Herders Conversations-Lexikon. Bd. 4. Freiburg im Breisgau, 1856.Fußtritt, zündete aus Muthwillen Rom an, beschuldigte alsdann die Christen der That und ließ viele qualvoll hinrichten; dasselbe widerfuhr vielen reichen u. vornehmen Römern, weil N. ihnen mißtraute oder ihr Vermögen wollte; daneben war er Kunstfreund, Poet, Sänger, Schauspieler u. Wagenlenker. Endlich wurden die Heere des Ungethüms überdrüssig, und als das span.-gallische heranzog, ließ sich N. von einem Freigelassenen d. 11. Juni 68 n. Chr. todtstechen. Nerterologie, griech.-dtsch., die Lehre von den unterirdischen Körpern; Nerteromorphie, unterirdische Gestaltung. Nerthus, oft Hertha genannt, die von den norddeutschen Völkerschaften verehrte Erdgöttin. Nertschinsk, russ. Stadt im östl. Sibirien, im Gouvernement Irkutzk, mit 6000 E., Pelzhandel nach China. Das n. ische Gebirge, die Fortsetzung des Inschan-Gebirges, hat Gruben auf Gold, Platin, Silber u. Blei, die größtentheils von Verbannten bearbeitet werden. Die Bergwerksdirection befindet sich in dem 1820 gegründeten Hüttenorte Nertschinskol-Sawod, mit 2000 E. Nerva, Marcus Coccejus, 96 nach Chr. nach Domitians Ermordung zum Kaiser ausgerufen, regierte milde bis 98 u. erwies Rom durch die Adoption des Trajan die größte Wohlthat. Nerven, Nervensystem. Die N. sind die Werkzeuge der Vermittlung zwischen den centralen Organen, Gehirn, Rückenmark und Ganglien, u. den peripherischen Theilen des thierischen Körpers. Mit Ausschluß der mikroskopischen Thierchen einfachster Construction (Monaden, Vibrionen etc.) ist das Vorhandensein eines N.systems durch das ganze Thierreich nachzuweisen. Die N. der Wirbelthiere erscheinen als solide, weiße, markige Stränge, die von einer fibrösen Hülle, N. scheide, Neurilem, umgeben sind. Dieselben bestehen aus einer kleineren oder größeren Anzahl mechanisch nicht mehr theilbarer Fasern, Primitivfasern, die selbst wieder einzeln von einer zelligen Scheide umgeben und dadurch unter sich zu einem gemeinschaftlichen Bündel verbunden sind. Diese N. stränge, welche als zusammengehöriges Ganzes die Centralorgane des N.systems verlassen, verzweigen sich auf ihrem Wege durch die Organe mannigfaltig, doch überschreitet die Theilung bis zu den mikroskopischen Gebilden der Organe selbst die Gränze der Primitivfasern nicht. Die Theilung dieser selbst geht erst innerhalb der elementaren Gewebe selbst vor sich. Soweit dieses Verhältniß bis jetzt (1855) von den Naturforschern (an ihrer Spitze Rudolf Wagner) aufgeklärt ist, so würden sich die Primitivfasern, deren Durchmesser, bei den animalischen N. etwa 0,004''', bei den sympathischen N. fasern etwa 0,0012'''- 0,0016''' beträgt, mit einemmal in mehre kurze Aestchen auflösen; aus der Spitze jedes dieser einzelnen Aestchen kämen eine Anzahl secundärer Zweigchen hervor und diese Zweigchen selbst würden erst eine dichotomische weitere Theilung durch mehre Ordnungen hindurch erleiden, doch so, daß sich die terminalen Spitzen nie mit terminalen Spitzen einer anderen Primitivröhre durch Schlingen, wie man früher glaubte und zum Theil noch jetzt (Baumgärtner, Kölliker) glaubt, verbinden würden. Durch diese Theilung entstehen aus einer einzigen Primitivröhre 200-300 terminale Spitzen, die durch eine gleichzeitige Massenzunahme als Ganzes betrachtet den Durchmesser der Primitivröhre um ein Vielfaches übertreffen. In Betreff der letzten Endigungen der Primitivröhren innerhalb der Centralorgane sind die Untersuchungen nur soweit gediehen, daß eine unmittelbare Verbindung zweier Primitivfasern auch am centralen Ende nicht beobachtet wurde, wogegen eine mittelst der Ganglienzellen dieser Organe durch seine, von diesen ausgehende Fasern, vermittelte Verbindung vorzukommen scheint. Die feinste Structur der Primitivröhren selbst anlangend, so besteht die cerebrospinale Primitivröhre im lebenden Zustand aus einer seinen durchsichtigen Scheide und aus dem flüssigen N. marke. Sogleich nach dem Tode aber tritt eine theilweise Gerinnung des N.markes ein und dann unterscheidet man unter dem Mikroskop außer der Scheide Fußtritt, zündete aus Muthwillen Rom an, beschuldigte alsdann die Christen der That und ließ viele qualvoll hinrichten; dasselbe widerfuhr vielen reichen u. vornehmen Römern, weil N. ihnen mißtraute oder ihr Vermögen wollte; daneben war er Kunstfreund, Poet, Sänger, Schauspieler u. Wagenlenker. Endlich wurden die Heere des Ungethüms überdrüssig, und als das span.-gallische heranzog, ließ sich N. von einem Freigelassenen d. 11. Juni 68 n. Chr. todtstechen. Nerterologie, griech.