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Neue Rheinische Zeitung. Nr. 174. Köln, 21. Dezember 1848.

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-- Die "Presse" gibt folgendes Hauptresultat bis Mitternacht:

Es stimmten für Louis Napoleon Bonaparte 5,300,000.
Es stimmten für Cavaignac 1,320,000.

-- Im Lager der Bonapartisten herrscht Zwietracht. Man kann sich über Bildung eines neuen Ministeriums nicht einigen. Die Einen sagen: Wir wollen keinen Thiers. Die Andern sagen: Wir wollen Thters, aber nicht seine Strohmänner. Bis Postschluß verlautete, daß Bixio für den Handel auserkoren sei, da Fould ganz austritt und Passy die Finanzen behält.

-- Die "Estaffette" meldet: Bugeaud's Ernennung zum Oberbefehlshaber der Alpenarmee sei rein nominell, da diese Armee aufgelöst würde. (???)

-- Oudinot, bisheriger Befehlshaber der Alpenarmee, erklärt in fast allen Morgenblättern, daß er weder den Gesandtschaftsposten in Petersburg, noch das Kriegsportefeuille annehme, sondern sich in dem Falle ganz den Parlamentsgeschäften widmen würde, wenn man ihm das Oberkommando abnehme.

-- Um die Person des neuen Präsidenten wird unendlich viel intruigirt. Die Wärmsten seiner zahlreichen "Freunde" rathen ihm sogar, "den Eid auf die Verfassung nicht zu leisten" und sich sogleich zum Kaiser ausrufen zu lassen. Doch soweit geht man am Place St. Georges nicht. Der Prinz wird ruhig schwören.

-- Das Schloß von St. Cloud wird dem neuen Präsidenten der Republik als Sommersitz angewiesen.

-- In den elysäischen Feldern schlagen die Zimmerleute bereits die Gerüste zu der nächstjährigen großen Industrieausstellung auf.

-- In den Buch- und Bilderläden weht der Wind schon wieder bedeutend kaiserlich. Cavaignac, Proudhon und die unsterblichen Präsidialbilder haben längs den Boulevards, in der Vivienstraße, im Palais National und der Rue de Coq etc. den bekannten Kaiserbildern wieder Platz gemacht.

-- Im Gymnase-Theater soll jetzt eine neue kommunistische Posse: "Nieder mit der Familie!" oder die Banketsucht, Glück machen. Sauvage sagt in einer Kritik darüber im Moniteur: Es gibt in Paris Thiere, welche die Nachahmungssucht in noch höherm Grade besitzen als der Affe, nämlich die Theater-Direktoren. Das Beispiel der Vaudeville-Theaters am Börsenplatz mit Proudhon's "Eigenthum ist Diebstahl!" wirkt ansteckend.

-- Der von der Freiburger demokratischen Regierung in's Gefängniß geworfene Bischof Marilly ist, wie das Univers meldet, im Schlosse Divonne auf französischem Boden angekommen.

-- Das sterbende Kabinet will seine Hand an die Klubs nicht legen. Die geschlossenen Klubs öffnen sich von Neuem. Vorgestern Abend schritt der gefürchtete Barbes'sche Klub de la Revolution zur Bildung seines neuen Comite's, in welches Herve, Thore, Texier du Motteu, Dambel, Gouache etc. gewählt wurden. Das Präsidium dieses Klubs bleibt dem gefangenen Gründer vorbehalten. Bürger Bernard, der "wandernde" Klubbist, geht aus aus einem Klub in den andern, von einer Barriere zur andern, um das demokratische Feuer zu unterhalten.

-- Nationalversammlung. Sitzung vom 18. December. Anfang 2 Uhr. Präsident Marrast. Die Bänke sind übervoll.

Rolland nimmt gleich nach dem Protokoll das Wort, um den Justizminister zur Rede zu stellen. Er erzählt, daß das Journal de Cambray einen Aufsatz gebracht, der die neue Verfassung der Republik und die Nationalversammlung auf das Empörendste behandele. Dieser Aufsatz sei von der Gazette de France abgedruckt worden und enthalte unter Anderem die Phrase, daß der Nationalvertretung an dem Tage von den Pariser Klubs Zwang angethan worden sei, wo sie (4. Mai) die Republik vom Peristyle ihres Lokals herab proklamirt habe etc. etc.

Marie, Justizminister, erwidert, daß auch er von dem Ton dieses Aufsatzes betroffen gewesen sei und daß er die gerichtliche Verfolgung der Gazette verordnet habe. An der Justiz sei es, das Ihrige zu thun.

Gent, aus Avignon, besteigt dann -- wegen seiner Duellwunde den Arm noch in der Binde tragend -- die Bühne, um den Minister des Innern wegen der Polizeimaaßregeln zur Rede zu stellen, die er gegen die Reunions Elektorales ergriffen, indem er ihnen einen Polizeikommissarius beigestellt, der alle Vorträge überwache. Dies sei gegen die Verfassung; die Bürger hätten das freie Vereinsrecht, das sie vor allen Dingen zu Besprechungen über Deputirtenwahlen benutzen müssen, die in Folge der Erhebung Bonapartes zum Präsidenten nächstens wieder eintreten. Der Minister habe sich erlaubt, selbst das Centralwahlkomite zu schließen. Er frage hiermit, ob der Minister laut Artikel 16 oder 19 des berüchtigten Klubgesetzes hiefür ein Recht habe. (Ja, Ja! Nein, Nein!)

Dufaure, Minister des Innern, hält eine lange Gegenrede zur Unterstützung seiner Maaßregel. Der Ausdruck Reunion Elektorale sei nur ein Aushängeschild zur Bemäntelung der Propaganda. Diese Wahlversammlungen seien nichts weiter, als die alten Klubs, in denen die Anarchie gepredigt werde. (Widerspruch vom Berge) So lange die Präsidentenwahl vorlag, habe die Regierung nicht einschreiten wollen, um volle Wahl und Diskussionsfreiheit zu sichern. Jetzt aber glaube sie nur im Interesse der Beschlüsse der Nationalversammlung zu handeln, wenn sie einen Polizeibeamten beiordne. Der betreffende Fall gegen das Central-Comite wird dann vom Minister gerechtfertigt. (Beifall zur Rechten und auf der Ebene.)

Joly: Der Minister verwirrt die Frage. Es handele sich darum zu wissen: war jenes Wahlkomite eine öffentliche oder partikulare Versammlung? Ich sage, es war letzteres, der Minister handelte also willkürlich und beging ein Attentat gegen die Volkssouveränetät. (Oh, oh! Allons donc! Zum Schluß! zum Schluß!)

Die Versammlung kehrt zur Tagesordnung, zur Beholzungsfrage "im Interesse des Proletariats" zurück.

Die Versammlung beschließt nach verworrener Debatte, den ganzen Plan dem Finanzausschusse zuzuweisen.

Lagrange (vom Berge), beschwört wiederholt die Kammer, die Amnestiefrage doch spätestens morgen auf die Tagesordnung zu setzen.

Wird abermals mit 367 gegen 189 Stimmen verworfen.

20 Departements haben ihre Protokolle noch nicht eingesandt. Die Sitzung wird um 5 3/4 Uhr geschlossen.

Großbritannien.
* London, 18. Dez.

Die beiden Parlamentshäuser werden am 1. Februar wieder zusammentreten. Der 1. Febr. ist gerade der Tag, wo der Akt der Aufhebung der Korngesetze in volle Wirksamkeit kommt.

Das Geschäft in den Manufakturdistrikten war ziemlich belebt in der letzten Woche, so daß sämmtliche Spinnereien in Manchester beschäftigt waren. Man vermuthet indeß mit Recht, daß auch wieder Manches auf Spekulation fabrizirt wird.

68 London, 17. Dez.

Die Parlamentswahl im West-Riding von Yorkshire ist beendigt. Die Wichtigkeit dieses großen Wahlbezirks verleiht dem Wahlresultate eine nicht zu übersehende Bedeutung. Das West-Riding ist eine Art Barometer für die politische Meinung im englischen Wahlkörper. Das aus der Wahlurne hervorgegangene Parlamentsmitglied ist Hr. Denison, eines Mannes, der zur Partei Peel, zu den gemäßigten und liberalen Conservativen gehört. Früher war er Protektionist und opponirte im Parlament den Freihandelsmännern. Wie Robert Peel ist er jetzt mit dem "free trade" ausgesöhnt und stimmt jetzt für den s. g. "weisen Fortschritt." Sein aus dem Felde geschlagener Gegenkandidat gehört zur Whigpartei. Denison's Sieg ist der offenste Protest, daß die Mehrzahl der Wählerschaft die ganze Whigregierung herzlich satt hat und Männer, wie Peel und Genossen, den "gemeinen, brutalen und blutdürstigen" Whi[g]s tausendmal vorzieht.

Die nächste, vielleicht in 6 Wochen beginnende, Parlamentssession wird dem kleinen John und seinem Anhange bittere Stunden und vielleicht einen baldigen Sturz bereiten.

Spanien.
68 Madrid, 10. Dezbr.

Pindal soll die Rede verfassen, welche die Königin am 15. d. bei Eröffnung der Cortes halten wird. Der Marquis von Miraflores ist zum Präsident des Senates bestimmt. Mayans ist der Gouvernements-Kandidat für die Präsidentschaft der Deputirtenkammer. Die öffentlichen Gebete für den Pabst werden heute beginnen, um während 2 Tagen fortgesetzt zu werden.

Die Epoca von Cadix meldet: daß ein Befehl der Regierung angelangt sei, sofort alle Kriegsschiffe auszurüsten, damit sie sich nach der italienischen Küste auf den Weg machten.

Handelsnachrichten. [irrelevantes Material]

Civilstand der Stadt Köln.

Den 14. u. 15. Dez. 1848.

Sterbefälle.

Anna Gert. Wolff, Wittwe Schallenberg, 63 J. alt, Rothgerberb. -- Adele v Myrbach-Kempen, geb. v. Relbeld, 43 J. alt, Mauritiussteinw. -- Joh. Bern. Esser, Doctor der Philosophie und Proto-Vicar des Domstifts, 77 J. alt, Laurenzpl. -- Agnes Jülich, 3 J. 2 M. alt, Himmelreich. -- Christian Graf, 18 T. alt, Entenpf. -- Ein unehel. Mädchen.

Jos. Sturm, ohne Gew., früher Bäcker 72 J. alt, Wittwer, Waidm. -- Hub. Arn. Herbrand, ohne Gew., 68 J. alt, verheir. Hochstr. -- Maria Anna Franzen, 80 J. alt, unverh. Cäciliensp. -- Anna Agnes Theod. Vendel, 5 J. 1 M. alt, Cäcilienstr. -- Maria Cathar. Nettesheim, 1 J. 2 M. alt, Entenpf.

Heiraths-Ankündigungen.

(17.) Conrad Heinr. Holstein, Kfm., Hochstr., und Juliane Cathar. Daniels Wittwe Hembsch, Perlengr. -- Theod. Friedr. Wilh. Schmitz, Schreinerm., kl. Telegraphenstraße., und Maria Thenee, Wittwe Gräfer, Schnurg. -- Anton Nonnen, Bäckerm., Ursulapl., und Maria Cathar. Jos. Reetz, Eigelst. -- Joh. Kirschbaum, Bierbr., Eigelst., und Christ. Bosgard, unter Kranenb. -- Gottfr. Paeffgen, Tagl., Weichserhof, und Anna Gilles, Weichserhof, früher zu Hasenfeld. -- Ferd. Herm. Laue, Sergeant, seit kurzem zu Braunsfels, früher Blankenheimerhof-Kaserne, und Eva Firnich, Mauritiussteinw. -- Joh. Aloys Knour, Schneiderm., Antonitern, und Anna Clara Weber, Perlenpf. -- Heinr. Bredestyn, Steinh., Severinstr., u. Cathar. Schmitz, Josephstr. -- Heinr. Koch, Stuckaturer, Engg, und Elisab. Neuhausen, Engg., früher zu Geilenkirchen. -- Lamb. Brand, Schneider, zu Brühl u. Anna Rosa Margar. Schmidt, Kattenbug. -- Peter Rumpen, Musiklehrer, Probsteig., und Maria Clara Jos. Longerich, Klingelp. -- Joh Dahlen, ohne Gew., Wittwer, am Hof, und Elisab. Hartmann, vor den sieben Burgen. -- Anton Hambach, Tischlerges., Catharinengr., und Helena Meyer, Schnurg. -- Jacob Klüster, Schusterm., Entenpfuhl, und Anna Maria Kürten, Kammacherg. -- Christ. Millard, Schreiner, und Elisab. Schleuer, beide Klapperg.

