Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674.Die fünffte Betrachtung. WAs es für ein Ansehen hat/ wenn ein Hievon hat der heilige Geist bereits gesun- Hie Y ij
Die fünffte Betrachtung. WAs es für ein Anſehen hat/ wenn ein Hievon hat der heilige Geiſt bereits geſun- Hie Y ij
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Die fünffte Betrachtung.
WAs es für ein Anſehen hat/ wenn ein
paar Weiberlein ſich rüſten wider ein
mächtiges Krieges-Heer/ das Anſehen
hats auch gehabt mit den Apoſteln Chriſti/ da
die von Chriſto außgeſandt ſeyn/außzuziehen in
alle Welt wider den Teuffel und wider die
Welt. Noch müſſen ſie ſingen: Die Schaa-
ren der Evangeliſten ſeynd ſtärcker als die Kö-
nige der Heerſchaaren. Die Könige der Heer-
ſchaaren müſſen fliehen/ aber die Schaar der
Evangeliſchen Sängerinnen theilen den Raub
auß. Das iſt/ GOtt lob/fürunſern Augen er-
füllet: Chriſtus hat ein Reich auffgerichtet/ das
heiſt ein heiliger Berg; Der iſt erhaben über
alle Berge/ und wer darauff wohnet/ der wird
wohl bleiben.
Hievon hat der heilige Geiſt bereits geſun-
gen in dieſem 68. Pſalm/er wil aber noch mehr
davon ſingen/ und mahlet uns ab den heili-
gen Berg mit ſeiner Heers-Macht: Der Berg
Gottes iſt ein fruchtbar Berg/ein groß und
fruchtbar Gebirge/v. 16. 17. Oder vielmehr:
Der Berg Baſan iſt ein Berg Gottes/ ein
groß Gebirg iſt der Berg Baſan. Was
hüpffet ihr groſſen Gebirge/ GOtt hat Luſt
auff dieſem Berge zu wohnen/ und der Herr
bleibt auch immer daſelbſt. Der Wagen
Gottes ſeynd viel tauſendmahl tauſend.
Hie
Y ij
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| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674, S. 339. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luettkemann_harpffe_1674/362>, abgerufen am 06.08.2024. |


