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Mährisches Tagblatt. Nr. 41, Olmütz, 21.02.1898.

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[Spaltenumbruch]

Sie können in Ihre Heimat mit dem Bewußt-
sein zurückkehren, daß Sie eifrig und vollkommen
Ihrer Pflicht nachgekommen sind. Daß ein so
erfreulicher Erfolg in dieser Session erzielt wurde,
kann man nicht nur Ihrem Fleiße und Ihrer
Gewissenhaftigkeit, sondern auch dem gegenseitigen
Verständnisse zuschreiben, so wie dem guten Wil-
len, welcher Alle beherrscht, wenn es sich um das
Wohl und das Interesse unseres geliebten Landes
handelte. (Bravo! Vyborne!) Deutsch fortfahrend):
Es wird vor Allem meine Aufgabe sein, im Ein-
vernehmen mit dem Landes-Ausschusse die Beschlüsse
des Landtages so rasch als möglich und in dem
Sinne, wie sie gefaßt wurden, durchzuführen. Indem
ich für die Anerkennung, welche mir von Seite
des Landeshauptmannes und des Abg. Freiherrn
von Chlumecky zutheil wurde, meinen tiefgefühlten
innigsten Dank ausspreche, verabschiede ich mich
von Ihnen mit dem wärmsten Wunsche, daß Ihre
opferwillige, von den lautersten Intentionen ge-
tragene Thätigkeit jene segensreichen Früchte tra-
gen möge, die wir alle wärmstens in unserem
Herzen für das Land und seine Bewohner hegen.
(Allseitiger Beifall und Händeklatschen.)

Hierauf erklärt der Landeshauptmann die
Session für geschlossen.




Locales und Provinzielles.


(Sauctionirtes Gesetz.)

Der Kaiser hat
mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Februar
d. J. dem vom Landtage der Markgrafschaft
Mähren beschlossenen Entwurfe eines Gesetzes
betreffend die Berathung einiger im Landtage
gestellten Anträge die Sanction ertheilt.

(Personales.)

Herr Bürgermeister Brand-
huber
hat sich Samstag nach Schluß des Land-
tags von Brünn nach Prag begeben und kehrt
heute von dort wieder hieher zurück. Die Land-
tagsabgeordneten Herren Robert Primavesi und
Dr. Carl. Schrötter sind bereits am Sonn-
abende hier eingetroffen.

(Verlobung.)

Herr Oberlieutenant Josef
Neuwirth des 93. Inft.-Rgts. hat sich mit
Frl. Rudolfine Toman, einer Tochter des k. k.
Steuereinnehmers Herrn Hugo Toman verlobt.

(Trauung)

Am 1. März Abends 6 Uhr
findet in der hiesigen evangelischen Kirche die
Trauung des Architecten und Stadtingenieurs in
Olmütz, Herrn Wilhelm Heller mit Fräulein
Hermine Suchy statt.

(Todesfälle.)

Am 18. d. M. ist in Mar-
burg
Herr Med.-Dr. Alois Theodor Horinek,
k u. k. Regimentsarzt im Ruhestande im Alter
von 71 Jahren verstorben. Der Verblichene gehörte
durch mehrere Jahre der Olmützer Garnison an.
-- Gestern verstarb in Zara an den Folgen eines
schweren Lungenleidens Herr Oberlieutenant Ignaz
Baron Lauer im 30. Lebensjahre. Der
[Spaltenumbruch] Berblichene war der Enkel des einstigen Festungs-
commandanten von Olmütz, FZM. Baron Lauer
und der Sohn des im Jahre 1893 zu Görz
verstorbenen Generalmajors Baron Hugo Lauer;
er diente durch 10 Jahre im Infanterie-Regimente
Nr. 76, dann im 7., 21. u. 23. Landw.-Jast.-Regt.
-- Am letzten Samstag Vormittags verschied in
Freudenthal Herr Arthur Liberda, k. k. Be-
zirkshauptmann nach längerem Leiden im 48.
Lebensjahre. Heute Nachmittags 4 Uhr findet
das Leichenbegängniß dortselbst statt. -- Gestern
verstarb hier die hiesige Hausbesitzerin Frau
Barbara Heilich in dem hohen Alter von 81
Jahren. Das Leichenbegängniß findet morgen
Nachmittags 41/2 Uhr vom Trauerhause Herren-
gasse Nr. 4, aus statt.

(Erneunungen.)

Der Minister für Cultus
und Unterricht hat den wirklichen Lehrer an der
höheren Handelsschule in Olmütz Leopold Frank
zum wirklichen Lehrer am Staatsgymnasium in
Pola ernannt. -- Der Justizminister hat den
Gerichtsadjuncten in Kremsier Rudolf Pecival
zum Gerichtssecretär in Tischnowitz ernannt.

(Aus dem Stadtverordneten-Collegium.)

Die Tagesordnung der heutigen S[i]tzung des
Stadtverordneten-Collegiums ist folgende:
Ansuchen um Gewährung einer Renumeration. --
Bauämtlicher Bericht betreffend die Herstellung
des Wasserleitungsrohrstranges in der Parkstraße
längs des Staatsbahndirectionsgebäudes bis zur
Villa Passinger. -- Bauämtlicher Bericht betref-
fend die Verlängerung des Gasrohrstranges von
der Mitte des Staatsbahndirectionsgebäudes
bis zur Billa Passinger. -- Bauämtlicher Bericht
betreffend den Ausban der Fürstenbergstraße. --
Bauämtlicher Bericht betreffend die Herstellung
der Marchstraße vom Kremer'schen Neubau bis
an die Sternberger Reichsstraße. -- Bauämt-
licher Bericht betreffend die Verlängerung der
Josef v. Engelstraße und der Zirkendorferstraße.
-- Ansuchen der Leitung der 5cl[a]ssigen Knaben-
volksschule um definitive Systemisirung des Heiz-
materiales. -- Bericht über die Inventursauf-
nahme im Industriewerke in Gießhübl. -- Bericht
der 3. Section über das Gesuch der Organistens-
witwe Frau Marie Tjuka um Erhöhung der
Witwenpension. -- Bericht der 3. Section über
das Einschreiten der Herren Wilhelm Wotky und
Karl Wotky um Verleihung des Bürgerrechtes.
-- Bericht der 3. Section über das E[i]nschreiten
des Herrn Theodor Slaby um Verleihung des
Heimathrechtes. -- Bericht der 1. Section be-
treffend die Canalisirung der Zirkendorfergasse.
-- Bericht der 1. Section über das A[n]suchen des
Ursulinerinnen-Ordens-Conventes um Abschrei-
bung des Wassermehrconsumes. -- Bericht der
1. Section betreffend die Ausführung der Bau-
arbeiten an der West- und Mittelkuppel der
Sct. Michaelskirche. -- Bericht der 1. Section
über das Einschreiten des Herrn Jonas Löwy um