Den 16. Dezember 1848.

Geburten.

Mich., S. v. Joh. Adolph Baurmann, Schuhmacher, Glockenring. -- Maria Hubert Adelh. Elisab., T. v. Bal. Reinartz, Dachdeckerm., Waisenhausg. -- Louise, T. v. Heinr. Jos. Scheffen, Eisenbahnarb., Eigelstein. -- Elis., T. v. Joh. Jüssen, Tagl, gr. Witschg. -- Friedr. Wilh. Hub., S. v. Franz Wilh. Fischer, Zuckersiiderm., Follerstr. -- Joh. Heinr., S. v. Theod. Wallraf Zuckerarb., Machabäerstr. -- Christ., S. v. Mich. Büttgen, Zimmerges., Achterstraße. -- Joh. Pet., S. v. Joh. Jos. Krusius; Goldarb., Malzmühle. -- Ein unehel. Knabe.

Sterbefälle.

Sophia Demling, 5 W. alt, Hochstr. -- Herm. Jos. Witmius, 8 W. alt, Perlengr. -- Louis Emanuel, 1 J. 4 M. alt, Biberstr., -- Heinr. Büren, Ulanen-Unteroffizier, 39 J. alt, unverh., Garn.-Lazar. -- Cathar. Brandenberg, 3 W. alt, Thieboldsg. -- Gertr. Fischer, 11 J. alt, Löhrg. -- Agnes Thelen, 6 T. alt, Tempelst.

Heirathen.

Bern. Hub. Buckes, Miethkutscher, und Gertr. Brig. Bilck, beide v. hier. -- Wilh. Brewer, Lohndiener, Wittwer, und Anna Maria Ode, beide v. hier. -- Ant. Ferd. Aug. Büssien, Unteroffizier, v. Ehrenbreitstein, und Agnes Just. Piscator, v. Bonn.

Schifffahrts-Anzeige.

Köln, 20. Dezember 1848.

Abgefahren: G. Weidner nach Koblenz. P. Kohlbecher nach der Saar.

In Ladung: Nach Ruhrort bis Emmerich Wwe Wb. Jac. Schaaff. Nach Düsseldorf bis Mülheim an der Ruhr A. Meyer. Nach Andernach und Neuwied Pet. Gies u. M. Pera. Nach Koblenz, der Mosel und G. Weidner. Nach der Mosel, nach Trier und der Saar. Nach Bingen H. Harling. Nach Mainz Val. Pfaff. Nach dem Niedermain. Nach Worms und Mannheim A. Rauth. Nach Heilbronn H. Staab.

Nach Rotterdam Kapt. Breynks Köln Nr. 21.
Nach Amsterdam Kapt. Berns Köln Nr. 4.

Rheinhöhe am 20. Dez. 6' 11".

Lizitation.

In der gerichtlichen Theilungssache der Wittwe und Kinder von Heinrich Burbach, wird das Haus Weißbüttengasse Nr. 15 hiesiger Stadt sammt Hofraum, Garten und Hintergebäude Donnerstag den 28. d., Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten, hierzu kommittirten Notar und auf dessen Schreibstube, woselbst Expertise und Heft der Bedingungen einzusehen sind, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und dem Meistbietenden definitiv zugeschlagen werden.

Köln, den 16. Dezember 1848. Fier.

Auszug.

Durch Urtheil des Königlichen Landgerichts zu Köln vom neunzehnten Dezember dieses Jahres, ist zwischen der zu Köln wohnenden Maria Magdalena Radermacher, Ehefrau des zu Köln wohnenden frühern Möbelhändlers nunmehr gewerblosen Johann Heinrich Bungartz Klägerin, vertreten durch den unterzeichneten, zu Köln wohnenden, Advokat-Anwalt Commer, gegen ihren genannten Ehemann Johann Heinrich Bungartz, Verklagter, vertreten durch den zu Köln wohnenden Advokat-Anwalt Böcker, die Trennung der Güter ausgesprochen worden.

Köln, den 20. Dezember 1848.

Für die Richtigkeit des Auszuges: Commer, Advokat-Anwalt.

Gemälde-Versteigerung a tout prix.

Heute Donnerstag den 21. Dezember und die folgenden Tage, Morgens 10 Uhr, Versteigerung einer bedeutenden Anzahl Gemälde, worunter mehrere von großen Meistern. -- Dieselben werden ohne weiters dem Höchst- und Letztbietenden zugeschlagen. Die Versteigerung findet in der Wohnung des Antiquars J. G. Späner, Domhof Nr 13 Statt.

Holz-Verkauf.

Am Freitag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen bei dem Wirthen Overlöper zu Eppinghoven aus den Waldungen des Rittersitzes Wohnung:

1) 80 Nrn. Eichenbäume von besonderer Schwere und Länge,
2) 43 Nrn. Schlagholz mit Eichenbäumen und Eichen-Heistern vermischt,
3) 39 Nrn. Schlagholz,

öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft verkauft werden. Der Privatförster Boll weist den Kauflustigen das Holz auf Verlangen näher an.

Haus Wohnung bei Dinslaken, 14. Dez. 1848.

Van Koolwyk, Rentmeister.

Ein Ackerland-Versteigerungs-Protokoll aus hiesiger Gegend von 2500 Thaler wird zu übertragen gesucht. Die Exp. sagt wer.

Berichtigung.

In den Heiraths-Ankündigungen der Köln. Zeitung befindet sich mein Gewerbe unrichtig angegeben, es muß anstatt Bierbrauer Barbier heißen.

Köln, den 20. Dezember 1848.

J. Kirschbaum.

VAN EETEN & Cmp. in Antwerpen.

Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN.

Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika.

Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne Kupferbodene u. kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden.

Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1. März 1849 Anfang.

Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, und liefert auch Contrakte für alle Plätze ins innere der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe naeh Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc.

Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland.

Antwerpen, den 18. December 1848.

VAN EETEN et Comp

NB. Man wünscht noch einige respektable Agenten, welche im Stande sind eine genügende Caution zu stellen.

Im neuen Laden, Obenmarspforten, gegenüber dem Jülichsplatz, werden verkauft:

Feinstes Tuch und Buckskin neueste Dessins, die ganze Hose 2 bis 4 1/2 Thlr. Westenstoffe, neueste Muster von 8 Sgr. bis 1 3/4 Thlr. Winterpaletots in Düffel zu 3 Thlr. 20 Sgr. bis 5 1/2 Thlr. Bournousse in feinem Tuch von 8 bis 14 Thlr. Unterhosen und Unterjacken von 15 Sgr. bis 1 1/2 Thlr. Cravatten in Atlas und Lasting, Herren-Shwals in Atlas, Seide und Wolle, Schlipse in allen Sorten, viereckige, schwerseidene Tücher zu äußerst billigen Preisen.

Regenschirme in schwerer Seide von 2 Thlr. 10 Sgr. bis 3 Thlr. 15 Sgr. Zeugschirme, 22 Sgr. bis 1 Thlr. 15 Sgr.

Gebrauchte Schirmgestelle werden in Zahlung genommen

Alle Sorten Handschuhe von 2 Sgr. bis 15 Sgr.

Die Waaren werden wirklich so billig verkauft, wie die Preise angegeben sind, Joseph Sacks aus Frankfurt a. M., im Hause des Herrn Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichsplatz.

Kartoffel-Pfannenkuchen auf ächt westpfälische Art, so wie Gans mit Kastanien, Haasenbraten und Ragout, Schellfische u. s. w., heute Samstag Abend bei Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhof Nro. 17.

Täglich frische trockene Hefe bei Weiler unter Gottesanaden Nr. 9.

Gasthof-Empfehlung.

Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Restauration derartig eingerichtet habe, daß, anstatt der bisher bestandenen table d'h[unleserliches Material]te, resp. Abonnenten-Tisches, wie in andern großen Städten täglich von 12 bis 2 Uhr Mittagsessen a la carte, zu billigem Preise verabreicht wird. Gleichzeitig empfehle ich meine Gastwirthschaft, gute und billige Weine, so wie meine Abends-Restauration auf's beste.

Köln, den 15. Dezember 1848.

Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhofplatz Nro. 17.

Annonce.

Zwei junge Männer, beide von sanftem Charakter, dem gebildeten Stande angehörig, welche in dem festen Glauben, daß Deutschland einer sehr unglücklichen Zeit entgegengehe, in Amerika sich in Gesellschaft mehrer deutschen Familien niederzulassen wünschen, suchen jeder eine Lebensgefährtin, welche sich entschließen kann. Wohl und Wehe mit ihnen zu theilen; am liebsten Töchter vom Lande mit einigem Baarvermögen. Freie Briefe nimmt die Expedition dieser Zeitung an. Verschwiegenheit ist selbstredend.

Börse bei Halin.

Heute Mittag und Abend große Harmonie.

H. Halswick,Bude Nro. 9 auf dem Altenmarkt.

Empfiehlt sich mit seinen Artikeln zu Weihnachtsgeschenken. Unter diesen befinden sich Pfeifenköpfe und Schnupftabaksdosen mit dem wohlgelungenen Portrait Robert Blum's.

Konzessionirtes Vaudeville-Theater.

Heute Donnerstag den 21. Dezember 1848:

Zweite Gastdarstellung des Hrn. Scheele.

Nr. 777.

Posse in 1 Akt von Lebrun.

Hierauf: Die Mäntel oder der Schneider aus Lissabon.

Lustspiel in 2 Akten von Blum.

*** im 1. Stück der Pfeffer *** im 2. Stück der Balthasar Hr. Scheele als Gast.

Entree 10 Sgr. a Person, wofür Getränke verabreicht werden.

Kassa-Eröffnung 6 Uhr.

Anfang 7 Uhr.

Franz Stollwerck.

Der Gerant: Korff.
Druck von J. W. Dietz, unter Hutmacher Nr. 17.

— Die „Presse“ gibt folgendes Hauptresultat bis Mitternacht:

Es stimmten für Louis Napoleon Bonaparte 5,300,000.
Es stimmten für Cavaignac 1,320,000.

— Im Lager der Bonapartisten herrscht Zwietracht. Man kann sich über Bildung eines neuen Ministeriums nicht einigen. Die Einen sagen: Wir wollen keinen Thiers. Die Andern sagen: Wir wollen Thters, aber nicht seine Strohmänner. Bis Postschluß verlautete, daß Bixio für den Handel auserkoren sei, da Fould ganz austritt und Passy die Finanzen behält.

— Die „Estaffette“ meldet: Bugeaud's Ernennung zum Oberbefehlshaber der Alpenarmee sei rein nominell, da diese Armee aufgelöst würde. (???)

— Oudinot, bisheriger Befehlshaber der Alpenarmee, erklärt in fast allen Morgenblättern, daß er weder den Gesandtschaftsposten in Petersburg, noch das Kriegsportefeuille annehme, sondern sich in dem Falle ganz den Parlamentsgeschäften widmen würde, wenn man ihm das Oberkommando abnehme.

