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Badener Zeitung. Nr. 73, Baden (Niederösterreich), 12.09.1906.

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Nr. 73. Mittwoch Badener Zeitung 12. September 1906.

[Spaltenumbruch] Augenblick von einem Freunde oder Gegner der Ver-
einsbestrebungen um eine Auskunft befragt werden
könnten und eine Antwort geben müßten.

Auf den ersten Vorwurf sei zu erwidern, daß
die Vereinsmitglieder als freisinnige moderne Men-
schen den Kern der Sache -- die Religion -- nicht
mit der Schale -- der Konfession --, die Haupt-
sache nicht mit der Nebensache verwechseln und des-
halb jeder Konfession Unparteilichkeit entgegenbringen
und Gerechtigkeit widerfahren lassen; aus diesem
Grunde haben sie mehr Religion als jene einseitigen
Menschen, welche nur ihre Konfession, in die sie
meist durch den Zufall der Geburt hineingeraten
sind, als Unterpfand irdischen Glückes und himmlischer
Seligkeit ansehen und auf die anderen Konfessionen
ihrer Mitmenschen von oben herabblicken. Dieser
Standpunkt der Vereinsmitglieder lasse sich ohne
weiters gegen jeden Bischof, Pastor und Rabbiner
vertreten.

Was die zweite Beschuldigung anbelangt, so sei
nichts falscher als diese; im Gegenteil, der Verein
trage einem eminent staatlichen Bedürfnisse Rechnung.
Die Bevölkerung sei durch Konfessionen gespalten;
dies liege nicht im Vorteile des Staates, denn z. B.
als Soldaten müssen alle Staatsbürger ohne Rück-
sicht auf ihr Glaubensbekenntnis einträchtig Schulter
an Schulter kämpfen, als Steuerzahler sollen sie,
entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit, in gleicher Weise
den Staatsbedürfnissen genügen. Den schlimmen
Folgen der konfessionellen Spaltungen werde abge-
holfen durch einen interkonfessionellen Unterricht, der
aber noch lange kein konfessionsloser zu sein braucht;
denn wenn die jungen Leute der verschiedenen Kon-
fessionen, auch die Konfessionslosen, auf derselben
Schulbank beisammensitzen, überzeugen sie sich am
gründlichsten davon, daß Tüchtigkeit nicht an eine
Konfession geknüpft ist und werden dadurch zum Nach-
denken über jene Lehren erzogen, wonach eine einzelne
Konfession als die allein berechtigte und heilbringende
hingestellt wird. Vielleicht werde man dadurch seiner
Konfession einigermaßen, entfremdet, aber für den
Staat erst recht gewonnen. Daran schließe sich wahre
Nächsten- und Menschenliebe. Die Geschichte bestätige
dies: Solange sich weite Kreise der Bevölkerung dem
Geiste unseres Reichs-Volksschulgesetzes nicht ent-
fremdeten, habe es hierzulande ein ziemlich festge-
fügtes Staatswesen gegeben; erst als unter Taaffe
das Gefüge gelockert, die Bevölkerung konfessionell
verhetzt wurde und die Klerikalen -- hauptsächlich
durch den Antisemitismus -- wieder in den Sattel
gehoben wurden, sei der Wirrwarr hereingebrochen
und habe schließlich die andere Reichshälfte ergriffen;
das Ende des Wirrwarrs sei noch immer nicht abzu-
sehen; nur durch Betätigung freisinniger Grundsätze
werde eine Besserung eintreten.

Endlich noch eine Bemerkung: Den besprochenen
Angriff habe ein gewaltiger Kirchenfürst unternommen;
zur Zeit unserer freisinnigen Väter habe nicht bloß
ein Erzbischof, sondern der Papst selbst in seiner
Unfehlbarkeit unsere freiheitlichen Gesetze als ver-
dammenswert bezeichnet; nichtsdestoweniger haben sich
unsere Väter nicht einschüchtern lassen, sondern haben
an den Gesetzen festgehalten. Redner schließt mit dem
Wunsche, die Versammelten mögen nicht unwürdige
Kinder ihrer Väter sein.

Der Obmann der Ortsgruppe Kottingbrunn,
Herr Rossecker, teilt der Versammlung mit, daß
seine Ortsgruppe eine Versammlung mit der gleichen
Tagesordnung in der folgenden Woche abhalten
werde und ladet zur Teilnahme ein.

Hierauf schloß die von Begeisterung für die
Sache der "Freien Schule" getragene Versammlung,
die recht deutlich durch ihren zahlreichen Besuch und
die Einstimmigkeit der gefaßten Resolution zeigt, daß
die Verhetzungen und Anwürfe von seite der Gegner
des Vereines nicht imstande sind, eine gute und wahre
Sache umzubringen, sondern eher ihr neue Anhänger
zuzuführen.




[irrelevantes Material - 8 Zeilen fehlen]
[Spaltenumbruch][irrelevantes Material - 20 Zeilen fehlen]
Korrespondenzen.
[Eigenberichte der "Badener Zeitung".]
Mödling.
(Die beiden Feiertage),

welche als
die letzten freien Tage in der günstigen Jahreszeit von den
Ausflüglern mit besonderer Vorliebe zu größeren Touren be-
nützt werden, haben diesmal auch für Mödling und Umgebung
wieder tausende von Gästen gebracht und wohl nie vorteil-
hafter als diesmal erwies sich die Einrichtung, die Fe[r]n-Eilzüge
ab Neustadt über Pottendorf zu leiten. Denn kaum hatte --
von Vöslau angefangen -- ein Lokalzug eine dieser Stationen
verlassen, als schon neuangekommene Ausflügler in Massen
der Beförderung gegen Wien harrten. Die Witterung war
erst gegen Ende des zweiten Feiertages ungünstig geworden
und am späten Abend trat ein ausgibiger Regen ein, der die
letzten Ausflügler verjagte.

