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Czernowitzer Allgemeine Zeitung. Nr. 784, Czernowitz, 21.08.1906.

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21. August 1906. Czernowitzer Allgemeine Zeitung.

[Spaltenumbruch]

Intentionen des Ackerbauministeriums erfüllt, die Dornaer
Kurlagen geschaffen, sondern auch dieselben durch eine
pulsierende, treibende Organisation belebt. Es ist ihm
das Wagnis geglückt, eine Millionenanlage in der kapitals-
armen Bukowina zu riskieren, die bereits eine hochent-
wickelte, modern gegliederte Bevölkerung voraussetzt.
Freilich kam hiebei ins Spiel der Reichtum des gr.-or.
Religionsfondes. Verfügt aber auch kein Minister, kein
Bürgermeister, kein Aktiengesellschaftspräsident über so geringe
Beschaffungsschwierigkeiten der Kredite wie unser Ackerbau-
minister, wenn es sich um Investierungen aus diesem Fonde
handelt, vermag auch keine andere Zentralbehörde im Drange
nach der Einrichtung von Musterwirtschaften in gleicher
Weise über Fachautoritäten und Kapazitäten zu disponieren,
die Unvergleichliches ins Leben rufen, das eine steht fest --
diese Triebkräfte in den Dienst Dornas geleitet und gestellt
zu haben, bleibt die große, die bewunderungswürdige Tat
Wazl's. Mit Wazl hat Dorna den unerschütterlichen und
optimistischen Apostel verloren. Er war die Vorsehung
Dorna's und darum ist die Ausfüllung dieser Lücke das
Schicksal des Badeortes.

Das neue Postlexikon.

Die im Interesse der un-
gehinderten Abwicklung des Verkehres getroffene Bestimmung,
daß die Adresse der Postsendungen außer dem Namen des
Bestimmungsortes auch dessen Postbestellbezirk enthalten sollen,
wird, wie die Erfahrung zeigt, seitens des korrespondierenden
Publikums noch immer nicht hinreichend beachtet, so daß nicht
nur den Organen der Postverwaltung häufig eine beträcht-
liche und leicht vermeidliche Mehrarbeit verursacht wird,
sondern auch im Falle des Vorhandenseins mehrerer gleich-
namiger Orte Fehlleitungen und verpätete Bestellungen in-
folge mangelhafter Adressierung keineswegs zu den Selten-
heiten zählen. Die Orientierung über die Zugehörigkeit des
Bestimmungsortes von Postsendungen zum Bestellbezirke
eines bestimmten Postamtes war allerdings dadurch einiger-
maßen erschwert, daß es bisher an einem einheitlichen und
handlichen Nachschlagbehelfe fehlte. Zur Beseitigung dieses
Uebelstandes läßt die Postverwaltung nunmehr an Stelle
der bisherigen, früheren Stadien der Verkehrsentwicklung an-
gepaßten Behelfe unter Verwertung des gelegentlich der
letzten Volkszählung gesammelten Materiales ein "Allge-
meines österreichisches Postlexikon" erscheinen, welches in
alphabetischer Reihenfolge die Namen sämtlicher in Oesterreich
und Lichtenstein gelegenen Ortschaften -- es sind mehr als
100.000 unter Angabe ihrer Zugehörigkeit in territorialer
administrativer, gerichtlicher, kommunaler und postamtlicher
Hinsicht enthält. Diese soeben erschienene, dem Publikum so-
wohl im Buchhandel als auch im Wege der Zeitungs-
abonnements zu gänzliche Nachschlagswerk wird durch viertel-
jährige Nachträge im Laufenden gehalten, welche den Ab-
nehmern des Lexikons unentgeltlich zukommen werden. Es
ist zu hoffen, daß seitens des Publikums und namentlich in
Geschäftskreisen von dieser Neuerung, welche auch zu sonstigen
Orientierungszwecken wertvolle Dienste leisten dürfte, in aus-
giebiger Weise Gebrauch gemacht und auf diesem Wege eine
raschere und zuverläßigere Bestellung der Postsendungen er-
möglicht werden wird.

Bukowiner Pferde- und Viehausstellung in
Bukarest.

Es ist gelungen, die Beschickung der Bukarester
Jubiläumsausstellung mit Pferden und Rindvieh aus der
Bukowina sicherzustellen. Diese Bnkowiner Exposition wird
zwischen 10. und 15. Oktober beginnen und fünf Tage
dauern. Es werden aus der Bukowina beiläufig 50
Pferde und 60 bis 80 Rindviehstücke zur Ausstellung ge-
bracht werden.

Errichtung von Auslaufsbrunnen.

Der Bu-
kowiner Landestierschutzverein hat an den löblichen Stadt-
magistrat der Landeshauptstadt Czernowitz folgende Zuschrift
gerichtet: Auf der unvergleichlich schönen Straße von Mentone
nach Nizza und schon von Ventiniglia (italienische Grenze)
durch Monaco nach Frankreich und überall in Frankreich
sind Auslaufsbrunnen mit steinernen Wasserhältern, welche
oben die Aufschrift tragen: "Seid milde gegen Tiere!" Man
fordert Kutscher u. s. w. auf, ihre Zugtiere zu tränken. Wie
steht es bei uns? Gerade das Gegenteil! Das Trinken der
Zugtiere wird überall in der Stadt wegen Straßenverun-
reinigung verboten und sind die Kutscher sowie die allein-
fahrenden Fuhrwerksbesitzer gezwungen, den weiten und be-
schwerlichen Weg zum Türkenbrunnen zu machen, anstatt den
armen, geplagten Tieren eine Erholungspause zu gewähren.
Insbesondere an den Markttagen wird von der Landbe-
völkerung nicht nur sehr viel Wasser verbraucht, sondern
werden auch die Straßen arg verunreinigt. In Berück-
sichtigung dieser Umstände, die im Interesse der Stadtver-
waltung liegen, und in Anbetracht dessen, daß der löbliche
Stadtmagistrat allen Bedürfnissen in der Landeshauptstadt
nach Möglichkeit Rechnung trägt, den Landestierschutzverein
in jeder Richtung unterstützt und nachdem in kürzester Zeit
in der Stadt eine entsprechende große Anzahl von Auslauf-
brunnen neu aufgestellt werden sollen, stellt die gefertigte
Vereinsleitung des Bukowiner Landestierschutzvereines das
dringende Ansuchen bei Errichtung derselben auch auf die
Einrichtung von Tränken für die Zugtiere Bedacht zu
nehmen. Die Vereinsleitung gibt sich der angenehmen
Hoffnung hin, daß der löbliche Stadtmagistrat in kürzester
Zeit eine entsprechende Anzahl von Wasserbehältern für die
Zugtiere, verteilt nach den Bedürfnissen in der Stadt, mit
der oben angegebenen Aufschrift, um die Zugtiere nicht ver-
schmachten zu lassen, zur Aufstellung bringen wird. Für die
Vereinsleitung: Der Präsident: Jenner m. p. Der Sekretär:
Dr. Mironovici i. V.