[Spaltenumbruch]

erinnert, da ist das aufblühende Vevey mit
den "Avants" im Rücken und eine Fülle anderer
schauenswerther Punkte. Montreux selbst hat
wohl auch unter all den anderen Orten am See
den Mitbewerberinnen um die Gunst der rei-
senden Menge, die geschützteste Lage und
darum auch das mildeste K[li]ma. Der Winter
tritt hier immer erst etwas spät, so gegen Ende
Jänner oder Anfang Februar und auch dann
nirgends als allzu gestrenger Tyrann auf. Oft
kann man noch den Weihnachtstisch mit frischen
Rosen aus dem Garten schmücken! In diesem
Jahre allerdings war es umgekehrt: der Frost
stellte sich schon ziemlich zeitig ein und die Wochen
vor dem Feste waren fast ununter brochen kalt
und trübe. Dafür herrscht aber nun seit Neujahr
das wahre Frühlingswetter. Bäume und Sträucher
fangen schon an zu treiben, und man könnte
fast glauben, schon jetzt den Veilchenduft in der
Luft zu verspüren.

Freilich ganz so wunderschön wird's nicht
weiter gehen, ein bischen Schnee und Eis wird
uns schon auch hier noch bescheert werden. Und
sollte dies wirklich ausbleiben, -- der diesjährige
Winter scheint ja nun einmal überall etwas aus
der Art geschlagen zu sein -- so sorgt schon der
alte Seegott dafür, daß die Menschlein nicht gar
zu übermüthig werden; er schickt ihnen seine
wallenden Nebel herauf, zugleich darin seine
eigene Schönheit, die Pracht der Berge, alles,
alles einhüllend. Oder geschieht das nur, weil
seine Schweizer Kinder behaupten, daß dies gesund
[Spaltenumbruch] sei! Oder ist am Ende gar ein wenig Cocetterie
dabei im Spiel? Man weiß ja das Schöne
immer mehr zu schätzen, wenn man es eine Zeit
lang entbehren mußte. Und was gäbe es viel
reizvolleres, als nach solch' grauer Dämmerung
zu beobachten, wie die alten Colosse, die schroff-
gezackten Savoyer- und Walliseralpen und weiter
rechts etwas im Hintergrunde der düstere Jura
unter den siegreichen Strahlen der Sonne ihren
leichtgewirkten und doch so undurchsichtigen Panzer
sinken lassen müssen! Und wenn die Königin
der Berge, hier der Dent du Midi, sich wieder
in ihrem jungfräulich reinsten Glanze zeigt!
Das Herz wird einem bei solchem Anblicke
ordentlich weit. Man begrüßt sie alle wie liebe,
treue Freunde, die man eine Weile nicht gesehen.
Man stellt fest, daß der eine von ihnen sich
mit einer größeren Pelzmütze geschmückt, der
andere sich in ein längeres Cape gehüllt hat.
Man begreift dann wohl, daß es Menschen gibt,
die aus Heimweh nach ihren Bergen krank
werden, und man versteht es, daß gerade diese
Berge hier mit ihrem starken Verbündeten, dem
See, unsere Dichter zu begeisterten Lobgesängen
herausforderten. Daher mag es wohl auch
kommen, daß schon der Name des Genfersees
alle Naturschönheiten vor unser geistiges Auge
zaubert. Aber trifft es bei anderen Dingen meist
zu, daß die Wirklichkeit unsere Vorstellung ent-
täuscht, so tritt hier einmal der umgekehrte Fall
ein: sie übertrifft die reichste Phantasie.




[Spaltenumbruch]

Abschreibung des Wassermehrconsumes. -- Bericht
der 1. Section über den für das k. k. Militär-
Aerar durchgeführten Ankouf der Baugründe zur
Erbauung eines Militär-Berpflegs-Magazins. --
Bericht des Theater-Comites über das Ansuchen
des Theaterdirectors Herrn Stanislaus Lesser
bezüglich Abschreibung der Inspections- und
Nothbeleuchtungsgebühren und betreffend den An-
kauf von Theater-Decorationen.

(Musikschule des Musikvereins. (2.
Quartal.)

Am Schlusse des 1. Quartals ver-
blieben 287 Schüler. Im Laufe des 2. Quar-
tals traten 10 Schüler ein, 19 dagegen aus, so
daß 278 verbleiben. Von diesen wurden classi-
sicirt 276 und erhielten folgende Noten: Schul-
besuch:
sehr fleißig 269, fleißig 7, Sitten:
vollkommen entsprechen[d] 274, entsprechend 2,
Fleiß: ausdauernd 231, befriedigend 44, un-
gleichmäßig 1, Fortgang: Violinesehr gut 70,
gut 32, genügend 4, Clavier: sehr gut 100,
gut 30, genügend 2, Gesang: sehr gut 7, gut
6, Violincello: sehr gut 10, gut 3, Viola:
sehr gut 2, gut 4, Contrabaß; sehr gut 4,
gut 2.

(Georg Schönerer in Sternberg.)

