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Badener Zeitung. Nr. 76, Baden (Niederösterreich), 20.09.1916.

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Mittwoch Badener Zeitung. 20. September 1916. Nr. 76

[Spaltenumbruch]

Den Schluß hildete die hier schon bekannte
Groteske "Eine verrückte Person" von
Robert Scheu, eine blutige Satire, eigentlich eine
Verhöhnung der modernen Gerichtspflege. Fräuleiu
Pucher und die Herren Keilholz, Wil-
helmi, Göttler
und Klitsch charakterisierten
trefflich das Ganze.




Authentische Nachrichten
des k. k. Korrespondenzbüros.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz: Rumänische Front.
Nördlich von Orsova wiesen unsere Truppen meh-
rere feindliche Angriffe ab. Westlich der Becken von
Györgyo und Csik wurde unsere Front etwas zu-
rückgenommen.

Heeresfront des Generals der Kavallerie Erz-
herzog Karl: Stärkere feindliche Angriffe nörd-
lich des Goldenen Bistritztales und bei Rafaillowa
blieben erfolglos. Sonst keine Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz: An der Front
zwischen dem Etsch- und dem Astachtale entfalteten
die Italiener eine erhöhte Tätigkeit. Im Abschnitte
Monte Spil--Monte Testo wurde ein Vorstoß von
mehreren feindlichen Bataillonen abgeschlagen. Am
Pasubio drang der Gegner an zwei Stellen in
unsere Linien ein; Gegenangriffe warfen ihn sogleich
wieder hinaus.

Das Wolffsche Bureau meldet:

Westlicher Kriegsschauplatz: Kräftig geführte
Stöße des Feindes an der Straße Pozieres--La
Sars und gegen den Abschnitt Ginchy--Combles
wurden abgewiesen. Um Gynchy und südöstlich da-
von sind heute früh neue Kämpfe im Gange. Bei
Longueval und im Wäldchen von Leuze sind in
den gestern geschilderten Nahkämpfen vorgeschobene
Gräben in der Hand des Feindes geblieben. Die
Franzosen griffen südlich der Somme vergeblich bei
Belloy und Vermandovillers an.

Östlicher Kriegsschauplatz: Front des General-
feldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Beiderseits der Stara Czerwiszcze erfuhren die
abermals und mit starken Kräften angreifenden
Russen wie am Tage vorher blutige Abweisung.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des
G. d. K. Erzherzog Karl. In den Karpathen dauern
die Kämpfe an. Alle Angriffe, die der Feind gegen
unsere Stellungen nördlich des Goldenen Bystritz-
tales und im oberen Czeremosztale richtete, blieben
erfolglos.

Italienischer Kriegsschauplatz: An der Front
zwischen dem Etsch- und dem Astachtale wieder-
holten die Italiener ihre Angriffe gegen den Ab-
schnitt Monte Spil--Monte Majo. Sie wurden
überall unter empfindlichen Verlusten abgewiesen.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Beiderseits der
Somme sind feindliche Angriffsabsichten im allge-
meinen durch Sperrfeuer vereitelt worden. Im
Foureaux- und Leuzewalde versuchten die Englän-
der vergeblich im Handgranatenkampf Boden zu
gewinnen. Das Dorf Ginchy fiel gestern in die Hand
des Feindes.

Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresfront des
Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern:
Nördlich der Stara Czerewiszcze brach ein mit
starken Massen geführter russischer Angriff unter
schweren Verlusten zusammen.

Balkan-Kriegsschauplatz: Die unter dem Ober-
befehl des Generalfeldmarschalls v. Mackensen
stehenden deutschen und bulgarischen Kräfte setzen
ihren Vormarsch in der Dobrutscha fort. An der
mazedonischen Front Artilleriekämpfe im Vardar-
gebiet und für die bulgarischen Truppen erfolgreiche
Gefechte an der Struma.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresfront des
G. d. K. Erzherzog Karl. Der von den Russen
gegen unsere Karpathen-Front zwischen dem Smo-
trec (südwestlich Zabie) und der Goldenen Bistritz
geführte einheitliche Massenangriff scheiterte an dem
tapseren Widerstand der Verteidiger unter für den
Feind überaus schweren Verlusten.

Italienischer Kriegsschauplatz: An der Isonzo-
Front hält das feindliche Artillerie-Feuer an.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Von neuem ist die
Schlacht nördlich der Somme entbrannt. Unsere
[Spaltenumbruch] Truppen stehen zwischen Combles und der Somme
in schwerem Ringen. Die Franzosen sind in Bouch-
avesnes eingedrungen. Die Artilleriekämpfe nehmen
auf beiden Seiten des Flusses mit großer Heftigkeit
ihren Fortgang. Rechts der Maas sind französische
Angriffe im Thiaumontabschnitt und an der Sou-
ville-Schlucht blutig gescheitert.

Balkan-Kriegsschauplatz: Die Bewegungen in
der Dobrudscha vollziehen sich planmäßig.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz: Rumänische Front.
Mehrere feindliche Angriffe westlich und östlich von
Nagyßeben wurden abgewiesen.

Heeresfront des Generals der Kavallerie Erz-
herzog Karl. Nach ausgiebiger Artillerievorbereitung,
die sich zum Trommelfeuer steigerte, stürmte der
Feind gegen unsere Stellungen auf dem Smotrec,
der Ludowa und dem Capul und wurde blutigst
abgewiesen. Im Cibotal ist der Kampf noch im
Gange.

