Lütkemann, Joachim: Harpffe Von zehen Seyten. Frankfurt/Leipzig, 1674.über den 118. Psalm nicht bestehen/ wer aber Christum hat/ der hatseine Hoffnung gesetzet auff einen festen und ge- wissen Grund. Wenn ein Unglück kommt/ so stehet er fest/ und darff nicht fliehen. Paulus zun Ephesern am 2. vers 20. spricht: Ihr seyd erbauet auff den Grund der Apostel und Propheten/ da Jesus Christus der Eckstein ist/ auff welchem der gantze Bau in einander gefüget/ wächst zu einem heiligen Tempel/ in dem HErrn. In der ersten an die Corinth. am 3. v. 11: Einen andern Grund kan nie- mand legen/ ausser dem der geleget ist/ wel- cher ist Jesus Christ. Petrus in seiner Ver- antwortung/ die beschrieben stehet in 4. Cap. v. 11. der Apostel-Geschicht/ zeuget von diesem Stein also: Das ist der Stein/ von euch Bau-Leuten verworffen/ der zum Eckstein worden ist. Und ist in keinem andern Heyl/ ist auch kein ander Name den Menschen ge- geben/ darinnen wir sollen selig werden. Und im 2. Cap. vers 7. seines ersten Brieffes: Euch/ die ihr gläubet/ ist JEsus CHristus köstlich/ den Ungläubigen aber ist der Stein/ den die Bau-Leute verworffen haben/ und zum Eckstein worden ist/ ein Stein deß An- stossens/ und ein Fels deß Ergerniß denen die sich stossen an dem Wort/ und nicht gläu- ben.
über den 118. Pſalm nicht beſtehen/ wer aber Chriſtum hat/ der hatſeine Hoffnung geſetzet auff einen feſten und ge- wiſſen Grund. Wenn ein Unglück kommt/ ſo ſtehet er feſt/ und darff nicht fliehen. Paulus zun Epheſern am 2. vers 20. ſpricht: Ihr ſeyd erbauet auff den Grund der Apoſtel und Propheten/ da Jeſus Chriſtus der Eckſtein iſt/ auff welchem der gantze Bau in einander gefüget/ wächſt zu einem heiligen Tempel/ in dem HErrn. In der erſten an die Corinth. am 3. v. 11: Einen andern Grund kan nie- mand legen/ auſſer dem der geleget iſt/ wel- cher iſt Jeſus Chriſt. Petrus in ſeiner Ver- antwortung/ die beſchrieben ſtehet in 4. Cap. v. 11. der Apoſtel-Geſchicht/ zeuget von dieſem Stein alſo: Das iſt der Stein/ von euch Bau-Leuten verworffen/ der zum Eckſtein worden iſt. Und iſt in keinem andern Heyl/ iſt auch kein ander Name den Menſchen ge- geben/ darinnen wir ſollen ſelig werden. Und im 2. Cap. vers 7. ſeines erſten Brieffes: Euch/ die ihr gläubet/ iſt JEſus CHriſtus köſtlich/ den Ungläubigen aber iſt der Stein/ den die Bau-Leute verworffen haben/ und zum Eckſtein worden iſt/ ein Stein deß An- ſtoſſens/ und ein Fels deß Ergerniß denen die ſich ſtoſſen an dem Wort/ und nicht gläu- ben.
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über den 118. Pſalm
nicht beſtehen/ wer aber Chriſtum hat/ der hat
ſeine Hoffnung geſetzet auff einen feſten und ge-
wiſſen Grund. Wenn ein Unglück kommt/
ſo ſtehet er feſt/ und darff nicht fliehen. Paulus
zun Epheſern am 2. vers 20. ſpricht: Ihr ſeyd
erbauet auff den Grund der Apoſtel und
Propheten/ da Jeſus Chriſtus der Eckſtein
iſt/ auff welchem der gantze Bau in einander
gefüget/ wächſt zu einem heiligen Tempel/
in dem HErrn. In der erſten an die Corinth.
am 3. v. 11: Einen andern Grund kan nie-
mand legen/ auſſer dem der geleget iſt/ wel-
cher iſt Jeſus Chriſt. Petrus in ſeiner Ver-
antwortung/ die beſchrieben ſtehet in 4. Cap.
v. 11. der Apoſtel-Geſchicht/ zeuget von dieſem
Stein alſo: Das iſt der Stein/ von euch
Bau-Leuten verworffen/ der zum Eckſtein
worden iſt. Und iſt in keinem andern Heyl/
iſt auch kein ander Name den Menſchen ge-
geben/ darinnen wir ſollen ſelig werden.
Und im 2. Cap. vers 7. ſeines erſten Brieffes:
Euch/ die ihr gläubet/ iſt JEſus CHriſtus
köſtlich/ den Ungläubigen aber iſt der Stein/
den die Bau-Leute verworffen haben/ und
zum Eckſtein worden iſt/ ein Stein deß An-
ſtoſſens/ und ein Fels deß Ergerniß denen
die ſich ſtoſſen an dem Wort/ und nicht gläu-
ben.
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