Olearius, Johann: Vorzeichnis mehr denn zwey-hundert calvinischer Irrthumb, lügen, und lesterung wider alle Artickel Augspurgischer Confession, unnd Stück des heiligen Catechismi D. Luthers. Halle, 1597.oder den Grund vmbreissen / heissen. Vnnd das solt so ein thewrer Lehrer sein / der nicht weis was Gottes Wort ist / vnd wie es vons Teuffels Betrug zu vnterscheiden? Vermeinet durch diese Bäpstische / Schwenckfeldische / Enthusiastische abtheilung Göttliches Worts / in das eusserliche vnd jnnerliche / den Heyden ein sonderlich Wort Gottes zuzutheilen / das in jhren Hertzen sol geschrieben sein / alles was man von Gott erkennen vnd wissen mag. Rühmet derwegen daselbst Platonis, Aristotelis, Ciceronis, Senecae Sprüche / als gantz heilige / Christliche / Gottsel[i]ge Sprüche / auff das er ja den Heydnischen Himmel seines Patriarchen Cinglij könne erhalten / vnnd keinen Irrthumb erkennen dörffe. Zum sechsten / Gleichwol darff Eysenberg so vermessen6. Caluinischer trotz. sein / vnd Gottes strenges Gericht denen andrawen / die solchen seinen Gottlosen Postillenhandel dürffen schelten vnd straffen. Das mag ja heissen / wie wir singen / Sie wollen vngestraffet sein / vnd leben nach jhrem sinne / vnd werffen von sich Gottes Wert / vnd was er lehret darinnen. Zum siebenden / Hat zu dem ende auch diese Dedication7. Kö. May. Namen sol dem Calutnismo patrociniren. gericht / das dieser Gualther mit seinen Homilien ein sonderliche gunst vnd gros ansehen möcht bekomen von Königl. Mayest. Namen / wie die wort lanten pag. ead. Hanc primam partem Homiliarum hoc consilio mitto, quod ex Regiae V. Majestatis nomine operi huic gratiam & autoritatem non exiguam, accessuram existimavi. Zum achten / bittet vnd flehet er / das Kön. May. aus8. Caluinisch Lehr fleust aus der H. Schrifft / wie aus den Blumen der diesen / seinen vnd Gualtheri Schrifften / auch des Caluinisten Curaei Gebetlein / so er hinden angeflickt / als aus Gottseliger vnd eingezogener Leutschrifften / solle abnemen / wie sie aus den Prephetischen vnnd Apostolischen Schrifften oder den Grund vmbreissen / heissen. Vnnd das solt so ein thewrer Lehrer sein / der nicht weis was Gottes Wort ist / vnd wie es vons Teuffels Betrug zu vnterscheiden? Vermeinet durch diese Bäpstische / Schwenckfeldische / Enthusiastische abtheilung Göttliches Worts / in das eusserliche vnd jnnerliche / den Heyden ein sonderlich Wort Gottes zuzutheilen / das in jhren Hertzen sol geschrieben sein / alles was man von Gott erkennen vnd wissen mag. Rühmet derwegen daselbst Platonis, Aristotelis, Ciceronis, Senecae Sprüche / als gantz heilige / Christliche / Gottsel[i]ge Sprüche / auff das er ja den Heydnischen Himmel seines Patriarchen Cinglij könne erhalten / vnnd keinen Irrthumb erkennen dörffe. Zum sechsten / Gleichwol darff Eysenberg so vermessen6. Caluinischer trotz. sein / vnd Gottes strenges Gericht denen andrawen / die solchen seinen Gottlosen Postillenhandel dürffen schelten vnd straffen. Das mag ja heissen / wie wir singen / Sie wollen vngestraffet sein / vnd leben nach jhrem sinne / vnd werffen von sich Gottes Wert / vnd was er lehret darinnen. Zum siebenden / Hat zu dem ende auch diese Dedication7. Kö. May. Namen sol dem Calutnismo patrociniren. gericht / das dieser Gualther mit seinen Homilien ein sonderliche gunst vnd gros ansehen möcht bekomen von Königl. Mayest. Namen / wie die wort lanten pag. ead. Hanc primam partem Homiliarum hoc consilio mitto, quod ex Regiae V. Majestatis nomine operi huic gratiam & autoritatem non exiguam, accessuram existimavi. Zum achten / bittet vnd flehet er / das Kön. May. aus8. Caluinisch Lehr fleust aus der H. Schrifft / wie aus dẽ Blumẽ der diesen / seinen vnd Gualtheri Schrifften / auch des Caluinisten Curaei Gebetlein / so er hinden angeflickt / als aus Gottseliger vnd eingezogener Leutschrifften / solle abnemen / wie sie aus den Prephetischen vnnd Apostolischen Schrifften <TEI> <text> <body> <div> <p><pb facs="#f0025" n="5"/> oder den Grund vmbreissen / heissen. Vnnd das solt so ein thewrer Lehrer sein / der nicht weis was Gottes Wort ist / vnd wie es vons Teuffels Betrug zu vnterscheiden? 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oder den Grund vmbreissen / heissen. Vnnd das solt so ein thewrer Lehrer sein / der nicht weis was Gottes Wort ist / vnd wie es vons Teuffels Betrug zu vnterscheiden? Vermeinet durch diese Bäpstische / Schwenckfeldische / Enthusiastische abtheilung Göttliches Worts / in das eusserliche vnd jnnerliche / den Heyden ein sonderlich Wort Gottes zuzutheilen / das in jhren Hertzen sol geschrieben sein / alles was man von Gott erkennen vnd wissen mag.
Rühmet derwegen daselbst Platonis, Aristotelis, Ciceronis, Senecae Sprüche / als gantz heilige / Christliche / Gottselige Sprüche / auff das er ja den Heydnischen Himmel seines Patriarchen Cinglij könne erhalten / vnnd keinen Irrthumb erkennen dörffe.
Zum sechsten / Gleichwol darff Eysenberg so vermessen sein / vnd Gottes strenges Gericht denen andrawen / die solchen seinen Gottlosen Postillenhandel dürffen schelten vnd straffen. Das mag ja heissen / wie wir singen / Sie wollen vngestraffet sein / vnd leben nach jhrem sinne / vnd werffen von sich Gottes Wert / vnd was er lehret darinnen.
6. Caluinischer trotz. Zum siebenden / Hat zu dem ende auch diese Dedication gericht / das dieser Gualther mit seinen Homilien ein sonderliche gunst vnd gros ansehen möcht bekomen von Königl. Mayest. Namen / wie die wort lanten pag. ead. Hanc primam partem Homiliarum hoc consilio mitto, quod ex Regiae V. Majestatis nomine operi huic gratiam & autoritatem non exiguam, accessuram existimavi.
7. Kö. May. Namen sol dem Calutnismo patrociniren. Zum achten / bittet vnd flehet er / das Kön. May. aus diesen / seinen vnd Gualtheri Schrifften / auch des Caluinisten Curaei Gebetlein / so er hinden angeflickt / als aus Gottseliger vnd eingezogener Leutschrifften / solle abnemen / wie sie aus den Prephetischen vnnd Apostolischen Schrifften
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