— Um die Person des neuen Präsidenten wird unendlich viel intruigirt. Die Wärmsten seiner zahlreichen „Freunde“ rathen ihm sogar, „den Eid auf die Verfassung nicht zu leisten“ und sich sogleich zum Kaiser ausrufen zu lassen. Doch soweit geht man am Place St. Georges nicht. Der Prinz wird ruhig schwören.

— Das Schloß von St. Cloud wird dem neuen Präsidenten der Republik als Sommersitz angewiesen.

— In den elysäischen Feldern schlagen die Zimmerleute bereits die Gerüste zu der nächstjährigen großen Industrieausstellung auf.

— In den Buch- und Bilderläden weht der Wind schon wieder bedeutend kaiserlich. Cavaignac, Proudhon und die unsterblichen Präsidialbilder haben längs den Boulevards, in der Vivienstraße, im Palais National und der Rue de Coq etc. den bekannten Kaiserbildern wieder Platz gemacht.

— Im Gymnase-Theater soll jetzt eine neue kommunistische Posse: „Nieder mit der Familie!“ oder die Banketsucht, Glück machen. Sauvage sagt in einer Kritik darüber im Moniteur: Es gibt in Paris Thiere, welche die Nachahmungssucht in noch höherm Grade besitzen als der Affe, nämlich die Theater-Direktoren. Das Beispiel der Vaudeville-Theaters am Börsenplatz mit Proudhon's „Eigenthum ist Diebstahl!“ wirkt ansteckend.

— Der von der Freiburger demokratischen Regierung in's Gefängniß geworfene Bischof Marilly ist, wie das Univers meldet, im Schlosse Divonne auf französischem Boden angekommen.

— Das sterbende Kabinet will seine Hand an die Klubs nicht legen. Die geschlossenen Klubs öffnen sich von Neuem. Vorgestern Abend schritt der gefürchtete Barbes'sche Klub de la Revolution zur Bildung seines neuen Comité's, in welches Hervé, Thoré, Texier du Motteu, Dambel, Gouache etc. gewählt wurden. Das Präsidium dieses Klubs bleibt dem gefangenen Gründer vorbehalten. Bürger Bernard, der „wandernde“ Klubbist, geht aus aus einem Klub in den andern, von einer Barriere zur andern, um das demokratische Feuer zu unterhalten.

Nationalversammlung. Sitzung vom 18. December. Anfang 2 Uhr. Präsident Marrast. Die Bänke sind übervoll.

Rolland nimmt gleich nach dem Protokoll das Wort, um den Justizminister zur Rede zu stellen. Er erzählt, daß das Journal de Cambray einen Aufsatz gebracht, der die neue Verfassung der Republik und die Nationalversammlung auf das Empörendste behandele. Dieser Aufsatz sei von der Gazette de France abgedruckt worden und enthalte unter Anderem die Phrase, daß der Nationalvertretung an dem Tage von den Pariser Klubs Zwang angethan worden sei, wo sie (4. Mai) die Republik vom Peristyle ihres Lokals herab proklamirt habe etc. etc.

Marie, Justizminister, erwidert, daß auch er von dem Ton dieses Aufsatzes betroffen gewesen sei und daß er die gerichtliche Verfolgung der Gazette verordnet habe. An der Justiz sei es, das Ihrige zu thun.

Gent, aus Avignon, besteigt dann — wegen seiner Duellwunde den Arm noch in der Binde tragend — die Bühne, um den Minister des Innern wegen der Polizeimaaßregeln zur Rede zu stellen, die er gegen die Reunions Elektorales ergriffen, indem er ihnen einen Polizeikommissarius beigestellt, der alle Vorträge überwache. Dies sei gegen die Verfassung; die Bürger hätten das freie Vereinsrecht, das sie vor allen Dingen zu Besprechungen über Deputirtenwahlen benutzen müssen, die in Folge der Erhebung Bonapartes zum Präsidenten nächstens wieder eintreten. Der Minister habe sich erlaubt, selbst das Centralwahlkomite zu schließen. Er frage hiermit, ob der Minister laut Artikel 16 oder 19 des berüchtigten Klubgesetzes hiefür ein Recht habe. (Ja, Ja! Nein, Nein!)

Dufaure, Minister des Innern, hält eine lange Gegenrede zur Unterstützung seiner Maaßregel. Der Ausdruck Reunion Elektorale sei nur ein Aushängeschild zur Bemäntelung der Propaganda. Diese Wahlversammlungen seien nichts weiter, als die alten Klubs, in denen die Anarchie gepredigt werde. (Widerspruch vom Berge) So lange die Präsidentenwahl vorlag, habe die Regierung nicht einschreiten wollen, um volle Wahl und Diskussionsfreiheit zu sichern. Jetzt aber glaube sie nur im Interesse der Beschlüsse der Nationalversammlung zu handeln, wenn sie einen Polizeibeamten beiordne. Der betreffende Fall gegen das Central-Comite wird dann vom Minister gerechtfertigt. (Beifall zur Rechten und auf der Ebene.)

Joly: Der Minister verwirrt die Frage. Es handele sich darum zu wissen: war jenes Wahlkomite eine öffentliche oder partikulare Versammlung? Ich sage, es war letzteres, der Minister handelte also willkürlich und beging ein Attentat gegen die Volkssouveränetät. (Oh, oh! Allons donc! Zum Schluß! zum Schluß!)

Die Versammlung kehrt zur Tagesordnung, zur Beholzungsfrage „im Interesse des Proletariats“ zurück.

Die Versammlung beschließt nach verworrener Debatte, den ganzen Plan dem Finanzausschusse zuzuweisen.

Lagrange (vom Berge), beschwört wiederholt die Kammer, die Amnestiefrage doch spätestens morgen auf die Tagesordnung zu setzen.

Wird abermals mit 367 gegen 189 Stimmen verworfen.

20 Departements haben ihre Protokolle noch nicht eingesandt. Die Sitzung wird um 5 3/4 Uhr geschlossen.

Großbritannien.
* London, 18. Dez.

Die beiden Parlamentshäuser werden am 1. Februar wieder zusammentreten. Der 1. Febr. ist gerade der Tag, wo der Akt der Aufhebung der Korngesetze in volle Wirksamkeit kommt.

Das Geschäft in den Manufakturdistrikten war ziemlich belebt in der letzten Woche, so daß sämmtliche Spinnereien in Manchester beschäftigt waren. Man vermuthet indeß mit Recht, daß auch wieder Manches auf Spekulation fabrizirt wird.

68 London, 17. Dez.

Die Parlamentswahl im West-Riding von Yorkshire ist beendigt. Die Wichtigkeit dieses großen Wahlbezirks verleiht dem Wahlresultate eine nicht zu übersehende Bedeutung. Das West-Riding ist eine Art Barometer für die politische Meinung im englischen Wahlkörper. Das aus der Wahlurne hervorgegangene Parlamentsmitglied ist Hr. Denison, eines Mannes, der zur Partei Peel, zu den gemäßigten und liberalen Conservativen gehört. Früher war er Protektionist und opponirte im Parlament den Freihandelsmännern. Wie Robert Peel ist er jetzt mit dem »free trade« ausgesöhnt und stimmt jetzt für den s. g. „weisen Fortschritt.“ Sein aus dem Felde geschlagener Gegenkandidat gehört zur Whigpartei. Denison's Sieg ist der offenste Protest, daß die Mehrzahl der Wählerschaft die ganze Whigregierung herzlich satt hat und Männer, wie Peel und Genossen, den „gemeinen, brutalen und blutdürstigen“ Whi[g]s tausendmal vorzieht.

Die nächste, vielleicht in 6 Wochen beginnende, Parlamentssession wird dem kleinen John und seinem Anhange bittere Stunden und vielleicht einen baldigen Sturz bereiten.

Spanien.
68 Madrid, 10. Dezbr.

Pindal soll die Rede verfassen, welche die Königin am 15. d. bei Eröffnung der Cortes halten wird. Der Marquis von Miraflores ist zum Präsident des Senates bestimmt. Mayans ist der Gouvernements-Kandidat für die Präsidentschaft der Deputirtenkammer. Die öffentlichen Gebete für den Pabst werden heute beginnen, um während 2 Tagen fortgesetzt zu werden.

Die Epoca von Cadix meldet: daß ein Befehl der Regierung angelangt sei, sofort alle Kriegsschiffe auszurüsten, damit sie sich nach der italienischen Küste auf den Weg machten.

Handelsnachrichten. [irrelevantes Material]

Civilstand der Stadt Köln.

Den 14. u. 15. Dez. 1848.

Sterbefälle.

Anna Gert. Wolff, Wittwe Schallenberg, 63 J. alt, Rothgerberb. — Adele v Myrbach-Kempen, geb. v. Relbeld, 43 J. alt, Mauritiussteinw. — Joh. Bern. Esser, Doctor der Philosophie und Proto-Vicar des Domstifts, 77 J. alt, Laurenzpl. — Agnes Jülich, 3 J. 2 M. alt, Himmelreich. — Christian Graf, 18 T. alt, Entenpf. — Ein unehel. Mädchen.

Jos. Sturm, ohne Gew., früher Bäcker 72 J. alt, Wittwer, Waidm. — Hub. Arn. Herbrand, ohne Gew., 68 J. alt, verheir. Hochstr. — Maria Anna Franzen, 80 J. alt, unverh. Cäciliensp. — Anna Agnes Theod. Vendel, 5 J. 1 M. alt, Cäcilienstr. — Maria Cathar. Nettesheim, 1 J. 2 M. alt, Entenpf.

Heiraths-Ankündigungen.

(17.) Conrad Heinr. Holstein, Kfm., Hochstr., und Juliane Cathar. Daniels Wittwe Hembsch, Perlengr. — Theod. Friedr. Wilh. Schmitz, Schreinerm., kl. Telegraphenstraße., und Maria Thenee, Wittwe Gräfer, Schnurg. — Anton Nonnen, Bäckerm., Ursulapl., und Maria Cathar. Jos. Reetz, Eigelst. — Joh. Kirschbaum, Bierbr., Eigelst., und Christ. Bosgard, unter Kranenb. — Gottfr. Paeffgen, Tagl., Weichserhof, und Anna Gilles, Weichserhof, früher zu Hasenfeld. — Ferd. Herm. Laue, Sergeant, seit kurzem zu Braunsfels, früher Blankenheimerhof-Kaserne, und Eva Firnich, Mauritiussteinw. — Joh. Aloys Knour, Schneiderm., Antonitern, und Anna Clara Weber, Perlenpf. — Heinr. Bredestyn, Steinh., Severinstr., u. Cathar. Schmitz, Josephstr. — Heinr. Koch, Stuckaturer, Engg, und Elisab. Neuhausen, Engg., früher zu Geilenkirchen. — Lamb. Brand, Schneider, zu Brühl u. Anna Rosa Margar. Schmidt, Kattenbug. — Peter Rumpen, Musiklehrer, Probsteig., und Maria Clara Jos. Longerich, Klingelp. — Joh Dahlen, ohne Gew., Wittwer, am Hof, und Elisab. Hartmann, vor den sieben Burgen. — Anton Hambach, Tischlerges., Catharinengr., und Helena Meyer, Schnurg. — Jacob Klüster, Schusterm., Entenpfuhl, und Anna Maria Kürten, Kammacherg. — Christ. Millard, Schreiner, und Elisab. Schleuer, beide Klapperg.

Den 16. Dezember 1848.

Geburten.

Mich., S. v. Joh. Adolph Baurmann, Schuhmacher, Glockenring. — Maria Hubert Adelh. Elisab., T. v. Bal. Reinartz, Dachdeckerm., Waisenhausg. — Louise, T. v. Heinr. Jos. Scheffen, Eisenbahnarb., Eigelstein. — Elis., T. v. Joh. Jüssen, Tagl, gr. Witschg. — Friedr. Wilh. Hub., S. v. Franz Wilh. Fischer, Zuckersiiderm., Follerstr. — Joh. Heinr., S. v. Theod. Wallraf Zuckerarb., Machabäerstr. — Christ., S. v. Mich. Büttgen, Zimmerges., Achterstraße. — Joh. Pet., S. v. Joh. Jos. Krusius; Goldarb., Malzmühle. — Ein unehel. Knabe.