(Die Sicherheitszustände)

in Mödling sind trotz
der noch immer nicht genügenden Anzahl von Wachorganen
im ganzen recht befriedigende. Nur selten ereignet sich selbst
auf den meist menschenleeren Wegen in der Umgebung der
Stadt, auf dem Liechtenstein etc. ein bennruhigender Vorfall,
wie z. B. die vor einigen Tagen gegen die Musikersgattin
Frau Swoboda vorgekommene, von der Dämmerung be-
günstigte Attake. Die Behörde fahndet nach dem Burschen, der
bis zur Stunde noch nicht dingfest gemacht werden konnte. --
Der zweite Fall, wobei die als gewälttätig bekannte Magd
Schremser eine andere Magd namens Kurzwaller auf
der Straße überfiel und dann durch einen ihr bekannten
Spenglergehilfen Paschler mißhandeln ließ, erweist sich als
ein gewöhnlicher Straßenexzeß.

(Die Kunstausstellung)

wurde bereits geschlossen.
Als erste derartige Ausstellung in Mödling hatte sie zweifel-
los einen schönen Erfolg zu verzeichnen. Unter den 1500 Be-
suchern sind auch viele Wiener gewesen.

(Waldbrand.)

In der Vorwoche geriet wohl infolge
der Unvorsichtigkeit eines Spaziergänge[r]s durch Wegwerfen
eines brennenden Hölzchens ein Teil des Waldes bei Gaaden
in Brand. Es wurden bis zur Lösung etwa 400 Quadrat-
meter Fläche vom Feuer ergriffen.

(Bei der Hauptversammlung der "Südmark")

in Wr.-Neustadt waren auch viele Angehörige dieser deutschen
Vereinigung aus Mödling anwesend. Auch Minister Professor
Marchet hat die Versammlung [unleserliches Material - 2 Zeichen fehlen]abtlich begrüßt und den
Verband zu weiteren Erfolgen wärmstens beglückwünscht.
Untern den mitw[i]rkenden Mitgliedern des Wr.-Nenstädter
Südmark-Quartetts befand sich auch das hier bekannte Ehepaar
Dr. Heißenberger. -- Erst mit dem letzten Zuge kehrten
viele Teilnehmer an dem Feste wieder heim. -- Einige Daten
über die "Südmark", die ja in unseren Bezirken viele An-
hänger besitzt, mögen hier Platz finden. Der Verein zählt 270
Ortsgruppen mit einer Einnahme von 120.568 K, worunter
die Spenden e[t]wa ein Drittel davon betragen, ferner ein
Gesamtvermögen von 428.000 K. Unter den Einnahmen sind
als "beste Posten" die Südmarkzünder mit 6508 K und die
Wehrschatzmarken mit 5538 K. Die "Südmark" hat im ab-
gelaufenen J[a]hre in verschiedenen österreichischen Ländern Geld
für Schulzwecke gespendet, darunter für Bauern und Grund-
besitzer in Kärnten, Krain, Steiermark, Küstenland und
Niederösterreich die Summe von 30.303 K. Außerdem hat sie
die verschiedenen Büchereien sowie Ortsgruppen etc. reichlichst
unterstützt.

(Unfall.)

In der letzten Nummer haben wir erzählt,
wie geschickt ein Radfahrer einem unvorsichtigen Sportgenossen
auswich und dadurch großes Unheil verhütete. Nicht so glück-
lich war der Beamte T., dem vor einigen Tagen, als er durch
die Neudorferstraße fuhr, der zehnjährige O. Fröschel ins
Rad lief und von diesem niedergeworfen wurde. Im ersten
Augenblicke dachten die wenigen Zeugen des Unfalls, daß der
Knabe schwer verletzt sei. Dies war nicht der Fall; der Knabe
blutete wohl infolge von Hautabschürfungen am Hals, an den
Händen etc. ziemlich heftig, erlitt aber bloß leichte Verletzungen,
so daß sein Allgemeinbefinden ein gutes ist.




Theater.
Stadttheater in Baden.

Freitag, den 7. d. M., zum Vorteile des Herrn
Dominik Löscher "Das süße Mädel". Mit
einer Aufführung dieser melodiösen, wenn auch schon
[Spaltenumbruch] ziemlich abgespielten Reinhardt'schen Operette beging
der allseits beliebte und geschätzte Charakterkomiker
Löscher vor beinahe ausverkauftem Hause, unter
stürmischen, von den diversen Benefizüberraschungen
begleiteten Beifallsbezeugungen seinen Ehrenabend.

Herr Löscher, der sich, wie bekannt, beim
Sommerpublikum wie in den Kreisen unserer stän-
digen Theaterbesucher derselben großen Wertschätzung
erfreut, trotzdem ihm eigentlich diese Saison nicht
gerade immer Paraderollen seines reichhaltigen Re-
pertoires bescherte und er sich auch mittelst Episoden
den Dank des Publikums verdienen oder sich in dem
Bestreben undankbare und trockene Aufgaben aus
eigenem etwas aufzupolieren, oft einer kaum der
Mühe lohnenden anstrengenden Arbeit unterziehen
mußte.

In der neueren Operette wird ja auch das
Fach des Charakterkomikers mitunter stiefmütterlich
behandelt; die paar älteren Werke, wie "Blaubart",
"Sieben Schwaben", "Helena", "Zigeunerbaron", die
die alles überstrahlende "lustige Witwe" aufkommen
ließ, oder "Wäschermädl", "Schützenliesel" und
"Frühlingslust" geben zwar dem Komiker was des
Komiker ist, können aber den Unzulänglichkeiten so
vieler Partien nicht die Wage halten.

Als Graf Liebenburg sen. öffnete der geschätzte
Benefiziant Herr Löscher, spielsicher und partien-
fest wie immer, alle Schleußen der Beredsamkeit und
der Komik und gelangte auch mit diesen durch eine
wirksame Dosis Blasiertheit unterstützten Vorzügen
zum Siege.

Die Lola Winter sang Frau Herma wie
früher zum Entzücken ihrer Zuhörerschaft und Herrn
Schütz' Graf Hans entlockte die "launische Dame"
seine glanzvollsten Töne, seine weichsten Pianissimo.