-dtsch., die Lehre von den unterirdischen Körpern; Nerteromorphie, unterirdische Gestaltung. Nerthus, oft Hertha genannt, die von den norddeutschen Völkerschaften verehrte Erdgöttin. Nertschinsk, russ. Stadt im östl. Sibirien, im Gouvernement Irkutzk, mit 6000 E., Pelzhandel nach China. Das n. ische Gebirge, die Fortsetzung des Inschan-Gebirges, hat Gruben auf Gold, Platin, Silber u. Blei, die größtentheils von Verbannten bearbeitet werden. Die Bergwerksdirection befindet sich in dem 1820 gegründeten Hüttenorte Nertschinskol-Sawod, mit 2000 E. Nerva, Marcus Coccejus, 96 nach Chr. nach Domitians Ermordung zum Kaiser ausgerufen, regierte milde bis 98 u. erwies Rom durch die Adoption des Trajan die größte Wohlthat. Nerven, Nervensystem. Die N. sind die Werkzeuge der Vermittlung zwischen den centralen Organen, Gehirn, Rückenmark und Ganglien, u. den peripherischen Theilen des thierischen Körpers. Mit Ausschluß der mikroskopischen Thierchen einfachster Construction (Monaden, Vibrionen etc.) ist das Vorhandensein eines N.systems durch das ganze Thierreich nachzuweisen. Die N. der Wirbelthiere erscheinen als solide, weiße, markige Stränge, die von einer fibrösen Hülle, N. scheide, Neurilem, umgeben sind. Dieselben bestehen aus einer kleineren oder größeren Anzahl mechanisch nicht mehr theilbarer Fasern, Primitivfasern, die selbst wieder einzeln von einer zelligen Scheide umgeben und dadurch unter sich zu einem gemeinschaftlichen Bündel verbunden sind. Diese N. stränge, welche als zusammengehöriges Ganzes die Centralorgane des N.systems verlassen, verzweigen sich auf ihrem Wege durch die Organe mannigfaltig, doch überschreitet die Theilung bis zu den mikroskopischen Gebilden der Organe selbst die Gränze der Primitivfasern nicht. Die Theilung dieser selbst geht erst innerhalb der elementaren Gewebe selbst vor sich. Soweit dieses Verhältniß bis jetzt (1855) von den Naturforschern (an ihrer Spitze Rudolf Wagner) aufgeklärt ist, so würden sich die Primitivfasern, deren Durchmesser, bei den animalischen N. etwa 0,004''', bei den sympathischen N. fasern etwa 0,0012'''– 0,0016''' beträgt, mit einemmal in mehre kurze Aestchen auflösen; aus der Spitze jedes dieser einzelnen Aestchen kämen eine Anzahl secundärer Zweigchen hervor und diese Zweigchen selbst würden erst eine dichotomische weitere Theilung durch mehre Ordnungen hindurch erleiden, doch so, daß sich die terminalen Spitzen nie mit terminalen Spitzen einer anderen Primitivröhre durch Schlingen, wie man früher glaubte und zum Theil noch jetzt (Baumgärtner, Kölliker) glaubt, verbinden würden. Durch diese Theilung entstehen aus einer einzigen Primitivröhre 200–300 terminale Spitzen, die durch eine gleichzeitige Massenzunahme als Ganzes betrachtet den Durchmesser der Primitivröhre um ein Vielfaches übertreffen. In Betreff der letzten Endigungen der Primitivröhren innerhalb der Centralorgane sind die Untersuchungen nur soweit gediehen, daß eine unmittelbare Verbindung zweier Primitivfasern auch am centralen Ende nicht beobachtet wurde, wogegen eine mittelst der Ganglienzellen dieser Organe durch seine, von diesen ausgehende Fasern, vermittelte Verbindung vorzukommen scheint. Die feinste Structur der Primitivröhren selbst anlangend, so besteht die cerebrospinale Primitivröhre im lebenden Zustand aus einer seinen durchsichtigen Scheide und aus dem flüssigen N. marke. 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Soweit dieses Verhältniß bis jetzt (1855) von den Naturforschern (an ihrer Spitze Rudolf Wagner) aufgeklärt ist, so würden sich die Primitivfasern, deren Durchmesser, bei den animalischen N. etwa 0,004''', bei den sympathischen N. fasern etwa 0,0012'''– 0,0016''' beträgt, mit <hi rendition="#g">einemmal</hi> in mehre kurze Aestchen auflösen; aus der Spitze jedes dieser einzelnen Aestchen kämen eine Anzahl secundärer Zweigchen hervor und diese Zweigchen selbst würden erst eine dichotomische weitere Theilung durch mehre Ordnungen hindurch erleiden, doch so, daß sich die terminalen Spitzen nie mit terminalen Spitzen einer <hi rendition="#g">anderen Primitivröhre</hi> durch <hi rendition="#g">Schlingen</hi>, wie man früher glaubte und zum Theil noch jetzt (Baumgärtner, Kölliker) glaubt, verbinden würden. 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Fußtritt, zündete aus Muthwillen Rom an, beschuldigte alsdann die Christen der That und ließ viele qualvoll hinrichten; dasselbe widerfuhr vielen reichen u. vornehmen Römern, weil N. ihnen mißtraute oder ihr Vermögen wollte; daneben war er Kunstfreund, Poet, Sänger, Schauspieler u. Wagenlenker. Endlich wurden die Heere des Ungethüms überdrüssig, und als das span.-gallische heranzog, ließ sich N. von einem Freigelassenen d. 11. Juni 68 n. Chr. todtstechen.