Sterbefälle.

Sophia Demling, 5 W. alt, Hochstr. — Herm. Jos. Witmius, 8 W. alt, Perlengr. — Louis Emanuel, 1 J. 4 M. alt, Biberstr., — Heinr. Büren, Ulanen-Unteroffizier, 39 J. alt, unverh., Garn.-Lazar. — Cathar. Brandenberg, 3 W. alt, Thieboldsg. — Gertr. Fischer, 11 J. alt, Löhrg. — Agnes Thelen, 6 T. alt, Tempelst.

Heirathen.

Bern. Hub. Buckes, Miethkutscher, und Gertr. Brig. Bilck, beide v. hier. — Wilh. Brewer, Lohndiener, Wittwer, und Anna Maria Ode, beide v. hier. — Ant. Ferd. Aug. Büssien, Unteroffizier, v. Ehrenbreitstein, und Agnes Just. Piscator, v. Bonn.

Schifffahrts-Anzeige.

Köln, 20. Dezember 1848.

Abgefahren: G. Weidner nach Koblenz. P. Kohlbecher nach der Saar.

In Ladung: Nach Ruhrort bis Emmerich Wwe Wb. Jac. Schaaff. Nach Düsseldorf bis Mülheim an der Ruhr A. Meyer. Nach Andernach und Neuwied Pet. Gies u. M. Pera. Nach Koblenz, der Mosel und G. Weidner. Nach der Mosel, nach Trier und der Saar. Nach Bingen H. Harling. Nach Mainz Val. Pfaff. Nach dem Niedermain. Nach Worms und Mannheim A. Rauth. Nach Heilbronn H. Staab.

Nach Rotterdam Kapt. Breynks Köln Nr. 21.
Nach Amsterdam Kapt. Berns Köln Nr. 4.

Rheinhöhe am 20. Dez. 6′ 11″.

Lizitation.

In der gerichtlichen Theilungssache der Wittwe und Kinder von Heinrich Burbach, wird das Haus Weißbüttengasse Nr. 15 hiesiger Stadt sammt Hofraum, Garten und Hintergebäude Donnerstag den 28. d., Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten, hierzu kommittirten Notar und auf dessen Schreibstube, woselbst Expertise und Heft der Bedingungen einzusehen sind, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und dem Meistbietenden definitiv zugeschlagen werden.

Köln, den 16. Dezember 1848. Fier.

Auszug.

Durch Urtheil des Königlichen Landgerichts zu Köln vom neunzehnten Dezember dieses Jahres, ist zwischen der zu Köln wohnenden Maria Magdalena Radermacher, Ehefrau des zu Köln wohnenden frühern Möbelhändlers nunmehr gewerblosen Johann Heinrich Bungartz Klägerin, vertreten durch den unterzeichneten, zu Köln wohnenden, Advokat-Anwalt Commer, gegen ihren genannten Ehemann Johann Heinrich Bungartz, Verklagter, vertreten durch den zu Köln wohnenden Advokat-Anwalt Böcker, die Trennung der Güter ausgesprochen worden.

Köln, den 20. Dezember 1848.

Für die Richtigkeit des Auszuges: Commer, Advokat-Anwalt.

Gemälde-Versteigerung à tout prix.

Heute Donnerstag den 21. Dezember und die folgenden Tage, Morgens 10 Uhr, Versteigerung einer bedeutenden Anzahl Gemälde, worunter mehrere von großen Meistern. — Dieselben werden ohne weiters dem Höchst- und Letztbietenden zugeschlagen. Die Versteigerung findet in der Wohnung des Antiquars J. G. Späner, Domhof Nr 13 Statt.

Holz-Verkauf.

Am Freitag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen bei dem Wirthen Overlöper zu Eppinghoven aus den Waldungen des Rittersitzes Wohnung:

1) 80 Nrn. Eichenbäume von besonderer Schwere und Länge,
2) 43 Nrn. Schlagholz mit Eichenbäumen und Eichen-Heistern vermischt,
3) 39 Nrn. Schlagholz,

öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft verkauft werden. Der Privatförster Boll weist den Kauflustigen das Holz auf Verlangen näher an.

Haus Wohnung bei Dinslaken, 14. Dez. 1848.

Van Koolwyk, Rentmeister.

Ein Ackerland-Versteigerungs-Protokoll aus hiesiger Gegend von 2500 Thaler wird zu übertragen gesucht. Die Exp. sagt wer.

Berichtigung.

In den Heiraths-Ankündigungen der Köln. Zeitung befindet sich mein Gewerbe unrichtig angegeben, es muß anstatt Bierbrauer Barbier heißen.

Köln, den 20. Dezember 1848.

J. Kirschbaum.

VAN EETEN & Cmp. in Antwerpen.

Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN.

Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika.

Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne Kupferbodene u. kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden.

Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1. März 1849 Anfang.

Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, und liefert auch Contrakte für alle Plätze ins innere der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe naeh Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc.

Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland.

Antwerpen, den 18. December 1848.

VAN EETEN et Comp

NB. Man wünscht noch einige respektable Agenten, welche im Stande sind eine genügende Caution zu stellen.

Im neuen Laden, Obenmarspforten, gegenüber dem Jülichsplatz, werden verkauft:

Feinstes Tuch und Buckskin neueste Dessins, die ganze Hose 2 bis 4 1/2 Thlr. Westenstoffe, neueste Muster von 8 Sgr. bis 1 3/4 Thlr. Winterpaletots in Düffel zu 3 Thlr. 20 Sgr. bis 5 1/2 Thlr. Bournousse in feinem Tuch von 8 bis 14 Thlr. Unterhosen und Unterjacken von 15 Sgr. bis 1 1/2 Thlr. Cravatten in Atlas und Lasting, Herren-Shwals in Atlas, Seide und Wolle, Schlipse in allen Sorten, viereckige, schwerseidene Tücher zu äußerst billigen Preisen.

Regenschirme in schwerer Seide von 2 Thlr. 10 Sgr. bis 3 Thlr. 15 Sgr. Zeugschirme, 22 Sgr. bis 1 Thlr. 15 Sgr.

Gebrauchte Schirmgestelle werden in Zahlung genommen

Alle Sorten Handschuhe von 2 Sgr. bis 15 Sgr.

Die Waaren werden wirklich so billig verkauft, wie die Preise angegeben sind, Joseph Sacks aus Frankfurt a. M., im Hause des Herrn Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichsplatz.

Kartoffel-Pfannenkuchen auf ächt westpfälische Art, so wie Gans mit Kastanien, Haasenbraten und Ragout, Schellfische u. s. w., heute Samstag Abend bei Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhof Nro. 17.

Täglich frische trockene Hefe bei Weiler unter Gottesanaden Nr. 9.

Gasthof-Empfehlung.

Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Restauration derartig eingerichtet habe, daß, anstatt der bisher bestandenen table d'h[unleserliches Material]te, resp. Abonnenten-Tisches, wie in andern großen Städten täglich von 12 bis 2 Uhr Mittagsessen a la carte, zu billigem Preise verabreicht wird. Gleichzeitig empfehle ich meine Gastwirthschaft, gute und billige Weine, so wie meine Abends-Restauration auf's beste.

Köln, den 15. Dezember 1848.

Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhofplatz Nro. 17.

Annonce.

Zwei junge Männer, beide von sanftem Charakter, dem gebildeten Stande angehörig, welche in dem festen Glauben, daß Deutschland einer sehr unglücklichen Zeit entgegengehe, in Amerika sich in Gesellschaft mehrer deutschen Familien niederzulassen wünschen, suchen jeder eine Lebensgefährtin, welche sich entschließen kann. Wohl und Wehe mit ihnen zu theilen; am liebsten Töchter vom Lande mit einigem Baarvermögen. Freie Briefe nimmt die Expedition dieser Zeitung an. Verschwiegenheit ist selbstredend.

Börse bei Halin.

Heute Mittag und Abend große Harmonie.

H. Halswick,Bude Nro. 9 auf dem Altenmarkt.

Empfiehlt sich mit seinen Artikeln zu Weihnachtsgeschenken. Unter diesen befinden sich Pfeifenköpfe und Schnupftabaksdosen mit dem wohlgelungenen Portrait Robert Blum's.

Konzessionirtes Vaudeville-Theater.

Heute Donnerstag den 21. Dezember 1848:

Zweite Gastdarstellung des Hrn. Scheele.

Nr. 777.

Posse in 1 Akt von Lebrun.

Hierauf: Die Mäntel oder der Schneider aus Lissabon.

Lustspiel in 2 Akten von Blum.

*** im 1. Stück der Pfeffer *** im 2. Stück der Balthasar Hr. Scheele als Gast.

Entree 10 Sgr. à Person, wofür Getränke verabreicht werden.

Kassa-Eröffnung 6 Uhr.

Anfang 7 Uhr.

Franz Stollwerck.

Der Gerant: Korff.
Druck von J. W. Dietz, unter Hutmacher Nr. 17.