Sehr brav hielt sich auch Fräulein Ellen als
Lizzi. Das ernste Vorwärtsstreben und der große
Fleiß der jungen Dame berühren äußerst angenehm
und auch das Publikum weiß diese Eigenschaften zu
schätzen und anzuerkennen. Der große Applaus nach
dem sehr hübsch vorgetragenen Liedchen des Fräuleins
bildete die wohlverdiente Quittung für die hübsche
Leistung. Auch Fräulein Schneider darf als Fritzi
die Anerkennung nicht versagt bleiben. Wenn sie
manchmal auch ein wenig zu derb kam und im Tanze
ihre Vorgängerin selbstverständlich nicht einholen
konnte, so gab ihr gerade diese Rolle wiederholt
Gelegenheit, in den Vordergrund zu rücken und sich
dort stellenweise sogar recht gut zu behaupten.

Herrn Gerhardt's Florian und Herrn Ott's
Prosper Plew[n]y, beide bestens bekannt in diesen
Partien, sorgten ausgiebig für die Heiterkeit.

Das zu Anfang des zweiten Aktes auftretende
Kinderballett (sieben Mädchen und drei Knaben) er-
zielten einen durchschlagenden Erfolg und mußten die
Miniaturtänzer ihre Evolutionen und Tänze auf
stürmisches Verlangen wiederholen.

Samstag, den 8., fand nachmittags die dritte
Aufführung der Operette "Das Schwalberl aus
dem Wienerwald",
und zwar in ziemlich
schleppendem Tempo, statt und abends gelangte die
lustige Operette "Das Wäschermädel" zur Auf-
führung. In beiden Fällen gut besuchtes Haus.

Sonntag, den 9., ebenfalls zwei Vorstellungen,
den nachmittäglichen "Wolf Bär Pfefferkorn
auf Reisen"
und abends "Die lustige
Witwe"
mit ihrem stets im Gefolge habenden aus-
verkauften Hause.

Montag, den 10. d. M., zum ersten Male:
"1001 Nacht", phantastische Operette in einem
Vorspiel und zwei Akten von Leo Stein und Karl
Lindau. Musik von Johann Strauß, bearbeitet von
Ernst Reiterer. In Szene gesetzt von Direktor Alfred
Schreiber. Die neuen Dekorationen aus dem Atelier
des Herrn F. Hais in Wien, die neuen Kostüme
vom Obergarderobier Herrn Karl Bauer.

Unter den günstigsten Auspizien wurde die
heurige Saisonneuheit der Wiener Sommerbühne im
Prater auch hier bei uns vom Stapel gelassen. Sind
es die jubelnden und zündenden Melodien aus Johann
Strauß' "Indigo", die Kapellmeister Reiterer
mit Hilfe der bekannten Librettisten in ein orien-
talisches Milieu verwoben und deren Wiedererstehung
so erwärmt, ist es der Zauber des Orients, der
uns aus Pracht und Glanz der Dekorationen und
Kostüme entgegenzuleuchten scheint und so das Auge
gefangen hält? Wie dem auch sei, der Novität war
ein schöner, durchschlagender Erfolg beschieden, zu
dem gewiß auch die brillanten Leistungen unserer
Operettenmitglieder einen reichlich guten Teil bei-
getragen.

Fürst Suliman-Mossu (Herr Schütz) sang groß-
artig, Fräulein Salden's Leila feierte förmliche
Orgien mit hohen Tönen, Frau Herma's reizende

Nr. 73. Mittwoch Badener Zeitung 12. September 1906.

[Spaltenumbruch] Augenblick von einem Freunde oder Gegner der Ver-
einsbeſtrebungen um eine Auskunft befragt werden
könnten und eine Antwort geben müßten.

Auf den erſten Vorwurf ſei zu erwidern, daß
die Vereinsmitglieder als freiſinnige moderne Men-
ſchen den Kern der Sache — die Religion — nicht
mit der Schale — der Konfeſſion —, die Haupt-
ſache nicht mit der Nebenſache verwechſeln und des-
halb jeder Konfeſſion Unparteilichkeit entgegenbringen
und Gerechtigkeit widerfahren laſſen; aus dieſem
Grunde haben ſie mehr Religion als jene einſeitigen
Menſchen, welche nur ihre Konfeſſion, in die ſie
meiſt durch den Zufall der Geburt hineingeraten
ſind, als Unterpfand irdiſchen Glückes und himmliſcher
Seligkeit anſehen und auf die anderen Konfeſſionen
ihrer Mitmenſchen von oben herabblicken. Dieſer
Standpunkt der Vereinsmitglieder laſſe ſich ohne
weiters gegen jeden Biſchof, Paſtor und Rabbiner
vertreten.

Was die zweite Beſchuldigung anbelangt, ſo ſei
nichts falſcher als dieſe; im Gegenteil, der Verein
trage einem eminent ſtaatlichen Bedürfniſſe Rechnung.
Die Bevölkerung ſei durch Konfeſſionen geſpalten;
dies liege nicht im Vorteile des Staates, denn z. B.
als Soldaten müſſen alle Staatsbürger ohne Rück-
ſicht auf ihr Glaubensbekenntnis einträchtig Schulter
an Schulter kämpfen, als Steuerzahler ſollen ſie,
entſprechend ihrer Leiſtungsfähigkeit, in gleicher Weiſe
den Staatsbedürfniſſen genügen. Den ſchlimmen
Folgen der konfeſſionellen Spaltungen werde abge-
holfen durch einen interkonfeſſionellen Unterricht, der
aber noch lange kein konfeſſionsloſer zu ſein braucht;
denn wenn die jungen Leute der verſchiedenen Kon-
feſſionen, auch die Konfeſſionsloſen, auf derſelben
Schulbank beiſammenſitzen, überzeugen ſie ſich am
gründlichſten davon, daß Tüchtigkeit nicht an eine
Konfeſſion geknüpft iſt und werden dadurch zum Nach-
denken über jene Lehren erzogen, wonach eine einzelne
Konfeſſion als die allein berechtigte und heilbringende
hingeſtellt wird. Vielleicht werde man dadurch ſeiner
Konfeſſion einigermaßen, entfremdet, aber für den
Staat erſt recht gewonnen. Daran ſchließe ſich wahre
Nächſten- und Menſchenliebe. Die Geſchichte beſtätige
dies: Solange ſich weite Kreiſe der Bevölkerung dem
Geiſte unſeres Reichs-Volksſchulgeſetzes nicht ent-
fremdeten, habe es hierzulande ein ziemlich feſtge-
fügtes Staatsweſen gegeben; erſt als unter Taaffe
das Gefüge gelockert, die Bevölkerung konfeſſionell
verhetzt wurde und die Klerikalen — hauptſächlich
durch den Antiſemitismus — wieder in den Sattel
gehoben wurden, ſei der Wirrwarr hereingebrochen
und habe ſchließlich die andere Reichshälfte ergriffen;
das Ende des Wirrwarrs ſei noch immer nicht abzu-
ſehen; nur durch Betätigung freiſinniger Grundſätze
werde eine Beſſerung eintreten.

