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Badener Zeitung. Nr. 66, Baden (Niederösterreich), 16.08.1916.

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Nr. 66. Mittwoch Badener Zeitung. 16. August 1916.

[Spaltenumbruch] Monte San Michele und bei Martino alle feindli-
chen Angriffe unter den schwersten Verlusten des
Gegners. Ebenso brachen weiter südlich starke ita-
lienische Angriffe in unserem Feuer völlig zusammen.

Ostlicher Kriegschauplatz Front des General-
feldmarschals von Hindenburg. Am Servetabschnitt
und südlich davon wurde die Feuertätigkeit gestern
lebhafter, feindliche Einzelangriffe wurden abge-
schlagen. Wiederholte Bemühungen der Russen bei
Sarecze (am Stochod) Boden zu gewinnen, blieben
erfolglos. Der Feind erlitt schwere Verluste. Westlich
von Luck sind seit heute früh neue Kämpfe im
Gange. Nordwestlich von Salocze sind feindliche
Angriffe gescheitert. Südlich von Salocze wurde
im Verein mit den Truppen des Generals Grafen
Bothmer dem russischen Vordringen durch Gegen-
angriff Halt geboten, über 700 Mann gefangenom-
men und 5 Maschinengewehre erbeutet.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegschauplatz Zwischen Thiepval
und der Somme, besonders bei Pozieres, bei Ba-
zentin-le-Petit und südlich von Manrepas setzte der
Feind seine heftigen Angriffe fort. Sie führten an
einzelnen Stellen zu erbitterten Nahkämpfen, die
im wesentlichen zu unseren Gunsten entschieden
sind, nur an einzelnen Stellen, so bei Pozieres
und östlich von Hem, wird noch gekämpft. Nord-
westlich, westlich und südwestlich des früheren
Werkes Thiaumont brachen feindliche Angriffe in
unserem Feuer vollkommen zusammen, weiter süd-
lich wurden Angriffabsichten im Keime erstickt.
Mehrere hundert Gefangene sind eingebracht.

Amtlich wird verlautbart:

Russischer Kriegsschauplatz: Heeresfront des
FML. Erzherzog Karl. Im Gebiete des Capul in
der Bukowina wurde der Gegner gegen Norden
zurückgeworfen. Am oberen Pruth gewannen unsere
Truppen die Höhen östlich von Worochta. Infolge
der vorgestrigen Kämpfe wurden auch die bei Ot-
tynia fechtenden Kräfte in eine westlich vorbereitete
Stellung zurückgeführt. Am Südflügel der Armee
des Generals Grafen Bothmer schlugen k. u. k.
Regimenter mehrere starke Angriffe ab. Die Zahl
der südlich von Zalocze eingebrachten Gefangenen
ist auf 12 Offiziere 966 Mann gestiegen.

Italienischer Kriegsschauplatz: Die heftigen
Kämpfe im Raume von Görz dauern fort. Gestern
nachmittag erreichten einige feindlichen Abteilungen
die Stadt. Am Monte San Michele und bei San
Martino wiesen unsere Truppen wiederholte An-
griffe unter schwersten Verlusten der Italiener ab.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Die gestern berichte-
ten Angriffe der Engländer und Franzosen nördlich
der Somme gegen die ganze Front vom Foureaux-
walde bis zur Somme sind gebrochen. Die Eng-
länder ließen 10 Offiziere 374 Mann und 6 Ma-
schienengewehre in unserer Hand; sie hatten schwere
blutige Verluste. Ebenso scheiterte ein heute nacht
aus der Linie Ovillers-Bazentin-Le Petit vorgetra-
gener starker englischer Angriff. Rechts der Maas
griffen erhebliche französische Kräfte mehrmals im
Thiaumont- und Fleury-Abschnitt, im Chapitre- und
Bergwald an. Mit schwersten Verlusten mußte der
Gegner weichen.

Ergebnis der Luft-Kämpfe im Juli: Deutscher
Verlust: 19 Flugzeuge. Französischer und englischer
Verlust: 81 Flugzeuge, von denen 48 in unserem
Besitze sind.

