Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

[Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzog Heinrich Julius von]: Fürstliche Privilegia, Statuta und Ordnunge der Heinrichstadt Anno Domini 1602. Heinrichstadt, 1602.

Bild:
<< vorherige Seite

sothanes / welches an Leib vnd Leben oder mit Landts vorweisung zustraffen / hören oder erfahren / dieselben vnserm Landtfiscaln anzumelden schuldig sein.

X. Von Schuldtsachen vnd wie darin zu procediren.

WEgen offentlicher bekandtlichen oder richtig liquidirter Schulden / darwieder der beklagter nichts erhebliches einzuwenden / noch zu erweisen hat / mag der Worthaltender Bürgermeister alsovort ohne Proces jnnerhalb Sechs Wochen die bezahlung zuthun / den Bürgern beuehlen / auch wann die nicht erfolget / den beklagten entweder auff vnsers Schuldtheissen bewilligung vor sich mit einlager oder angedraweter straffe dazu halten / oder aber durch vnsere Schuldtheissen durch außpfanden / oder in andere dienstliche wege den Clegern verhelffen lassen / Jedoch do jemands / das jhme hierunter von Bürgermeister oder Schuldtheissen zu viel geschehen / notturfftiglich bescheinen könne / sol derselbige im gantzen Rath gehöret / vnd vber die billigkeit nicht beschweret: Gleichwol do es von jhme mutwilliger weise fürgenommen / deswegen andern zum abschew gebürlich gestraffet werden.

Würde auch concursus creditorum, Aber so viel an gütern nicht vorhanden sein / das alle das jhre volnkomblich bekommen könten / In solchem fal sol weder vnser Schuldtheiß / noch der Bürgermeister einem oder mehren creditorn zu gutem nichts

sothanes / welches an Leib vnd Leben oder mit Landts vorweisung zustraffen / hören oder erfahren / dieselben vnserm Landtfiscaln anzumelden schuldig sein.

X. Von Schuldtsachen vnd wie darin zu procediren.

WEgen offentlicher bekandtlichen oder richtig liquidirter Schulden / darwieder der beklagter nichts erhebliches einzuwenden / noch zu erweisen hat / mag der Worthaltender Bürgermeister alsovort ohne Proces jnnerhalb Sechs Wochen die bezahlung zuthun / den Bürgern beuehlen / auch wann die nicht erfolget / den beklagten entweder auff vnsers Schuldtheissen bewilligung vor sich mit einlager oder angedraweter straffe dazu halten / oder aber durch vnsere Schuldtheissen durch außpfanden / oder in andere dienstliche wege den Clegern verhelffen lassen / Jedoch do jemands / das jhme hierunter von Bürgermeister oder Schuldtheissen zu viel geschehen / notturfftiglich bescheinen könne / sol derselbige im gantzen Rath gehöret / vnd vber die billigkeit nicht beschweret: Gleichwol do es von jhme mutwilliger weise fürgenommen / deswegen andern zum abschew gebürlich gestraffet werden.

Würde auch concursus creditorum, Aber so viel an gütern nicht vorhanden sein / das alle das jhre volnkomblich bekommen könten / In solchem fal sol weder vnser Schuldtheiß / noch der Bürgermeister einem oder mehren creditorn zu gutem nichts

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <p><pb facs="#f0022"/>
sothanes /                      welches an Leib vnd Leben oder mit Landts vorweisung zustraffen / hören oder                      erfahren / dieselben vnserm Landtfiscaln anzumelden schuldig sein.</p>
      </div>
      <div>
        <head><hi rendition="#i">X.</hi> Von Schuldtsachen vnd wie darin zu <hi rendition="#i">procediren.</hi></head><lb/>
        <p>WEgen offentlicher bekandtlichen oder richtig liquidirter Schulden / darwieder                      der beklagter nichts erhebliches einzuwenden / noch zu erweisen hat / mag der                      Worthaltender Bürgermeister alsovort ohne Proces jnnerhalb Sechs Wochen die                      bezahlung zuthun / den Bürgern beuehlen / auch wann die nicht erfolget / den                      beklagten entweder auff vnsers Schuldtheissen bewilligung vor sich mit einlager                      oder angedraweter straffe dazu halten / oder aber durch vnsere Schuldtheissen                      durch außpfanden / oder in andere dienstliche wege den Clegern verhelffen lassen                      / Jedoch do jemands / das jhme hierunter von Bürgermeister oder Schuldtheissen                      zu viel geschehen / notturfftiglich bescheinen könne / sol derselbige im gantzen                      Rath gehöret / vnd vber die billigkeit nicht beschweret: Gleichwol do es von                      jhme mutwilliger weise fürgenommen / deswegen andern zum abschew gebürlich                      gestraffet werden.</p>
        <p>Würde auch concursus creditorum, Aber so viel an gütern nicht vorhanden sein /                      das alle das jhre volnkomblich bekommen könten / In solchem fal sol weder vnser                      Schuldtheiß / noch der Bürgermeister einem oder mehren creditorn zu gutem nichts
</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0022] sothanes / welches an Leib vnd Leben oder mit Landts vorweisung zustraffen / hören oder erfahren / dieselben vnserm Landtfiscaln anzumelden schuldig sein. X. Von Schuldtsachen vnd wie darin zu procediren. WEgen offentlicher bekandtlichen oder richtig liquidirter Schulden / darwieder der beklagter nichts erhebliches einzuwenden / noch zu erweisen hat / mag der Worthaltender Bürgermeister alsovort ohne Proces jnnerhalb Sechs Wochen die bezahlung zuthun / den Bürgern beuehlen / auch wann die nicht erfolget / den beklagten entweder auff vnsers Schuldtheissen bewilligung vor sich mit einlager oder angedraweter straffe dazu halten / oder aber durch vnsere Schuldtheissen durch außpfanden / oder in andere dienstliche wege den Clegern verhelffen lassen / Jedoch do jemands / das jhme hierunter von Bürgermeister oder Schuldtheissen zu viel geschehen / notturfftiglich bescheinen könne / sol derselbige im gantzen Rath gehöret / vnd vber die billigkeit nicht beschweret: Gleichwol do es von jhme mutwilliger weise fürgenommen / deswegen andern zum abschew gebürlich gestraffet werden. Würde auch concursus creditorum, Aber so viel an gütern nicht vorhanden sein / das alle das jhre volnkomblich bekommen könten / In solchem fal sol weder vnser Schuldtheiß / noch der Bürgermeister einem oder mehren creditorn zu gutem nichts

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Obrigkeitskritik und Fürstenberatung: Die Oberhofprediger in Braunschweig-Wolfenbüttel 1568-1714: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in XML/TEI. (2013-02-15T13:54:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme entsprechen muss.
Wolfenbütteler Digitale Bibliothek: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-02-15T13:54:31Z)
Marcus Baumgarten, Frederike Neuber, Frank Wiegand: Konvertierung nach XML gemäß DTA-Basisformat, Tagging der Titelblätter, Korrekturen der Transkription. (2013-02-15T13:54:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Ligaturen werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Zeilengrenzen hinweg werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Seitengrenzen hinweg werden beibehalten.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.
  • Griechische Schrift wird nicht transkribiert, sondern im XML mit <foreign xml:lang="el"><gap reason="fm"/></foreign> vermerkt.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/nn_privilegia_1602
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/nn_privilegia_1602/22
Zitationshilfe: [Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzog Heinrich Julius von]: Fürstliche Privilegia, Statuta und Ordnunge der Heinrichstadt Anno Domini 1602. Heinrichstadt, 1602, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_privilegia_1602/22>, abgerufen am 21.07.2024.