Freitag
Abends fand in Sternberg im großen Saale der
dortigen Turnhalle eine Versammlung des Bundes
deutscher Landwirthe in der Ostmark statt, in
welcher die Abgeordneten Schönerer und Iro
sowie Herr Schamberger sprachen. Dieselben
wurden Namens der deutschen Landwirthe von
Abg. Zimmer und Namens der deutschen natio-
nalen Bevölkerung Sternbergs von Herrn Anton
Ruß begrüßt. Während der Versammlung kam
es vor der Turnhalle und zum Theil im Vor-
hause der letzteren zu aufregenden Scenen, indem
Personen ohne Eintrittskarten eindringen wollten,
was denselben verweigert wurde. Auch Steine
wurden geworfen, von denen einer den Redacteur
Milde oberhalb des linken Auges an der Stirne
traf. Die Verletzung ist jedoch glücklicherweise
keine bedeutende. Auch ein Landmann wurde ver-
wundet. Gendarmerie und Polizei säuberten so-
dann den Platz vor der Turnhalle, auf welchem
sich mehrere hundert Personen angesammelt hatten.

(Waskenkränzchen im Militär-Castue.)

Das samstägige Kränzchen im Militärcasino bot
seinen Besuchern reichste Unterhaltung, trotzdem
der Besuch kein so zahlreicher war, als ihn diese
Kränzchen in früheren Jahren aufwiesen. Allein
eine Fülle jugendlicher Erscheinungen in den
kleidsamsten Maskencostümen gab demselben eige-
nen Reiz. Neben den Masken in den verschieden-
sten Nationaltrachten sah man eine üppige Schöne
im Incroyable-Costüme, eine duftige Mädchen-
erscheinung als hell leuchtender Frühling u. s. w.
Der Domino war weniger vertreten. Unter den
Herrencostümen fiel eines auf, das seinen Träger
überaus gut kleidete, ein französisches Jagdcostüm
(rother Frack u. s. w.) Se. Excellenz der Divi-
sionär F. M. Lt. Freiherr v. Mertens hatte
das Kränzchen mit seinem Besuche beehrt. Außer-
dem waren General Heimroth, die Gräsinnen
Zierotin, Graf Eltz und Gemahlin anwesend.
Getanzt wurde mit Ausdauer bis zum Morgen.

(Kränzchen des Geselligkeits-Vereines
der Beamten der k. k. österr Staatsbahnen.)

Samstag Abends fand im Englischsaale das von
dem Geselligkeitsvereine der k. k. österr. Staats-
bahnen veranstaltete Kränzchen statt. Die Be-
theiligung an demselben war zwar etwas schwächer
als in früheren Jahren, umso animirter gestaltete
sich jedoch die Unterhaltung selbst, deren Arran-
gement in besten Händen ruhte und dem Comite
allseitige Anerkennung eintrug. Sehr originell
und prächtig präsentirte sich die Decoration des
Saales. In der rechten Ecke sah man den Vor-
dertheil einer mächtigen, mit rothen Signallaternen
versehenen Locomotive, die aus einem Turnel
hervorzukommen schien, während auf der linken
Seite Apparte des Eisenbahndienstes (Wechsel etc.)
angebracht waren. An den Wänden hatten rothe
Signalfahnen Platz gefunden. Die Decoration
fand allgemeinen Beifall. Die Damenwelt, welche
ihre reizendsten Vertreterinnen entsendet hatte,
war zumeist in Ballkleidung erschienen; einige
Mädchen hatten auch sehr kleidsame Trachten ge-
wählt. Getanzt wurde bei den Klängen der Musik-
capelle des 98. Inf.-Reg. mit vollster Hingebung
bis in die Morgenstunden. Durch ein besonders
sorgsames Arrangementzeichneten sich die Quadrillen
aus. Das Fest, das einen glänzenden Verlauf
nahm, beehrten mit ihrer Gegenwart Herr Re-

[Spaltenumbruch]

Sie können in Ihre Heimat mit dem Bewußt-
ſein zurückkehren, daß Sie eifrig und vollkommen
Ihrer Pflicht nachgekommen ſind. Daß ein ſo
erfreulicher Erfolg in dieſer Seſſion erzielt wurde,
kann man nicht nur Ihrem Fleiße und Ihrer
Gewiſſenhaftigkeit, ſondern auch dem gegenſeitigen
Verſtändniſſe zuſchreiben, ſo wie dem guten Wil-
len, welcher Alle beherrſcht, wenn es ſich um das
Wohl und das Intereſſe unſeres geliebten Landes
handelte. (Bravo! Vyborně!) Deutſch fortfahrend):
Es wird vor Allem meine Aufgabe ſein, im Ein-
vernehmen mit dem Landes-Ausſchuſſe die Beſchlüſſe
des Landtages ſo raſch als möglich und in dem
Sinne, wie ſie gefaßt wurden, durchzuführen. Indem
ich für die Anerkennung, welche mir von Seite
des Landeshauptmannes und des Abg. Freiherrn
von Chlumecky zutheil wurde, meinen tiefgefühlten
innigſten Dank ausſpreche, verabſchiede ich mich
von Ihnen mit dem wärmſten Wunſche, daß Ihre
opferwillige, von den lauterſten Intentionen ge-
tragene Thätigkeit jene ſegensreichen Früchte tra-
gen möge, die wir alle wärmſtens in unſerem
Herzen für das Land und ſeine Bewohner hegen.
(Allſeitiger Beifall und Händeklatſchen.)

Hierauf erklärt der Landeshauptmann die
Seſſion für geſchloſſen.




Locales und Provinzielles.


(Sauctionirtes Geſetz.)

Der Kaiſer hat
mit Allerhöchſter Entſchließung vom 18. Februar
d. J. dem vom Landtage der Markgrafſchaft
Mähren beſchloſſenen Entwurfe eines Geſetzes
betreffend die Berathung einiger im Landtage
geſtellten Anträge die Sanction ertheilt.

(Perſonales.)

Herr Bürgermeiſter Brand-
huber
hat ſich Samſtag nach Schluß des Land-
tags von Brünn nach Prag begeben und kehrt
heute von dort wieder hieher zurück. Die Land-
tagsabgeordneten Herren Robert Primaveſi und
Dr. Carl. Schrötter ſind bereits am Sonn-
abende hier eingetroffen.

(Verlobung.)