"Die Juden."

Für die Mittwoch den 22. und
Donnerstag den 23. d. im Musikvereinssaale statt-
findende Aufführung "Die Juden" gibt sich ein ungewöhnlich
reges Interesse kund. Ueberall, wo das Ensemble gastierte,
erzielte es einen ungeheuren Erfolg. Nach uns vorliegenden
Berichten ist die Aufführung eine geradezu meisterhafte zu
nennen. Wer die Aufführung sehen will, der möge sich bei-
[Spaltenumbruch] zeiten mit einer Karte versehen. Die Preise der Plätze sind:
Loge 12 K; erster Platz 3 K; zweiter Platz 2 K; Balkonsitz
1 Krone, Stehplatz 1 Krone; Studentenplatz 50 h.

Telegraphen- und Telephonverkehr.

Bei dem
Postamte in Storozynetz, welches bekanntlich durch die
Mitte Mai d. J. erfolgte Eröffnung der Telephonlinie Czer-
nowitz--Storozynetz in den interurbanen Telephonverkehr ein-
bezogen wurde, ist nunmehr der volle Tagdienst im Tele-
graphen- und Telephonbetriede zur Einführung gelangt,
wodurch einem lebhaften Wunsche der lokalen Interessenten
Rechnung getragen wird.

Erweiterung des Postauftragsverfahrens.

In
einer soeben publizierten Verordnung des Handelsministeriums
wird von der bisher im internen österreichischen Verkehre be-
standenen Beschränkung der Höhe der im Wege des Post-
auftrages zur Einziehung gelangenden Forderungen auf
einen Maximalbetrag von 1000 Kronen in einem für den
Zahlungsverkehr besonders wichtigen Falle Abstand genommen.
Es werden nämlich in Hinkunft Postaufträge in beliebiger
Höhe ausgestellt werden können, falls deren Absender ein
Schekkonto beim Postsparkassenamte besitzen und die un-
mittelbare Ueberweisung des eingezogenen Betrages auf dieses
Konto mittels Empfang-Erlagscheines verlangen. Für die
Einziehung solcher Forderungen wird neben den normalen
Postauftragstaxen eine Gebühr von 1 Krone 10 Hellern für
die ersten 1000 Kronen und von 50 Hellern für je weitere
1000 Kronen oder einen übrigenden Teilbetrag dieser Summe
zur Einhebung gelangen. Durch diese einem lebhaften Wunsche
der Interessenten entsprechende Kombination mit dem Scheck-
verkehre wird das Anwendungsgebiet des Postauftragsver-
fahrens eine namentlich für das kaufmännische Inkasso
wichtige Erweiterung erfahren. Es ist daher zu erwarten,
daß diese Neuerung, welche bereits mit 15. September l. J.
in Kraft tritt, sich bald im geschäftlichen Verkehre einleben
und auf die noch immer dringend wünschenswerte Verein-
fachung unseres Zahlungswesens von günstigem Einflusse
sein wird.

Exzeß.

In dem Wirtshause des Samuel Frimen in
der Storozynetzerstraße kam es nachts zwischen Friedrich und
Georg Hack einerseits und mehreren Burschen andererseits
zu einer Rauferei. Dem zur Herstellung der Ruhe herbei-
gerufenen Sicherheitswachmanne wurde von den Hacks der
Helm beschädigt und ihm eine leichte Verletzung an der Hand
beigebracht. Die beiden Hack wurden verhaftet.

Nach Amerika

sind mit Zug 318 gestern 40 russische
Emigranten und eine hiesige Familie abgereist.

Das Leichenbegängnis

des vorgestern hier ver-
storbenen Herrn Moritz Hochdorf (infolge eines Druck-
fehlers hieß es in unserer letzten Nummer Hochmann)
fand Freitag unter überaus zahlreicher Beteiligung aller
Kreise der Bevölkerung statt.

Diebstähle.

Dem Kaufmanne Max Wagner, wohn-
haft Hauptstraße 17, wurden aus dem Keller 20 Flaschen
Wein, dem Taglöhner Stefan Pirrnak eine silberne Remon-
toiruhr samt Kette und dem Seifenfabrikanten Noa Lehr,
Synagogengasse 73 wohnhaft, 80 Kilogramm Seife gestohlen
Bis auf einen, der den Diebstahl bei Lehr verübte, sind die
anderen unbekannt.

Ueberfall.

Der Maurerpolier Jakob Beer wurde
nachts in der Storozynetzer-Straße von zwei Individuen über-
fallen. Während ihm das eine Individuum zwei Hiebe ins
Gesicht versetzte, entriß ihm das andere die Uhr, worauf beide
flüchteten.

Tobsuchtsanfall.

Der Bahnwächter Johann Popi-
celli
erlitt in Klukuczka einen Tobsuchtsanfall. Er wurde,
da er seine Frau und Nachbarn bedrohte, der Landeskranken-
anstalt übergeben.