Nerterologie, griech.-dtsch., die Lehre von den unterirdischen Körpern; Nerteromorphie, unterirdische Gestaltung.
Nerthus, oft Hertha genannt, die von den norddeutschen Völkerschaften verehrte Erdgöttin.
Nertschinsk, russ. Stadt im östl. Sibirien, im Gouvernement Irkutzk, mit 6000 E., Pelzhandel nach China. Das n. ische Gebirge, die Fortsetzung des Inschan-Gebirges, hat Gruben auf Gold, Platin, Silber u. Blei, die größtentheils von Verbannten bearbeitet werden. Die Bergwerksdirection befindet sich in dem 1820 gegründeten Hüttenorte Nertschinskol-Sawod, mit 2000 E.
Nerva, Marcus Coccejus, 96 nach Chr. nach Domitians Ermordung zum Kaiser ausgerufen, regierte milde bis 98 u. erwies Rom durch die Adoption des Trajan die größte Wohlthat.
Nerven, Nervensystem. Die N. sind die Werkzeuge der Vermittlung zwischen den centralen Organen, Gehirn, Rückenmark und Ganglien, u. den peripherischen Theilen des thierischen Körpers. Mit Ausschluß der mikroskopischen Thierchen einfachster Construction (Monaden, Vibrionen etc.) ist das Vorhandensein eines N.systems durch das ganze Thierreich nachzuweisen. Die N. der Wirbelthiere erscheinen als solide, weiße, markige Stränge, die von einer fibrösen Hülle, N. scheide, Neurilem, umgeben sind. Dieselben bestehen aus einer kleineren oder größeren Anzahl mechanisch nicht mehr theilbarer Fasern, Primitivfasern, die selbst wieder einzeln von einer zelligen Scheide umgeben und dadurch unter sich zu einem gemeinschaftlichen Bündel verbunden sind. Diese N. stränge, welche als zusammengehöriges Ganzes die Centralorgane des N.systems verlassen, verzweigen sich auf ihrem Wege durch die Organe mannigfaltig, doch überschreitet die Theilung bis zu den mikroskopischen Gebilden der Organe selbst die Gränze der Primitivfasern nicht. Die Theilung dieser selbst geht erst innerhalb der elementaren Gewebe selbst vor sich. Soweit dieses Verhältniß bis jetzt (1855) von den Naturforschern (an ihrer Spitze Rudolf Wagner) aufgeklärt ist, so würden sich die Primitivfasern, deren Durchmesser, bei den animalischen N. etwa 0,004''', bei den sympathischen N. fasern etwa 0,0012'''– 0,0016''' beträgt, mit einemmal in mehre kurze Aestchen auflösen; aus der Spitze jedes dieser einzelnen Aestchen kämen eine Anzahl secundärer Zweigchen hervor und diese Zweigchen selbst würden erst eine dichotomische weitere Theilung durch mehre Ordnungen hindurch erleiden, doch so, daß sich die terminalen Spitzen nie mit terminalen Spitzen einer anderen Primitivröhre durch Schlingen, wie man früher glaubte und zum Theil noch jetzt (Baumgärtner, Kölliker) glaubt, verbinden würden. Durch diese Theilung entstehen aus einer einzigen Primitivröhre 200–300 terminale Spitzen, die durch eine gleichzeitige Massenzunahme als Ganzes betrachtet den Durchmesser der Primitivröhre um ein Vielfaches übertreffen. In Betreff der letzten Endigungen der Primitivröhren innerhalb der Centralorgane sind die Untersuchungen nur soweit gediehen, daß eine unmittelbare Verbindung zweier Primitivfasern auch am centralen Ende nicht beobachtet wurde, wogegen eine mittelst der Ganglienzellen dieser Organe durch seine, von diesen ausgehende Fasern, vermittelte Verbindung vorzukommen scheint. Die feinste Structur der Primitivröhren selbst anlangend, so besteht die cerebrospinale Primitivröhre im lebenden Zustand aus einer seinen durchsichtigen Scheide und aus dem flüssigen N. marke. Sogleich nach dem Tode aber tritt eine theilweise Gerinnung des N.markes ein und dann unterscheidet man unter dem Mikroskop außer der Scheide
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| Zitationshilfe: | Herders Conversations-Lexikon. Bd. 4. Freiburg im Breisgau, 1856, S. 315. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon04_1856/316>, abgerufen am 10.08.2024. |


