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Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838.

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An --
Laß doch dein Dichten! hast ja Geld;
Tropf! brauch's, die Poesie lebendig zu betreiben!
Was gilt's? dich freut das Schönste in der Welt
Nur halb, vor lauter Angst, du müssest es beschreiben.

Auskunft.
Dumme Tadler und Lober auf beiden Seiten! Doch darum
Hat mir mein Schöpfer den Kopf zwischen die Ohren
gesezt.


An
Laß doch dein Dichten! haſt ja Geld;
Tropf! brauch's, die Poeſie lebendig zu betreiben!
Was gilt's? dich freut das Schoͤnſte in der Welt
Nur halb, vor lauter Angſt, du muͤſſeſt es beſchreiben.

Auskunft.
Dumme Tadler und Lober auf beiden Seiten! Doch darum
Hat mir mein Schoͤpfer den Kopf zwiſchen die Ohren
geſezt.


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[228/0244] An — Laß doch dein Dichten! haſt ja Geld; Tropf! brauch's, die Poeſie lebendig zu betreiben! Was gilt's? dich freut das Schoͤnſte in der Welt Nur halb, vor lauter Angſt, du muͤſſeſt es beſchreiben. Auskunft. Dumme Tadler und Lober auf beiden Seiten! Doch darum Hat mir mein Schoͤpfer den Kopf zwiſchen die Ohren geſezt.

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Zitationshilfe: Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838, S. 228. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838/244>, abgerufen am 29.05.2022.