Letzte Telegramme.
Die bis 2 Uhr nachmittags eingetroffenen Telegramme
siehe die Rubriken "Vom Tage", "Bunte Chronik" und
Rechtspflege".
Die Erdbebenkatastrophe in Balparaiso.
(Korr.-B.) [Amtlich.]

Durch die Erdb[e]benkatastrophe wurden 55 Personen getötet
und hunderte verletzt. Die meisten öffetlichen Gebäude
und Kirchen wurden schwer beschädigt. Der Schaden
wird auf 1,200.000 Pfund Sterling geschätzt. Noch immer
werden schwache Erdstöße verspürt.

(Korr.-B.)

Einer Meldung
aus Valparaiso zufolge wurden dort von früh des 16. d. bis
abends 82 Erdstöße verspürt. Der größte Teil der
Häuser wurde zerstört oder beschädigt. Der Schade wird auf
50 Millionen Pfund Sterling geschätzt. Angeblich sind
2000 Tote zu verzeichnen. Die Lebensmittelpreise sind sehr
hoch gestiegen. Die auf die Hügel und die Parkanlagen ge-
flüchtete Bevölkerung leidet sehr, da die Nächte kalt sind.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg.
Ztg.")

Die Meldungen über die Katastrophe in Valparaiso
sind entsetzlich. Eine genaue Feststellung der Toten
konnte zwar noch nicht vorgenommen werden, doch wird die
Zahl der Umgekommenen mit 10.000 angegeben.
Das große Anglaishotel, welches mit einem Aufwand
von mehreren Millionen Dollar errichtet wurde, gleicht
einem Trümmerhaufen. Der Präsident der argentinischen
Republik hat Chile eine ausgiebige finanzielle Hilfe zum
Wiederaufbau der Stadt angeboten.


[Spaltenumbruch]
Freiherr von Kriegshammer. (Priv.-Tel der "Cz. Allg. Ztg.")

Der frühere Reichskriegsminister Frh. v. Kriegshammer
liegt in der Agonie.




Ein geplantes Attentat gegen Fallieres. (Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

In Marseille wurde der Anarchist Carillo, der ein
Attentat gegen den Präsidenten Fallieres plante, ver-
haftet.




Verhaftung. (Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Der bekannte Ausstellungseinbrecher Mülleneder wurde
heute hier verhaftet.




Ein blutiges Meeting. (Korr.-B.)

Gestern fand ein
von tausenden von Arbeitern der Wjatkärgruben besuchtes
Meeting statt. Mehrere Dragonerschwadronen trieben die
Menge auseinander. Aus dem Hinterhalt fielen Schüsse.
Die Dragoner gaben fünf Salven ab. Viele Arbeiter
wurden getötet und verwundet. 18 Rädelsführer
wurden verhaftet. In der Bevölkerung herrscht große
Erregung.




[]
21. Auguſt 1906. Czernowitzer Allgemeine Zeitung.

[Spaltenumbruch]

Intentionen des Ackerbauminiſteriums erfüllt, die Dornaer
Kurlagen geſchaffen, ſondern auch dieſelben durch eine
pulſierende, treibende Organiſation belebt. Es iſt ihm
das Wagnis geglückt, eine Millionenanlage in der kapitals-
armen Bukowina zu riskieren, die bereits eine hochent-
wickelte, modern gegliederte Bevölkerung vorausſetzt.
Freilich kam hiebei ins Spiel der Reichtum des gr.-or.
Religionsfondes. Verfügt aber auch kein Miniſter, kein
Bürgermeiſter, kein Aktiengeſellſchaftspräſident über ſo geringe
Beſchaffungsſchwierigkeiten der Kredite wie unſer Ackerbau-
miniſter, wenn es ſich um Inveſtierungen aus dieſem Fonde
handelt, vermag auch keine andere Zentralbehörde im Drange
nach der Einrichtung von Muſterwirtſchaften in gleicher
Weiſe über Fachautoritäten und Kapazitäten zu disponieren,
die Unvergleichliches ins Leben rufen, das eine ſteht feſt —
dieſe Triebkräfte in den Dienſt Dornas geleitet und geſtellt
zu haben, bleibt die große, die bewunderungswürdige Tat
Wazl’s. Mit Wazl hat Dorna den unerſchütterlichen und
optimiſtiſchen Apoſtel verloren. Er war die Vorſehung
Dorna’s und darum iſt die Ausfüllung dieſer Lücke das
Schickſal des Badeortes.

Das neue Poſtlexikon.

Die im Intereſſe der un-
gehinderten Abwicklung des Verkehres getroffene Beſtimmung,
daß die Adreſſe der Poſtſendungen außer dem Namen des
Beſtimmungsortes auch deſſen Poſtbeſtellbezirk enthalten ſollen,
wird, wie die Erfahrung zeigt, ſeitens des korreſpondierenden
Publikums noch immer nicht hinreichend beachtet, ſo daß nicht
nur den Organen der Poſtverwaltung häufig eine beträcht-
liche und leicht vermeidliche Mehrarbeit verurſacht wird,
ſondern auch im Falle des Vorhandenſeins mehrerer gleich-
namiger Orte Fehlleitungen und verpätete Beſtellungen in-
folge mangelhafter Adreſſierung keineswegs zu den Selten-
heiten zählen. Die Orientierung über die Zugehörigkeit des
Beſtimmungsortes von Poſtſendungen zum Beſtellbezirke
eines beſtimmten Poſtamtes war allerdings dadurch einiger-
maßen erſchwert, daß es bisher an einem einheitlichen und
handlichen Nachſchlagbehelfe fehlte. Zur Beſeitigung dieſes
Uebelſtandes läßt die Poſtverwaltung nunmehr an Stelle
der bisherigen, früheren Stadien der Verkehrsentwicklung an-
gepaßten Behelfe unter Verwertung des gelegentlich der
letzten Volkszählung geſammelten Materiales ein „Allge-
meines öſterreichiſches Poſtlexikon“ erſcheinen, welches in
alphabetiſcher Reihenfolge die Namen ſämtlicher in Oeſterreich
und Lichtenſtein gelegenen Ortſchaften — es ſind mehr als
100.000 unter Angabe ihrer Zugehörigkeit in territorialer
adminiſtrativer, gerichtlicher, kommunaler und poſtamtlicher
Hinſicht enthält. Dieſe ſoeben erſchienene, dem Publikum ſo-
wohl im Buchhandel als auch im Wege der Zeitungs-
abonnements zu gänzliche Nachſchlagswerk wird durch viertel-
jährige Nachträge im Laufenden gehalten, welche den Ab-
nehmern des Lexikons unentgeltlich zukommen werden. Es
iſt zu hoffen, daß ſeitens des Publikums und namentlich in
Geſchäftskreiſen von dieſer Neuerung, welche auch zu ſonſtigen
Orientierungszwecken wertvolle Dienſte leiſten dürfte, in aus-
giebiger Weiſe Gebrauch gemacht und auf dieſem Wege eine
raſchere und zuverläßigere Beſtellung der Poſtſendungen er-
möglicht werden wird.