<TEI>
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          <pb facs="#f0004" n="0940"/>
          <p>&#x2014; Die &#x201E;Presse&#x201C; gibt folgendes Hauptresultat bis Mitternacht: <table><row><cell> Es stimmten für Louis Napoleon Bonaparte 5,300,000.</cell></row><row><cell>Es stimmten für Cavaignac 1,320,000.</cell></row></table>                </p>
          <p>&#x2014; Im Lager der Bonapartisten herrscht Zwietracht. Man kann sich über Bildung eines neuen Ministeriums nicht einigen. Die Einen sagen: Wir wollen keinen Thiers. Die Andern sagen: Wir wollen Thters, aber nicht seine Strohmänner. Bis Postschluß verlautete, daß Bixio für den Handel auserkoren sei, da Fould ganz austritt und Passy die Finanzen behält.</p>
          <p>&#x2014; Die &#x201E;Estaffette&#x201C; meldet: Bugeaud's Ernennung zum Oberbefehlshaber der Alpenarmee sei rein nominell, da diese Armee aufgelöst würde. (???)</p>
          <p>&#x2014; Oudinot, bisheriger Befehlshaber der Alpenarmee, erklärt in fast allen Morgenblättern, daß er weder den Gesandtschaftsposten in Petersburg, noch das Kriegsportefeuille annehme, sondern sich in dem Falle ganz den Parlamentsgeschäften widmen würde, wenn man ihm das Oberkommando abnehme.</p>
          <p>&#x2014; Um die Person des neuen Präsidenten wird unendlich viel intruigirt. Die Wärmsten seiner zahlreichen &#x201E;Freunde&#x201C; rathen ihm sogar, &#x201E;den Eid auf die Verfassung nicht zu leisten&#x201C; und sich sogleich zum Kaiser ausrufen zu lassen. Doch soweit geht man am Place St. Georges nicht. Der Prinz wird ruhig schwören.</p>
          <p>&#x2014; Das Schloß von St. Cloud wird dem neuen Präsidenten der Republik als Sommersitz angewiesen.</p>
          <p>&#x2014; In den elysäischen Feldern schlagen die Zimmerleute bereits die Gerüste zu der nächstjährigen großen Industrieausstellung auf.</p>
          <p>&#x2014; In den Buch- und Bilderläden weht der Wind schon wieder bedeutend kaiserlich. Cavaignac, Proudhon und die unsterblichen Präsidialbilder haben längs den Boulevards, in der Vivienstraße, im Palais National und der Rue de Coq etc. den bekannten Kaiserbildern wieder Platz gemacht.</p>
          <p>&#x2014; Im Gymnase-Theater soll jetzt eine neue kommunistische Posse: &#x201E;Nieder mit der Familie!&#x201C; oder die Banketsucht, Glück machen. Sauvage sagt in einer Kritik darüber im Moniteur: Es gibt in Paris Thiere, welche die Nachahmungssucht in noch höherm Grade besitzen als der Affe, nämlich die Theater-Direktoren. Das Beispiel der Vaudeville-Theaters am Börsenplatz mit Proudhon's &#x201E;Eigenthum ist Diebstahl!&#x201C; wirkt ansteckend.</p>
          <p>&#x2014; Der von der Freiburger demokratischen Regierung in's Gefängniß geworfene Bischof Marilly ist, wie das Univers meldet, im Schlosse Divonne auf französischem Boden angekommen.</p>
          <p>&#x2014; Das sterbende Kabinet will seine Hand an die Klubs nicht legen. Die geschlossenen Klubs öffnen sich von Neuem. Vorgestern Abend schritt der gefürchtete Barbes'sche <hi rendition="#g">Klub de la Revolution</hi> zur Bildung seines neuen Comité's, in welches Hervé, Thoré, Texier du Motteu, Dambel, Gouache etc. gewählt wurden. Das Präsidium dieses Klubs bleibt dem gefangenen Gründer vorbehalten. Bürger Bernard, der &#x201E;wandernde&#x201C; Klubbist, geht aus aus einem Klub in den andern, von einer Barriere zur andern, um das demokratische Feuer zu unterhalten.</p>
          <p>&#x2014; <hi rendition="#g">Nationalversammlung</hi>. Sitzung vom 18. December. Anfang 2 Uhr. Präsident Marrast. Die Bänke sind übervoll.</p>
          <p><hi rendition="#g">Rolland</hi> nimmt gleich nach dem Protokoll das Wort, um den Justizminister zur Rede zu stellen. Er erzählt, daß das Journal de Cambray einen Aufsatz gebracht, der die neue Verfassung der Republik und die Nationalversammlung auf das Empörendste behandele. Dieser Aufsatz sei von der Gazette de France abgedruckt worden und enthalte unter Anderem die Phrase, daß der Nationalvertretung an dem Tage von den Pariser Klubs Zwang angethan worden sei, wo sie (4. Mai) die Republik vom Peristyle ihres Lokals herab proklamirt habe etc. etc.</p>
          <p><hi rendition="#g">Marie,</hi> Justizminister, erwidert, daß auch er von dem Ton dieses Aufsatzes betroffen gewesen sei und daß er die gerichtliche Verfolgung der Gazette verordnet habe. An der Justiz sei es, das Ihrige zu thun.</p>
          <p><hi rendition="#g">Gent,</hi> aus Avignon, besteigt dann &#x2014; wegen seiner Duellwunde den Arm noch in der Binde tragend &#x2014; die Bühne, um den Minister des Innern wegen der Polizeimaaßregeln zur Rede zu stellen, die er gegen die Reunions Elektorales ergriffen, indem er ihnen einen Polizeikommissarius beigestellt, der alle Vorträge überwache. Dies sei gegen die Verfassung; die Bürger hätten das freie Vereinsrecht, das sie vor allen Dingen zu Besprechungen über Deputirtenwahlen benutzen müssen, die in Folge der Erhebung Bonapartes zum Präsidenten nächstens wieder eintreten. Der Minister habe sich erlaubt, selbst das Centralwahlkomite zu schließen. Er frage hiermit, ob der Minister laut Artikel 16 oder 19 des berüchtigten Klubgesetzes hiefür ein Recht habe. (Ja, Ja! Nein, Nein!)</p>
          <p><hi rendition="#g">Dufaure,</hi> Minister des Innern, hält eine lange Gegenrede zur Unterstützung seiner Maaßregel. Der Ausdruck Reunion Elektorale sei nur ein Aushängeschild zur Bemäntelung der Propaganda. Diese Wahlversammlungen seien nichts weiter, als die alten Klubs, in denen die Anarchie gepredigt werde. (Widerspruch vom Berge) So lange die Präsidentenwahl vorlag, habe die Regierung nicht einschreiten wollen, um volle Wahl und Diskussionsfreiheit zu sichern. Jetzt aber glaube sie nur im Interesse der Beschlüsse der Nationalversammlung zu handeln, wenn sie einen Polizeibeamten beiordne. Der betreffende Fall gegen das Central-Comite wird dann vom Minister gerechtfertigt. (Beifall zur Rechten und auf der Ebene.)</p>
          <p><hi rendition="#g">Joly:</hi> Der Minister verwirrt die Frage. Es handele sich darum zu wissen: war jenes Wahlkomite eine öffentliche oder partikulare Versammlung? Ich sage, es war letzteres, der Minister handelte also willkürlich und beging ein Attentat gegen die Volkssouveränetät. (Oh, oh! Allons donc! Zum Schluß! zum Schluß!)</p>
          <p>Die Versammlung kehrt zur Tagesordnung, zur <hi rendition="#g">Beholzungs</hi>frage &#x201E;im Interesse des Proletariats&#x201C; zurück.</p>
          <p>Die Versammlung beschließt nach verworrener Debatte, den ganzen Plan dem Finanzausschusse zuzuweisen.</p>
          <p><hi rendition="#g">Lagrange</hi> (vom Berge), beschwört wiederholt die Kammer, die Amnestiefrage doch spätestens morgen auf die Tagesordnung zu setzen.</p>
          <p>Wird abermals mit 367 gegen 189 Stimmen verworfen.</p>
          <p>20 Departements haben ihre Protokolle noch nicht eingesandt. Die Sitzung wird um 5 3/4 Uhr geschlossen.</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>Großbritannien.</head>
        <div xml:id="ar174_023" type="jArticle">
          <head><bibl><author>*</author></bibl> London, 18. Dez.</head>
          <p>Die beiden Parlamentshäuser werden am 1. Februar wieder zusammentreten. Der 1. Febr. ist gerade der Tag, wo der Akt der Aufhebung der Korngesetze in volle Wirksamkeit kommt.</p>
          <p>Das Geschäft in den Manufakturdistrikten war ziemlich belebt in der letzten Woche, so daß sämmtliche Spinnereien in Manchester beschäftigt waren. Man vermuthet indeß mit Recht, daß auch wieder Manches auf Spekulation fabrizirt wird.</p>
        </div>
        <div xml:id="ar174_024" type="jArticle">
          <head><bibl><author>68</author></bibl> London, 17. Dez.</head>
          <p>Die Parlamentswahl im West-Riding von Yorkshire ist beendigt. Die Wichtigkeit dieses großen Wahlbezirks verleiht dem Wahlresultate eine nicht zu übersehende Bedeutung. Das West-Riding ist eine Art Barometer für die politische Meinung im englischen Wahlkörper. Das aus der Wahlurne hervorgegangene Parlamentsmitglied ist Hr. <hi rendition="#g">Denison,</hi> eines Mannes, der zur Partei <hi rendition="#g">Peel,</hi> zu den gemäßigten und liberalen Conservativen gehört. Früher war er Protektionist und opponirte im Parlament den Freihandelsmännern. Wie Robert Peel ist er jetzt mit dem »free trade« ausgesöhnt und stimmt jetzt für den s. g. &#x201E;weisen Fortschritt.&#x201C; Sein aus dem Felde geschlagener Gegenkandidat gehört zur Whigpartei. Denison's Sieg ist der offenste Protest, daß die Mehrzahl der Wählerschaft die ganze Whigregierung herzlich satt hat und Männer, wie Peel und Genossen, den &#x201E;gemeinen, brutalen und blutdürstigen&#x201C; Whi[g]s tausendmal vorzieht.</p>
          <p>Die nächste, vielleicht in 6 Wochen beginnende, Parlamentssession wird dem kleinen John und seinem Anhange bittere Stunden und vielleicht einen baldigen Sturz bereiten.</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>Spanien.</head>
        <div xml:id="ar174_025" type="jArticle">
          <head><bibl><author>68</author></bibl> Madrid, 10. Dezbr.</head>
          <p>Pindal soll die Rede verfassen, welche die Königin am 15. d. bei Eröffnung der Cortes halten wird. Der Marquis von Miraflores ist zum Präsident des Senates bestimmt. Mayans ist der Gouvernements-Kandidat für die Präsidentschaft der Deputirtenkammer. Die öffentlichen Gebete für den Pabst werden heute beginnen, um während 2 Tagen fortgesetzt zu werden.</p>
          <p>Die Epoca von Cadix meldet: daß ein Befehl der Regierung angelangt sei, sofort alle Kriegsschiffe auszurüsten, damit sie sich nach der italienischen Küste auf den Weg machten.</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>Handelsnachrichten.</head>
        <gap reason="insignificant"/>
      </div>
      <div type="jAnnouncements" n="1">
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Civilstand der Stadt Köln.</hi> </p>
          <p>Den 14. u. 15. Dez. 1848.</p>
          <p><hi rendition="#g">Sterbefälle</hi>.</p>
          <p>Anna Gert. Wolff, Wittwe Schallenberg, 63 J. alt, Rothgerberb. &#x2014; Adele v Myrbach-Kempen, geb. v. Relbeld, 43 J. alt, Mauritiussteinw. &#x2014; Joh. Bern. Esser, Doctor der Philosophie und Proto-Vicar des Domstifts, 77 J. alt, Laurenzpl. &#x2014; Agnes Jülich, 3 J. 2 M. alt, Himmelreich. &#x2014; Christian Graf, 18 T. alt, Entenpf. &#x2014; Ein unehel. Mädchen.</p>