Oestlicher Kriegsschauplatz: Front des GFM.
v. Hindenburg. Feindliche Angriffe in der Gegend
von Skrobowa sind gescheitert. Mit sehr starken
Krästen nahmen die Russen ihre Angriffe am
Stochod wieder auf. Zu vielen Malen sind ihre
Angriffswellen südlich von Stobychwa im Stochod-
bogen, östlich von Kowel und nördlich von Kisielin
im Artillerie-, Infanterie- und Maschinengewehr-
feuer wieder zurückgeflutet. Im schweren Nahkampf
mit dem an Zahl weit überlegenen Feinde blieben
unsere Truppen bei Kuchary und Porskaya Wolka
Sieger. Die Kämpfe westlich von Luck sind zu
unseren Gunsten entschieden. Durch entschlossenen
Gegenangriff österr.-ung. Truppen sind verlorene
Teile der Stellungen östlich von Szelwow restlos
wiedergewonnen. 350 Gefangene sind eingebracht
und mehrere Maschinengewehre erbeutet.

Amtlich wird verlautbart:

Russischer Kriegsschauplatz: Heeresfront des
FML. Erzherzog Karl. Auf den Höhen südlich von
Zabie wiesen unsere Truppen einen russischen An-
griff unter schweren Feindesverlusten ab. Nördlich
von Nizniow griffen die Russen wieder vergeblich
an. Sie wurden überall geworfen.


[Spaltenumbruch]

Italienischer Kriegsschauplatz: Entsprechend der
durch die Räumung des Brückenkopfes von Görz
eingetretenen Lage wurde die Stadt aufgegeben
und nach blutiger Abweisung neuerlicher italieni-
scher Angriffe auf der Hochfläche von Doberdo die
gebotene Berichtigung unserer Stellungen durch-
geführt. In diesem Raume wurden in den letzten
Tagen 4100 Italiener gefangen. Nach 12-stündigem
Artillerie-Massenfeuer griff die feindliche Artillerie
Zagora viermal, die Höhen östlich von Plava drei-
mal an. Alle diese Stürme brachen sich am festen
Widerstand unserer Truppen. An der Tiroler
Front scheiterten mehrere Angriffsversuche des
Feindes in den Dolomiten uud drei Angriffe auf
unsere Stellungen im Pasubiogebiet.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Englische An-
griffsabsichten bei Bazentin-le-Petit wurden durch
Feuer unterbunden. 13 Offiziere 500 Mann ge-
fangen. Zwischen Maurepas und der Somme
scheiterten 8 französische Angriffe. 5 feindliche Flug-
zeuge wurden abgeschossen.

Östlicher Kriegsschauplatz: Front des General-
feldmarschalls v. Hindenburg. Mehrfache russische
Angriffe sind am Strumien bei Dubczycze, am
Stochod bei Lubiszow-Bereczycze, bei Smolary-
Zarecze und bei Witoniecz blutig abgewiesen; bei
Zarecze nahmen wir 2 Offiziere, 340 Mann gefangen.

Amtlich wird verlautbart:

Russischer Kriegsschauplatz: Heeresfront des
Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl. Unsere Kar-
pathentruppen haben südlich von Zabie neuerlich
starke russische Angriffe abgeschlagen. Nordöstlich von
Stanislau und südwestlich von Monasterzyska griff
der Feind wieder mit überlegenen Kräften an. Er
errang wohl einige örtliche Erfolge, wurde aber
schließlich nach hartem Ringen zum Stehen gebracht.
Die in diesem Raum kämpfenden Streitkräfte sind
im Begriff, jene Räume zu erreichen, die ihnen
angesichts der Kräfteverschiebung des Gegners zuge-
wiesen worden sind. Die Russen haben Delatyn und
Tysmienica besetzt. Auch Stanislau ist von uns ohne
Kampf geräumt worden.

Italienischer Kriegsschauplatz: An der küsten-
ländischen Front erneuerten die Italiener ihre An-
strengungen gegen den Abschnitt von Plava und
griffen auch unsere neuen Stellungen auf den Höhen
östlich von Görz mit beträchtlichen Kräften an. Alle
diese Angriffe werden abgeschlagen. Ebenso scheiter-
ten mehrere Vorstöße des Feindes in den Dolomiten.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Englisch-französische
Angriffe nördlich der Somme abgewiesen.

Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des
Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Versuchte
feindliche Teilangriffe westlich des Nobelssees, bei
Lubieszow und südlich von Zarecze sind nicht ge-
glückt. Die südlich von Zalozce eingeleiteten Kämpfe
haben größere Ausdehnungen angenommen. Der
russische Angriff, der zwischen Bialoglowy und
Horodyszcze zunächst Boden gewann, wurde durch
deutschen Gegenstoß zum Stehen gebracht. Starke
Angriffe des Feindes in der Gegend von Troscianier
wurden blutig abgewiesen, seine Versuche, am
Sereth südöstlich von Horodyszcze Vorteile zu er-
ringen, sind restlos gescheitert.