Bukowiner Pferde- und Viehausſtellung in
Bukareſt.

Es iſt gelungen, die Beſchickung der Bukareſter
Jubiläumsausſtellung mit Pferden und Rindvieh aus der
Bukowina ſicherzuſtellen. Dieſe Bnkowiner Expoſition wird
zwiſchen 10. und 15. Oktober beginnen und fünf Tage
dauern. Es werden aus der Bukowina beiläufig 50
Pferde und 60 bis 80 Rindviehſtücke zur Ausſtellung ge-
bracht werden.

Errichtung von Auslaufsbrunnen.

Der Bu-
kowiner Landestierſchutzverein hat an den löblichen Stadt-
magiſtrat der Landeshauptſtadt Czernowitz folgende Zuſchrift
gerichtet: Auf der unvergleichlich ſchönen Straße von Mentone
nach Nizza und ſchon von Ventiniglia (italieniſche Grenze)
durch Monaco nach Frankreich und überall in Frankreich
ſind Auslaufsbrunnen mit ſteinernen Waſſerhältern, welche
oben die Aufſchrift tragen: „Seid milde gegen Tiere!“ Man
fordert Kutſcher u. ſ. w. auf, ihre Zugtiere zu tränken. Wie
ſteht es bei uns? Gerade das Gegenteil! Das Trinken der
Zugtiere wird überall in der Stadt wegen Straßenverun-
reinigung verboten und ſind die Kutſcher ſowie die allein-
fahrenden Fuhrwerksbeſitzer gezwungen, den weiten und be-
ſchwerlichen Weg zum Türkenbrunnen zu machen, anſtatt den
armen, geplagten Tieren eine Erholungspauſe zu gewähren.
Insbeſondere an den Markttagen wird von der Landbe-
völkerung nicht nur ſehr viel Waſſer verbraucht, ſondern
werden auch die Straßen arg verunreinigt. In Berück-
ſichtigung dieſer Umſtände, die im Intereſſe der Stadtver-
waltung liegen, und in Anbetracht deſſen, daß der löbliche
Stadtmagiſtrat allen Bedürfniſſen in der Landeshauptſtadt
nach Möglichkeit Rechnung trägt, den Landestierſchutzverein
in jeder Richtung unterſtützt und nachdem in kürzeſter Zeit
in der Stadt eine entſprechende große Anzahl von Auslauf-
brunnen neu aufgeſtellt werden ſollen, ſtellt die gefertigte
Vereinsleitung des Bukowiner Landestierſchutzvereines das
dringende Anſuchen bei Errichtung derſelben auch auf die
Einrichtung von Tränken für die Zugtiere Bedacht zu
nehmen. Die Vereinsleitung gibt ſich der angenehmen
Hoffnung hin, daß der löbliche Stadtmagiſtrat in kürzeſter
Zeit eine entſprechende Anzahl von Waſſerbehältern für die
Zugtiere, verteilt nach den Bedürfniſſen in der Stadt, mit
der oben angegebenen Aufſchrift, um die Zugtiere nicht ver-
ſchmachten zu laſſen, zur Aufſtellung bringen wird. Für die
Vereinsleitung: Der Präſident: Jenner m. p. Der Sekretär:
Dr. Mironovici i. V.

„Die Juden.“

Für die Mittwoch den 22. und
Donnerstag den 23. d. im Muſikvereinsſaale ſtatt-
findende Aufführung „Die Juden“ gibt ſich ein ungewöhnlich
reges Intereſſe kund. Ueberall, wo das Enſemble gaſtierte,
erzielte es einen ungeheuren Erfolg. Nach uns vorliegenden
Berichten iſt die Aufführung eine geradezu meiſterhafte zu
nennen. Wer die Aufführung ſehen will, der möge ſich bei-
[Spaltenumbruch] zeiten mit einer Karte verſehen. Die Preiſe der Plätze ſind:
Loge 12 K; erſter Platz 3 K; zweiter Platz 2 K; Balkonſitz
1 Krone, Stehplatz 1 Krone; Studentenplatz 50 h.

Telegraphen- und Telephonverkehr.

Bei dem
Poſtamte in Storozynetz, welches bekanntlich durch die
Mitte Mai d. J. erfolgte Eröffnung der Telephonlinie Czer-
nowitz—Storozynetz in den interurbanen Telephonverkehr ein-
bezogen wurde, iſt nunmehr der volle Tagdienſt im Tele-
graphen- und Telephonbetriede zur Einführung gelangt,
wodurch einem lebhaften Wunſche der lokalen Intereſſenten
Rechnung getragen wird.

Erweiterung des Poſtauftragsverfahrens.