Herr Oberlieutenant Joſef
Neuwirth des 93. Inft.-Rgts. hat ſich mit
Frl. Rudolfine Toman, einer Tochter des k. k.
Steuereinnehmers Herrn Hugo Toman verlobt.

(Trauung)

Am 1. März Abends 6 Uhr
findet in der hieſigen evangeliſchen Kirche die
Trauung des Architecten und Stadtingenieurs in
Olmütz, Herrn Wilhelm Heller mit Fräulein
Hermine Suchy ſtatt.

(Todesfälle.)

Am 18. d. M. iſt in Mar-
burg
Herr Med.-Dr. Alois Theodor Hořinek,
k u. k. Regimentsarzt im Ruheſtande im Alter
von 71 Jahren verſtorben. Der Verblichene gehörte
durch mehrere Jahre der Olmützer Garniſon an.
— Geſtern verſtarb in Zara an den Folgen eines
ſchweren Lungenleidens Herr Oberlieutenant Ignaz
Baron Lauer im 30. Lebensjahre. Der
[Spaltenumbruch] Berblichene war der Enkel des einſtigen Feſtungs-
commandanten von Olmütz, FZM. Baron Lauer
und der Sohn des im Jahre 1893 zu Görz
verſtorbenen Generalmajors Baron Hugo Lauer;
er diente durch 10 Jahre im Infanterie-Regimente
Nr. 76, dann im 7., 21. u. 23. Landw.-Jaſt.-Regt.
— Am letzten Samſtag Vormittags verſchied in
Freudenthal Herr Arthur Liberda, k. k. Be-
zirkshauptmann nach längerem Leiden im 48.
Lebensjahre. Heute Nachmittags 4 Uhr findet
das Leichenbegängniß dortſelbſt ſtatt. — Geſtern
verſtarb hier die hieſige Hausbeſitzerin Frau
Barbara Heilich in dem hohen Alter von 81
Jahren. Das Leichenbegängniß findet morgen
Nachmittags 4½ Uhr vom Trauerhauſe Herren-
gaſſe Nr. 4, aus ſtatt.

(Erneunungen.)

Der Miniſter für Cultus
und Unterricht hat den wirklichen Lehrer an der
höheren Handelsſchule in Olmütz Leopold Frank
zum wirklichen Lehrer am Staatsgymnaſium in
Pola ernannt. — Der Juſtizminiſter hat den
Gerichtsadjuncten in Kremſier Rudolf Pecival
zum Gerichtsſecretär in Tiſchnowitz ernannt.

(Aus dem Stadtverordneten-Collegium.)

Die Tagesordnung der heutigen S[i]tzung des
Stadtverordneten-Collegiums iſt folgende:
Anſuchen um Gewährung einer Renumeration. —
Bauämtlicher Bericht betreffend die Herſtellung
des Waſſerleitungsrohrſtranges in der Parkſtraße
längs des Staatsbahndirectionsgebäudes bis zur
Villa Paſſinger. — Bauämtlicher Bericht betref-
fend die Verlängerung des Gasrohrſtranges von
der Mitte des Staatsbahndirectionsgebäudes
bis zur Billa Paſſinger. — Bauämtlicher Bericht
betreffend den Ausban der Fürſtenbergſtraße. —
Bauämtlicher Bericht betreffend die Herſtellung
der Marchſtraße vom Kremer’ſchen Neubau bis
an die Sternberger Reichsſtraße. — Bauämt-
licher Bericht betreffend die Verlängerung der
Joſef v. Engelſtraße und der Zirkendorferſtraße.
— Anſuchen der Leitung der 5cl[a]ſſigen Knaben-
volksſchule um definitive Syſtemiſirung des Heiz-
materiales. — Bericht über die Inventursauf-
nahme im Induſtriewerke in Gießhübl. — Bericht
der 3. Section über das Geſuch der Organiſtens-
witwe Frau Marie Tjuka um Erhöhung der
Witwenpenſion. — Bericht der 3. Section über
das Einſchreiten der Herren Wilhelm Wotky und
Karl Wotky um Verleihung des Bürgerrechtes.
— Bericht der 3. Section über das E[i]nſchreiten
des Herrn Theodor Slaby um Verleihung des
Heimathrechtes. — Bericht der 1. Section be-
treffend die Canaliſirung der Zirkendorfergaſſe.
— Bericht der 1. Section über das A[n]ſuchen des
Urſulinerinnen-Ordens-Conventes um Abſchrei-
bung des Waſſermehrconſumes. — Bericht der
1. Section betreffend die Ausführung der Bau-
arbeiten an der Weſt- und Mittelkuppel der
Sct. Michaelskirche. — Bericht der 1. Section
über das Einſchreiten des Herrn Jonas Löwy um




[Spaltenumbruch]

erinnert, da iſt das aufblühende Vevey mit
den „Avants“ im Rücken und eine Fülle anderer
ſchauenswerther Punkte. Montreux ſelbſt hat
wohl auch unter all den anderen Orten am See
den Mitbewerberinnen um die Gunſt der rei-
ſenden Menge, die geſchützteſte Lage und
darum auch das mildeſte K[li]ma. Der Winter
tritt hier immer erſt etwas ſpät, ſo gegen Ende
Jänner oder Anfang Februar und auch dann
nirgends als allzu geſtrenger Tyrann auf. Oft
kann man noch den Weihnachtstiſch mit friſchen
Roſen aus dem Garten ſchmücken! In dieſem
Jahre allerdings war es umgekehrt: der Froſt
ſtellte ſich ſchon ziemlich zeitig ein und die Wochen
vor dem Feſte waren faſt ununter brochen kalt
und trübe. Dafür herrſcht aber nun ſeit Neujahr
das wahre Frühlingswetter. Bäume und Sträucher
fangen ſchon an zu treiben, und man könnte
faſt glauben, ſchon jetzt den Veilchenduft in der
Luft zu verſpüren.

