Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674.über den 92. Psalm 2. Es bleibet aber nicht dabey/ GOtt wil sie auch verstossen/ Von seinen Augen ohne Scheu/ Und allen Reichs-Genossen. 3. Die Feinde GOttes die vergehn/ Auch werden sie zerstreuet; Wie kan ihr Reichthum denn bestehn? Sie werden nie erfreuet. 4. Wer aber sich auff GOtt verläst/ Der ist voll Trost und Freude/ Er suchet dann das allerbest/ GOtt ist bey ihm im Leide. 5. Er weiß ihn zu erhöhen wohl/ Sein Horn wird ihm gestärcket/ Sein Feind gantz nichts gewinnen soll/ Wenn GOtt auff ihn gemercket. 6. Mit Freuden. Oel er salben wil/ Die Seinen/ daß sie sehen/ Wie GOtt den Feinden setz ein Ziel/ Und daß sie bald vergehen. Die 4. und letzte Betrach tung. Von den stets grünenden Pflantzen im Isra-
über den 92. Pſalm 2. Es bleibet aber nicht dabey/ GOtt wil ſie auch verſtoſſen/ Von ſeinen Augen ohne Scheu/ Und allen Reichs-Genoſſen. 3. Die Feinde GOttes die vergehn/ Auch werden ſie zerſtreuet; Wie kan ihr Reichthum denn beſtehn? Sie werden nie erfreuet. 4. Wer aber ſich auff GOtt verläſt/ Der iſt voll Troſt und Freude/ Er ſuchet dann das allerbeſt/ GOtt iſt bey ihm im Leide. 5. Er weiß ihn zu erhöhen wohl/ Sein Horn wird ihm geſtärcket/ Sein Feind gantz nichts gewinnen ſoll/ Wenn GOtt auff ihn gemercket. 6. Mit Freuden. Oel er ſalben wil/ Die Seinen/ daß ſie ſehen/ Wie GOtt den Feinden ſetz ein Ziel/ Und daß ſie bald vergehen. Die 4. und letzte Betrach tung. Von den ſtets grünenden Pflantzen im Iſra-
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über den 92. Pſalm
2. Es bleibet aber nicht dabey/
GOtt wil ſie auch verſtoſſen/
Von ſeinen Augen ohne Scheu/
Und allen Reichs-Genoſſen.
3. Die Feinde GOttes die vergehn/
Auch werden ſie zerſtreuet;
Wie kan ihr Reichthum denn beſtehn?
Sie werden nie erfreuet.
4. Wer aber ſich auff GOtt verläſt/
Der iſt voll Troſt und Freude/
Er ſuchet dann das allerbeſt/
GOtt iſt bey ihm im Leide.
5. Er weiß ihn zu erhöhen wohl/
Sein Horn wird ihm geſtärcket/
Sein Feind gantz nichts gewinnen ſoll/
Wenn GOtt auff ihn gemercket.
6. Mit Freuden. Oel er ſalben wil/
Die Seinen/ daß ſie ſehen/
Wie GOtt den Feinden ſetz ein Ziel/
Und daß ſie bald vergehen.
Die 4. und letzte Betrach
tung.
Von den ſtets grünenden Pflantzen im
Hauſe deß HErrn.
Iſra-
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