In
einer ſoeben publizierten Verordnung des Handelsminiſteriums
wird von der bisher im internen öſterreichiſchen Verkehre be-
ſtandenen Beſchränkung der Höhe der im Wege des Poſt-
auftrages zur Einziehung gelangenden Forderungen auf
einen Maximalbetrag von 1000 Kronen in einem für den
Zahlungsverkehr beſonders wichtigen Falle Abſtand genommen.
Es werden nämlich in Hinkunft Poſtaufträge in beliebiger
Höhe ausgeſtellt werden können, falls deren Abſender ein
Schekkonto beim Poſtſparkaſſenamte beſitzen und die un-
mittelbare Ueberweiſung des eingezogenen Betrages auf dieſes
Konto mittels Empfang-Erlagſcheines verlangen. Für die
Einziehung ſolcher Forderungen wird neben den normalen
Poſtauftragstaxen eine Gebühr von 1 Krone 10 Hellern für
die erſten 1000 Kronen und von 50 Hellern für je weitere
1000 Kronen oder einen übrigenden Teilbetrag dieſer Summe
zur Einhebung gelangen. Durch dieſe einem lebhaften Wunſche
der Intereſſenten entſprechende Kombination mit dem Scheck-
verkehre wird das Anwendungsgebiet des Poſtauftragsver-
fahrens eine namentlich für das kaufmänniſche Inkaſſo
wichtige Erweiterung erfahren. Es iſt daher zu erwarten,
daß dieſe Neuerung, welche bereits mit 15. September l. J.
in Kraft tritt, ſich bald im geſchäftlichen Verkehre einleben
und auf die noch immer dringend wünſchenswerte Verein-
fachung unſeres Zahlungsweſens von günſtigem Einfluſſe
ſein wird.

Exzeß.

In dem Wirtshauſe des Samuel Frimen in
der Storozynetzerſtraße kam es nachts zwiſchen Friedrich und
Georg Hack einerſeits und mehreren Burſchen andererſeits
zu einer Rauferei. Dem zur Herſtellung der Ruhe herbei-
gerufenen Sicherheitswachmanne wurde von den Hacks der
Helm beſchädigt und ihm eine leichte Verletzung an der Hand
beigebracht. Die beiden Hack wurden verhaftet.

Nach Amerika

ſind mit Zug 318 geſtern 40 ruſſiſche
Emigranten und eine hieſige Familie abgereiſt.

Das Leichenbegängnis

des vorgeſtern hier ver-
ſtorbenen Herrn Moritz Hochdorf (infolge eines Druck-
fehlers hieß es in unſerer letzten Nummer Hochmann)
fand Freitag unter überaus zahlreicher Beteiligung aller
Kreiſe der Bevölkerung ſtatt.

Diebſtähle.

Dem Kaufmanne Max Wagner, wohn-
haft Hauptſtraße 17, wurden aus dem Keller 20 Flaſchen
Wein, dem Taglöhner Stefan Pirrnak eine ſilberne Remon-
toiruhr ſamt Kette und dem Seifenfabrikanten Noa Lehr,
Synagogengaſſe 73 wohnhaft, 80 Kilogramm Seife geſtohlen
Bis auf einen, der den Diebſtahl bei Lehr verübte, ſind die
anderen unbekannt.

Ueberfall.

Der Maurerpolier Jakob Beer wurde
nachts in der Storozynetzer-Straße von zwei Individuen über-
fallen. Während ihm das eine Individuum zwei Hiebe ins
Geſicht verſetzte, entriß ihm das andere die Uhr, worauf beide
flüchteten.

Tobſuchtsanfall.

Der Bahnwächter Johann Popi-
celli
erlitt in Klukuczka einen Tobſuchtsanfall. Er wurde,
da er ſeine Frau und Nachbarn bedrohte, der Landeskranken-
anſtalt übergeben.




Letzte Telegramme.
Die bis 2 Uhr nachmittags eingetroffenen Telegramme
ſiehe die Rubriken „Vom Tage“, „Bunte Chronik“ und
Rechtspflege“.
Die Erdbebenkataſtrophe in Balparaiſo.
(Korr.-B.) [Amtlich.]

Durch die Erdb[e]benkataſtrophe wurden 55 Perſonen getötet
und hunderte verletzt. Die meiſten öffetlichen Gebäude
und Kirchen wurden ſchwer beſchädigt. Der Schaden
wird auf 1,200.000 Pfund Sterling geſchätzt. Noch immer
werden ſchwache Erdſtöße verſpürt.

(Korr.-B.)

Einer Meldung
aus Valparaiſo zufolge wurden dort von früh des 16. d. bis
abends 82 Erdſtöße verſpürt. Der größte Teil der
Häuſer wurde zerſtört oder beſchädigt. Der Schade wird auf
50 Millionen Pfund Sterling geſchätzt. Angeblich ſind
2000 Tote zu verzeichnen. Die Lebensmittelpreiſe ſind ſehr
hoch geſtiegen. Die auf die Hügel und die Parkanlagen ge-
flüchtete Bevölkerung leidet ſehr, da die Nächte kalt ſind.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg.
Ztg.“)

Die Meldungen über die Kataſtrophe in Valparaiſo
ſind entſetzlich. Eine genaue Feſtſtellung der Toten
konnte zwar noch nicht vorgenommen werden, doch wird die
Zahl der Umgekommenen mit 10.000 angegeben.
Das große Anglaishotel, welches mit einem Aufwand
von mehreren Millionen Dollar errichtet wurde, gleicht
einem Trümmerhaufen. Der Präſident der argentiniſchen
Republik hat Chile eine ausgiebige finanzielle Hilfe zum
Wiederaufbau der Stadt angeboten.


[Spaltenumbruch]
Freiherr von Kriegshammer. (Priv.-Tel der „Cz. Allg. Ztg.“)

Der frühere Reichskriegsminiſter Frh. v. Kriegshammer
liegt in der Agonie.




Ein geplantes Attentat gegen Fallieres. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

In Marſeille wurde der Anarchiſt Carillo, der ein
Attentat gegen den Präſidenten Fallieres plante, ver-
haftet.




Verhaftung. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Der bekannte Ausſtellungseinbrecher Mülleneder wurde
heute hier verhaftet.




Ein blutiges Meeting. (Korr.-B.)