Endlich noch eine Bemerkung: Den beſprochenen
Angriff habe ein gewaltiger Kirchenfürſt unternommen;
zur Zeit unſerer freiſinnigen Väter habe nicht bloß
ein Erzbiſchof, ſondern der Papſt ſelbſt in ſeiner
Unfehlbarkeit unſere freiheitlichen Geſetze als ver-
dammenswert bezeichnet; nichtsdeſtoweniger haben ſich
unſere Väter nicht einſchüchtern laſſen, ſondern haben
an den Geſetzen feſtgehalten. Redner ſchließt mit dem
Wunſche, die Verſammelten mögen nicht unwürdige
Kinder ihrer Väter ſein.

Der Obmann der Ortsgruppe Kottingbrunn,
Herr Roſſecker, teilt der Verſammlung mit, daß
ſeine Ortsgruppe eine Verſammlung mit der gleichen
Tagesordnung in der folgenden Woche abhalten
werde und ladet zur Teilnahme ein.

Hierauf ſchloß die von Begeiſterung für die
Sache der „Freien Schule“ getragene Verſammlung,
die recht deutlich durch ihren zahlreichen Beſuch und
die Einſtimmigkeit der gefaßten Reſolution zeigt, daß
die Verhetzungen und Anwürfe von ſeite der Gegner
des Vereines nicht imſtande ſind, eine gute und wahre
Sache umzubringen, ſondern eher ihr neue Anhänger
zuzuführen.




[irrelevantes Material – 8 Zeilen fehlen]
[Spaltenumbruch][irrelevantes Material – 20 Zeilen fehlen]
Korreſpondenzen.
[Eigenberichte der „Badener Zeitung“.]
Mödling.
(Die beiden Feiertage),

welche als
die letzten freien Tage in der günſtigen Jahreszeit von den
Ausflüglern mit beſonderer Vorliebe zu größeren Touren be-
nützt werden, haben diesmal auch für Mödling und Umgebung
wieder tauſende von Gäſten gebracht und wohl nie vorteil-
hafter als diesmal erwies ſich die Einrichtung, die Fe[r]n-Eilzüge
ab Neuſtadt über Pottendorf zu leiten. Denn kaum hatte —
von Vöslau angefangen — ein Lokalzug eine dieſer Stationen
verlaſſen, als ſchon neuangekommene Ausflügler in Maſſen
der Beförderung gegen Wien harrten. Die Witterung war
erſt gegen Ende des zweiten Feiertages ungünſtig geworden
und am ſpäten Abend trat ein ausgibiger Regen ein, der die
letzten Ausflügler verjagte.

(Die Sicherheitszuſtände)

in Mödling ſind trotz
der noch immer nicht genügenden Anzahl von Wachorganen
im ganzen recht befriedigende. Nur ſelten ereignet ſich ſelbſt
auf den meiſt menſchenleeren Wegen in der Umgebung der
Stadt, auf dem Liechtenſtein ꝛc. ein bennruhigender Vorfall,
wie z. B. die vor einigen Tagen gegen die Muſikersgattin
Frau Swoboda vorgekommene, von der Dämmerung be-
günſtigte Attake. Die Behörde fahndet nach dem Burſchen, der
bis zur Stunde noch nicht dingfeſt gemacht werden konnte. —
Der zweite Fall, wobei die als gewälttätig bekannte Magd
Schremſer eine andere Magd namens Kurzwaller auf
der Straße überfiel und dann durch einen ihr bekannten
Spenglergehilfen Paſchler mißhandeln ließ, erweiſt ſich als
ein gewöhnlicher Straßenexzeß.

(Die Kunſtausſtellung)

wurde bereits geſchloſſen.
Als erſte derartige Ausſtellung in Mödling hatte ſie zweifel-
los einen ſchönen Erfolg zu verzeichnen. Unter den 1500 Be-
ſuchern ſind auch viele Wiener geweſen.

(Waldbrand.)

In der Vorwoche geriet wohl infolge
der Unvorſichtigkeit eines Spaziergänge[r]s durch Wegwerfen
eines brennenden Hölzchens ein Teil des Waldes bei Gaaden
in Brand. Es wurden bis zur Löſung etwa 400 Quadrat-
meter Fläche vom Feuer ergriffen.