Freilich ganz ſo wunderſchön wird’s nicht
weiter gehen, ein bischen Schnee und Eis wird
uns ſchon auch hier noch beſcheert werden. Und
ſollte dies wirklich ausbleiben, — der diesjährige
Winter ſcheint ja nun einmal überall etwas aus
der Art geſchlagen zu ſein — ſo ſorgt ſchon der
alte Seegott dafür, daß die Menſchlein nicht gar
zu übermüthig werden; er ſchickt ihnen ſeine
wallenden Nebel herauf, zugleich darin ſeine
eigene Schönheit, die Pracht der Berge, alles,
alles einhüllend. Oder geſchieht das nur, weil
ſeine Schweizer Kinder behaupten, daß dies geſund
[Spaltenumbruch] ſei! Oder iſt am Ende gar ein wenig Cocetterie
dabei im Spiel? Man weiß ja das Schöne
immer mehr zu ſchätzen, wenn man es eine Zeit
lang entbehren mußte. Und was gäbe es viel
reizvolleres, als nach ſolch’ grauer Dämmerung
zu beobachten, wie die alten Coloſſe, die ſchroff-
gezackten Savoyer- und Walliſeralpen und weiter
rechts etwas im Hintergrunde der düſtere Jura
unter den ſiegreichen Strahlen der Sonne ihren
leichtgewirkten und doch ſo undurchſichtigen Panzer
ſinken laſſen müſſen! Und wenn die Königin
der Berge, hier der Dent du Midi, ſich wieder
in ihrem jungfräulich reinſten Glanze zeigt!
Das Herz wird einem bei ſolchem Anblicke
ordentlich weit. Man begrüßt ſie alle wie liebe,
treue Freunde, die man eine Weile nicht geſehen.
Man ſtellt feſt, daß der eine von ihnen ſich
mit einer größeren Pelzmütze geſchmückt, der
andere ſich in ein längeres Cape gehüllt hat.
Man begreift dann wohl, daß es Menſchen gibt,
die aus Heimweh nach ihren Bergen krank
werden, und man verſteht es, daß gerade dieſe
Berge hier mit ihrem ſtarken Verbündeten, dem
See, unſere Dichter zu begeiſterten Lobgeſängen
herausforderten. Daher mag es wohl auch
kommen, daß ſchon der Name des Genferſees
alle Naturſchönheiten vor unſer geiſtiges Auge
zaubert. Aber trifft es bei anderen Dingen meiſt
zu, daß die Wirklichkeit unſere Vorſtellung ent-
täuſcht, ſo tritt hier einmal der umgekehrte Fall
ein: ſie übertrifft die reichſte Phantaſie.




[Spaltenumbruch]

Abſchreibung des Waſſermehrconſumes. — Bericht
der 1. Section über den für das k. k. Militär-
Aerar durchgeführten Ankouf der Baugründe zur
Erbauung eines Militär-Berpflegs-Magazins. —
Bericht des Theater-Comités über das Anſuchen
des Theaterdirectors Herrn Stanislaus Leſſer
bezüglich Abſchreibung der Inſpections- und
Nothbeleuchtungsgebühren und betreffend den An-
kauf von Theater-Decorationen.

(Muſikſchule des Muſikvereins. (2.
Quartal.)

Am Schluſſe des 1. Quartals ver-
blieben 287 Schüler. Im Laufe des 2. Quar-
tals traten 10 Schüler ein, 19 dagegen aus, ſo
daß 278 verbleiben. Von dieſen wurden claſſi-
ſicirt 276 und erhielten folgende Noten: Schul-
beſuch:
ſehr fleißig 269, fleißig 7, Sitten:
vollkommen entſprechen[d] 274, entſprechend 2,
Fleiß: ausdauernd 231, befriedigend 44, un-
gleichmäßig 1, Fortgang: Violineſehr gut 70,
gut 32, genügend 4, Clavier: ſehr gut 100,
gut 30, genügend 2, Geſang: ſehr gut 7, gut
6, Violincello: ſehr gut 10, gut 3, Viola:
ſehr gut 2, gut 4, Contrabaß; ſehr gut 4,
gut 2.

(Georg Schönerer in Sternberg.)

Freitag
Abends fand in Sternberg im großen Saale der
dortigen Turnhalle eine Verſammlung des Bundes
deutſcher Landwirthe in der Oſtmark ſtatt, in
welcher die Abgeordneten Schönerer und Iro
ſowie Herr Schamberger ſprachen. Dieſelben
wurden Namens der deutſchen Landwirthe von
Abg. Zimmer und Namens der deutſchen natio-
nalen Bevölkerung Sternbergs von Herrn Anton
Ruß begrüßt. Während der Verſammlung kam
es vor der Turnhalle und zum Theil im Vor-
hauſe der letzteren zu aufregenden Scenen, indem
Perſonen ohne Eintrittskarten eindringen wollten,
was denſelben verweigert wurde. Auch Steine
wurden geworfen, von denen einer den Redacteur
Milde oberhalb des linken Auges an der Stirne
traf. Die Verletzung iſt jedoch glücklicherweiſe
keine bedeutende. Auch ein Landmann wurde ver-
wundet. Gendarmerie und Polizei ſäuberten ſo-
dann den Platz vor der Turnhalle, auf welchem
ſich méhrere hundert Perſonen angeſammelt hatten.

(Waskenkränzchen im Militär-Caſtue.)

Das ſamſtägige Kränzchen im Militärcaſino bot
ſeinen Beſuchern reichſte Unterhaltung, trotzdem
der Beſuch kein ſo zahlreicher war, als ihn dieſe
Kränzchen in früheren Jahren aufwieſen. Allein
eine Fülle jugendlicher Erſcheinungen in den
kleidſamſten Maskencoſtümen gab demſelben eige-
nen Reiz. Neben den Masken in den verſchieden-
ſten Nationaltrachten ſah man eine üppige Schöne
im Incroyable-Coſtüme, eine duftige Mädchen-
erſcheinung als hell leuchtender Frühling u. ſ. w.
Der Domino war weniger vertreten. Unter den
Herrencoſtümen fiel eines auf, das ſeinen Träger
überaus gut kleidete, ein franzöſiſches Jagdcoſtüm
(rother Frack u. ſ. w.) Se. Excellenz der Divi-
ſionär F. M. Lt. Freiherr v. Mertens hatte
das Kränzchen mit ſeinem Beſuche beehrt. Außer-
dem waren General Heimroth, die Gräſinnen
Zierotin, Graf Eltz und Gemahlin anweſend.
Getanzt wurde mit Ausdauer bis zum Morgen.