Geſtern fand ein
von tauſenden von Arbeitern der Wjatkärgruben beſuchtes
Meeting ſtatt. Mehrere Dragonerſchwadronen trieben die
Menge auseinander. Aus dem Hinterhalt fielen Schüſſe.
Die Dragoner gaben fünf Salven ab. Viele Arbeiter
wurden getötet und verwundet. 18 Rädelsführer
wurden verhaftet. In der Bevölkerung herrſcht große
Erregung.




[]
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alphabeti&#x017F;cher Reihenfolge die Namen &#x017F;ämtlicher in Oe&#x017F;terreich<lb/>
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Hin&#x017F;icht enthält. Die&#x017F;e &#x017F;oeben er&#x017F;chienene, dem Publikum &#x017F;o-<lb/>
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Jubiläumsaus&#x017F;tellung mit Pferden und Rindvieh aus der<lb/>
Bukowina &#x017F;icherzu&#x017F;tellen. Die&#x017F;e Bnkowiner Expo&#x017F;ition wird<lb/>
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&#x017F;ind Auslaufsbrunnen mit &#x017F;teinernen Wa&#x017F;&#x017F;erhältern, welche<lb/>
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fordert Kut&#x017F;cher u. &#x017F;. w. auf, ihre Zugtiere zu tränken. Wie<lb/>
&#x017F;teht es bei uns? Gerade das Gegenteil! Das Trinken der<lb/>
Zugtiere wird überall in der Stadt wegen Straßenverun-<lb/>
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&#x017F;ichtigung die&#x017F;er Um&#x017F;tände, die im Intere&#x017F;&#x017F;e der Stadtver-<lb/>
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Vereinsleitung des Bukowiner Landestier&#x017F;chutzvereines das<lb/>
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Einrichtung von Tränken für die Zugtiere Bedacht zu<lb/>
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&#x017F;chmachten zu la&#x017F;&#x017F;en, zur Auf&#x017F;tellung bringen wird. Für die<lb/>
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Loge 12 K; er&#x017F;ter Platz 3 K; zweiter Platz 2 K; Balkon&#x017F;itz<lb/>
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&#x017F;tandenen Be&#x017F;chränkung der Höhe der im Wege des Po&#x017F;t-<lb/>
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</TEI>
[5/0005] 21. Auguſt 1906. Czernowitzer Allgemeine Zeitung. Intentionen des Ackerbauminiſteriums erfüllt, die Dornaer Kurlagen geſchaffen, ſondern auch dieſelben durch eine pulſierende, treibende Organiſation belebt. Es iſt ihm das Wagnis geglückt, eine Millionenanlage in der kapitals- armen Bukowina zu riskieren, die bereits eine hochent- wickelte, modern gegliederte Bevölkerung vorausſetzt. Freilich kam hiebei ins Spiel der Reichtum des gr.-or. Religionsfondes. Verfügt aber auch kein Miniſter, kein Bürgermeiſter, kein Aktiengeſellſchaftspräſident über ſo geringe Beſchaffungsſchwierigkeiten der Kredite wie unſer Ackerbau- miniſter, wenn es ſich um Inveſtierungen aus dieſem Fonde handelt, vermag auch keine andere Zentralbehörde im Drange nach der Einrichtung von Muſterwirtſchaften in gleicher Weiſe über Fachautoritäten und Kapazitäten zu disponieren, die Unvergleichliches ins Leben rufen, das eine ſteht feſt — dieſe Triebkräfte in den Dienſt Dornas geleitet und geſtellt zu haben, bleibt die große, die bewunderungswürdige Tat Wazl’s. Mit Wazl hat Dorna den unerſchütterlichen und optimiſtiſchen Apoſtel verloren. Er war die Vorſehung Dorna’s und darum iſt die Ausfüllung dieſer Lücke das Schickſal des Badeortes. (Dorna Kurblatt.) Das neue Poſtlexikon. Die im Intereſſe der un- gehinderten Abwicklung des Verkehres getroffene Beſtimmung, daß die Adreſſe der Poſtſendungen außer dem Namen des Beſtimmungsortes auch deſſen Poſtbeſtellbezirk enthalten ſollen, wird, wie die Erfahrung zeigt, ſeitens des korreſpondierenden Publikums noch immer nicht hinreichend beachtet, ſo daß nicht nur den Organen der Poſtverwaltung häufig eine beträcht- liche und leicht vermeidliche Mehrarbeit verurſacht wird, ſondern auch im Falle des Vorhandenſeins mehrerer gleich- namiger Orte Fehlleitungen und verpätete Beſtellungen in- folge mangelhafter Adreſſierung keineswegs zu den Selten- heiten zählen. Die Orientierung über die Zugehörigkeit des Beſtimmungsortes von Poſtſendungen zum Beſtellbezirke eines beſtimmten Poſtamtes war allerdings dadurch einiger- maßen erſchwert, daß es bisher an einem einheitlichen und handlichen Nachſchlagbehelfe fehlte. Zur Beſeitigung dieſes Uebelſtandes läßt die Poſtverwaltung nunmehr an Stelle der bisherigen, früheren Stadien der Verkehrsentwicklung an- gepaßten Behelfe unter Verwertung des gelegentlich der letzten Volkszählung geſammelten Materiales ein „Allge- meines öſterreichiſches Poſtlexikon“ erſcheinen, welches in alphabetiſcher Reihenfolge die Namen ſämtlicher in Oeſterreich und Lichtenſtein gelegenen Ortſchaften — es ſind mehr als 100.000 unter Angabe ihrer Zugehörigkeit in territorialer adminiſtrativer, gerichtlicher, kommunaler und poſtamtlicher Hinſicht enthält. Dieſe ſoeben erſchienene, dem Publikum ſo- wohl im Buchhandel als