          <p>Jos. Sturm, ohne Gew., früher Bäcker 72 J. alt, Wittwer, Waidm. &#x2014; Hub. Arn. Herbrand, ohne Gew., 68 J. alt, verheir. Hochstr. &#x2014; Maria Anna Franzen, 80 J. alt, unverh. Cäciliensp. &#x2014; Anna Agnes Theod. Vendel, 5 J. 1 M. alt, Cäcilienstr. &#x2014; Maria Cathar. Nettesheim, 1 J. 2 M. alt, Entenpf.</p>
          <p><hi rendition="#g">Heiraths-Ankündigungen</hi>.</p>
          <p>(17.) Conrad Heinr. Holstein, Kfm., Hochstr., und Juliane Cathar. Daniels Wittwe Hembsch, Perlengr. &#x2014; Theod. Friedr. Wilh. Schmitz, Schreinerm., kl. Telegraphenstraße., und Maria Thenee, Wittwe Gräfer, Schnurg. &#x2014; Anton Nonnen, Bäckerm., Ursulapl., und Maria Cathar. Jos. Reetz, Eigelst. &#x2014; Joh. Kirschbaum, Bierbr., Eigelst., und Christ. Bosgard, unter Kranenb. &#x2014; Gottfr. Paeffgen, Tagl., Weichserhof, und Anna Gilles, Weichserhof, früher zu Hasenfeld. &#x2014; Ferd. Herm. Laue, Sergeant, seit kurzem zu Braunsfels, früher Blankenheimerhof-Kaserne, und Eva Firnich, Mauritiussteinw. &#x2014; Joh. Aloys Knour, Schneiderm., Antonitern, und Anna Clara Weber, Perlenpf. &#x2014; Heinr. Bredestyn, Steinh., Severinstr., u. Cathar. Schmitz, Josephstr. &#x2014; Heinr. Koch, Stuckaturer, Engg, und Elisab. Neuhausen, Engg., früher zu Geilenkirchen. &#x2014; Lamb. Brand, Schneider, zu Brühl u. Anna Rosa Margar. Schmidt, Kattenbug. &#x2014; Peter Rumpen, Musiklehrer, Probsteig., und Maria Clara Jos. Longerich, Klingelp. &#x2014; Joh Dahlen, ohne Gew., Wittwer, am Hof, und Elisab. Hartmann, vor den sieben Burgen. &#x2014; Anton Hambach, Tischlerges., Catharinengr., und Helena Meyer, Schnurg. &#x2014; Jacob Klüster, Schusterm., Entenpfuhl, und Anna Maria Kürten, Kammacherg. &#x2014; Christ. Millard, Schreiner, und Elisab. Schleuer, beide Klapperg.</p>
          <p>Den 16. Dezember 1848.</p>
          <p><hi rendition="#g">Geburten</hi>.</p>
          <p>Mich., S. v. Joh. Adolph Baurmann, Schuhmacher, Glockenring. &#x2014; Maria Hubert Adelh. Elisab., T. v. Bal. Reinartz, Dachdeckerm., Waisenhausg. &#x2014; Louise, T. v. Heinr. Jos. Scheffen, Eisenbahnarb., Eigelstein. &#x2014; Elis., T. v. Joh. Jüssen, Tagl, gr. Witschg. &#x2014; Friedr. Wilh. Hub., S. v. Franz Wilh. Fischer, Zuckersiiderm., Follerstr. &#x2014; Joh. Heinr., S. v. Theod. Wallraf Zuckerarb., Machabäerstr. &#x2014; Christ., S. v. Mich. Büttgen, Zimmerges., Achterstraße. &#x2014; Joh. Pet., S. v. Joh. Jos. Krusius; Goldarb., Malzmühle. &#x2014; Ein unehel. Knabe.</p>
          <p><hi rendition="#g">Sterbefälle</hi>.</p>
          <p>Sophia Demling, 5 W. alt, Hochstr. &#x2014; Herm. Jos. Witmius, 8 W. alt, Perlengr. &#x2014; Louis Emanuel, 1 J. 4 M. alt, Biberstr., &#x2014; Heinr. Büren, Ulanen-Unteroffizier, 39 J. alt, unverh., Garn.-Lazar. &#x2014; Cathar. Brandenberg, 3 W. alt, Thieboldsg. &#x2014; Gertr. Fischer, 11 J. alt, Löhrg. &#x2014; Agnes Thelen, 6 T. alt, Tempelst.</p>
          <p><hi rendition="#g">Heirathen</hi>.</p>
          <p>Bern. Hub. Buckes, Miethkutscher, und Gertr. Brig. Bilck, beide v. hier. &#x2014; Wilh. Brewer, Lohndiener, Wittwer, und Anna Maria Ode, beide v. hier. &#x2014; Ant. Ferd. Aug. Büssien, Unteroffizier, v. Ehrenbreitstein, und Agnes Just. Piscator, v. Bonn.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Schifffahrts-Anzeige.</p>
          <p><hi rendition="#g">Köln,</hi> 20. Dezember 1848.</p>
          <p>Abgefahren: G. Weidner nach Koblenz. P. Kohlbecher nach der Saar.</p>
          <p><hi rendition="#g">In Ladung:</hi> Nach Ruhrort bis Emmerich Wwe Wb. Jac. Schaaff. Nach Düsseldorf bis Mülheim an der Ruhr A. Meyer. Nach Andernach und Neuwied Pet. Gies u. M. Pera. Nach Koblenz, der Mosel und G. Weidner. Nach der Mosel, nach Trier und der Saar. Nach Bingen H. Harling. Nach Mainz Val. Pfaff. Nach dem Niedermain. Nach Worms und Mannheim A. Rauth. Nach Heilbronn H. Staab.</p>
          <p>Nach Rotterdam Kapt. Breynks Köln Nr. 21.<lb/>
Nach Amsterdam Kapt. Berns Köln Nr. 4.</p>
          <p>Rheinhöhe am 20. Dez. 6&#x2032; 11&#x2033;.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Lizitation.</hi> </p>
          <p>In der gerichtlichen Theilungssache der Wittwe und Kinder von <hi rendition="#g">Heinrich Burbach,</hi> wird das Haus Weißbüttengasse Nr. 15 hiesiger Stadt sammt Hofraum, Garten und Hintergebäude Donnerstag den 28. d., Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten, hierzu kommittirten Notar und auf dessen Schreibstube, woselbst Expertise und Heft der Bedingungen einzusehen sind, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und dem Meistbietenden definitiv zugeschlagen werden.</p>
          <p>Köln, den 16. Dezember 1848. <hi rendition="#g">Fier</hi>.</p>
        </div>
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          <p> <hi rendition="#b">Auszug.</hi> </p>
          <p>Durch Urtheil des Königlichen Landgerichts zu Köln vom neunzehnten Dezember dieses Jahres, ist zwischen der zu Köln wohnenden Maria Magdalena Radermacher, Ehefrau des zu Köln wohnenden frühern Möbelhändlers nunmehr gewerblosen Johann Heinrich Bungartz Klägerin, vertreten durch den unterzeichneten, zu Köln wohnenden, Advokat-Anwalt Commer, gegen ihren genannten Ehemann Johann Heinrich Bungartz, Verklagter, vertreten durch den zu Köln wohnenden Advokat-Anwalt Böcker, die Trennung der Güter ausgesprochen worden.</p>
          <p>Köln, den 20. Dezember 1848.</p>
          <p>Für die Richtigkeit des Auszuges: <hi rendition="#g">Commer,</hi> Advokat-Anwalt.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Gemälde-Versteigerung à tout prix.</p>
          <p>Heute Donnerstag den 21. Dezember und die folgenden Tage, Morgens 10 Uhr, <hi rendition="#g">Versteigerung einer bedeutenden Anzahl Gemälde,</hi> worunter mehrere von <hi rendition="#g">großen</hi> Meistern. &#x2014; Dieselben werden ohne weiters dem Höchst- und Letztbietenden zugeschlagen. Die Versteigerung findet in der Wohnung des Antiquars <hi rendition="#g">J. G. Späner,</hi> Domhof Nr 13 Statt.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Holz-Verkauf.</p>
          <p>Am Freitag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen bei dem Wirthen Overlöper zu Eppinghoven aus den Waldungen des Rittersitzes Wohnung:</p>
          <list>
            <item>1) 80 Nrn. Eichenbäume von besonderer Schwere und Länge,</item>
            <item>2) 43 Nrn. Schlagholz mit Eichenbäumen und Eichen-Heistern vermischt,</item>
            <item>3) 39 Nrn. Schlagholz,</item>
          </list>
          <p>öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft verkauft werden. Der Privatförster <hi rendition="#g">Boll</hi> weist den Kauflustigen das Holz auf Verlangen näher an.</p>
          <p>Haus Wohnung bei Dinslaken, 14. Dez. 1848.</p>
          <p><hi rendition="#g">Van Koolwyk,</hi> Rentmeister.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Ein Ackerland-Versteigerungs-Protokoll aus hiesiger Gegend von 2500 Thaler wird zu übertragen gesucht. Die Exp. sagt wer.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#g">Berichtigung</hi>.</p>
          <p>In den Heiraths-Ankündigungen der Köln. Zeitung befindet sich mein Gewerbe unrichtig angegeben, es muß anstatt Bierbrauer <hi rendition="#g">Barbier</hi> heißen.</p>
          <p>Köln, den 20. Dezember 1848.</p>
          <p>J. <hi rendition="#g">Kirschbaum</hi>.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">VAN EETEN &amp; Cmp. in Antwerpen.</hi> </p>
          <p>Nachfolger des Herrn <hi rendition="#b">JULES VAN EETEN.</hi> </p>
          <p>Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika.</p>
          <p>Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne Kupferbodene u. kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden.</p>
          <p>Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1. März 1849 Anfang.</p>
          <p>Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, und liefert auch Contrakte für alle Plätze ins innere der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe naeh Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc.</p>
          <p>Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland.</p>
          <p>Antwerpen, den 18. December 1848.</p>
          <p>VAN EETEN et Comp</p>
          <p>NB. Man wünscht noch einige respektable Agenten, welche im Stande sind eine genügende Caution zu stellen.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Im neuen Laden, Obenmarspforten, gegenüber dem Jülichsplatz, werden verkauft:</p>
          <p>Feinstes <hi rendition="#g">Tuch</hi> und <hi rendition="#g">Buckskin</hi> neueste Dessins, die ganze Hose 2 bis 4 1/2 Thlr. <hi rendition="#g">Westenstoffe,</hi> neueste Muster von 8 Sgr. bis 1 3/4 Thlr. <hi rendition="#g">Winterpaletots in Düffel</hi> zu 3 Thlr. 20 Sgr. bis 5 1/2 Thlr. <hi rendition="#g">Bournousse</hi> in feinem Tuch von 8 bis 14 Thlr. <hi rendition="#g">Unterhosen und Unterjacken</hi> von 15 Sgr. bis 1 1/2 Thlr. <hi rendition="#g">Cravatten</hi> in Atlas und Lasting, <hi rendition="#g">Herren-Shwals</hi> in Atlas, Seide und Wolle, <hi rendition="#g">Schlipse</hi> in allen Sorten, <hi rendition="#g">viereckige, schwerseidene Tücher</hi> zu äußerst billigen Preisen.</p>
          <p>Regenschirme in schwerer Seide von <hi rendition="#b">2</hi> Thlr. <hi rendition="#b">10</hi> Sgr. bis <hi rendition="#b">3</hi> Thlr. <hi rendition="#b">15</hi> Sgr. Zeugschirme, <hi rendition="#b">22</hi> Sgr. bis <hi rendition="#b">1</hi> Thlr. <hi rendition="#b">15</hi> Sgr.</p>
          <p>Gebrauchte Schirmgestelle werden in Zahlung genommen</p>
          <p>Alle Sorten Handschuhe von <hi rendition="#b">2</hi> Sgr. bis <hi rendition="#b">15</hi> Sgr.</p>
          <p>Die Waaren werden wirklich so billig verkauft, wie die Preise angegeben sind, <hi rendition="#g">Joseph Sacks</hi> aus Frankfurt a. M., im Hause des Herrn Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichsplatz.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Kartoffel-Pfannenkuchen auf ächt westpfälische Art, so wie Gans mit Kastanien, Haasenbraten und Ragout, Schellfische u. s. w., heute Samstag Abend bei Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhof Nro. 17.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Täglich frische trockene Hefe bei <hi rendition="#g">Weiler</hi> unter Gottesanaden Nr. 9.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Gasthof-Empfehlung.</hi> </p>
          <p>Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Restauration derartig eingerichtet habe, daß, anstatt der bisher bestandenen table d'h<gap reason="illegible"/>te, resp. Abonnenten-Tisches, wie in andern großen Städten täglich von 12 bis 2 Uhr Mittagsessen a la carte, zu billigem Preise verabreicht wird. Gleichzeitig empfehle ich meine Gastwirthschaft, gute und billige Weine, so wie meine Abends-Restauration auf's beste.</p>