(Kränzchen des Geſelligkeits-Vereines
der Beamten der k. k. öſterr Staatsbahnen.)

Samſtag Abends fand im Engliſchſaale das von
dem Geſelligkeitsvereine der k. k. öſterr. Staats-
bahnen veranſtaltete Kränzchen ſtatt. Die Be-
theiligung an demſelben war zwar etwas ſchwächer
als in früheren Jahren, umſo animirter geſtaltete
ſich jedoch die Unterhaltung ſelbſt, deren Arran-
gement in beſten Händen ruhte und dem Comité
allſeitige Anerkennung eintrug. Sehr originell
und prächtig präſentirte ſich die Decoration des
Saales. In der rechten Ecke ſah man den Vor-
dertheil einer mächtigen, mit rothen Signallaternen
verſehenen Locomotive, die aus einem Turnel
hervorzukommen ſchien, während auf der linken
Seite Apparte des Eiſenbahndienſtes (Wechſel etc.)
angebracht waren. An den Wänden hatten rothe
Signalfahnen Platz gefunden. Die Decoration
fand allgemeinen Beifall. Die Damenwelt, welche
ihre reizendſten Vertreterinnen entſendet hatte,
war zumeiſt in Ballkleidung erſchienen; einige
Mädchen hatten auch ſehr kleidſame Trachten ge-
wählt. Getanzt wurde bei den Klängen der Muſik-
capelle des 98. Inf.-Reg. mit vollſter Hingebung
bis in die Morgenſtunden. Durch ein beſonders
ſorgſames Arrangementzeichneten ſich die Quadrillen
aus. Das Feſt, das einen glänzenden Verlauf
nahm, beehrten mit ihrer Gegenwart Herr Re-

