stehen, da gab mir auf der andern Seite eine junge Person von achtzehn Jahren zur Antwort, die auch so schön war, halt an am Gebet, halt ein im Vertrauen gegen Gott, halt aus in deinen Anfechtungen. Während daß sie so redeten, war es wie ein Sonnenschein an der Diele gewesen, der ging hin und her, und hernach in die Kammer; als er fort war, war es als wenn man mir Haare ausraufte, es war aber erträglich. Der Schein kam wieder, und der Schmerz verging; er ging wieder dahin, da war mirs am Rücken als wenn man mir mit Zangen das Fleisch herunterrisse; er kam wieder, da wurde es wieder besser. Der Schein ging wieder weg, da wars, als wenn man mir die Schulterblätter auseinanderrisse und das Herz aus seiner Stelle nahm, und solches zwischen den Schultern sterben ließe; ich gedachte, das ist gewiß die Stunde des Todes, und da ließ sich noch neben der jungen Person der Teufel sehen; er kam hinter der Bettstelle am Rücken hervor, ich sahe aber nur einen Arm, zwei Spannen dicken Schwanz, wie eine Schlange, und so den Hals und halben Kopf. Jch hatte ihn nicht ganz gesehn, denn die junge Person stieß ihn mit dem Ellbogen zurück. Sie hielte mit der einen Hand die Hauptnath und die andere streckte sie gegen die Fußnath; so ausgespannt stund sie von Anfang bis zu Ende. Da kam der Schein wieder, und beide Personen sahen ihn sehr traurig an, und die
stehen, da gab mir auf der andern Seite eine junge Person von achtzehn Jahren zur Antwort, die auch so schoͤn war, halt an am Gebet, halt ein im Vertrauen gegen Gott, halt aus in deinen Anfechtungen. Waͤhrend daß sie so redeten, war es wie ein Sonnenschein an der Diele gewesen, der ging hin und her, und hernach in die Kammer; als er fort war, war es als wenn man mir Haare ausraufte, es war aber ertraͤglich. Der Schein kam wieder, und der Schmerz verging; er ging wieder dahin, da war mirs am Ruͤcken als wenn man mir mit Zangen das Fleisch herunterrisse; er kam wieder, da wurde es wieder besser. Der Schein ging wieder weg, da wars, als wenn man mir die Schulterblaͤtter auseinanderrisse und das Herz aus seiner Stelle nahm, und solches zwischen den Schultern sterben ließe; ich gedachte, das ist gewiß die Stunde des Todes, und da ließ sich noch neben der jungen Person der Teufel sehen; er kam hinter der Bettstelle am Ruͤcken hervor, ich sahe aber nur einen Arm, zwei Spannen dicken Schwanz, wie eine Schlange, und so den Hals und halben Kopf. Jch hatte ihn nicht ganz gesehn, denn die junge Person stieß ihn mit dem Ellbogen zuruͤck. Sie hielte mit der einen Hand die Hauptnath und die andere streckte sie gegen die Fußnath; so ausgespannt stund sie von Anfang bis zu Ende. Da kam der Schein wieder, und beide Personen sahen ihn sehr traurig an, und die
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stehen, da gab mir auf der andern Seite eine junge Person von achtzehn Jahren zur Antwort, die auch so schoͤn war, halt an am Gebet, halt ein im Vertrauen gegen Gott, halt aus in deinen Anfechtungen. Waͤhrend daß sie so redeten, war es wie ein Sonnenschein an der Diele gewesen, der ging hin und her, und hernach in die Kammer; als er fort war, war es als wenn man mir Haare ausraufte, es war aber ertraͤglich. Der Schein kam wieder, und der Schmerz verging; er ging wieder dahin, da war mirs am Ruͤcken als wenn man mir mit Zangen das Fleisch herunterrisse; er kam wieder, da wurde es wieder besser. Der Schein ging wieder weg, da wars, als wenn man mir die Schulterblaͤtter auseinanderrisse und das Herz aus seiner Stelle nahm, und solches zwischen den Schultern sterben ließe; ich gedachte, das ist gewiß die Stunde des Todes, und da ließ sich noch neben der jungen Person der Teufel sehen; er kam hinter der Bettstelle am Ruͤcken hervor, ich sahe aber nur einen Arm, zwei Spannen dicken Schwanz, wie eine Schlange, und so den Hals und halben Kopf. Jch hatte ihn nicht ganz gesehn, denn die junge Person stieß ihn mit dem Ellbogen zuruͤck. Sie hielte mit der einen Hand die Hauptnath und die andere streckte sie gegen die Fußnath; so ausgespannt stund sie von Anfang bis zu Ende. Da kam der Schein wieder, und beide Personen sahen ihn sehr traurig an, und die<lb/></p></div></div></div></body></text></TEI>
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stehen, da gab mir auf der andern Seite eine junge Person von achtzehn Jahren zur Antwort, die auch so schoͤn war, halt an am Gebet, halt ein im Vertrauen gegen Gott, halt aus in deinen Anfechtungen. Waͤhrend daß sie so redeten, war es wie ein Sonnenschein an der Diele gewesen, der ging hin und her, und hernach in die Kammer; als er fort war, war es als wenn man mir Haare ausraufte, es war aber ertraͤglich. Der Schein kam wieder, und der Schmerz verging; er ging wieder dahin, da war mirs am Ruͤcken als wenn man mir mit Zangen das Fleisch herunterrisse; er kam wieder, da wurde es wieder besser. Der Schein ging wieder weg, da wars, als wenn man mir die Schulterblaͤtter auseinanderrisse und das Herz aus seiner Stelle nahm, und solches zwischen den Schultern sterben ließe; ich gedachte, das ist gewiß die Stunde des Todes, und da ließ sich noch neben der jungen Person der Teufel sehen; er kam hinter der Bettstelle am Ruͤcken hervor, ich sahe aber nur einen Arm, zwei Spannen dicken Schwanz, wie eine Schlange, und so den Hals und halben Kopf. Jch hatte ihn nicht ganz gesehn, denn die junge Person stieß ihn mit dem Ellbogen zuruͤck. Sie hielte mit der einen Hand die Hauptnath und die andere streckte sie gegen die Fußnath; so ausgespannt stund sie von Anfang bis zu Ende. Da kam der Schein wieder, und beide Personen sahen ihn sehr traurig an, und die
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(2015-06-09T11:00:00Z)
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Matthias Boenig, Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie zu Berlin: Konvertierung nach DTA-Basisformat
(2015-06-09T11:00:00Z)
UB Uni-Bielefeld: Bereitstellung der Bilddigitalisate
(2015-06-09T11:00:00Z)
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Moritz, Karl Philipp (Hrsg.): Gnothi sauton oder Magazin zur Erfahrungsseelenkunde. Bd. 4, St. 1. Berlin, 1786, S. 125. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/moritz_erfahrungsseelenkunde0401_1786/127>, abgerufen am 11.09.2024.
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