Italienischer Kriegsschauplatz. Das feindliche
Geschützfeuer gegen die Karsthochfläche gewann zu-
sehends an Stärke. In Tirol setzten unsere Trup-
pen die Säuberung des Foramegebietes fort.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Wiederholte starke
feindliche Angriffe zwischen Ginchy und der Somme
und an mehreren Stellen südlich des Flusses sind
blutig zurückgeschlagen. Bei Gegenstößen ist teilweise
Gelände gewonnen; es wurden Gefangene und
Beute eingebracht. Rechts der Maas entspannen sich
unter zeitweise sehr lebhafter Feuertätigkeit im Ab-
schnitte Thiaumont -- Chapitrewald Infanteriegefechte
westlich der Souvilleschlucht.

Balkankriegsschauplatz: In der Dobrudscha
sind die deutschen, bulgarischen und türkischen
Truppen unter erfolgreichen Kämpfen im weiteren
Vordringen. Erhöhte Gefechtstätigkeit beiderseits
des Ostrovosees, an der Moglenafront und östlich
des Vardar. Nördlich der Ceganska Planina sowie
am Kukuruz und Kovil wurden wiederholte stärkere
feindliche Angriffe abgeschlagen. Kavalla ist von
bulgarischen Truppen besetzt.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz: Rumänische Front.
Bei Fogaras überschritt ein rumänisches Regiment
die Aluta (Alt). Es wurde zurückgeworfen.

Heerresfront des Generals der Kavallerie
Erzherzog Karl. Am oberen Czarny Czeremoscz
stellenweise heftiger Infanteriekampf.

Italienischer Kriegsschauplatz: Die Schlacht an
der Karsthochfläche zwischen Wippach und dem
Meere dauert ununterbrochen mit der gleichen
Heftigkeit fort. Am Nordflügel dieses Abschnittes
erzielte der Feind geringen Geländegewinn. Im
übrigen blieb die Kampffront dank der zähen Aus-
dauer unserer Truppen unverändert, 500 Italiener
wurden gefangengenommen, 3 Maschinengewehre er-
beutet. Ein östlich von Görz gegen unsere Stellun-
gen südlich des Rosentales angesetzter Angriff konnte
in unserem Feuer nicht Raum gewinnen. An der
Tiroler Front greift der Gegner den Fassaner
Kamm an. Vor dem Abschnitt Cima di Cece--
Coltorondo gebot unsere Artilleriewirkung der
feindlichen Vorrückung Halt. Am Cauriol gelang
es Alpiniabteilungen, sich eines Stützpunktes in der
Scharte westlich des Gipfels zu bemächtigen.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Die Schlacht an
der Somme war gestern besonders heftig. Ein
starker Stoß von etwa 20 englisch-französischen
Divisionen richtete sich nach höchster Feuersteigerung
gegen die Front zwischen der Ancre und der Som-
me. Nach heißem Ringen wurden wir durch die
Dörfer Courcellette, Martinpuirs und Flers zurück-
gedrückt. Combles wurde gegen starke englische An-
griffe gehalten. Weiter südlich bis zur Somme
wurden alle Angriffe, zum Teil erst im Nahkampf
blutig zurückgeschlagen. Südlich der Somme von
Barleux bis Denicourt ist der französische Angriff
gleichfalls abgeschlagen. Um einige Sappenköpfe
wird noch gekämpft. Sechs feindliche Flieger sind
abgeschossen.

Balkan-Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des
Generalfeldmarschalls von Mackensen. Ein entschei-
dender Sieg krönte die geschickt und energisch ge-
führten Operationen in der Dobrudscha. Die deut-
schen bulgarischen und türkischen Truppen verfolgen
die geschlagenen russischen und rumänischen
Kräfte.


[Spaltenumbruch]

Mazedonische Front. Nach Verlust der Malka
Nidze haben die bulgarischen Truppen eine neu
vorbereitete Verteidigungsstellung eingenommen.
Wiederholte serbische Angriffe gegen die Moglena-
Front zwischen Pozar und Preslaphöhe sind ge-
scheitert.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz: Südöstlich von Hötzing
vollführten Honvedkompagnien und deutsche Abteilun-
gen einen erfolgreichen Angriff.

Die Heeresfront des Generals der Kavallerie
Erzherzog Karl wurde an der Dreiländerecke süd-
westlich von Dorna-Watra, zwischen dem Capul und
der Czernahora, nordwestlich des Jablonicapasses,
nördlich von Stanislau, an der Narajowka und süd-
östlich von Brzezany von meist weit überlegenen
Kräften angegriffen. Die feindlichen Anstürme endeten
-- von einem unbedeutenden örtlichen Vorteil bei
Lipnica-Dolna abgesehen -- überall für die Russen
mit einem vollen Mißerfolge.