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Es wird vor Allem meine Aufgabe &#x017F;ein, im Ein-<lb/>
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[[4]/0004] Sie können in Ihre Heimat mit dem Bewußt- ſein zurückkehren, daß Sie eifrig und vollkommen Ihrer Pflicht nachgekommen ſind. Daß ein ſo erfreulicher Erfolg in dieſer Seſſion erzielt wurde, kann man nicht nur Ihrem Fleiße und Ihrer Gewiſſenhaftigkeit, ſondern auch dem gegenſeitigen Verſtändniſſe zuſchreiben, ſo wie dem guten Wil- len, welcher Alle beherrſcht, wenn es ſich um das Wohl und das Intereſſe unſeres geliebten Landes handelte. (Bravo! Vyborně!) Deutſch fortfahrend): Es wird vor Allem meine Aufgabe ſein, im Ein- vernehmen mit dem Landes-Ausſchuſſe die Beſchlüſſe des Landtages ſo raſch als möglich und in dem Sinne, wie ſie gefaßt wurden, durchzuführen. Indem ich für die Anerkennung, welche mir von Seite des Landeshauptmannes und des Abg. Freiherrn von Chlumecky zutheil wurde, meinen tiefgefühlten innigſten Dank ausſpreche, verabſchiede ich mich von Ihnen mit dem wärmſten Wunſche, daß Ihre opferwillige, von den lauterſten Intentionen ge- tragene Thätigkeit jene ſegensreichen Früchte tra- gen möge, die wir alle wärmſtens in unſerem Herzen für das Land und ſeine Bewohner hegen. (Allſeitiger Beifall und Händeklatſchen.) Hierauf erklärt der Landeshauptmann die Seſſion für geſchloſſen. Locales und Provinzielles. Olmütz, 21. Februar. (Sauctionirtes Geſetz.) Der Kaiſer hat mit Allerhöchſter Entſchließung vom 18. Februar d. J. dem vom Landtage der Markgrafſchaft Mähren beſchloſſenen Entwurfe eines Geſetzes betreffend die Berathung einiger im Landtage geſtellten Anträge die Sanction ertheilt. (Perſonales.) Herr Bürgermeiſter Brand- huber hat ſich Samſtag nach Schluß des Land- tags von Brünn nach Prag begeben und kehrt heute von dort wieder hieher zurück. Die Land- tagsabgeordneten Herren Robert Primaveſi und Dr. Carl. Schrötter ſind bereits am Sonn- abende hier eingetroffen. (Verlobung.) Herr Oberlieutenant Joſef Neuwirth des 93. Inft.-Rgts. hat ſich mit Frl. Rudolfine Toman, einer Tochter des k. k. Steuereinnehmers Herrn Hugo Toman verlobt. (Trauung) Am 1. März Abends 6 Uhr findet in der hieſigen evangeliſchen Kirche die Trauung des Architecten und Stadtingenieurs in Olmütz, Herrn Wilhelm Heller mit Fräulein Hermine Suchy ſtatt. (Todesfälle.) Am 18. d. M. iſt in Mar- burg Herr Med.-Dr. Alois Theodor Hořinek, k u. k. Regimentsarzt im Ruheſtande im Alter von 71 Jahren verſtorben. Der Verblichene gehörte durch mehrere Jahre der Olmützer Garniſon an. — Geſtern verſtarb in Zara an den Folgen eines ſchweren Lungenleidens Herr Oberlieutenant Ignaz Baron Lauer im 30. Lebensjahre. Der Berblichene war der Enkel des einſtigen Feſtungs- commandanten von Olmütz, FZM. Baron Lauer und der Sohn des im Jahre 1893 zu Görz verſtorbenen Generalmajors Baron Hugo Lauer; er diente durch 10 Jahre im Infanterie-Regimente Nr. 76, dann im 7., 21. u. 23. Landw.-Jaſt.-Regt. — Am letzten Samſtag Vormittags verſchied in Freudenthal Herr Arthur Liberda, k. k. Be- zirkshauptmann nach längerem Leiden im 48. Lebensjahre. Heute Nachmittags 4 Uhr findet das Leichenbegängniß dortſelbſt ſtatt. — Geſtern verſtarb hier die hieſige Hausbeſitzerin Frau Barbara Heilich in dem hohen Alter von 81 Jahren. Das Leichenbegängniß findet morgen Nachmittags 4½ Uhr vom Trauerhauſe Herren- gaſſe Nr. 4, aus ſtatt. (Erneunungen.) Der Miniſter für Cultus und Unterricht hat den wirklichen Lehrer an der höheren Handelsſchule in Olmütz Leopold Frank zum wirklichen Lehrer am Staatsgymnaſium in Pola ernannt. — Der Juſtizminiſter hat den Gerichtsadjuncten in Kremſier Rudolf Pecival zum Gerichtsſecretär in Tiſchnowitz ernannt. (Aus dem Stadtverordneten-Collegium.) Die Tagesordnung der heutigen Sitzung des Stadtverordneten-Collegiums iſt folgende: Anſuchen um Gewährung einer Renumeration. — Bauämtlicher Bericht betreffend die Herſtellung des Waſſerleitungsrohrſtranges in der Parkſtraße längs des Staatsbahndirectionsgebäudes bis zur Villa Paſſinger. — Bauämtlicher Bericht betref- fend die Verlängerung des Gasrohrſtranges von der Mitte des Staatsbahndirectionsgebäudes bis zur Billa Paſſinger. — Bauämtlicher Bericht betreffend den Ausban der Fürſtenbergſtraße. — Bauämtlicher Bericht betreffend die Herſtellung der Marchſtraße vom Kremer’ſchen Neubau bis an die Sternberger Reichsſtraße. — Bauämt- licher Bericht betreffend die Verlängerung der Joſef v. Engelſtraße und der Zirkendorferſtraße. — Anſuchen der Leitung der 5claſſigen Knaben- volksſchule um definitive Syſtemiſirung des Heiz- materiales. — Bericht über die Inventursauf- nahme im Induſtriewerke in Gießhübl. — Bericht der 3. Section über das Geſuch der Organiſtens- witwe Frau Marie Tjuka um Erhöhung der Witwenpenſion. — Bericht der 3. Section über das Einſchreiten der Herren Wilhelm Wotky und Karl Wotky um Verleihung des Bürgerrechtes. — Bericht der 3. Section über das Einſchreiten des Herrn Theodor Slaby um Verleihung des Heimathrechtes. — Bericht der 1. Section be- treffend die Canaliſirung der Zirkendorfergaſſe. — Bericht der 1. Section über das Anſuchen des Urſulinerinnen-Ordens-Conventes um Abſchrei- bung des Waſſermehrconſumes. — Bericht der 1. Section betreffend die Ausführung der Bau- arbeiten an der Weſt- und Mittelkuppel der Sct. Michaelskirche. — Bericht der 1. Section über das Einſchreiten des Herrn Jonas Löwy um erinnert, da iſt das aufblühende Vevey mit den „Avants“ im Rücken und eine Fülle anderer ſchauenswerther Punkte. Montreux ſelbſt hat wohl auch unter all den anderen Orten am See den Mitbewerberinnen um die Gunſt der rei- ſenden Menge, die geſchützteſte Lage und darum auch das mildeſte Klima. Der Winter tritt hier immer erſt etwas ſpät, ſo gegen Ende Jänner oder Anfang Februar und auch dann nirgends als allzu geſtrenger Tyrann auf. Oft kann man noch den Weihnachtstiſch mit friſchen Roſen aus dem Garten ſchmücken! In dieſem Jahre allerdings war es umgekehrt: der Froſt ſtellte ſich ſchon ziemlich zeitig ein und die Wochen vor dem Feſte waren faſt ununter brochen kalt und trübe. Dafür herrſcht aber nun ſeit Neujahr das wahre Frühlingswetter. Bäume und Sträucher fangen ſchon an zu treiben, und man könnte faſt glauben, ſchon jetzt den Veilchenduft in der Luft zu verſpüren. Freilich ganz ſo wunderſchön wird’s nicht weiter gehen, ein bischen Schnee und Eis