Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674.über den 33. Psalm schützet/ in dessen Gewalt alles stehet? Vermag Gott etwas/ so gereicht es mir zu gut/ drum freue ich mich über die Macht meines Gottes/ denn so er spricht/ so geschichts/ so er gebeut/ so stehets da. Er bedarff keines Beystandes/ wenn er etwas außrichten wil/ er vermag alles durch sein kräffti- ges Wort/ Hebr. 1. v. 3. Durch sein Wort öffnet er die Erde/ daß die Widerspenstigen lebendig verschlungen werden. Durch sein Wort öffnet er dem Gläubigen Israel einen freyen Durch- gang durchs Wasser. Durch sein Wort bringt er seinen Kindern Wasser herfür auß einem Fel- sen und sendet Speise vom Himmel. Wenn er die Feinde vertilget und seine Gläubigen be- schützen wil/ bedarff er dazu keines Spiesses. Mit einem Wort schläget er die Feinde/ mit einem Wort erlöset er die seinigen; So er spricht/ so geschichts/ so er gebeut/ so stehets da. Hie gedencke niemand/ daß ihm iemand an nichts
über den 33. Pſalm ſchützet/ in deſſen Gewalt alles ſtehet? Vermag Gott etwas/ ſo gereicht es mir zu gut/ drum freue ich mich über die Macht meines Gottes/ denn ſo er ſpricht/ ſo geſchichts/ ſo er gebeut/ ſo ſtehets da. Er bedarff keines Beyſtandes/ wenn er etwas außrichten wil/ er vermag alles durch ſein kräffti- ges Wort/ Hebr. 1. v. 3. Durch ſein Wort öffnet er die Erde/ daß die Widerſpenſtigen lebendig verſchlungen werden. Durch ſein Wort öffnet er dem Gläubigen Iſrael einen freyen Durch- gang durchs Waſſer. Durch ſein Wort bringt er ſeinen Kindern Waſſer herfür auß einem Fel- ſen und ſendet Speiſe vom Himmel. Wenn er die Feinde vertilget und ſeine Gläubigen be- ſchützen wil/ bedarff er dazu keines Spieſſes. Mit einem Wort ſchläget er die Feinde/ mit einem Wort erlöſet er die ſeinigen; So er ſpricht/ ſo geſchichts/ ſo er gebeut/ ſo ſtehets da. Hie gedencke niemand/ daß ihm iemand an nichts
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über den 33. Pſalm
ſchützet/ in deſſen Gewalt alles ſtehet? Vermag
Gott etwas/ ſo gereicht es mir zu gut/ drum freue
ich mich über die Macht meines Gottes/ denn ſo
er ſpricht/ ſo geſchichts/ ſo er gebeut/ ſo ſtehets da.
Er bedarff keines Beyſtandes/ wenn er etwas
außrichten wil/ er vermag alles durch ſein kräffti-
ges Wort/ Hebr. 1. v. 3. Durch ſein Wort öffnet
er die Erde/ daß die Widerſpenſtigen lebendig
verſchlungen werden. Durch ſein Wort öffnet
er dem Gläubigen Iſrael einen freyen Durch-
gang durchs Waſſer. Durch ſein Wort bringt
er ſeinen Kindern Waſſer herfür auß einem Fel-
ſen und ſendet Speiſe vom Himmel. Wenn er
die Feinde vertilget und ſeine Gläubigen be-
ſchützen wil/ bedarff er dazu keines Spieſſes. Mit
einem Wort ſchläget er die Feinde/ mit einem
Wort erlöſet er die ſeinigen; So er ſpricht/ ſo
geſchichts/ ſo er gebeut/ ſo ſtehets da.
Hie gedencke niemand/ daß ihm iemand an
ſeinem Heyl kan hinderlich ſeyn/ ſo er GOtt auff
ſeiner Seiten hat. Laß ſeyn/ daß deiner Feinde
viel ſeyn; Laß ſeyn/ daß ſich viele wider dich ſet-
zen/ Pſ. 3. v. 1. was werden ſie außrichten? Der
Herr macht zu nichte der Heyden Rath/ und
wendet die Gedancken der Völcker/ aber der
Rath des HErrn bleibet ewiglich/ ſeines
Hertzens Gedancken für und für. Es lieget
nichts
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| Zitationshilfe: | Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674, S. 46. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luettkemann_harpffe_1674/69>, abgerufen am 06.08.2024. |