Italienischer Kriegsschauplatz: Auf der Karst-
hochfläche setzten die Italiener ihre Angriffe Tag
nnd Nacht fort. Unsere Front blieb unerschüttert.
Im nördlichsten Abschnitte erlahmte die Kraft des
Gegners nach vielen fruchtlosen Vorstößen. Am
heftigsten war die Schlacht zwischen Lokvica und der
Karstkuppe südöstlich des Doberdosees. Die Verluste
der Italiener sind äußerst hoch. Im Flitscher Abschnitt
griff der Feind nach starker Feuervorbereitung den
Vrsic, Ravelnik und Rombon vergeblich an.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Die Donauschlacht
an der Somme nimmt ihren Fortgang. Nördlich
des Flusses sind alle Angriffe blutig abgeschlagen.
Nördlich von Ovillers errangen wir im Angriffe
Vorteile.

Oestlicher Kriegsschauplatz: Front des General-
feldmarschalls Prinzen Leopold v. Bayern. Westlich
von Luck griff der Feind aus der etwa 20 Kilometer
breiten Linie Zaturcy-Pustomyty unsere Truppen
mit starken Kräften, darunter den beiden Gardekorps,
in vielen Wellen an. Restlos und unter den größten
Verlusten ist der Stoß gescheitert. Zwischen den
Sereth und der Strypa nördlich von Zborow brachen
ebenfalls die stärksten Angriffe auf die deutschen
Linien vollkommen zusammen.

Balkan-Kriegsschauplatz. In der Dobrudscha
wird die Verfolgung des Feindes fortgesetzt.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz. Rumänische Front.
Südöstlich von Hatßeg neue erfolgreiche Kämpfe.
Es wurden 7 Geschütze und mehrere Maschinen-
gewehre erbeutet. Nordöstlich von Fogaras ist der
Feind ohne Kampf in Köhalom einmarschiert.

Heeresfront des G. d. K. Erzherzog Karl.
In den Karpathen griff der Feind südwestlich von
Dorna-Watra und Hryniawa an zahlreichen Stellen
an. Die verbündeten Truppen schlugen ihn überall
zurück. Beiderseits der Lipnika-Dolna führte ein
Gegenangriff der dort kämpfenden deutschen Trup-
pen fast zur völligen Wiedergewinnung der vor-
gestern vom Feinde genommenen Stellungen. Nor-
östlich des eben genannten Ortes wehrten otto-
manische Regimenter im Verein mit ihren Ver-
bündeten starke russische Vorstöße in erbittertem
Ringen siegreich ab. Die Armee des Generals
Grafen Bothmer brachte 16 Offiziere, mehr als
4000 Maun, 16 Maschinengewehre ein.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen
Leopold von Bayern. Bei der Armee des General-
obersten v. Böhm-Ermolli erneuerte der Gegner
gestern nachmittags zwischen Zborow und Perepel-
niki seine Angriffe. Die feindlichen Massen mußten
überall der zähen Ausdauer der Verteidiger
weichen.

Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern er-
neuerte die italienische dritte Armee die Angriffe
gegen unsere ganze Front auf der Karsthochfläche.
Auch an diesem Schlachttage behaupteten die zähen
Verteidiger ihre Stellungen. An der Fleimstalfront
wiederholten sich die vergeblichen Vorstöße schwächerer
italienischer Abteilungen gegen unsere Stellungen
auf dem Fassaner Kamm.




[irrelevantes Material - 7 Zeilen fehlen]

Mittwoch Badener Zeitung. 20. September 1916. Nr. 76

[Spaltenumbruch]

Den Schluß hildete die hier ſchon bekannte
Groteske „Eine verrückte Perſon“ von
Robert Scheu, eine blutige Satire, eigentlich eine
Verhöhnung der modernen Gerichtspflege. Fräuleiu
Pucher und die Herren Keilholz, Wil-
helmi, Göttler
und Klitſch charakteriſierten
trefflich das Ganze.




Authentiſche Nachrichten
des k. k. Korreſpondenzbüros.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Rumäniſche Front.
Nördlich von Orſova wieſen unſere Truppen meh-
rere feindliche Angriffe ab. Weſtlich der Becken von
Györgyo und Cſik wurde unſere Front etwas zu-
rückgenommen.

Heeresfront des Generals der Kavallerie Erz-
herzog Karl: Stärkere feindliche Angriffe nörd-
lich des Goldenen Biſtritztales und bei Rafaillowa
blieben erfolglos. Sonſt keine Ereigniſſe.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der Front
zwiſchen dem Etſch- und dem Aſtachtale entfalteten
die Italiener eine erhöhte Tätigkeit. Im Abſchnitte
Monte Spil—Monte Teſto wurde ein Vorſtoß von
mehreren feindlichen Bataillonen abgeſchlagen. Am
Paſubio drang der Gegner an zwei Stellen in
unſere Linien ein; Gegenangriffe warfen ihn ſogleich
wieder hinaus.

Das Wolffſche Bureau meldet:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Kräftig geführte
Stöße des Feindes an der Straße Pozieres—La
Sars und gegen den Abſchnitt Ginchy—Combles
wurden abgewieſen. Um Gynchy und ſüdöſtlich da-
von ſind heute früh neue Kämpfe im Gange. Bei
Longueval und im Wäldchen von Leuze ſind in
den geſtern geſchilderten Nahkämpfen vorgeſchobene
Gräben in der Hand des Feindes geblieben. Die
Franzoſen griffen ſüdlich der Somme vergeblich bei
Belloy und Vermandovillers an.

Öſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General-
feldmarſchalls Prinzen Leopold von Bayern.
Beiderſeits der Stara Czerwiszcze erfuhren die
abermals und mit ſtarken Kräften angreifenden
Ruſſen wie am Tage vorher blutige Abweiſung.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des
G. d. K. Erzherzog Karl. In den Karpathen dauern
die Kämpfe an. Alle Angriffe, die der Feind gegen
unſere Stellungen nördlich des Goldenen Byſtritz-
tales und im oberen Czeremosztale richtete, blieben
erfolglos.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der Front
zwiſchen dem Etſch- und dem Aſtachtale wieder-
holten die Italiener ihre Angriffe gegen den Ab-
ſchnitt Monte Spil—Monte Majo. Sie wurden
überall unter empfindlichen Verluſten abgewieſen.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Beiderſeits der
Somme ſind feindliche Angriffsabſichten im allge-
meinen durch Sperrfeuer vereitelt worden. Im
Foureaux- und Leuzewalde verſuchten die Englän-
der vergeblich im Handgranatenkampf Boden zu
gewinnen. Das Dorf Ginchy fiel geſtern in die Hand
des Feindes.

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des
Generalfeldmarſchalls Prinzen Leopold von Bayern:
Nördlich der Stara Czerewiszcze brach ein mit
ſtarken Maſſen geführter ruſſiſcher Angriff unter
ſchweren Verluſten zuſammen.

Balkan-Kriegsſchauplatz: Die unter dem Ober-
befehl des Generalfeldmarſchalls v. Mackenſen
ſtehenden deutſchen und bulgariſchen Kräfte ſetzen
ihren Vormarſch in der Dobrutſcha fort. An der
mazedoniſchen Front Artilleriekämpfe im Vardar-
gebiet und für die bulgariſchen Truppen erfolgreiche
Gefechte an der Struma.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des
G. d. K. Erzherzog Karl. Der von den Ruſſen
gegen unſere Karpathen-Front zwiſchen dem Smo-
trec (ſüdweſtlich Zabie) und der Goldenen Biſtritz
geführte einheitliche Maſſenangriff ſcheiterte an dem
tapſeren Widerſtand der Verteidiger unter für den
Feind überaus ſchweren Verluſten.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der Iſonzo-
Front hält das feindliche Artillerie-Feuer an.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Von neuem iſt die
Schlacht nördlich der Somme entbrannt. Unſere
[Spaltenumbruch] Truppen ſtehen zwiſchen Combles und der Somme
in ſchwerem Ringen. Die Franzoſen ſind in Bouch-
avesnes eingedrungen. Die Artilleriekämpfe nehmen
auf beiden Seiten des Fluſſes mit großer Heftigkeit
ihren Fortgang. Rechts der Maas ſind franzöſiſche
Angriffe im Thiaumontabſchnitt und an der Sou-
ville-Schlucht blutig geſcheitert.

Balkan-Kriegsſchauplatz: Die Bewegungen in
der Dobrudſcha vollziehen ſich planmäßig.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Rumäniſche Front.
Mehrere feindliche Angriffe weſtlich und öſtlich von
Nagyſzeben wurden abgewieſen.

Heeresfront des Generals der Kavallerie Erz-
herzog Karl. Nach ausgiebiger Artillerievorbereitung,
die ſich zum Trommelfeuer ſteigerte, ſtürmte der
Feind gegen unſere Stellungen auf dem Smotrec,
der Ludowa und dem Capul und wurde blutigſt
abgewieſen. Im Cibotal iſt der Kampf noch im
Gange.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz. Das feindliche
Geſchützfeuer gegen die Karſthochfläche gewann zu-
ſehends an Stärke. In Tirol ſetzten unſere Trup-
pen die Säuberung des Foramegebietes fort.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Wiederholte ſtarke
feindliche Angriffe zwiſchen Ginchy und der Somme
und an mehreren Stellen ſüdlich des Fluſſes ſind
blutig zurückgeſchlagen. Bei Gegenſtößen iſt teilweiſe
Gelände gewonnen; es wurden Gefangene und
Beute eingebracht. Rechts der Maas entſpannen ſich
unter zeitweiſe ſehr lebhafter Feuertätigkeit im Ab-
ſchnitte Thiaumont — Chapitrewald Infanteriegefechte
weſtlich der Souvilleſchlucht.

Balkankriegsſchauplatz: In der Dobrudſcha
ſind die deutſchen, bulgariſchen und türkiſchen
Truppen unter erfolgreichen Kämpfen im weiteren
Vordringen. Erhöhte Gefechtstätigkeit beiderſeits
des Oſtrovoſees, an der Moglenafront und öſtlich
des Vardar. Nördlich der Ceganska Planina ſowie
am Kukuruz und Kovil wurden wiederholte ſtärkere
feindliche Angriffe abgeſchlagen. Kavalla iſt von
bulgariſchen Truppen beſetzt.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Rumäniſche Front.
Bei Fogaras überſchritt ein rumäniſches Regiment
die Aluta (Alt). Es wurde zurückgeworfen.