Amtlich wird verlautbart:

Russischer Kriegsschauplatz. Heeresfront des
Generals d. K. Erzh. Karl. Der Angriff der in den
Karpathen kämpfenden verbündeten Truppen schreitet
erfolgreich vorwärts, 700 Gefangene und 3 Ma-
schinengewehre eingebracht Südöstlich von Worochta
versuchte russische Gegenstöße wurden restlos abgewiesen.

Italienischer Kriegsschauplatz: Im Abschnitte
zwischen dem Meere und dem Wippachtale wurden
mehrere Versuche der Italiener, sich unseren neuen
Stellungen zu nähern, durch Feuer vereitelt. Auf
den Höhen östlich von Görz schlugen unsere Trup-
pen wieder einen starken Angriff ab und nahmen
hiebei 10 Offiziere, 140 Mann gefangen. Der
Monte San Gabriele und der Monte Santo stan-
den unter heftigem feindlichen Artilleriefeuer.




[irrelevantes Material]

Nr. 66. Mittwoch Badener Zeitung. 16. August 1916.

[Spaltenumbruch] Monte San Michele und bei Martino alle feindli-
chen Angriffe unter den ſchwerſten Verluſten des
Gegners. Ebenſo brachen weiter ſüdlich ſtarke ita-
lieniſche Angriffe in unſerem Feuer völlig zuſammen.

Óſtlicher Kriegſchauplatz Front des General-
feldmarſchals von Hindenburg. Am Servetabſchnitt
und ſüdlich davon wurde die Feuertätigkeit geſtern
lebhafter, feindliche Einzelangriffe wurden abge-
ſchlagen. Wiederholte Bemühungen der Ruſſen bei
Sarecze (am Stochod) Boden zu gewinnen, blieben
erfolglos. Der Feind erlitt ſchwere Verluſte. Weſtlich
von Luck ſind ſeit heute früh neue Kämpfe im
Gange. Nordweſtlich von Salocze ſind feindliche
Angriffe geſcheitert. Südlich von Salocze wurde
im Verein mit den Truppen des Generals Grafen
Bothmer dem ruſſiſchen Vordringen durch Gegen-
angriff Halt geboten, über 700 Mann gefangenom-
men und 5 Maſchinengewehre erbeutet.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegſchauplatz Zwiſchen Thiepval
und der Somme, beſonders bei Poziéres, bei Ba-
zentin-le-Petit und ſüdlich von Manrepas ſetzte der
Feind ſeine heftigen Angriffe fort. Sie führten an
einzelnen Stellen zu erbitterten Nahkämpfen, die
im weſentlichen zu unſeren Gunſten entſchieden
ſind, nur an einzelnen Stellen, ſo bei Poziéres
und öſtlich von Hem, wird noch gekämpft. Nord-
weſtlich, weſtlich und ſüdweſtlich des früheren
Werkes Thiaumont brachen feindliche Angriffe in
unſerem Feuer vollkommen zuſammen, weiter ſüd-
lich wurden Angriffabſichten im Keime erſtickt.
Mehrere hundert Gefangene ſind eingebracht.

Amtlich wird verlautbart:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des
FML. Erzherzog Karl. Im Gebiete des Capul in
der Bukowina wurde der Gegner gegen Norden
zurückgeworfen. Am oberen Pruth gewannen unſere
Truppen die Höhen öſtlich von Worochta. Infolge
der vorgeſtrigen Kämpfe wurden auch die bei Ot-
tynia fechtenden Kräfte in eine weſtlich vorbereitete
Stellung zurückgeführt. Am Südflügel der Armee
des Generals Grafen Bothmer ſchlugen k. u. k.
Regimenter mehrere ſtarke Angriffe ab. Die Zahl
der ſüdlich von Zalocze eingebrachten Gefangenen
iſt auf 12 Offiziere 966 Mann geſtiegen.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Die heftigen
Kämpfe im Raume von Görz dauern fort. Geſtern
nachmittag erreichten einige feindlichen Abteilungen
die Stadt. Am Monte San Michele und bei San
Martino wieſen unſere Truppen wiederholte An-
griffe unter ſchwerſten Verluſten der Italiener ab.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Die geſtern berichte-
ten Angriffe der Engländer und Franzoſen nördlich
der Somme gegen die ganze Front vom Foureaux-
walde bis zur Somme ſind gebrochen. Die Eng-
länder ließen 10 Offiziere 374 Mann und 6 Ma-
ſchienengewehre in unſerer Hand; ſie hatten ſchwere
blutige Verluſte. Ebenſo ſcheiterte ein heute nacht
aus der Linie Ovillers-Bazentin-Le Petit vorgetra-
gener ſtarker engliſcher Angriff. Rechts der Maas
griffen erhebliche franzöſiſche Kräfte mehrmals im
Thiaumont- und Fleury-Abſchnitt, im Chapitre- und
Bergwald an. Mit ſchwerſten Verluſten mußte der
Gegner weichen.

