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Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838.

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Hülf' in der Noth.
Ein rechter Freund erscheint uns in der Noth
Zu rechter Zeit und sicher wie der Tod.
Doch offen, Bester, sag' ich dir,
Du hast eine ganz verwünschte Manier!
Du trocknest mir den Jammerschweiß,
Und machst mir doch die Hölle heiß,
Du bringst das ganze jüngste Gericht
Mit dir; -- bei Gott, so meint' ich's nicht!

Hülf' in der Noth.
Ein rechter Freund erſcheint uns in der Noth
Zu rechter Zeit und ſicher wie der Tod.
Doch offen, Beſter, ſag' ich dir,
Du haſt eine ganz verwuͤnſchte Manier!
Du trockneſt mir den Jammerſchweiß,
Und machſt mir doch die Hoͤlle heiß,
Du bringſt das ganze juͤngſte Gericht
Mit dir; — bei Gott, ſo meint' ich's nicht!

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[221/0237] Hülf' in der Noth. Ein rechter Freund erſcheint uns in der Noth Zu rechter Zeit und ſicher wie der Tod. Doch offen, Beſter, ſag' ich dir, Du haſt eine ganz verwuͤnſchte Manier! Du trockneſt mir den Jammerſchweiß, Und machſt mir doch die Hoͤlle heiß, Du bringſt das ganze juͤngſte Gericht Mit dir; — bei Gott, ſo meint' ich's nicht!

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Zitationshilfe: Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838, S. 221. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838/237>, abgerufen am 26.05.2022.