(Bei der Hauptverſammlung der „Südmark“)

in Wr.-Neuſtadt waren auch viele Angehörige dieſer deutſchen
Vereinigung aus Mödling anweſend. Auch Miniſter Profeſſor
Marchet hat die Verſammlung [unleserliches Material – 2 Zeichen fehlen]abtlich begrüßt und den
Verband zu weiteren Erfolgen wärmſtens beglückwünſcht.
Untern den mitw[i]rkenden Mitgliedern des Wr.-Nenſtädter
Südmark-Quartetts befand ſich auch das hier bekannte Ehepaar
Dr. Heißenberger. — Erſt mit dem letzten Zuge kehrten
viele Teilnehmer an dem Feſte wieder heim. — Einige Daten
über die „Südmark“, die ja in unſeren Bezirken viele An-
hänger beſitzt, mögen hier Platz finden. Der Verein zählt 270
Ortsgruppen mit einer Einnahme von 120.568 K, worunter
die Spenden e[t]wa ein Drittel davon betragen, ferner ein
Geſamtvermögen von 428.000 K. Unter den Einnahmen ſind
als „beſte Poſten“ die Südmarkzünder mit 6508 K und die
Wehrſchatzmarken mit 5538 K. Die „Südmark“ hat im ab-
gelaufenen J[a]hre in verſchiedenen öſterreichiſchen Ländern Geld
für Schulzwecke geſpendet, darunter für Bauern und Grund-
beſitzer in Kärnten, Krain, Steiermark, Küſtenland und
Niederöſterreich die Summe von 30.303 K. Außerdem hat ſie
die verſchiedenen Büchereien ſowie Ortsgruppen ꝛc. reichlichſt
unterſtützt.

(Unfall.)

In der letzten Nummer haben wir erzählt,
wie geſchickt ein Radfahrer einem unvorſichtigen Sportgenoſſen
auswich und dadurch großes Unheil verhütete. Nicht ſo glück-
lich war der Beamte T., dem vor einigen Tagen, als er durch
die Neudorferſtraße fuhr, der zehnjährige O. Fröſchel ins
Rad lief und von dieſem niedergeworfen wurde. Im erſten
Augenblicke dachten die wenigen Zeugen des Unfalls, daß der
Knabe ſchwer verletzt ſei. Dies war nicht der Fall; der Knabe
blutete wohl infolge von Hautabſchürfungen am Hals, an den
Händen ꝛc. ziemlich heftig, erlitt aber bloß leichte Verletzungen,
ſo daß ſein Allgemeinbefinden ein gutes iſt.




Theater.
Stadttheater in Baden.

Freitag, den 7. d. M., zum Vorteile des Herrn
Dominik Löſcher „Das ſüße Mädel“. Mit
einer Aufführung dieſer melodiöſen, wenn auch ſchon
[Spaltenumbruch] ziemlich abgeſpielten Reinhardt’ſchen Operette beging
der allſeits beliebte und geſchätzte Charakterkomiker
Löſcher vor beinahe ausverkauftem Hauſe, unter
ſtürmiſchen, von den diverſen Benefizüberraſchungen
begleiteten Beifallsbezeugungen ſeinen Ehrenabend.

Herr Löſcher, der ſich, wie bekannt, beim
Sommerpublikum wie in den Kreiſen unſerer ſtän-
digen Theaterbeſucher derſelben großen Wertſchätzung
erfreut, trotzdem ihm eigentlich dieſe Saiſon nicht
gerade immer Paraderollen ſeines reichhaltigen Re-
pertoires beſcherte und er ſich auch mittelſt Epiſoden
den Dank des Publikums verdienen oder ſich in dem
Beſtreben undankbare und trockene Aufgaben aus
eigenem etwas aufzupolieren, oft einer kaum der
Mühe lohnenden anſtrengenden Arbeit unterziehen
mußte.

In der neueren Operette wird ja auch das
Fach des Charakterkomikers mitunter ſtiefmütterlich
behandelt; die paar älteren Werke, wie „Blaubart“,
„Sieben Schwaben“, „Helena“, „Zigeunerbaron“, die
die alles überſtrahlende „luſtige Witwe“ aufkommen
ließ, oder „Wäſchermädl“, „Schützenlieſel“ und
„Frühlingsluſt“ geben zwar dem Komiker was des
Komiker iſt, können aber den Unzulänglichkeiten ſo
vieler Partien nicht die Wage halten.

Als Graf Liebenburg ſen. öffnete der geſchätzte
Benefiziant Herr Löſcher, ſpielſicher und partien-
feſt wie immer, alle Schleußen der Beredſamkeit und
der Komik und gelangte auch mit dieſen durch eine
wirkſame Doſis Blaſiertheit unterſtützten Vorzügen
zum Siege.

Die Lola Winter ſang Frau Herma wie
früher zum Entzücken ihrer Zuhörerſchaft und Herrn
Schütz’ Graf Hans entlockte die „launiſche Dame“
ſeine glanzvollſten Töne, ſeine weichſten Pianiſſimo.

Sehr brav hielt ſich auch Fräulein Ellen als
Lizzi. Das ernſte Vorwärtsſtreben und der große
Fleiß der jungen Dame berühren äußerſt angenehm
und auch das Publikum weiß dieſe Eigenſchaften zu
ſchätzen und anzuerkennen. Der große Applaus nach
dem ſehr hübſch vorgetragenen Liedchen des Fräuleins
bildete die wohlverdiente Quittung für die hübſche
Leiſtung. Auch Fräulein Schneider darf als Fritzi
die Anerkennung nicht verſagt bleiben. Wenn ſie
manchmal auch ein wenig zu derb kam und im Tanze
ihre Vorgängerin ſelbſtverſtändlich nicht einholen
konnte, ſo gab ihr gerade dieſe Rolle wiederholt
Gelegenheit, in den Vordergrund zu rücken und ſich
dort ſtellenweiſe ſogar recht gut zu behaupten.

Herrn Gerhardt’s Florian und Herrn Ott’s
Proſper Plew[n]y, beide beſtens bekannt in dieſen
Partien, ſorgten ausgiebig für die Heiterkeit.

Das zu Anfang des zweiten Aktes auftretende
Kinderballett (ſieben Mädchen und drei Knaben) er-
zielten einen durchſchlagenden Erfolg und mußten die
Miniaturtänzer ihre Evolutionen und Tänze auf
ſtürmiſches Verlangen wiederholen.

