TEI> <text> <body> <div> <pb facs="#f0542" n="526"/> <note place="left">III. 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Den Nutz dieser Betrachtung zeyget Paulus selbst / beydes zu Ende vnd Anfang gegenwärtiger Lection. Dann wie er zu Anfang gesagt: Ich will nicht lieben Brüder / daß euch vnbewuße sey / von denen die da schlaffen / auff daß jhr nicht trawrig seyd / wie die andere die keine Hoffnung haben: Also schliesseter auch: So tröstet euch mit diesen Worten vntereinander.
V. 12.
V. 18. Ein Christ kan vnd soll sich anders auffrichten im Todt vnd leyden als ein Heyd. Die Heyden haben keine Hoffnung der Aufferstehung zum leben. Wann sie jhren Zustandt recht bedencken / vnnd nicht durch Sicherheit auß dem Sinne schlagen / werden sie singen müssen: Ich lebe / vnd weiß nicht wie lang / ich sterbe / vnd weiß nicht wann / ich fahre / vnd weiß nicht wohin; mich wundert daß ich frölich bin. Ja so nicht were die Aufferstehung / weren wir Christen die allerelendesten vnter den Creaturen. Nun wir aber wissen / was wir in der Aufferstehung der Todten zuerwarten haben / dörffen wir nicht viel vnser Elend beklagen / als wanns nun zu einem andern vnd seligen Standt kommen würde. Hie haben wir Trost in Todt / Trost in mancherley Beschwerung.
1. Cor. 15. So tröstet euch nun mit diesen Worten vntereinander. Wer Trost für sich bedarff / oder andere kräfftig trösten will / der gedencke an diese Rede Pauli. Ja weil Paulus saget: Tröstet euch mit diesen Worten vnter einander: So muß in diesen Worten ein kräfftiger Trost seyn. Diß seynd aber die Wort / die er meynet; daß JEsus gestorben / vnd wieder aufferstanden ist / vnnd daß GOtt vns die wir in Christo entschlaffen / oder am jüngsten Tage im Leben JEsu Christierfunden werden / mit JEsu werde heimführen / daß wir mit Leib vnd Seel beym HErrn seyn allezeit. Ein lebendiger Trost. Hiemit gedenck ich andere zu trösten in jhren
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| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652, S. 526. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_auffmunterung2_1652/542>, abgerufen am 06.08.2024. |