Heerresfront des Generals der Kavallerie
Erzherzog Karl. Am oberen Czarny Czeremoscz
ſtellenweiſe heftiger Infanteriekampf.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Die Schlacht an
der Karſthochfläche zwiſchen Wippach und dem
Meere dauert ununterbrochen mit der gleichen
Heftigkeit fort. Am Nordflügel dieſes Abſchnittes
erzielte der Feind geringen Geländegewinn. Im
übrigen blieb die Kampffront dank der zähen Aus-
dauer unſerer Truppen unverändert, 500 Italiener
wurden gefangengenommen, 3 Maſchinengewehre er-
beutet. Ein öſtlich von Görz gegen unſere Stellun-
gen ſüdlich des Roſentales angeſetzter Angriff konnte
in unſerem Feuer nicht Raum gewinnen. An der
Tiroler Front greift der Gegner den Faſſaner
Kamm an. Vor dem Abſchnitt Cima di Cece—
Coltorondo gebot unſere Artilleriewirkung der
feindlichen Vorrückung Halt. Am Cauriol gelang
es Alpiniabteilungen, ſich eines Stützpunktes in der
Scharte weſtlich des Gipfels zu bemächtigen.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Die Schlacht an
der Somme war geſtern beſonders heftig. Ein
ſtarker Stoß von etwa 20 engliſch-franzöſiſchen
Diviſionen richtete ſich nach höchſter Feuerſteigerung
gegen die Front zwiſchen der Ancre und der Som-
me. Nach heißem Ringen wurden wir durch die
Dörfer Courcellette, Martinpuirs und Flers zurück-
gedrückt. Combles wurde gegen ſtarke engliſche An-
griffe gehalten. Weiter ſüdlich bis zur Somme
wurden alle Angriffe, zum Teil erſt im Nahkampf
blutig zurückgeſchlagen. Südlich der Somme von
Barleux bis Denicourt iſt der franzöſiſche Angriff
gleichfalls abgeſchlagen. Um einige Sappenköpfe
wird noch gekämpft. Sechs feindliche Flieger ſind
abgeſchoſſen.

Balkan-Kriegsſchauplatz: Heeresgruppe des
Generalfeldmarſchalls von Mackenſen. Ein entſchei-
dender Sieg krönte die geſchickt und energiſch ge-
führten Operationen in der Dobrudſcha. Die deut-
ſchen bulgariſchen und türkiſchen Truppen verfolgen
die geſchlagenen ruſſiſchen und rumäniſchen
Kräfte.


[Spaltenumbruch]

Mazedoniſche Front. Nach Verluſt der Malka
Nidze haben die bulgariſchen Truppen eine neu
vorbereitete Verteidigungsſtellung eingenommen.
Wiederholte ſerbiſche Angriffe gegen die Moglena-
Front zwiſchen Pozar und Preslaphöhe ſind ge-
ſcheitert.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Südöſtlich von Hötzing
vollführten Honvedkompagnien und deutſche Abteilun-
gen einen erfolgreichen Angriff.

Die Heeresfront des Generals der Kavallerie
Erzherzog Karl wurde an der Dreiländerecke ſüd-
weſtlich von Dorna-Watra, zwiſchen dem Capul und
der Czernahora, nordweſtlich des Jablonicapaſſes,
nördlich von Stanislau, an der Narajowka und ſüd-
öſtlich von Brzezany von meiſt weit überlegenen
Kräften angegriffen. Die feindlichen Anſtürme endeten
— von einem unbedeutenden örtlichen Vorteil bei
Lipnica-Dolna abgeſehen — überall für die Ruſſen
mit einem vollen Mißerfolge.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Auf der Karſt-
hochfläche ſetzten die Italiener ihre Angriffe Tag
nnd Nacht fort. Unſere Front blieb unerſchüttert.
Im nördlichſten Abſchnitte erlahmte die Kraft des
Gegners nach vielen fruchtloſen Vorſtößen. Am
heftigſten war die Schlacht zwiſchen Lokvica und der
Karſtkuppe ſüdöſtlich des Doberdoſees. Die Verluſte
der Italiener ſind äußerſt hoch. Im Flitſcher Abſchnitt
griff der Feind nach ſtarker Feuervorbereitung den
Vrſic, Ravelnik und Rombon vergeblich an.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Die Donauſchlacht
an der Somme nimmt ihren Fortgang. Nördlich
des Fluſſes ſind alle Angriffe blutig abgeſchlagen.
Nördlich von Ovillers errangen wir im Angriffe
Vorteile.

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General-
feldmarſchalls Prinzen Leopold v. Bayern. Weſtlich
von Luck griff der Feind aus der etwa 20 Kilometer
breiten Linie Zaturcy-Puſtomyty unſere Truppen
mit ſtarken Kräften, darunter den beiden Gardekorps,
in vielen Wellen an. Reſtlos und unter den größten
Verluſten iſt der Stoß geſcheitert. Zwiſchen den
Sereth und der Strypa nördlich von Zborow brachen
ebenfalls die ſtärkſten Angriffe auf die deutſchen
Linien vollkommen zuſammen.

Balkan-Kriegsſchauplatz. In der Dobrudſcha
wird die Verfolgung des Feindes fortgeſetzt.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Rumäniſche Front.
Südöſtlich von Hatſzeg neue erfolgreiche Kämpfe.
Es wurden 7 Geſchütze und mehrere Maſchinen-
gewehre erbeutet. Nordöſtlich von Fogaras iſt der
Feind ohne Kampf in Köhalom einmarſchiert.