Samstag, den 8., fand nachmittags die dritte
Aufführung der Operette „Das Schwalberl aus
dem Wienerwald“,
und zwar in ziemlich
ſchleppendem Tempo, ſtatt und abends gelangte die
luſtige Operette „Das Wäſchermädel“ zur Auf-
führung. In beiden Fällen gut beſuchtes Haus.

Sonntag, den 9., ebenfalls zwei Vorſtellungen,
den nachmittäglichen „Wolf Bär Pfefferkorn
auf Reiſen“
und abends „Die luſtige
Witwe“
mit ihrem ſtets im Gefolge habenden aus-
verkauften Hauſe.

Montag, den 10. d. M., zum erſten Male:
„1001 Nacht“, phantaſtiſche Operette in einem
Vorſpiel und zwei Akten von Leo Stein und Karl
Lindau. Muſik von Johann Strauß, bearbeitet von
Ernſt Reiterer. In Szene geſetzt von Direktor Alfred
Schreiber. Die neuen Dekorationen aus dem Atelier
des Herrn F. Hais in Wien, die neuen Koſtüme
vom Obergarderobier Herrn Karl Bauer.

Unter den günſtigſten Auſpizien wurde die
heurige Saiſonneuheit der Wiener Sommerbühne im
Prater auch hier bei uns vom Stapel gelaſſen. Sind
es die jubelnden und zündenden Melodien aus Johann
Strauß’ „Indigo“, die Kapellmeiſter Reiterer
mit Hilfe der bekannten Librettiſten in ein orien-
taliſches Milieu verwoben und deren Wiedererſtehung
ſo erwärmt, iſt es der Zauber des Orients, der
uns aus Pracht und Glanz der Dekorationen und
Koſtüme entgegenzuleuchten ſcheint und ſo das Auge
gefangen hält? Wie dem auch ſei, der Novität war
ein ſchöner, durchſchlagender Erfolg beſchieden, zu
dem gewiß auch die brillanten Leiſtungen unſerer
Operettenmitglieder einen reichlich guten Teil bei-
getragen.

Fürſt Suliman-Moſſu (Herr Schütz) ſang groß-
artig, Fräulein Salden’s Leila feierte förmliche
Orgien mit hohen Tönen, Frau Herma’s reizende