wird uns ſchon auch hier noch beſcheert werden. Und ſollte dies wirklich ausbleiben, — der diesjährige Winter ſcheint ja nun einmal überall etwas aus der Art geſchlagen zu ſein — ſo ſorgt ſchon der alte Seegott dafür, daß die Menſchlein nicht gar zu übermüthig werden; er ſchickt ihnen ſeine wallenden Nebel herauf, zugleich darin ſeine eigene Schönheit, die Pracht der Berge, alles, alles einhüllend. Oder geſchieht das nur, weil ſeine Schweizer Kinder behaupten, daß dies geſund ſei! Oder iſt am Ende gar ein wenig Cocetterie dabei im Spiel? Man weiß ja das Schöne immer mehr zu ſchätzen, wenn man es eine Zeit lang entbehren mußte. Und was gäbe es viel reizvolleres, als nach ſolch’ grauer Dämmerung zu beobachten, wie die alten Coloſſe, die ſchroff- gezackten Savoyer- und Walliſeralpen und weiter rechts etwas im Hintergrunde der düſtere Jura unter den ſiegreichen Strahlen der Sonne ihren leichtgewirkten und doch ſo undurchſichtigen Panzer ſinken laſſen müſſen! Und wenn die Königin der Berge, hier der Dent du Midi, ſich wieder in ihrem jungfräulich reinſten Glanze zeigt! Das Herz wird einem bei ſolchem Anblicke ordentlich weit. Man begrüßt ſie alle wie liebe, treue Freunde, die man eine Weile nicht geſehen. Man ſtellt feſt, daß der eine von ihnen ſich mit einer größeren Pelzmütze geſchmückt, der andere ſich in ein längeres Cape gehüllt hat. Man begreift dann wohl, daß es Menſchen gibt, die aus Heimweh nach ihren Bergen krank werden, und man verſteht es, daß gerade dieſe Berge hier mit ihrem ſtarken Verbündeten, dem See, unſere Dichter zu begeiſterten Lobgeſängen herausforderten. Daher mag es wohl auch kommen, daß ſchon der Name des Genferſees alle Naturſchönheiten vor unſer geiſtiges Auge zaubert. Aber trifft es bei anderen Dingen meiſt zu, daß die Wirklichkeit unſere Vorſtellung ent- täuſcht, ſo tritt hier einmal der umgekehrte Fall ein: ſie übertrifft die reichſte Phantaſie. Abſchreibung des Waſſermehrconſumes. — Bericht der 1. Section über den für das k. k. Militär- Aerar durchgeführten Ankouf der Baugründe zur Erbauung eines Militär-Berpflegs-Magazins. — Bericht des Theater-Comités über das Anſuchen des Theaterdirectors Herrn Stanislaus Leſſer bezüglich Abſchreibung der Inſpections- und Nothbeleuchtungsgebühren und betreffend den An- kauf von Theater-Decorationen. (Muſikſchule des Muſikvereins. (2. Quartal.) Am Schluſſe des 1. Quartals ver- blieben 287 Schüler. Im Laufe des 2. Quar- tals traten 10 Schüler ein, 19 dagegen aus, ſo daß 278 verbleiben. Von dieſen wurden claſſi- ſicirt 276 und erhielten folgende Noten: Schul- beſuch: ſehr fleißig 269, fleißig 7, Sitten: vollkommen entſprechend 274, entſprechend 2, Fleiß: ausdauernd 231, befriedigend 44, un- gleichmäßig 1, Fortgang: Violineſehr gut 70, gut 32, genügend 4, Clavier: ſehr gut 100, gut 30, genügend 2, Geſang: ſehr gut 7, gut 6, Violincello: ſehr gut 10, gut 3, Viola: ſehr gut 2, gut 4, Contrabaß; ſehr gut 4, gut 2. (Georg Schönerer in Sternberg.) Freitag Abends fand in Sternberg im großen Saale der dortigen Turnhalle eine Verſammlung des Bundes deutſcher Landwirthe in der Oſtmark ſtatt, in welcher die Abgeordneten Schönerer und Iro ſowie Herr Schamberger ſprachen. Dieſelben wurden Namens der deutſchen Landwirthe von Abg. Zimmer und Namens der deutſchen natio- nalen Bevölkerung Sternbergs von Herrn Anton Ruß begrüßt. Während der Verſammlung kam es vor der Turnhalle und zum Theil im Vor- hauſe der letzteren zu aufregenden Scenen, indem Perſonen ohne Eintrittskarten eindringen wollten, was denſelben verweigert wurde. Auch Steine wurden geworfen, von denen einer den Redacteur Milde oberhalb des linken Auges an der Stirne traf. Die Verletzung iſt jedoch glücklicherweiſe keine bedeutende. Auch ein Landmann wurde ver- wundet. Gendarmerie und Polizei ſäuberten ſo- dann den Platz vor der Turnhalle, auf welchem ſich méhrere hundert Perſonen angeſammelt hatten. (Waskenkränzchen im Militär-Caſtue.) Das ſamſtägige Kränzchen im Militärcaſino bot ſeinen Beſuchern reichſte Unterhaltung, trotzdem der Beſuch kein ſo zahlreicher war, als ihn dieſe Kränzchen in früheren Jahren aufwieſen. Allein eine Fülle jugendlicher Erſcheinungen in den kleidſamſten Maskencoſtümen gab demſelben eige- nen Reiz. Neben den Masken in den verſchieden- ſten Nationaltrachten ſah man eine üppige Schöne im Incroyable-Coſtüme, eine duftige Mädchen- erſcheinung als hell leuchtender Frühling u. ſ. w. Der Domino war weniger vertreten. Unter den Herrencoſtümen fiel eines auf, das ſeinen Träger überaus gut kleidete, ein franzöſiſches Jagdcoſtüm (rother Frack u. ſ. w.) Se. Excellenz der Divi- ſionär F. M. Lt. Freiherr v. Mertens hatte das Kränzchen mit ſeinem Beſuche beehrt. Außer- dem waren General Heimroth, die Gräſinnen Zierotin, Graf Eltz und Gemahlin anweſend. Getanzt wurde mit Ausdauer bis zum Morgen. (Kränzchen des Geſelligkeits-Vereines der Beamten der k. k. öſterr Staatsbahnen.) Samſtag Abends fand im Engliſchſaale das von dem Geſelligkeitsvereine der k. k. öſterr. Staats- bahnen veranſtaltete Kränzchen ſtatt. Die Be- theiligung an demſelben war zwar etwas ſchwächer als in früheren Jahren, umſo animirter geſtaltete ſich jedoch die Unterhaltung ſelbſt, deren Arran- gement in beſten Händen ruhte und dem Comité allſeitige Anerkennung eintrug. Sehr originell und prächtig präſentirte ſich die Decoration des Saales. In der rechten Ecke ſah man den Vor- dertheil einer mächtigen, mit rothen Signallaternen verſehenen Locomotive, die aus einem Turnel hervorzukommen ſchien, während auf der linken Seite Apparte des Eiſenbahndienſtes (Wechſel etc.) angebracht waren. An den Wänden hatten rothe Signalfahnen Platz gefunden. Die Decoration fand allgemeinen Beifall. Die Damenwelt, welche ihre reizendſten Vertreterinnen entſendet hatte, war zumeiſt in Ballkleidung erſchienen; einige Mädchen hatten auch ſehr kleidſame Trachten ge- wählt. Getanzt wurde bei den Klängen der Muſik- capelle des 98. Inf.-Reg. mit vollſter Hingebung bis in die Morgenſtunden. Durch ein beſonders ſorgſames Arrangementzeichneten ſich die Quadrillen aus. Das Feſt, das einen glänzenden Verlauf nahm, beehrten mit ihrer Gegenwart Herr Re-

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Zitationshilfe: Mährisches Tagblatt. Nr. 41, Olmütz, 21.02.1898, S. [4]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_maehrisches41_1898/4>, abgerufen am 29.06.2022.