Heeresfront des G. d. K. Erzherzog Karl.
In den Karpathen griff der Feind ſüdweſtlich von
Dorna-Watra und Hryniawa an zahlreichen Stellen
an. Die verbündeten Truppen ſchlugen ihn überall
zurück. Beiderſeits der Lipnika-Dolna führte ein
Gegenangriff der dort kämpfenden deutſchen Trup-
pen faſt zur völligen Wiedergewinnung der vor-
geſtern vom Feinde genommenen Stellungen. Nor-
öſtlich des eben genannten Ortes wehrten otto-
maniſche Regimenter im Verein mit ihren Ver-
bündeten ſtarke ruſſiſche Vorſtöße in erbittertem
Ringen ſiegreich ab. Die Armee des Generals
Grafen Bothmer brachte 16 Offiziere, mehr als
4000 Maun, 16 Maſchinengewehre ein.

Heeresfront des Generalfeldmarſchalls Prinzen
Leopold von Bayern. Bei der Armee des General-
oberſten v. Böhm-Ermolli erneuerte der Gegner
geſtern nachmittags zwiſchen Zborow und Perepel-
niki ſeine Angriffe. Die feindlichen Maſſen mußten
überall der zähen Ausdauer der Verteidiger
weichen.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz. Geſtern er-
neuerte die italieniſche dritte Armee die Angriffe
gegen unſere ganze Front auf der Karſthochfläche.
Auch an dieſem Schlachttage behaupteten die zähen
Verteidiger ihre Stellungen. An der Fleimstalfront
wiederholten ſich die vergeblichen Vorſtöße ſchwächerer
italieniſcher Abteilungen gegen unſere Stellungen
auf dem Faſſaner Kamm.




[irrelevantes Material – 7 Zeilen fehlen]