auch im Wege der Zeitungs- abonnements zu gänzliche Nachſchlagswerk wird durch viertel- jährige Nachträge im Laufenden gehalten, welche den Ab- nehmern des Lexikons unentgeltlich zukommen werden. Es iſt zu hoffen, daß ſeitens des Publikums und namentlich in Geſchäftskreiſen von dieſer Neuerung, welche auch zu ſonſtigen Orientierungszwecken wertvolle Dienſte leiſten dürfte, in aus- giebiger Weiſe Gebrauch gemacht und auf dieſem Wege eine raſchere und zuverläßigere Beſtellung der Poſtſendungen er- möglicht werden wird. Bukowiner Pferde- und Viehausſtellung in Bukareſt. Es iſt gelungen, die Beſchickung der Bukareſter Jubiläumsausſtellung mit Pferden und Rindvieh aus der Bukowina ſicherzuſtellen. Dieſe Bnkowiner Expoſition wird zwiſchen 10. und 15. Oktober beginnen und fünf Tage dauern. Es werden aus der Bukowina beiläufig 50 Pferde und 60 bis 80 Rindviehſtücke zur Ausſtellung ge- bracht werden. Errichtung von Auslaufsbrunnen. Der Bu- kowiner Landestierſchutzverein hat an den löblichen Stadt- magiſtrat der Landeshauptſtadt Czernowitz folgende Zuſchrift gerichtet: Auf der unvergleichlich ſchönen Straße von Mentone nach Nizza und ſchon von Ventiniglia (italieniſche Grenze) durch Monaco nach Frankreich und überall in Frankreich ſind Auslaufsbrunnen mit ſteinernen Waſſerhältern, welche oben die Aufſchrift tragen: „Seid milde gegen Tiere!“ Man fordert Kutſcher u. ſ. w. auf, ihre Zugtiere zu tränken. Wie ſteht es bei uns? Gerade das Gegenteil! Das Trinken der Zugtiere wird überall in der Stadt wegen Straßenverun- reinigung verboten und ſind die Kutſcher ſowie die allein- fahrenden Fuhrwerksbeſitzer gezwungen, den weiten und be- ſchwerlichen Weg zum Türkenbrunnen zu machen, anſtatt den armen, geplagten Tieren eine Erholungspauſe zu gewähren. Insbeſondere an den Markttagen wird von der Landbe- völkerung nicht nur ſehr viel Waſſer verbraucht, ſondern werden auch die Straßen arg verunreinigt. In Berück- ſichtigung dieſer Umſtände, die im Intereſſe der Stadtver- waltung liegen, und in Anbetracht deſſen, daß der löbliche Stadtmagiſtrat allen Bedürfniſſen in der Landeshauptſtadt nach Möglichkeit Rechnung trägt, den Landestierſchutzverein in jeder Richtung unterſtützt und nachdem in kürzeſter Zeit in der Stadt eine entſprechende große Anzahl von Auslauf- brunnen neu aufgeſtellt werden ſollen, ſtellt die gefertigte Vereinsleitung des Bukowiner Landestierſchutzvereines das dringende Anſuchen bei Errichtung derſelben auch auf die Einrichtung von Tränken für die Zugtiere Bedacht zu nehmen. Die Vereinsleitung gibt ſich der angenehmen Hoffnung hin, daß der löbliche Stadtmagiſtrat in kürzeſter Zeit eine entſprechende Anzahl von Waſſerbehältern für die Zugtiere, verteilt nach den Bedürfniſſen in der Stadt, mit der oben angegebenen Aufſchrift, um die Zugtiere nicht ver- ſchmachten zu laſſen, zur Aufſtellung bringen wird. Für die Vereinsleitung: Der Präſident: Jenner m. p. Der Sekretär: Dr. Mironovici i. V. „Die Juden.“ Für die Mittwoch den 22. und Donnerstag den 23. d. im Muſikvereinsſaale ſtatt- findende Aufführung „Die Juden“ gibt ſich ein ungewöhnlich reges Intereſſe kund. Ueberall, wo das Enſemble gaſtierte, erzielte es einen ungeheuren Erfolg. Nach uns vorliegenden Berichten iſt die Aufführung eine geradezu meiſterhafte zu nennen. Wer die Aufführung ſehen will, der möge ſich bei- zeiten mit einer Karte verſehen. Die Preiſe der Plätze ſind: Loge 12 K; erſter Platz 3 K; zweiter Platz 2 K; Balkonſitz 1 Krone, Stehplatz 1 Krone; Studentenplatz 50 h. Telegraphen- und Telephonverkehr. Bei dem Poſtamte in Storozynetz, welches bekanntlich durch die Mitte Mai d. J. erfolgte Eröffnung der Telephonlinie Czer- nowitz—Storozynetz in den interurbanen Telephonverkehr ein- bezogen wurde, iſt nunmehr der volle Tagdienſt im Tele- graphen- und Telephonbetriede zur Einführung gelangt, wodurch einem lebhaften Wunſche der lokalen Intereſſenten Rechnung getragen wird. Erweiterung des Poſtauftragsverfahrens. In einer ſoeben publizierten Verordnung des Handelsminiſteriums wird von der bisher im internen öſterreichiſchen Verkehre be- ſtandenen Beſchränkung der Höhe der im Wege des Poſt- auftrages zur Einziehung gelangenden Forderungen auf einen Maximalbetrag von 1000 Kronen in einem für den Zahlungsverkehr beſonders wichtigen Falle Abſtand genommen. Es werden nämlich in Hinkunft Poſtaufträge in beliebiger Höhe ausgeſtellt werden können, falls deren Abſender ein Schekkonto beim Poſtſparkaſſenamte beſitzen und die un- mittelbare Ueberweiſung des eingezogenen Betrages auf dieſes Konto mittels Empfang-Erlagſcheines verlangen. Für die Einziehung ſolcher Forderungen wird neben den normalen Poſtauftragstaxen eine Gebühr von 1 Krone 10 Hellern für die erſten 1000 Kronen und von 50 Hellern für je weitere 1000 Kronen oder einen übrigenden Teilbetrag dieſer Summe zur Einhebung gelangen. Durch dieſe einem lebhaften Wunſche der Intereſſenten entſprechende Kombination mit