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</TEI>
[5/0005] Nr. 73. Mittwoch Badener Zeitung 12. September 1906. Augenblick von einem Freunde oder Gegner der Ver- einsbeſtrebungen um eine Auskunft befragt werden könnten und eine Antwort geben müßten. Auf den erſten Vorwurf ſei zu erwidern, daß die Vereinsmitglieder als freiſinnige moderne Men- ſchen den Kern der Sache — die Religion — nicht mit der Schale — der Konfeſſion —, die Haupt- ſache nicht mit der Nebenſache verwechſeln und des- halb jeder Konfeſſion Unparteilichkeit entgegenbringen und Gerechtigkeit widerfahren laſſen; aus dieſem Grunde haben ſie mehr Religion als jene einſeitigen Menſchen, welche nur ihre Konfeſſion, in die ſie meiſt durch den Zufall der Geburt hineingeraten ſind, als Unterpfand irdiſchen Glückes und himmliſcher Seligkeit anſehen und auf die anderen Konfeſſionen ihrer Mitmenſchen von oben herabblicken. Dieſer Standpunkt der Vereinsmitglieder laſſe ſich ohne weiters gegen jeden Biſchof, Paſtor und Rabbiner vertreten. Was die zweite Beſchuldigung anbelangt, ſo ſei nichts falſcher als dieſe; im Gegenteil, der Verein trage einem eminent ſtaatlichen Bedürfniſſe Rechnung. Die Bevölkerung ſei durch Konfeſſionen geſpalten; dies liege nicht im Vorteile des Staates, denn z. B. als Soldaten müſſen alle Staatsbürger ohne Rück- ſicht auf ihr Glaubensbekenntnis einträchtig Schulter an Schulter kämpfen, als Steuerzahler ſollen ſie, entſprechend ihrer Leiſtungsfähigkeit, in gleicher Weiſe den Staatsbedürfniſſen genügen. Den ſchlimmen Folgen der konfeſſionellen Spaltungen werde abge- holfen durch einen interkonfeſſionellen Unterricht, der aber noch lange kein konfeſſionsloſer zu ſein braucht; denn wenn die jungen Leute der verſchiedenen Kon- feſſionen, auch die Konfeſſionsloſen, auf derſelben Schulbank beiſammenſitzen, überzeugen ſie ſich am gründlichſten davon, daß Tüchtigkeit nicht an eine Konfeſſion geknüpft iſt und werden dadurch zum Nach- denken über jene Lehren erzogen, wonach eine einzelne Konfeſſion als die allein berechtigte und heilbringende hingeſtellt wird. Vielleicht werde man dadurch ſeiner Konfeſſion einigermaßen, entfremdet, aber für den Staat erſt recht gewonnen. Daran ſchließe ſich wahre Nächſten- und Menſchenliebe. Die Geſchichte beſtätige dies: Solange ſich weite Kreiſe der Bevölkerung dem Geiſte unſeres Reichs-Volksſchulgeſetzes nicht ent- fremdeten, habe es hierzulande ein ziemlich feſtge- fügtes Staatsweſen gegeben; erſt als unter Taaffe das Gefüge gelockert, die Bevölkerung konfeſſionell verhetzt wurde und die Klerikalen — hauptſächlich durch den Antiſemitismus — wieder in den Sattel gehoben wurden, ſei der Wirrwarr hereingebrochen und habe ſchließlich die andere Reichshälfte ergriffen; das Ende des Wirrwarrs ſei noch immer nicht abzu- ſehen; nur durch Betätigung freiſinniger Grundſätze werde eine Beſſerung eintreten. Endlich noch eine Bemerkung: Den beſprochenen Angriff habe ein gewaltiger Kirchenfürſt unternommen; zur Zeit unſerer freiſinnigen Väter habe nicht bloß ein Erzbiſchof, ſondern der Papſt ſelbſt in ſeiner Unfehlbarkeit unſere freiheitlichen Geſetze als ver- dammenswert bezeichnet; nichtsdeſtoweniger haben ſich unſere Väter nicht einſchüchtern laſſen, ſondern haben an den Geſetzen feſtgehalten. Redner ſchließt mit dem Wunſche, die Verſammelten mögen nicht unwürdige Kinder ihrer Väter ſein. Der Obmann der Ortsgruppe Kottingbrunn, Herr Roſſecker, teilt der Verſammlung mit, daß ſeine Ortsgruppe eine Verſammlung mit der gleichen Tagesordnung in der folgenden Woche abhalten werde und ladet zur Teilnahme ein. Hierauf ſchloß die von Begeiſterung für die Sache der „Freien Schule“ getragene Verſammlung, die recht deutlich durch ihren zahlreichen Beſuch und die Einſtimmigkeit der gefaßten Reſolution zeigt, daß die Verhetzungen und Anwürfe von ſeite der Gegner des Vereines nicht imſtande ſind, eine gute und wahre Sache umzubringen, ſondern eher ihr neue Anhänger zuzuführen. ________ ____________________ Korreſpondenzen. [Eigenberichte der „Badener Zeitung“.] Mödling. (Die beiden Feiertage), welche als die letzten freien Tage in der günſtigen Jahreszeit von den Ausflüglern mit beſonderer Vorliebe zu größeren Touren be- nützt werden, haben diesmal auch für Mödling und Umgebung wieder tauſende von Gäſten gebracht und wohl nie vorteil- hafter als diesmal erwies ſich die Einrichtung, die Fern-Eilzüge ab Neuſtadt über Pottendorf zu leiten. Denn kaum hatte — von Vöslau angefangen — ein Lokalzug eine dieſer Stationen verlaſſen, als ſchon neuangekommene Ausflügler in Maſſen der Beförderung gegen Wien harrten. Die Witterung war erſt gegen Ende des zweiten Feiertages ungünſtig geworden und am ſpäten Abend trat ein ausgibiger Regen ein, der die letzten Ausflügler verjagte. (Die Sicherheitszuſtände) in Mödling ſind trotz der noch immer nicht genügenden Anzahl von Wachorganen im ganzen recht befriedigende. Nur ſelten ereignet ſich ſelbſt auf den meiſt menſchenleeren Wegen in der Umgebung der Stadt, auf dem Liechtenſtein ꝛc. ein bennruhigender Vorfall, wie z. B. die vor einigen Tagen gegen die Muſikersgattin Frau Swoboda vorgekommene, von der Dämmerung be- günſtigte Attake. Die Behörde fahndet nach dem Burſchen, der bis zur Stunde noch nicht dingfeſt gemacht werden konnte. — Der zweite Fall, wobei die als gewälttätig bekannte Magd Schremſer eine andere Magd namens Kurzwaller auf der Straße überfiel und dann durch einen ihr bekannten Spenglergehilfen Paſchler mißhandeln ließ, erweiſt ſich als ein gewöhnlicher Straßenexzeß. (Die Kunſtausſtellung) wurde bereits geſchloſſen. Als erſte derartige Ausſtellung in Mödling hatte ſie zweifel- los einen ſchönen Erfolg zu verzeichnen. Unter den 1500 Be- ſuchern ſind auch viele Wiener geweſen. (Waldbrand.) In der Vorwoche geriet wohl infolge der Unvorſichtigkeit eines Spaziergängers durch Wegwerfen eines brennenden Hölzchens ein Teil des Waldes bei Gaaden in Brand. Es wurden bis zur Löſung etwa 400 Quadrat- meter Fläche vom Feuer ergriffen. (Bei der Hauptverſammlung der „Südmark“) in Wr.-Neuſtadt waren auch viele Angehörige dieſer deutſchen Vereinigung aus Mödling anweſend. Auch Miniſter Profeſſor Marchet hat die Verſammlung __abtlich begrüßt und den Verband zu weiteren Erfolgen wärmſtens beglückwünſcht. Untern den mitwirkenden Mitgliedern des Wr.