          <p>Köln, den 15. Dezember 1848.</p>
          <p>Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhofplatz Nro. 17.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Annonce.</hi> </p>
          <p>Zwei junge Männer, beide von sanftem Charakter, dem gebildeten Stande angehörig, welche in dem festen Glauben, daß Deutschland einer sehr unglücklichen Zeit entgegengehe, in Amerika sich in Gesellschaft mehrer deutschen Familien niederzulassen wünschen, suchen jeder eine Lebensgefährtin, welche sich entschließen kann. Wohl und Wehe mit ihnen zu theilen; am liebsten Töchter vom Lande mit einigem Baarvermögen. Freie Briefe nimmt die Expedition dieser Zeitung an. Verschwiegenheit ist selbstredend.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Börse bei Halin.</hi> </p>
          <p>Heute Mittag und Abend große <hi rendition="#g">Harmonie</hi>.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#b">H. Halswick,</hi>Bude Nro. 9 auf dem Altenmarkt.</p>
          <p>Empfiehlt sich mit seinen Artikeln zu Weihnachtsgeschenken. Unter diesen befinden sich Pfeifenköpfe und Schnupftabaksdosen mit dem wohlgelungenen Portrait Robert Blum's.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Konzessionirtes <hi rendition="#b">Vaudeville-Theater.</hi> </p>
          <p>Heute Donnerstag den 21. Dezember 1848:</p>
          <p>Zweite Gastdarstellung des Hrn. Scheele.</p>
          <p> <hi rendition="#b">Nr. 777.</hi> </p>
          <p>Posse in 1 Akt von Lebrun.</p>
          <p><hi rendition="#g">Hierauf: Die Mäntel</hi> oder der Schneider aus Lissabon.</p>
          <p>Lustspiel in 2 Akten von Blum.</p>
          <p>
            <list>
              <item>*** im 1. Stück der Pfeffer</item>
              <item>*** im 2. Stück der Balthasar</item>
              <trailer rendition="#leftBraced">Hr. Scheele als Gast.</trailer>
            </list>
          </p>
          <p>Entree 10 Sgr. à Person, wofür Getränke verabreicht werden.</p>
          <p>Kassa-Eröffnung 6 Uhr.</p>
          <p>Anfang 7 Uhr.</p>
          <p> <hi rendition="#b">Franz Stollwerck.</hi> </p>
        </div>
      </div>
      <div type="imprint">
        <p>Der Gerant: <hi rendition="#g">Korff</hi>.<lb/>
Druck von J. W. <hi rendition="#g">Dietz,</hi> unter Hutmacher Nr. 17.</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0940/0004] — Die „Presse“ gibt folgendes Hauptresultat bis Mitternacht: Es stimmten für Louis Napoleon Bonaparte 5,300,000. Es stimmten für Cavaignac 1,320,000. — Im Lager der Bonapartisten herrscht Zwietracht. Man kann sich über Bildung eines neuen Ministeriums nicht einigen. Die Einen sagen: Wir wollen keinen Thiers. Die Andern sagen: Wir wollen Thters, aber nicht seine Strohmänner. Bis Postschluß verlautete, daß Bixio für den Handel auserkoren sei, da Fould ganz austritt und Passy die Finanzen behält. — Die „Estaffette“ meldet: Bugeaud's Ernennung zum Oberbefehlshaber der Alpenarmee sei rein nominell, da diese Armee aufgelöst würde. (???) — Oudinot, bisheriger Befehlshaber der Alpenarmee, erklärt in fast allen Morgenblättern, daß er weder den Gesandtschaftsposten in Petersburg, noch das Kriegsportefeuille annehme, sondern sich in dem Falle ganz den Parlamentsgeschäften widmen würde, wenn man ihm das Oberkommando abnehme. — Um die Person des neuen Präsidenten wird unendlich viel intruigirt. Die Wärmsten seiner zahlreichen „Freunde“ rathen ihm sogar, „den Eid auf die Verfassung nicht zu leisten“ und sich sogleich zum Kaiser ausrufen zu lassen. Doch soweit geht man am Place St. Georges nicht. Der Prinz wird ruhig schwören. — Das Schloß von St. Cloud wird dem neuen Präsidenten der Republik als Sommersitz angewiesen. — In den elysäischen Feldern schlagen die Zimmerleute bereits die Gerüste zu der nächstjährigen großen Industrieausstellung auf. — In den Buch- und Bilderläden weht der Wind schon wieder bedeutend kaiserlich. Cavaignac, Proudhon und die unsterblichen Präsidialbilder haben längs den Boulevards, in der Vivienstraße, im Palais National und der Rue de Coq etc. den bekannten Kaiserbildern wieder Platz gemacht. — Im Gymnase-Theater soll jetzt eine neue kommunistische Posse: „Nieder mit der Familie!“ oder die Banketsucht, Glück machen. Sauvage sagt in einer Kritik darüber im Moniteur: Es gibt in Paris Thiere, welche die Nachahmungssucht in noch höherm Grade besitzen als der Affe, nämlich die Theater-Direktoren. Das Beispiel der Vaudeville-Theaters am Börsenplatz mit Proudhon's „Eigenthum ist Diebstahl!“ wirkt ansteckend. — Der von der Freiburger demokratischen Regierung in's Gefängniß geworfene Bischof Marilly ist, wie das Univers meldet, im Schlosse Divonne auf französischem Boden angekommen. — Das sterbende Kabinet will seine Hand an die Klubs nicht legen. Die geschlossenen Klubs öffnen sich von Neuem. Vorgestern Abend schritt der gefürchtete Barbes'sche Klub de la Revolution zur Bildung seines neuen Comité's, in welches Hervé, Thoré, Texier du Motteu, Dambel, Gouache etc. gewählt wurden. Das Präsidium dieses Klubs bleibt dem gefangenen Gründer vorbehalten. Bürger Bernard, der „wandernde“ Klubbist, geht aus aus einem Klub in den andern, von einer Barriere zur andern, um das demokratische Feuer zu unterhalten. — Nationalversammlung. Sitzung vom 18. December. Anfang 2 Uhr. Präsident Marrast. Die Bänke sind übervoll. Rolland nimmt gleich nach dem Protokoll das Wort, um den Justizminister zur Rede zu stellen. Er erzählt, daß das Journal de Cambray einen Aufsatz gebracht, der die neue Verfassung der Republik und die Nationalversammlung auf das Empörendste behandele. Dieser Aufsatz sei von der Gazette de France abgedruckt worden und enthalte unter Anderem die Phrase, daß der Nationalvertretung an dem Tage von den Pariser Klubs Zwang angethan worden sei, wo sie (4. Mai) die Republik vom Peristyle ihres Lokals herab proklamirt habe etc. etc. Marie, Justizminister, erwidert, daß auch er von dem Ton dieses Aufsatzes betroffen gewesen sei und daß er die gerichtliche Verfolgung der Gazette verordnet habe. An der Justiz sei es, das Ihrige zu thun. Gent, aus Avignon, besteigt dann — wegen seiner Duellwunde den Arm noch in der Binde tragend — die Bühne, um den Minister des Innern wegen der Polizeimaaßregeln zur Rede zu stellen, die er gegen die Reunions Elektorales ergriffen, indem er ihnen einen Polizeikommissarius beigestellt, der alle Vorträge überwache. Dies sei gegen die Verfassung; die Bürger hätten das freie Vereinsrecht, das sie vor allen Dingen zu Besprechungen über Deputirtenwahlen benutzen müssen, die in Folge der Erhebung Bonapartes zum Präsidenten nächstens wieder eintreten. Der Minister habe sich erlaubt, selbst das Centralwahlkomite zu schließen. Er frage hiermit, ob der Minister laut Artikel 16 oder 19 des berüchtigten Klubgesetzes hiefür ein Recht habe. (Ja, Ja! Nein, Nein!) Dufaure, Minister des Innern, hält eine lange Gegenrede zur Unterstützung seiner Maaßregel. Der Ausdruck Reunion Elektorale sei nur ein Aushängeschild zur Bemäntelung der Propaganda. Diese Wahlversammlungen seien nichts weiter, als die alten Klubs, in denen die Anarchie gepredigt werde. (Widerspruch vom Berge) So lange die Präsidentenwahl vorlag, habe die Regierung nicht einschreiten wollen, um volle Wahl und Diskussionsfreiheit zu sichern. Jetzt aber glaube sie nur im Interesse der Beschlüsse der Nationalversammlung zu handeln, wenn sie einen Polizeibeamten beiordne. Der betreffende Fall gegen das Central-Comite wird dann vom Minister gerechtfertigt. (Beifall zur Rechten und auf der Ebene.) Joly: Der Minister verwirrt die Frage. Es handele sich darum zu wissen: war jenes Wahlkomite eine öffentliche oder partikulare Versammlung? Ich sage, es war letzteres, der Minister handelte also willkürlich und beging ein Attentat gegen die Volkssouveränetät. (Oh, oh! Allons donc! Zum Schluß! zum Schluß!) Die Versammlung kehrt zur Tagesordnung, zur Beholzungsfrage „im Interesse des Proletariats“ zurück. Die Versammlung beschließt nach verworrener Debatte, den ganzen Plan dem Finanzausschusse zuzuweisen. Lagrange (vom Berge), beschwört wiederholt die Kammer, die Amnestiefrage doch spätestens morgen auf die Tagesordnung zu setzen. Wird abermals mit 367 gegen 189 Stimmen verworfen. 20 Departements haben ihre Protokolle noch nicht eingesandt. Die Sitzung wird um 5 3/4 Uhr geschlossen. Großbritannien. * London, 18. Dez. Die beiden Parlamentshäuser werden am 1. Februar wieder zusammentreten. Der 1. Febr. ist gerade der Tag, wo der Akt der Aufhebung der Korngesetze in volle Wirksamkeit kommt. Das Geschäft in den Manufakturdistrikten war ziemlich belebt in der letzten Woche, so daß sämmtliche Spinnereien in Manchester beschäftigt waren. Man vermuthet indeß mit Recht, daß auch wieder Manches auf Spekulation fabrizirt wird. 68 London, 17. Dez. Die Parlamentswahl im West-Riding von Yorkshire ist beendigt. Die Wichtigkeit dieses großen Wahlbezirks verleiht dem Wahlresultate eine nicht zu übersehende Bedeutung. Das West-Riding ist eine Art Barometer für die politische Meinung im englischen Wahlkörper. Das aus der Wahlurne hervorgegangene Parlamentsmitglied ist Hr. Denison, eines Mannes, der zur Partei Peel, zu den gemäßigten und liberalen Conservativen gehört. Früher war er Protektionist und opponirte im Parlament den Freihandelsmännern. Wie Robert Peel ist er jetzt mit dem »free trade« ausgesöhnt und stimmt jetzt für den s. g. „weisen Fortschritt.“ Sein aus dem Felde geschlagener Gegenkandidat gehört zur Whigpartei. Denison's Sieg ist der offenste Protest, daß die Mehrzahl der Wählerschaft die ganze Whigregierung herzlich satt hat und Männer, wie Peel und Genossen, den „gemeinen, brutalen und blutdürstigen“ Whi[g]s tausendmal vorzieht. Die nächste, vielleicht in 6 Wochen beginnende, Parlamentssession wird dem kleinen John und seinem Anhange bittere Stunden und vielleicht einen baldigen Sturz bereiten. Spanien. 