dem Scheck- verkehre wird das Anwendungsgebiet des Poſtauftragsver- fahrens eine namentlich für das kaufmänniſche Inkaſſo wichtige Erweiterung erfahren. Es iſt daher zu erwarten, daß dieſe Neuerung, welche bereits mit 15. September l. J. in Kraft tritt, ſich bald im geſchäftlichen Verkehre einleben und auf die noch immer dringend wünſchenswerte Verein- fachung unſeres Zahlungsweſens von günſtigem Einfluſſe ſein wird. Exzeß. In dem Wirtshauſe des Samuel Frimen in der Storozynetzerſtraße kam es nachts zwiſchen Friedrich und Georg Hack einerſeits und mehreren Burſchen andererſeits zu einer Rauferei. Dem zur Herſtellung der Ruhe herbei- gerufenen Sicherheitswachmanne wurde von den Hacks der Helm beſchädigt und ihm eine leichte Verletzung an der Hand beigebracht. Die beiden Hack wurden verhaftet. Nach Amerika ſind mit Zug 318 geſtern 40 ruſſiſche Emigranten und eine hieſige Familie abgereiſt. Das Leichenbegängnis des vorgeſtern hier ver- ſtorbenen Herrn Moritz Hochdorf (infolge eines Druck- fehlers hieß es in unſerer letzten Nummer Hochmann) fand Freitag unter überaus zahlreicher Beteiligung aller Kreiſe der Bevölkerung ſtatt. Diebſtähle. Dem Kaufmanne Max Wagner, wohn- haft Hauptſtraße 17, wurden aus dem Keller 20 Flaſchen Wein, dem Taglöhner Stefan Pirrnak eine ſilberne Remon- toiruhr ſamt Kette und dem Seifenfabrikanten Noa Lehr, Synagogengaſſe 73 wohnhaft, 80 Kilogramm Seife geſtohlen Bis auf einen, der den Diebſtahl bei Lehr verübte, ſind die anderen unbekannt. Ueberfall. Der Maurerpolier Jakob Beer wurde nachts in der Storozynetzer-Straße von zwei Individuen über- fallen. Während ihm das eine Individuum zwei Hiebe ins Geſicht verſetzte, entriß ihm das andere die Uhr, worauf beide flüchteten. Tobſuchtsanfall. Der Bahnwächter Johann Popi- celli erlitt in Klukuczka einen Tobſuchtsanfall. Er wurde, da er ſeine Frau und Nachbarn bedrohte, der Landeskranken- anſtalt übergeben. Letzte Telegramme. Die bis 2 Uhr nachmittags eingetroffenen Telegramme ſiehe die Rubriken „Vom Tage“, „Bunte Chronik“ und Rechtspflege“. Die Erdbebenkataſtrophe in Balparaiſo. Santia go de Chile, 20. Auguſt. (Korr.-B.) [Amtlich.] Durch die Erdbebenkataſtrophe wurden 55 Perſonen getötet und hunderte verletzt. Die meiſten öffetlichen Gebäude und Kirchen wurden ſchwer beſchädigt. Der Schaden wird auf 1,200.000 Pfund Sterling geſchätzt. Noch immer werden ſchwache Erdſtöße verſpürt. Newyork, 20. Auguſt. (Korr.-B.) Einer Meldung aus Valparaiſo zufolge wurden dort von früh des 16. d. bis abends 82 Erdſtöße verſpürt. Der größte Teil der Häuſer wurde zerſtört oder beſchädigt. Der Schade wird auf 50 Millionen Pfund Sterling geſchätzt. Angeblich ſind 2000 Tote zu verzeichnen. Die Lebensmittelpreiſe ſind ſehr hoch geſtiegen. Die auf die Hügel und die Parkanlagen ge- flüchtete Bevölkerung leidet ſehr, da die Nächte kalt ſind. New-York, 20. Auguſt. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Die Meldungen über die Kataſtrophe in Valparaiſo ſind entſetzlich. Eine genaue Feſtſtellung der Toten konnte zwar noch nicht vorgenommen werden, doch wird die Zahl der Umgekommenen mit 10.000 angegeben. Das große Anglaishotel, welches mit einem Aufwand von mehreren Millionen Dollar errichtet wurde, gleicht einem Trümmerhaufen. Der Präſident der argentiniſchen Republik hat Chile eine ausgiebige finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau der Stadt angeboten. Freiherr von Kriegshammer. Iſchl, 20. Auguſt. (Priv.-Tel der „Cz. Allg. Ztg.“) Der frühere Reichskriegsminiſter Frh. v. Kriegshammer liegt in der Agonie. Ein geplantes Attentat gegen Fallieres. Paris. 20. Auguſt. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) In Marſeille wurde der Anarchiſt Carillo, der ein Attentat gegen den Präſidenten Fallieres plante, ver- haftet. Verhaftung. London, 20. Auguſt. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Der bekannte Ausſtellungseinbrecher Mülleneder wurde heute hier verhaftet. Ein blutiges Meeting. Jurewka, 20. Auguſt. (Korr.-B.) Geſtern fand ein von tauſenden von Arbeitern der Wjatkärgruben beſuchtes Meeting ſtatt. Mehrere Dragonerſchwadronen trieben die Menge auseinander. Aus dem Hinterhalt fielen Schüſſe. Die Dragoner gaben fünf Salven ab. Viele Arbeiter wurden getötet und verwundet. 18 Rädelsführer wurden verhaftet. In der Bevölkerung herrſcht große Erregung. _

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Benjamin Fiechter, Susanne Haaf: Bereitstellung der digitalen Textausgabe (Konvertierung in das DTA-Basisformat). (2018-01-26T13:38:42Z)
grepect GmbH: Bereitstellung der Texttranskription und Textauszeichnung. (2018-01-26T13:38:42Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
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Zitationshilfe: Czernowitzer Allgemeine Zeitung. Nr. 784, Czernowitz, 21.08.1906, S. 5. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_czernowitzer784_1906/5>, abgerufen am 22.09.2021.