Ergebnis der Luft-Kämpfe im Juli: Deutſcher
Verluſt: 19 Flugzeuge. Franzöſiſcher und engliſcher
Verluſt: 81 Flugzeuge, von denen 48 in unſerem
Beſitze ſind.

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des GFM.
v. Hindenburg. Feindliche Angriffe in der Gegend
von Skrobowa ſind geſcheitert. Mit ſehr ſtarken
Kräſten nahmen die Ruſſen ihre Angriffe am
Stochod wieder auf. Zu vielen Malen ſind ihre
Angriffswellen ſüdlich von Stobychwa im Stochod-
bogen, öſtlich von Kowel und nördlich von Kiſielin
im Artillerie-, Infanterie- und Maſchinengewehr-
feuer wieder zurückgeflutet. Im ſchweren Nahkampf
mit dem an Zahl weit überlegenen Feinde blieben
unſere Truppen bei Kuchary und Porskaya Wolka
Sieger. Die Kämpfe weſtlich von Luck ſind zu
unſeren Gunſten entſchieden. Durch entſchloſſenen
Gegenangriff öſterr.-ung. Truppen ſind verlorene
Teile der Stellungen öſtlich von Szelwow reſtlos
wiedergewonnen. 350 Gefangene ſind eingebracht
und mehrere Maſchinengewehre erbeutet.

Amtlich wird verlautbart:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des
FML. Erzherzog Karl. Auf den Höhen ſüdlich von
Zabie wieſen unſere Truppen einen ruſſiſchen An-
griff unter ſchweren Feindesverluſten ab. Nördlich
von Nizniow griffen die Ruſſen wieder vergeblich
an. Sie wurden überall geworfen.


[Spaltenumbruch]

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Entſprechend der
durch die Räumung des Brückenkopfes von Görz
eingetretenen Lage wurde die Stadt aufgegeben
und nach blutiger Abweiſung neuerlicher italieni-
ſcher Angriffe auf der Hochfläche von Doberdo die
gebotene Berichtigung unſerer Stellungen durch-
geführt. In dieſem Raume wurden in den letzten
Tagen 4100 Italiener gefangen. Nach 12-ſtündigem
Artillerie-Maſſenfeuer griff die feindliche Artillerie
Zagora viermal, die Höhen öſtlich von Plava drei-
mal an. Alle dieſe Stürme brachen ſich am feſten
Widerſtand unſerer Truppen. An der Tiroler
Front ſcheiterten mehrere Angriffsverſuche des
Feindes in den Dolomiten uud drei Angriffe auf
unſere Stellungen im Paſubiogebiet.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Engliſche An-
griffsabſichten bei Bazentin-le-Petit wurden durch
Feuer unterbunden. 13 Offiziere 500 Mann ge-
fangen. Zwiſchen Maurepas und der Somme
ſcheiterten 8 franzöſiſche Angriffe. 5 feindliche Flug-
zeuge wurden abgeſchoſſen.

Öſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General-
feldmarſchalls v. Hindenburg. Mehrfache ruſſiſche
Angriffe ſind am Strumien bei Dubczycze, am
Stochod bei Lubiszow-Bereczycze, bei Smolary-
Zarecze und bei Witoniecz blutig abgewieſen; bei
Zarecze nahmen wir 2 Offiziere, 340 Mann gefangen.