68 Madrid, 10. Dezbr. Pindal soll die Rede verfassen, welche die Königin am 15. d. bei Eröffnung der Cortes halten wird. Der Marquis von Miraflores ist zum Präsident des Senates bestimmt. Mayans ist der Gouvernements-Kandidat für die Präsidentschaft der Deputirtenkammer. Die öffentlichen Gebete für den Pabst werden heute beginnen, um während 2 Tagen fortgesetzt zu werden. Die Epoca von Cadix meldet: daß ein Befehl der Regierung angelangt sei, sofort alle Kriegsschiffe auszurüsten, damit sie sich nach der italienischen Küste auf den Weg machten. Handelsnachrichten. _ Civilstand der Stadt Köln. Den 14. u. 15. Dez. 1848. Sterbefälle. Anna Gert. Wolff, Wittwe Schallenberg, 63 J. alt, Rothgerberb. — Adele v Myrbach-Kempen, geb. v. Relbeld, 43 J. alt, Mauritiussteinw. — Joh. Bern. Esser, Doctor der Philosophie und Proto-Vicar des Domstifts, 77 J. alt, Laurenzpl. — Agnes Jülich, 3 J. 2 M. alt, Himmelreich. — Christian Graf, 18 T. alt, Entenpf. — Ein unehel. Mädchen. Jos. Sturm, ohne Gew., früher Bäcker 72 J. alt, Wittwer, Waidm. — Hub. Arn. Herbrand, ohne Gew., 68 J. alt, verheir. Hochstr. — Maria Anna Franzen, 80 J. alt, unverh. Cäciliensp. — Anna Agnes Theod. Vendel, 5 J. 1 M. alt, Cäcilienstr. — Maria Cathar. Nettesheim, 1 J. 2 M. alt, Entenpf. Heiraths-Ankündigungen. (17.) Conrad Heinr. Holstein, Kfm., Hochstr., und Juliane Cathar. Daniels Wittwe Hembsch, Perlengr. — Theod. Friedr. Wilh. Schmitz, Schreinerm., kl. Telegraphenstraße., und Maria Thenee, Wittwe Gräfer, Schnurg. — Anton Nonnen, Bäckerm., Ursulapl., und Maria Cathar. Jos. Reetz, Eigelst. — Joh. Kirschbaum, Bierbr., Eigelst., und Christ. Bosgard, unter Kranenb. — Gottfr. Paeffgen, Tagl., Weichserhof, und Anna Gilles, Weichserhof, früher zu Hasenfeld. — Ferd. Herm. Laue, Sergeant, seit kurzem zu Braunsfels, früher Blankenheimerhof-Kaserne, und Eva Firnich, Mauritiussteinw. — Joh. Aloys Knour, Schneiderm., Antonitern, und Anna Clara Weber, Perlenpf. — Heinr. Bredestyn, Steinh., Severinstr., u. Cathar. Schmitz, Josephstr. — Heinr. Koch, Stuckaturer, Engg, und Elisab. Neuhausen, Engg., früher zu Geilenkirchen. — Lamb. Brand, Schneider, zu Brühl u. Anna Rosa Margar. Schmidt, Kattenbug. — Peter Rumpen, Musiklehrer, Probsteig., und Maria Clara Jos. Longerich, Klingelp. — Joh Dahlen, ohne Gew., Wittwer, am Hof, und Elisab. Hartmann, vor den sieben Burgen. — Anton Hambach, Tischlerges., Catharinengr., und Helena Meyer, Schnurg. — Jacob Klüster, Schusterm., Entenpfuhl, und Anna Maria Kürten, Kammacherg. — Christ. Millard, Schreiner, und Elisab. Schleuer, beide Klapperg. Den 16. Dezember 1848. Geburten. Mich., S. v. Joh. Adolph Baurmann, Schuhmacher, Glockenring. — Maria Hubert Adelh. Elisab., T. v. Bal. Reinartz, Dachdeckerm., Waisenhausg. — Louise, T. v. Heinr. Jos. Scheffen, Eisenbahnarb., Eigelstein. — Elis., T. v. Joh. Jüssen, Tagl, gr. Witschg. — Friedr. Wilh. Hub., S. v. Franz Wilh. Fischer, Zuckersiiderm., Follerstr. — Joh. Heinr., S. v. Theod. Wallraf Zuckerarb., Machabäerstr. — Christ., S. v. Mich. Büttgen, Zimmerges., Achterstraße. — Joh. Pet., S. v. Joh. Jos. Krusius; Goldarb., Malzmühle. — Ein unehel. Knabe. Sterbefälle. Sophia Demling, 5 W. alt, Hochstr. — Herm. Jos. Witmius, 8 W. alt, Perlengr. — Louis Emanuel, 1 J. 4 M. alt, Biberstr., — Heinr. Büren, Ulanen-Unteroffizier, 39 J. alt, unverh., Garn.-Lazar. — Cathar. Brandenberg, 3 W. alt, Thieboldsg. — Gertr. Fischer, 11 J. alt, Löhrg. — Agnes Thelen, 6 T. alt, Tempelst. Heirathen. Bern. Hub. Buckes, Miethkutscher, und Gertr. Brig. Bilck, beide v. hier. — Wilh. Brewer, Lohndiener, Wittwer, und Anna Maria Ode, beide v. hier. — Ant. Ferd. Aug. Büssien, Unteroffizier, v. Ehrenbreitstein, und Agnes Just. Piscator, v. Bonn. Schifffahrts-Anzeige. Köln, 20. Dezember 1848. Abgefahren: G. Weidner nach Koblenz. P. Kohlbecher nach der Saar. In Ladung: Nach Ruhrort bis Emmerich Wwe Wb. Jac. Schaaff. Nach Düsseldorf bis Mülheim an der Ruhr A. Meyer. Nach Andernach und Neuwied Pet. Gies u. M. Pera. Nach Koblenz, der Mosel und G. Weidner. Nach der Mosel, nach Trier und der Saar. Nach Bingen H. Harling. Nach Mainz Val. Pfaff. Nach dem Niedermain. Nach Worms und Mannheim A. Rauth. Nach Heilbronn H. Staab. Nach Rotterdam Kapt. Breynks Köln Nr. 21. Nach Amsterdam Kapt. Berns Köln Nr. 4. Rheinhöhe am 20. Dez. 6′ 11″. Lizitation. In der gerichtlichen Theilungssache der Wittwe und Kinder von Heinrich Burbach, wird das Haus Weißbüttengasse Nr. 15 hiesiger Stadt sammt Hofraum, Garten und Hintergebäude Donnerstag den 28. d., Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten, hierzu kommittirten Notar und auf dessen Schreibstube, woselbst Expertise und Heft der Bedingungen einzusehen sind, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und dem Meistbietenden definitiv zugeschlagen werden. Köln, den 16. Dezember 1848. Fier. Auszug. Durch Urtheil des Königlichen Landgerichts zu Köln vom neunzehnten Dezember dieses Jahres, ist zwischen der zu Köln wohnenden Maria Magdalena Radermacher, Ehefrau des zu Köln wohnenden frühern Möbelhändlers nunmehr gewerblosen Johann Heinrich Bungartz Klägerin, vertreten durch den unterzeichneten, zu Köln wohnenden, Advokat-Anwalt Commer, gegen ihren genannten Ehemann Johann Heinrich Bungartz, Verklagter, vertreten durch den zu Köln wohnenden Advokat-Anwalt Böcker, die Trennung der Güter ausgesprochen worden. Köln, den 20. Dezember 1848. Für die Richtigkeit des Auszuges: Commer, Advokat-Anwalt. Gemälde-Versteigerung à tout prix. Heute Donnerstag den 21. Dezember und die folgenden Tage, Morgens 10 Uhr, Versteigerung einer bedeutenden Anzahl Gemälde, worunter mehrere von großen Meistern. — Dieselben werden ohne weiters dem Höchst- und Letztbietenden zugeschlagen. Die Versteigerung findet in der Wohnung des Antiquars J. G. Späner, Domhof Nr 13 Statt. Holz-Verkauf. Am Freitag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen bei dem Wirthen Overlöper zu Eppinghoven aus den Waldungen des Rittersitzes Wohnung: 1) 80 Nrn. Eichenbäume von besonderer Schwere und Länge, 2) 43 Nrn. Schlagholz mit Eichenbäumen und Eichen-Heistern vermischt, 3) 39 Nrn. Schlagholz, öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft verkauft werden. Der Privatförster Boll weist den Kauflustigen das Holz auf Verlangen näher an. Haus Wohnung bei Dinslaken, 14. Dez. 1848. Van Koolwyk, Rentmeister. Ein Ackerland-Versteigerungs-Protokoll aus hiesiger Gegend von 2500 Thaler wird zu übertragen gesucht. Die Exp. sagt wer. Berichtigung. In den Heiraths-Ankündigungen der Köln. Zeitung befindet sich mein Gewerbe unrichtig angegeben, es muß anstatt Bierbrauer Barbier heißen. Köln, den 20. Dezember 1848. J. Kirschbaum. VAN EETEN & Cmp. in Antwerpen. Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN. Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika. Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne Kupferbodene u. kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden. Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1. März 1849 Anfang. Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, und liefert auch Contrakte für alle Plätze ins innere der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe naeh Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc. Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland. Antwerpen, den 18. December 1848. VAN EETEN et Comp NB. Man wünscht noch einige respektable Agenten, welche im Stande sind eine genügende Caution zu stellen. Im neuen Laden, Obenmarspforten, gegenüber dem Jülichsplatz, werden verkauft: Feinstes Tuch und Buckskin neueste Dessins, die ganze Hose 2 bis 4 1/2 Thlr. Westenstoffe, neueste Muster von 8 Sgr. bis 1 3/4 Thlr. Winterpaletots in Düffel zu 3 Thlr. 20 Sgr. bis 5 1/2 Thlr. Bournousse in feinem Tuch von 8 bis 14 Thlr. Unterhosen und Unterjacken von 15 Sgr. bis 1 1/2 Thlr. Cravatten in Atlas und Lasting, Herren-Shwals in Atlas, Seide und Wolle, Schlipse in allen Sorten, viereckige, schwerseidene Tücher zu äußerst billigen Preisen. Regenschirme in schwerer Seide von 2 Thlr. 10 Sgr. bis 3 Thlr. 15 Sgr. Zeugschirme, 22 Sgr. bis 1 Thlr. 15 Sgr. Gebrauchte Schirmgestelle werden in Zahlung genommen Alle Sorten Handschuhe von 2 Sgr. bis 15 Sgr. Die Waaren werden wirklich so billig verkauft, wie die Preise angegeben sind, Joseph Sacks aus Frankfurt a. M., im Hause des Herrn Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichsplatz. Kartoffel-Pfannenkuchen auf ächt westpfälische Art, so wie Gans mit Kastanien, Haasenbraten und Ragout, Schellfische u. s. w., heute Samstag Abend bei Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhof Nro. 17. Täglich frische trockene Hefe bei Weiler unter Gottesanaden Nr. 9. Gasthof-Empfehlung. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Restauration derartig eingerichtet habe, daß, anstatt der bisher bestandenen table d'h_ te, resp. Abonnenten-Tisches, wie in andern großen Städten täglich von 12 bis 2 Uhr Mittagsessen a la carte, zu billigem Preise verabreicht wird. Gleichzeitig empfehle ich meine Gastwirthschaft, gute und billige Weine, so wie meine Abends-Restauration auf's beste. Köln, den 15. Dezember 1848. Friedrich Knipper, im Pfälzerhof, Appellhofplatz Nro. 17. Annonce. Zwei junge Männer, beide von sanftem Charakter, dem gebildeten Stande angehörig, welche in dem festen Glauben, daß Deutschland einer sehr unglücklichen Zeit entgegengehe, in Amerika sich in Gesellschaft mehrer deutschen Familien niederzulassen wünschen, suchen jeder eine Lebensgefährtin, welche sich entschließen kann. Wohl und Wehe mit ihnen zu theilen; am liebsten Töchter vom Lande mit einigem Baarvermögen. Freie Briefe nimmt die Expedition dieser Zeitung an. Verschwiegenheit ist selbstredend. Börse bei Halin. Heute Mittag und Abend große Harmonie. H. Halswick,Bude Nro. 9 auf dem Altenmarkt. Empfiehlt sich mit seinen Artikeln zu Weihnachtsgeschenken. Unter diesen befinden sich Pfeifenköpfe und Schnupftabaksdosen mit dem wohlgelungenen Portrait Robert Blum's. Konzessionirtes Vaudeville-Theater. Heute Donnerstag den 21. Dezember 1848: Zweite Gastdarstellung des Hrn. Scheele. Nr. 777. Posse in 1 Akt von Lebrun. Hierauf: Die Mäntel oder der Schneider aus Lissabon. Lustspiel in 2 Akten von Blum. *** im 1. Stück der Pfeffer *** im 2. Stück der Balthasar Hr. Scheele als Gast. Entree 10 Sgr. à Person, wofür Getränke verabreicht werden. Kassa-Eröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Franz Stollwerck. Der Gerant: Korff. Druck von J. W. Dietz, unter Hutmacher Nr. 17.

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Die angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf die Ausgabe: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Bd. 1 (Nummer 1 bis Nummer 183) Köln, 1. Juni 1848 bis 31. Dezember 1848. Glashütten im Taunus, Verlag Detlev Auvermann KG 1973.




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Zitationshilfe: Neue Rheinische Zeitung. Nr. 174. Köln, 21. Dezember 1848, S. 0940. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_nrhz174_1848/4>, abgerufen am 15.08.2022.