-Nenſtädter Südmark-Quartetts befand ſich auch das hier bekannte Ehepaar Dr. Heißenberger. — Erſt mit dem letzten Zuge kehrten viele Teilnehmer an dem Feſte wieder heim. — Einige Daten über die „Südmark“, die ja in unſeren Bezirken viele An- hänger beſitzt, mögen hier Platz finden. Der Verein zählt 270 Ortsgruppen mit einer Einnahme von 120.568 K, worunter die Spenden etwa ein Drittel davon betragen, ferner ein Geſamtvermögen von 428.000 K. Unter den Einnahmen ſind als „beſte Poſten“ die Südmarkzünder mit 6508 K und die Wehrſchatzmarken mit 5538 K. Die „Südmark“ hat im ab- gelaufenen Jahre in verſchiedenen öſterreichiſchen Ländern Geld für Schulzwecke geſpendet, darunter für Bauern und Grund- beſitzer in Kärnten, Krain, Steiermark, Küſtenland und Niederöſterreich die Summe von 30.303 K. Außerdem hat ſie die verſchiedenen Büchereien ſowie Ortsgruppen ꝛc. reichlichſt unterſtützt. (Unfall.) In der letzten Nummer haben wir erzählt, wie geſchickt ein Radfahrer einem unvorſichtigen Sportgenoſſen auswich und dadurch großes Unheil verhütete. Nicht ſo glück- lich war der Beamte T., dem vor einigen Tagen, als er durch die Neudorferſtraße fuhr, der zehnjährige O. Fröſchel ins Rad lief und von dieſem niedergeworfen wurde. Im erſten Augenblicke dachten die wenigen Zeugen des Unfalls, daß der Knabe ſchwer verletzt ſei. Dies war nicht der Fall; der Knabe blutete wohl infolge von Hautabſchürfungen am Hals, an den Händen ꝛc. ziemlich heftig, erlitt aber bloß leichte Verletzungen, ſo daß ſein Allgemeinbefinden ein gutes iſt. Theater. Stadttheater in Baden. Freitag, den 7. d. M., zum Vorteile des Herrn Dominik Löſcher „Das ſüße Mädel“. Mit einer Aufführung dieſer melodiöſen, wenn auch ſchon ziemlich abgeſpielten Reinhardt’ſchen Operette beging der allſeits beliebte und geſchätzte Charakterkomiker Löſcher vor beinahe ausverkauftem Hauſe, unter ſtürmiſchen, von den diverſen Benefizüberraſchungen begleiteten Beifallsbezeugungen ſeinen Ehrenabend. Herr Löſcher, der ſich, wie bekannt, beim Sommerpublikum wie in den Kreiſen unſerer ſtän- digen Theaterbeſucher derſelben großen Wertſchätzung erfreut, trotzdem ihm eigentlich dieſe Saiſon nicht gerade immer Paraderollen ſeines reichhaltigen Re- pertoires beſcherte und er ſich auch mittelſt Epiſoden den Dank des Publikums verdienen oder ſich in dem Beſtreben undankbare und trockene Aufgaben aus eigenem etwas aufzupolieren, oft einer kaum der Mühe lohnenden anſtrengenden Arbeit unterziehen mußte. In der neueren Operette wird ja auch das Fach des Charakterkomikers mitunter ſtiefmütterlich behandelt; die paar älteren Werke, wie „Blaubart“, „Sieben Schwaben“, „Helena“, „Zigeunerbaron“, die die alles überſtrahlende „luſtige Witwe“ aufkommen ließ, oder „Wäſchermädl“, „Schützenlieſel“ und „Frühlingsluſt“ geben zwar dem Komiker was des Komiker iſt, können aber den Unzulänglichkeiten ſo vieler Partien nicht die Wage halten. Als Graf Liebenburg ſen. öffnete der geſchätzte Benefiziant Herr Löſcher, ſpielſicher und partien- feſt wie immer, alle Schleußen der Beredſamkeit und der Komik und gelangte auch mit dieſen durch eine wirkſame Doſis Blaſiertheit unterſtützten Vorzügen zum Siege. Die Lola Winter ſang Frau Herma wie früher zum Entzücken ihrer Zuhörerſchaft und Herrn Schütz’ Graf Hans entlockte die „launiſche Dame“ ſeine glanzvollſten Töne, ſeine weichſten Pianiſſimo. Sehr brav hielt ſich auch Fräulein Ellen als Lizzi. Das ernſte Vorwärtsſtreben und der große Fleiß der jungen Dame berühren äußerſt angenehm und auch das Publikum weiß dieſe Eigenſchaften zu ſchätzen und anzuerkennen. Der große Applaus nach dem ſehr hübſch vorgetragenen Liedchen des Fräuleins bildete die wohlverdiente Quittung für die hübſche Leiſtung. Auch Fräulein Schneider darf als Fritzi die Anerkennung nicht verſagt bleiben. Wenn ſie manchmal auch ein wenig zu derb kam und im Tanze ihre Vorgängerin ſelbſtverſtändlich nicht einholen konnte, ſo gab ihr gerade dieſe Rolle wiederholt Gelegenheit, in den Vordergrund zu rücken und ſich dort ſtellenweiſe ſogar recht gut zu behaupten. Herrn Gerhardt’s Florian und Herrn Ott’s Proſper Plewny, beide beſtens bekannt in dieſen Partien, ſorgten ausgiebig für die Heiterkeit. Das zu Anfang des zweiten Aktes auftretende Kinderballett (ſieben Mädchen und drei Knaben) er- zielten einen durchſchlagenden Erfolg und mußten die Miniaturtänzer ihre Evolutionen und Tänze auf ſtürmiſches Verlangen wiederholen. Samstag, den 8., fand nachmittags die dritte Aufführung der Operette „Das Schwalberl aus dem Wienerwald“, und zwar in ziemlich ſchleppendem Tempo, ſtatt und abends gelangte die luſtige Operette „Das Wäſchermädel“ zur Auf- führung. In beiden Fällen gut beſuchtes Haus. Sonntag, den 9., ebenfalls zwei Vorſtellungen, den nachmittäglichen „Wolf Bär Pfefferkorn auf Reiſen“ und abends „Die luſtige Witwe“ mit ihrem ſtets im Gefolge habenden aus- verkauften Hauſe. Montag, den 10. d. M., zum erſten Male: „1001 Nacht“, phantaſtiſche Operette in einem Vorſpiel und zwei Akten von Leo Stein und Karl Lindau. Muſik von Johann Strauß, bearbeitet von Ernſt Reiterer. In Szene geſetzt von Direktor Alfred Schreiber. Die neuen Dekorationen aus dem Atelier des Herrn F. Hais in Wien, die neuen Koſtüme vom Obergarderobier Herrn Karl Bauer. Unter den günſtigſten Auſpizien wurde die heurige Saiſonneuheit der Wiener Sommerbühne im Prater auch hier bei uns vom Stapel gelaſſen. Sind es die jubelnden und zündenden Melodien aus Johann Strauß’ „Indigo“, die Kapellmeiſter Reiterer mit Hilfe der bekannten Librettiſten in ein orien- taliſches Milieu verwoben und deren Wiedererſtehung ſo erwärmt, iſt es der Zauber des Orients, der uns aus Pracht und Glanz der Dekorationen und Koſtüme entgegenzuleuchten ſcheint und ſo das Auge gefangen hält? Wie dem auch ſei, der Novität war ein ſchöner, durchſchlagender Erfolg beſchieden, zu dem gewiß auch die brillanten Leiſtungen unſerer Operettenmitglieder einen reichlich guten Teil bei- getragen. Fürſt Suliman-Moſſu (Herr Schütz) ſang groß- artig, Fräulein Salden’s Leila feierte förmliche Orgien mit hohen Tönen, Frau Herma’s reizende

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Zitationshilfe: Badener Zeitung. Nr. 73, Baden (Niederösterreich), 12.09.1906, S. 5. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_badener073_1906/5>, abgerufen am 18.09.2021.