Amtlich wird verlautbart:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des
Feldmarſchalleutnants Erzherzog Karl. Unſere Kar-
pathentruppen haben ſüdlich von Zabie neuerlich
ſtarke ruſſiſche Angriffe abgeſchlagen. Nordöſtlich von
Stanislau und ſüdweſtlich von Monaſterzyska griff
der Feind wieder mit überlegenen Kräften an. Er
errang wohl einige örtliche Erfolge, wurde aber
ſchließlich nach hartem Ringen zum Stehen gebracht.
Die in dieſem Raum kämpfenden Streitkräfte ſind
im Begriff, jene Räume zu erreichen, die ihnen
angeſichts der Kräfteverſchiebung des Gegners zuge-
wieſen worden ſind. Die Ruſſen haben Delatyn und
Tysmienica beſetzt. Auch Stanislau iſt von uns ohne
Kampf geräumt worden.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der küſten-
ländiſchen Front erneuerten die Italiener ihre An-
ſtrengungen gegen den Abſchnitt von Plava und
griffen auch unſere neuen Stellungen auf den Höhen
öſtlich von Görz mit beträchtlichen Kräften an. Alle
dieſe Angriffe werden abgeſchlagen. Ebenſo ſcheiter-
ten mehrere Vorſtöße des Feindes in den Dolomiten.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Engliſch-franzöſiſche
Angriffe nördlich der Somme abgewieſen.

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des
Generalfeldmarſchalls von Hindenburg. Verſuchte
feindliche Teilangriffe weſtlich des Nobelsſees, bei
Lubieszow und ſüdlich von Zarecze ſind nicht ge-
glückt. Die ſüdlich von Zalozce eingeleiteten Kämpfe
haben größere Ausdehnungen angenommen. Der
ruſſiſche Angriff, der zwiſchen Bialoglowy und
Horodyszcze zunächſt Boden gewann, wurde durch
deutſchen Gegenſtoß zum Stehen gebracht. Starke
Angriffe des Feindes in der Gegend von Troscianier
wurden blutig abgewieſen, ſeine Verſuche, am
Sereth ſüdöſtlich von Horodyszcze Vorteile zu er-
ringen, ſind reſtlos geſcheitert.

Amtlich wird verlautbart:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des
Generals d. K. Erzh. Karl. Der Angriff der in den
Karpathen kämpfenden verbündeten Truppen ſchreitet
erfolgreich vorwärts, 700 Gefangene und 3 Ma-
ſchinengewehre eingebracht Südöſtlich von Worochta
verſuchte ruſſiſche Gegenſtöße wurden reſtlos abgewieſen.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Im Abſchnitte
zwiſchen dem Meere und dem Wippachtale wurden
mehrere Verſuche der Italiener, ſich unſeren neuen
Stellungen zu nähern, durch Feuer vereitelt. Auf
den Höhen öſtlich von Görz ſchlugen unſere Trup-
pen wieder einen ſtarken Angriff ab und nahmen
hiebei 10 Offiziere, 140 Mann gefangen. Der
Monte San Gabriele und der Monte Santo ſtan-
den unter heftigem feindlichen Artilleriefeuer.




