Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674.Die vierdte Betrachtung. So wird GOtt dir seyn zur Rechten/ Daß sie müssen untergehn: Ja/ der starcken Helden Schaar Wird dich schützen immerdar/ Und auff deinen Wegen leiten/ Wenn Noth kommt von allen Seiten. Die 4. Betrachtung. Von dem Reichthum Göttlicher Güte über alle die GOtt fürchten und auff ihn hoffen. EIn Mensch ist ja wohl ein gebrechlich nicht J
Die vierdte Betrachtung. So wird GOtt dir ſeyn zur Rechten/ Daß ſie müſſen untergehn: Ja/ der ſtarcken Helden Schaar Wird dich ſchützen immerdar/ Und auff deinen Wegen leiten/ Wenn Noth kommt von allen Seiten. Die 4. Betrachtung. Von dem Reichthum Göttlicher Güte über alle die GOtt fürchten und auff ihn hoffen. EIn Menſch iſt ja wohl ein gebrechlich nicht J
<TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <lg type="poem"> <lg n="4"> <pb facs="#f0152" n="129"/> <fw place="top" type="header">Die vierdte Betrachtung.</fw><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> <l>So wird GOtt dir ſeyn zur Rechten/</l><lb/> <l>Daß ſie müſſen untergehn:</l><lb/> <l>Ja/ der ſtarcken Helden Schaar</l><lb/> <l>Wird dich ſchützen immerdar/</l><lb/> <l>Und auff deinen Wegen leiten/</l><lb/> <l>Wenn Noth kommt von allen Seiten.</l> </lg> </lg> </div><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> <div n="2"> <head><hi rendition="#b">Die 4. Betrachtung.</hi><lb/> Von dem Reichthum Göttlicher Güte<lb/> über alle die GOtt fürchten und auff<lb/> ihn hoffen.</head><lb/> <p><hi rendition="#in">E</hi>In Menſch iſt ja wohl ein gebrechlich<lb/> mangelhafftig Ding/ dennoch darff David<lb/> ſagen im 23. Pſalm: <hi rendition="#fr">Mir wird nichts<lb/> mangeln; Ich fürchte kein Unglück.</hi> Und das<lb/> ſagt er auch in dieſem 34. Pſalm: <hi rendition="#fr">Die den<lb/> HErrn fürchten/ haben keinen Mangel.</hi> So<lb/> reich iſt GOttes Güte. Nachdem David be-<lb/> trachtet hat/ wie wohl GOtt ſeine Gläubigen in<lb/> ſeiner Hut verwahret habe/ ladet Er alle Gott-<lb/> ſeligen ein/ den Reichthum der Güte zu ſchmec-<lb/> ken: <hi rendition="#fr">Schmecket und ſehet wie freundlich der<lb/> HErr iſt</hi>/ v. 9. Eine groſſe Ungeſchickligkeit<lb/> iſts bey uns Menſchen/ daß wir ſo mit einer<lb/> Menge göttlicher Wolthat umgeben/ dennoch<lb/> <fw place="bottom" type="sig">J</fw><fw place="bottom" type="catch">nicht</fw><lb/></p> </div> </div> </body> </text> </TEI> [129/0152]
Die vierdte Betrachtung.
So wird GOtt dir ſeyn zur Rechten/
Daß ſie müſſen untergehn:
Ja/ der ſtarcken Helden Schaar
Wird dich ſchützen immerdar/
Und auff deinen Wegen leiten/
Wenn Noth kommt von allen Seiten.
Die 4. Betrachtung.
Von dem Reichthum Göttlicher Güte
über alle die GOtt fürchten und auff
ihn hoffen.
EIn Menſch iſt ja wohl ein gebrechlich
mangelhafftig Ding/ dennoch darff David
ſagen im 23. Pſalm: Mir wird nichts
mangeln; Ich fürchte kein Unglück. Und das
ſagt er auch in dieſem 34. Pſalm: Die den
HErrn fürchten/ haben keinen Mangel. So
reich iſt GOttes Güte. Nachdem David be-
trachtet hat/ wie wohl GOtt ſeine Gläubigen in
ſeiner Hut verwahret habe/ ladet Er alle Gott-
ſeligen ein/ den Reichthum der Güte zu ſchmec-
ken: Schmecket und ſehet wie freundlich der
HErr iſt/ v. 9. Eine groſſe Ungeſchickligkeit
iſts bey uns Menſchen/ daß wir ſo mit einer
Menge göttlicher Wolthat umgeben/ dennoch
nicht
J
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/luettkemann_harpffe_1674 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/luettkemann_harpffe_1674/152 |
| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674, S. 129. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luettkemann_harpffe_1674/152>, abgerufen am 06.08.2024. |