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</TEI>
[4/0004] Mittwoch Badener Zeitung. 20. September 1916. Nr. 76 Den Schluß hildete die hier ſchon bekannte Groteske „Eine verrückte Perſon“ von Robert Scheu, eine blutige Satire, eigentlich eine Verhöhnung der modernen Gerichtspflege. Fräuleiu Pucher und die Herren Keilholz, Wil- helmi, Göttler und Klitſch charakteriſierten trefflich das Ganze. Guſtav Calliano. Authentiſche Nachrichten des k. k. Korreſpondenzbüros. Wien, 11. Sept. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Rumäniſche Front. Nördlich von Orſova wieſen unſere Truppen meh- rere feindliche Angriffe ab. Weſtlich der Becken von Györgyo und Cſik wurde unſere Front etwas zu- rückgenommen. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erz- herzog Karl: Stärkere feindliche Angriffe nörd- lich des Goldenen Biſtritztales und bei Rafaillowa blieben erfolglos. Sonſt keine Ereigniſſe. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der Front zwiſchen dem Etſch- und dem Aſtachtale entfalteten die Italiener eine erhöhte Tätigkeit. Im Abſchnitte Monte Spil—Monte Teſto wurde ein Vorſtoß von mehreren feindlichen Bataillonen abgeſchlagen. Am Paſubio drang der Gegner an zwei Stellen in unſere Linien ein; Gegenangriffe warfen ihn ſogleich wieder hinaus. Berlin, 11. Sept. Das Wolffſche Bureau meldet: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Kräftig geführte Stöße des Feindes an der Straße Pozieres—La Sars und gegen den Abſchnitt Ginchy—Combles wurden abgewieſen. Um Gynchy und ſüdöſtlich da- von ſind heute früh neue Kämpfe im Gange. Bei Longueval und im Wäldchen von Leuze ſind in den geſtern geſchilderten Nahkämpfen vorgeſchobene Gräben in der Hand des Feindes geblieben. Die Franzoſen griffen ſüdlich der Somme vergeblich bei Belloy und Vermandovillers an. Öſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General- feldmarſchalls Prinzen Leopold von Bayern. Beiderſeits der Stara Czerwiszcze erfuhren die abermals und mit ſtarken Kräften angreifenden Ruſſen wie am Tage vorher blutige Abweiſung. Wien, 12. Septbr. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des G. d. K. Erzherzog Karl. In den Karpathen dauern die Kämpfe an. Alle Angriffe, die der Feind gegen unſere Stellungen nördlich des Goldenen Byſtritz- tales und im oberen Czeremosztale richtete, blieben erfolglos. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der Front zwiſchen dem Etſch- und dem Aſtachtale wieder- holten die Italiener ihre Angriffe gegen den Ab- ſchnitt Monte Spil—Monte Majo. Sie wurden überall unter empfindlichen Verluſten abgewieſen. Berlin, 12. Sept. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Beiderſeits der Somme ſind feindliche Angriffsabſichten im allge- meinen durch Sperrfeuer vereitelt worden. Im Foureaux- und Leuzewalde verſuchten die Englän- der vergeblich im Handgranatenkampf Boden zu gewinnen. Das Dorf Ginchy fiel geſtern in die Hand des Feindes. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des Generalfeldmarſchalls Prinzen Leopold von Bayern: Nördlich der Stara Czerewiszcze brach ein mit ſtarken Maſſen geführter ruſſiſcher Angriff unter ſchweren Verluſten zuſammen. Balkan-Kriegsſchauplatz: Die unter dem Ober- befehl des Generalfeldmarſchalls v. Mackenſen ſtehenden deutſchen und bulgariſchen Kräfte ſetzen ihren Vormarſch in der Dobrutſcha fort. An der mazedoniſchen Front Artilleriekämpfe im Vardar- gebiet und für die bulgariſchen Truppen erfolgreiche Gefechte an der Struma. Wien, 13. Sept. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des G. d. K. Erzherzog Karl. Der von den Ruſſen gegen unſere Karpathen-Front zwiſchen dem Smo- trec (ſüdweſtlich Zabie) und der Goldenen Biſtritz geführte einheitliche Maſſenangriff ſcheiterte an dem tapſeren Widerſtand der Verteidiger unter für den Feind überaus ſchweren Verluſten. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der Iſonzo- Front hält das feindliche Artillerie-Feuer an. Berlin, 13. Sept. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Von neuem iſt die Schlacht nördlich der Somme entbrannt. Unſere Truppen ſtehen zwiſchen Combles und der Somme in ſchwerem Ringen. Die Franzoſen ſind in Bouch- avesnes eingedrungen. Die Artilleriekämpfe nehmen auf beiden Seiten des Fluſſes mit großer Heftigkeit ihren Fortgang. Rechts der Maas ſind franzöſiſche Angriffe im Thiaumontabſchnitt und an der Sou- ville-Schlucht blutig geſcheitert. Balkan-Kriegsſchauplatz: Die Bewegungen in der Dobrudſcha vollziehen ſich planmäßig. Wien, 14. Sept. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Rumäniſche Front. Mehrere feindliche Angriffe weſtlich und öſtlich von Nagyſzeben wurden abgewieſen. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erz- herzog Karl. Nach ausgiebiger Artillerievorbereitung, die ſich zum Trommelfeuer ſteigerte, ſtürmte der Feind gegen unſere Stellungen auf dem Smotrec, der Ludowa und dem Capul und wurde blutigſt abgewieſen. Im Cibotal iſt der Kampf noch im Gange. Italieniſcher Kriegsſchauplatz. Das feindliche Geſchützfeuer gegen die Karſthochfläche gewann zu- ſehends an Stärke. In Tirol ſetzten unſere Trup- pen die Säuberung des Foramegebietes fort. Berlin, 14. Sept. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Wiederholte ſtarke feindliche Angriffe zwiſchen Ginchy und der Somme und an mehreren Stellen ſüdlich des Fluſſes ſind blutig zurückgeſchlagen. Bei Gegenſtößen iſt teilweiſe Gelände gewonnen; es wurden Gefangene und Beute eingebracht. Rechts der Maas entſpannen ſich unter zeitweiſe ſehr lebhafter Feuertätigkeit im Ab- ſchnitte Thiaumont — Chapitrewald Infanteriegefechte weſtlich der Souvilleſchlucht. Balkankriegsſchauplatz: In der Dobrudſcha ſind die deutſchen, bulgariſchen und türkiſchen Truppen unter erfolgreichen Kämpfen im weiteren Vordringen. Erhöhte Gefechtstätigkeit beiderſeits des Oſtrovoſees, an der Moglenafront und öſtlich des Vardar. Nördlich der Ceganska Planina ſowie am Kukuruz und Kovil wurden wiederholte ſtärkere feindliche Angriffe abgeſchlagen. Kavalla iſt von bulgariſchen Truppen beſetzt. Wien, 16. Sept. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Rumäniſche Front. Bei Fogaras überſchritt ein rumäniſches Regiment die Aluta (Alt). Es wurde zurückgeworfen. Heerresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Am oberen Czarny Czeremoscz ſtellenweiſe heftiger Infanteriekampf. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Die Schlacht an der Karſthochfläche zwiſchen Wippach und dem Meere dauert ununterbrochen mit der gleichen Heftigkeit fort. Am Nordflügel dieſes Abſchnittes erzielte der Feind geringen Geländegewinn. Im übrigen blieb die Kampffront dank der zähen Aus- dauer unſerer Truppen unverändert, 500 Italiener wurden gefangengenommen, 3 Maſchinengewehre er- beutet. Ein öſtlich von Görz gegen unſere Stellun- gen ſüdlich des Roſentales angeſetzter Angriff konnte in unſerem Feuer nicht Raum gewinnen. An der Tiroler Front greift der Gegner den Faſſaner Kamm an. Vor dem Abſchnitt Cima di Cece— Coltorondo gebot unſere Artilleriewirkung der feindlichen Vorrückung Halt. Am Cauriol gelang es Alpiniabteilungen, ſich eines Stützpunktes in der Scharte weſtlich des Gipfels zu bemächtigen. Berlin, 16. Sept. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Die Schlacht an der Somme war geſtern beſonders heftig. Ein ſtarker Stoß von etwa 20 engliſch-franzöſiſchen Diviſionen richtete ſich nach höchſter Feuerſteigerung gegen die Front zwiſchen der Ancre und der Som- me. Nach heißem Ringen wurden wir durch die Dörfer Courcellette, Martinpuirs und Flers zurück- gedrückt. Combles wurde gegen ſtarke engliſche An- griffe gehalten. Weiter ſüdlich bis zur Somme wurden alle Angriffe, zum Teil erſt im Nahkampf blutig zurückgeſchlagen. Südlich der Somme von Barleux bis Denicourt iſt der franzöſiſche Angriff gleichfalls abgeſchlagen. Um einige Sappenköpfe wird noch gekämpft. Sechs feindliche Flieger ſind abgeſchoſſen. Balkan-Kriegsſchauplatz: Heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls von Mackenſen. Ein entſchei- dender Sieg krönte die geſchickt und energiſch ge- führten Operationen in der Dobrudſcha. Die deut- ſchen bulgariſchen und türkiſchen Truppen verfolgen die geſchlagenen ruſſiſchen und rumäniſchen Kräfte. Mazedoniſche Front. Nach Verluſt der Malka Nidze haben die bulgariſchen Truppen eine neu vorbereitete Verteidigungsſtellung eingenommen. Wiederholte ſerbiſche Angriffe gegen die Moglena- Front zwiſchen Pozar und Preslaphöhe ſind ge- ſcheitert. Wien, 17. September. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Südöſtlich von Hötzing vollführten Honvedkompagnien und deutſche Abteilun- gen einen erfolgreichen Angriff. Die Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl wurde an der Dreiländerecke ſüd- weſtlich von Dorna-Watra, zwiſchen dem Capul und der Czernahora, nordweſtlich des Jablonicapaſſes, nördlich von Stanislau, an der Narajowka und ſüd- öſtlich von Brzezany von meiſt weit überlegenen Kräften angegriffen. Die feindlichen Anſtürme endeten — von einem unbedeutenden örtlichen Vorteil bei Lipnica-Dolna abgeſehen — überall für die Ruſſen mit einem vollen Mißerfolge. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Auf der Karſt- hochfläche ſetzten die Italiener ihre Angriffe Tag nnd Nacht fort. Unſere Front blieb unerſchüttert. Im nördlichſten Abſchnitte erlahmte die Kraft des Gegners nach vielen fruchtloſen Vorſtößen. Am heftigſten war die Schlacht zwiſchen Lokvica und der Karſtkuppe ſüdöſtlich des Doberdoſees. Die Verluſte der Italiener ſind äußerſt hoch. Im Flitſcher Abſchnitt griff der Feind nach ſtarker Feuervorbereitung den Vrſic, Ravelnik und Rombon vergeblich an. Berlin, 17. Sept. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Die Donauſchlacht an der Somme nimmt ihren Fortgang. Nördlich des Fluſſes ſind alle Angriffe blutig abgeſchlagen. Nördlich von Ovillers errangen wir im Angriffe Vorteile. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General- feldmarſchalls Prinzen Leopold v. Bayern. Weſtlich von Luck griff der Feind aus der etwa 20 Kilometer breiten Linie Zaturcy-Puſtomyty unſere Truppen mit ſtarken Kräften, darunter den beiden Gardekorps, in vielen Wellen an. Reſtlos und unter den größten Verluſten iſt der Stoß geſcheitert. Zwiſchen den Sereth und der Strypa nördlich von Zborow brachen ebenfalls die ſtärkſten Angriffe auf die deutſchen Linien vollkommen zuſammen. Balkan-Kriegsſchauplatz. In der Dobrudſcha wird die Verfolgung des Feindes fortgeſetzt. Wien, 18. Sept. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Rumäniſche Front. Südöſtlich von Hatſzeg neue erfolgreiche Kämpfe. Es wurden 7 Geſchütze und mehrere Maſchinen- gewehre erbeutet. Nordöſtlich von Fogaras iſt der Feind ohne Kampf in Köhalom einmarſchiert. Heeresfront des G. d. K. Erzherzog Karl. In den Karpathen griff der Feind ſüdweſtlich von Dorna-Watra und Hryniawa an zahlreichen Stellen an. Die verbündeten Truppen ſchlugen ihn überall zurück. Beiderſeits der Lipnika-Dolna führte ein Gegenangriff der dort kämpfenden deutſchen Trup- pen faſt zur völligen Wiedergewinnung der vor- geſtern vom Feinde genommenen Stellungen. Nor- öſtlich des eben genannten Ortes wehrten otto- maniſche Regimenter im Verein mit ihren Ver- bündeten ſtarke ruſſiſche Vorſtöße in erbittertem Ringen ſiegreich ab. Die Armee des Generals Grafen Bothmer brachte 16 Offiziere, mehr als 4000 Maun, 16 Maſchinengewehre ein. Heeresfront des Generalfeldmarſchalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei der Armee des General- oberſten v. Böhm-Ermolli erneuerte der Gegner geſtern nachmittags zwiſchen Zborow und Perepel- niki ſeine Angriffe. Die feindlichen Maſſen mußten überall der zähen Ausdauer der Verteidiger weichen. Italieniſcher Kriegsſchauplatz. Geſtern er- neuerte die italieniſche dritte Armee die Angriffe gegen unſere ganze Front auf der Karſthochfläche. Auch an dieſem Schlachttage behaupteten die zähen Verteidiger ihre Stellungen. An der Fleimstalfront wiederholten ſich die vergeblichen Vorſtöße ſchwächerer italieniſcher Abteilungen gegen unſere Stellungen auf dem Faſſaner Kamm. _______

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Zitationshilfe: Badener Zeitung. Nr. 76, Baden (Niederösterreich), 20.09.1916, S. 4. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_badener076_1916/4>, abgerufen am 18.09.2021.