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[3/0003] Nr. 66. Mittwoch Badener Zeitung. 16. August 1916. Monte San Michele und bei Martino alle feindli- chen Angriffe unter den ſchwerſten Verluſten des Gegners. Ebenſo brachen weiter ſüdlich ſtarke ita- lieniſche Angriffe in unſerem Feuer völlig zuſammen. Óſtlicher Kriegſchauplatz Front des General- feldmarſchals von Hindenburg. Am Servetabſchnitt und ſüdlich davon wurde die Feuertätigkeit geſtern lebhafter, feindliche Einzelangriffe wurden abge- ſchlagen. Wiederholte Bemühungen der Ruſſen bei Sarecze (am Stochod) Boden zu gewinnen, blieben erfolglos. Der Feind erlitt ſchwere Verluſte. Weſtlich von Luck ſind ſeit heute früh neue Kämpfe im Gange. Nordweſtlich von Salocze ſind feindliche Angriffe geſcheitert. Südlich von Salocze wurde im Verein mit den Truppen des Generals Grafen Bothmer dem ruſſiſchen Vordringen durch Gegen- angriff Halt geboten, über 700 Mann gefangenom- men und 5 Maſchinengewehre erbeutet. Berlin, 8. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegſchauplatz Zwiſchen Thiepval und der Somme, beſonders bei Poziéres, bei Ba- zentin-le-Petit und ſüdlich von Manrepas ſetzte der Feind ſeine heftigen Angriffe fort. Sie führten an einzelnen Stellen zu erbitterten Nahkämpfen, die im weſentlichen zu unſeren Gunſten entſchieden ſind, nur an einzelnen Stellen, ſo bei Poziéres und öſtlich von Hem, wird noch gekämpft. Nord- weſtlich, weſtlich und ſüdweſtlich des früheren Werkes Thiaumont brachen feindliche Angriffe in unſerem Feuer vollkommen zuſammen, weiter ſüd- lich wurden Angriffabſichten im Keime erſtickt. Mehrere hundert Gefangene ſind eingebracht. Wien, 9. Aug. Amtlich wird verlautbart: Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des FML. Erzherzog Karl. Im Gebiete des Capul in der Bukowina wurde der Gegner gegen Norden zurückgeworfen. Am oberen Pruth gewannen unſere Truppen die Höhen öſtlich von Worochta. Infolge der vorgeſtrigen Kämpfe wurden auch die bei Ot- tynia fechtenden Kräfte in eine weſtlich vorbereitete Stellung zurückgeführt. Am Südflügel der Armee des Generals Grafen Bothmer ſchlugen k. u. k. Regimenter mehrere ſtarke Angriffe ab. Die Zahl der ſüdlich von Zalocze eingebrachten Gefangenen iſt auf 12 Offiziere 966 Mann geſtiegen. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Die heftigen Kämpfe im Raume von Görz dauern fort. Geſtern nachmittag erreichten einige feindlichen Abteilungen die Stadt. Am Monte San Michele und bei San Martino wieſen unſere Truppen wiederholte An- griffe unter ſchwerſten Verluſten der Italiener ab. Berlin, 9. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Die geſtern berichte- ten Angriffe der Engländer und Franzoſen nördlich der Somme gegen die ganze Front vom Foureaux- walde bis zur Somme ſind gebrochen. Die Eng- länder ließen 10 Offiziere 374 Mann und 6 Ma- ſchienengewehre in unſerer Hand; ſie hatten ſchwere blutige Verluſte. Ebenſo ſcheiterte ein heute nacht aus der Linie Ovillers-Bazentin-Le Petit vorgetra- gener ſtarker engliſcher Angriff. Rechts der Maas griffen erhebliche franzöſiſche Kräfte mehrmals im Thiaumont- und Fleury-Abſchnitt, im Chapitre- und Bergwald an. Mit ſchwerſten Verluſten mußte der Gegner weichen. Ergebnis der Luft-Kämpfe im Juli: Deutſcher Verluſt: 19 Flugzeuge. Franzöſiſcher und engliſcher Verluſt: 81 Flugzeuge, von denen 48 in unſerem Beſitze ſind. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des GFM. v. Hindenburg. Feindliche Angriffe in der Gegend von Skrobowa ſind geſcheitert. Mit ſehr ſtarken Kräſten nahmen die Ruſſen ihre Angriffe am Stochod wieder auf. Zu vielen Malen ſind ihre Angriffswellen ſüdlich von Stobychwa im Stochod- bogen, öſtlich von Kowel und nördlich von Kiſielin im Artillerie-, Infanterie- und Maſchinengewehr- feuer wieder zurückgeflutet. Im ſchweren Nahkampf mit dem an Zahl weit überlegenen Feinde blieben unſere Truppen bei Kuchary und Porskaya Wolka Sieger. Die Kämpfe weſtlich von Luck ſind zu unſeren Gunſten entſchieden. Durch entſchloſſenen Gegenangriff öſterr.-ung. Truppen ſind verlorene Teile der Stellungen öſtlich von Szelwow reſtlos wiedergewonnen. 350 Gefangene ſind eingebracht und mehrere Maſchinengewehre erbeutet. Wien, 10. Aug. Amtlich wird verlautbart: Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des FML. Erzherzog Karl. Auf den Höhen ſüdlich von Zabie wieſen unſere Truppen einen ruſſiſchen An- griff unter ſchweren Feindesverluſten ab. Nördlich von Nizniow griffen die Ruſſen wieder vergeblich an. Sie wurden überall geworfen. