Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652.GOtt dazu thun will: Solt ich solches nicht heimsuchenJerem. 9, 9. an jhnen / spricht der HERR / vnd meine Seele solte sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Höret jhr falsche liebvergessene Hertzen / höret / wie GOtt ewer Triegerey vnd Vnrecht gefällt! Solt ich solches nicht heimsuchen an jhnen? spricht der HERR; solt meine Seele sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Wie der höchste GOtt ein Grewel hat an feindseligen Hertzen / also rächet er sich an jhnen / vnd straffet sie mit zeitlichen vnd ewigen Plagen. Beym Propheten Amos werden die Gedancken der betrieglichen lieblosen Händeler also eingeführet: Wenn wollen doch die FeyrtageAmos 8, 5. 6. 7. 4. 8. 2. 3. ein ende haben / daß wir Geträyde verkauffen / vnd der Sabbath / daß wir Korn feyl haben mögen / vnd den Epha ringern / vnd den Sekel steigern / vnd die Wage fälschen / auff daß wir die Armen vmb Geld / vnd die Dürfftigen vmb ein par Schue / das ist / vmb ein geringes Ding vnter vns bringen / vnd Sprew für Korn verkauffen? Was stehet aber dabey? Der HERR hat geschworen wider die Hoffart Jacob; Was gilts / ob ich solcher jhrer Werck ewig vergessen werde? Höret diß / die jhr den Armen vnterdruckt / vnd die Elenden im Lande verderbet. Solte nicht vmb ein solches willen das Land erbeben müssen / vnd alle Einwohner trawren? Ja / es soll gantz wie mit einem Wasser überlauffen werden / vnd weggeführet / vnd überschwemmet werden wie mit einem starcken Fluß. Das Ende ist kommen über mein Volck / Ich will jhm nicht mehr GOtt dazu thun will: Solt ich solches nicht heimsuchenJerem. 9, 9. an jhnen / spricht der HERR / vnd meine Seele solte sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Höret jhr falsche liebvergessene Hertzen / höret / wie GOtt ewer Triegerey vnd Vnrecht gefällt! Solt ich solches nicht heimsuchen an jhnen? spricht der HERR; solt meine Seele sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Wie der höchste GOtt ein Grewel hat an feindseligen Hertzen / also rächet er sich an jhnen / vnd straffet sie mit zeitlichen vnd ewigen Plagen. Beym Propheten Amos werden die Gedancken der betrieglichen lieblosen Händeler also eingeführet: Wenn wollen doch die FeyrtageAmos 8, 5. 6. 7. 4. 8. 2. 3. ein ende haben / daß wir Geträyde verkauffen / vnd der Sabbath / daß wir Korn feyl haben mögen / vnd den Epha ringern / vnd den Sekel steigern / vnd die Wage fälschen / auff daß wir die Armen vmb Geld / vnd die Dürfftigen vmb ein par Schue / das ist / vmb ein geringes Ding vnter vns bringen / vnd Sprew für Korn verkauffen? Was stehet aber dabey? Der HERR hat geschworen wider die Hoffart Jacob; Was gilts / ob ich solcher jhrer Werck ewig vergessen werde? Höret diß / die jhr den Armen vnterdruckt / vnd die Elenden im Lande verderbet. Solte nicht vmb ein solches willen das Land erbeben müssen / vnd alle Einwohner trawren? Ja / es soll gantz wie mit einem Wasser überlauffen werden / vnd weggeführet / vnd überschwemmet werden wie mit einem starcken Fluß. Das Ende ist kommen über mein Volck / Ich will jhm nicht mehr <TEI> <text> <body> <div> <p><pb facs="#f0073" n="57"/> GOtt dazu thun will: Solt ich solches nicht heimsuchen<note place="right">Jerem. 9, 9.</note> an jhnen / spricht der HERR / vnd meine Seele solte sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Höret jhr falsche liebvergessene Hertzen / höret / wie GOtt ewer Triegerey vnd Vnrecht gefällt! Solt ich solches nicht heimsuchen an jhnen? spricht der HERR; solt meine Seele sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Wie der höchste GOtt ein Grewel hat an feindseligen Hertzen / also rächet er sich an jhnen / vnd straffet sie mit zeitlichen vnd ewigen Plagen. Beym Propheten Amos werden die Gedancken der betrieglichen lieblosen Händeler also eingeführet: Wenn wollen doch die Feyrtage<note place="right">Amos 8, 5. 6. 7. 4. 8. 2. 3.</note> ein ende haben / daß wir Geträyde verkauffen / vnd der Sabbath / daß wir Korn feyl haben mögen / vnd den Epha ringern / vnd den Sekel steigern / vnd die Wage fälschen / auff daß wir die Armen vmb Geld / vnd die Dürfftigen vmb ein par Schue / das ist / vmb ein geringes Ding vnter vns bringen / vnd Sprew für Korn verkauffen? Was stehet aber dabey? Der HERR hat geschworen wider die Hoffart Jacob; Was gilts / ob ich solcher jhrer Werck ewig vergessen werde? Höret diß / die jhr den Armen vnterdruckt / vnd die Elenden im Lande verderbet. Solte nicht vmb ein solches willen das Land erbeben müssen / vnd alle Einwohner trawren? Ja / es soll gantz wie mit einem Wasser überlauffen werden / vnd weggeführet / vnd überschwemmet werden wie mit einem starcken Fluß. Das Ende ist kommen über mein Volck / Ich will jhm nicht mehr </p> </div> </body> </text> </TEI> [57/0073]
GOtt dazu thun will: Solt ich solches nicht heimsuchen an jhnen / spricht der HERR / vnd meine Seele solte sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Höret jhr falsche liebvergessene Hertzen / höret / wie GOtt ewer Triegerey vnd Vnrecht gefällt! Solt ich solches nicht heimsuchen an jhnen? spricht der HERR; solt meine Seele sich nicht rächen an solchem Volck / als diß ist? Wie der höchste GOtt ein Grewel hat an feindseligen Hertzen / also rächet er sich an jhnen / vnd straffet sie mit zeitlichen vnd ewigen Plagen. Beym Propheten Amos werden die Gedancken der betrieglichen lieblosen Händeler also eingeführet: Wenn wollen doch die Feyrtage ein ende haben / daß wir Geträyde verkauffen / vnd der Sabbath / daß wir Korn feyl haben mögen / vnd den Epha ringern / vnd den Sekel steigern / vnd die Wage fälschen / auff daß wir die Armen vmb Geld / vnd die Dürfftigen vmb ein par Schue / das ist / vmb ein geringes Ding vnter vns bringen / vnd Sprew für Korn verkauffen? Was stehet aber dabey? Der HERR hat geschworen wider die Hoffart Jacob; Was gilts / ob ich solcher jhrer Werck ewig vergessen werde? Höret diß / die jhr den Armen vnterdruckt / vnd die Elenden im Lande verderbet. Solte nicht vmb ein solches willen das Land erbeben müssen / vnd alle Einwohner trawren? Ja / es soll gantz wie mit einem Wasser überlauffen werden / vnd weggeführet / vnd überschwemmet werden wie mit einem starcken Fluß. Das Ende ist kommen über mein Volck / Ich will jhm nicht mehr
Jerem. 9, 9.
Amos 8, 5. 6. 7. 4. 8. 2. 3.
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| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Ander Theil Apostolischer Auffmu[n]terung zum Lebendigen Glauben in Christo Jesu. Frankfurt (Main) u. a., 1652, S. 57. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_auffmunterung2_1652/73>, abgerufen am 06.08.2024. |


