Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838.

Bild:
<< vorherige Seite
Gesang Weyla's.
Du bist Orplid, mein Land!
Das ferne leuchtet;
Vom Meere dampfet dein erwärmter Strand
Den Nebel, so der Götter Wange feuchtet.
Uralte Wasser steigen
Verjüngt um deine Hüften, Kind!
Vor deiner Gottheit beugen
Sich Könige, die deine Wärter sind.

Geſang Weyla's.
Du biſt Orplid, mein Land!
Das ferne leuchtet;
Vom Meere dampfet dein erwaͤrmter Strand
Den Nebel, ſo der Goͤtter Wange feuchtet.
Uralte Waſſer ſteigen
Verjuͤngt um deine Huͤften, Kind!
Vor deiner Gottheit beugen
Sich Koͤnige, die deine Waͤrter ſind.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0206" n="190"/>
      </div>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Ge&#x017F;ang Weyla's.</hi><lb/>
        </head>
        <lg type="poem">
          <lg n="1">
            <l><hi rendition="#in">D</hi>u bi&#x017F;t Orplid, mein Land!</l><lb/>
            <l>Das ferne leuchtet;</l><lb/>
            <l>Vom Meere dampfet dein erwa&#x0364;rmter Strand</l><lb/>
            <l>Den Nebel, &#x017F;o der Go&#x0364;tter Wange feuchtet.</l><lb/>
          </lg>
          <lg n="2">
            <l>Uralte Wa&#x017F;&#x017F;er &#x017F;teigen</l><lb/>
            <l>Verju&#x0364;ngt um deine Hu&#x0364;ften, Kind!</l><lb/>
            <l>Vor deiner Gottheit beugen</l><lb/>
            <l>Sich Ko&#x0364;nige, die deine Wa&#x0364;rter &#x017F;ind.</l><lb/>
          </lg>
        </lg>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[190/0206] Geſang Weyla's. Du biſt Orplid, mein Land! Das ferne leuchtet; Vom Meere dampfet dein erwaͤrmter Strand Den Nebel, ſo der Goͤtter Wange feuchtet. Uralte Waſſer ſteigen Verjuͤngt um deine Huͤften, Kind! Vor deiner Gottheit beugen Sich Koͤnige, die deine Waͤrter ſind.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde von OCR-Software automatisch erfasst und anschließend gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien von Muttersprachlern nachkontrolliert. Es wurde gemäß dem DTA-Basisformat in XML/TEI P5 kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838/206
Zitationshilfe: Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838, S. 190. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838/206>, abgerufen am 26.05.2022.