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Entſprechend der durch die Räumung des Brückenkopfes von Görz eingetretenen Lage wurde die Stadt aufgegeben und nach blutiger Abweiſung neuerlicher italieni- ſcher Angriffe auf der Hochfläche von Doberdo die gebotene Berichtigung unſerer Stellungen durch- geführt. In dieſem Raume wurden in den letzten Tagen 4100 Italiener gefangen. Nach 12-ſtündigem Artillerie-Maſſenfeuer griff die feindliche Artillerie Zagora viermal, die Höhen öſtlich von Plava drei- mal an. Alle dieſe Stürme brachen ſich am feſten Widerſtand unſerer Truppen. An der Tiroler Front ſcheiterten mehrere Angriffsverſuche des Feindes in den Dolomiten uud drei Angriffe auf unſere Stellungen im Paſubiogebiet. Berlin, 10. Aug. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Engliſche An- griffsabſichten bei Bazentin-le-Petit wurden durch Feuer unterbunden. 13 Offiziere 500 Mann ge- fangen. Zwiſchen Maurepas und der Somme ſcheiterten 8 franzöſiſche Angriffe. 5 feindliche Flug- zeuge wurden abgeſchoſſen. Öſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General- feldmarſchalls v. Hindenburg. Mehrfache ruſſiſche Angriffe ſind am Strumien bei Dubczycze, am Stochod bei Lubiszow-Bereczycze, bei Smolary- Zarecze und bei Witoniecz blutig abgewieſen; bei Zarecze nahmen wir 2 Offiziere, 340 Mann gefangen. Wien, 11. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des Feldmarſchalleutnants Erzherzog Karl. Unſere Kar- pathentruppen haben ſüdlich von Zabie neuerlich ſtarke ruſſiſche Angriffe abgeſchlagen. Nordöſtlich von Stanislau und ſüdweſtlich von Monaſterzyska griff der Feind wieder mit überlegenen Kräften an. Er errang wohl einige örtliche Erfolge, wurde aber ſchließlich nach hartem Ringen zum Stehen gebracht. Die in dieſem Raum kämpfenden Streitkräfte ſind im Begriff, jene Räume zu erreichen, die ihnen angeſichts der Kräfteverſchiebung des Gegners zuge- wieſen worden ſind. Die Ruſſen haben Delatyn und Tysmienica beſetzt. Auch Stanislau iſt von uns ohne Kampf geräumt worden. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der küſten- ländiſchen Front erneuerten die Italiener ihre An- ſtrengungen gegen den Abſchnitt von Plava und griffen auch unſere neuen Stellungen auf den Höhen öſtlich von Görz mit beträchtlichen Kräften an. Alle dieſe Angriffe werden abgeſchlagen. Ebenſo ſcheiter- ten mehrere Vorſtöße des Feindes in den Dolomiten. Berlin, 16. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Engliſch-franzöſiſche Angriffe nördlich der Somme abgewieſen. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des Generalfeldmarſchalls von Hindenburg. Verſuchte feindliche Teilangriffe weſtlich des Nobelsſees, bei Lubieszow und ſüdlich von Zarecze ſind nicht ge- glückt. Die ſüdlich von Zalozce eingeleiteten Kämpfe haben größere Ausdehnungen angenommen. Der ruſſiſche Angriff, der zwiſchen Bialoglowy und Horodyszcze zunächſt Boden gewann, wurde durch deutſchen Gegenſtoß zum Stehen gebracht. Starke Angriffe des Feindes in der Gegend von Troscianier wurden blutig abgewieſen, ſeine Verſuche, am Sereth ſüdöſtlich von Horodyszcze Vorteile zu er- ringen, ſind reſtlos geſcheitert. Wien, 12. Aug. Amtlich wird verlautbart: Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des Generals d. K. Erzh. Karl. Der Angriff der in den Karpathen kämpfenden verbündeten Truppen ſchreitet erfolgreich vorwärts, 700 Gefangene und 3 Ma- ſchinengewehre eingebracht Südöſtlich von Worochta verſuchte ruſſiſche Gegenſtöße wurden reſtlos abgewieſen. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Im Abſchnitte zwiſchen dem Meere und dem Wippachtale wurden mehrere Verſuche der Italiener, ſich unſeren neuen Stellungen zu nähern, durch Feuer vereitelt. Auf den Höhen öſtlich von Görz ſchlugen unſere Trup- pen wieder einen ſtarken Angriff ab und nahmen hiebei 10 Offiziere, 140 Mann gefangen. Der Monte San Gabriele und der Monte Santo ſtan- den unter heftigem feindlichen Artilleriefeuer. _

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Zitationshilfe: Badener Zeitung. Nr. 66, Baden (Niederösterreich), 16.08.1916, S. 3. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_badener066_1916/3>, abgerufen am 24.05.2022.