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[Pahl, Johann Gottfried]: Geheimnisse eines mehr als fünfzigjährigen wirtembergischen Staatsmannes. [Heilbronn], 1799.

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Die Freuden des Patriotismuses gehören in Deutschland unter die fremden Empfindungen, weil die Tugend überall erstickt wird, aus der sie entspringen. Doch habe ich diese Freuden oft in einem hohen Maaße genossen, wenn sich auch manchmal tausend Erfahrungen der peinlichsten Art vereinigten, sie nieder zu schlagen. Denn das Bewußtseyn konnte nie in mir ersterben, daß ich nicht einem Fürsten, sondern dem Staate angehöre, daß die Verfassung dieses Staates, mich für einen freyen Mann erklärt, und daß mein Vaterland einst das glücklichste Land Germaniens seyn müßte, so bald das Brustwehr, das



Die Freuden des Patriotismuses gehören in Deutschland unter die fremden Empfindungen, weil die Tugend überall erstickt wird, aus der sie entspringen. Doch habe ich diese Freuden oft in einem hohen Maaße genossen, wenn sich auch manchmal tausend Erfahrungen der peinlichsten Art vereinigten, sie nieder zu schlagen. Denn das Bewußtseyn konnte nie in mir ersterben, daß ich nicht einem Fürsten, sondern dem Staate angehöre, daß die Verfassung dieses Staates, mich für einen freyen Mann erklärt, und daß mein Vaterland einst das glücklichste Land Germaniens seyn müßte, so bald das Brustwehr, das

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[5/0005] Die Freuden des Patriotismuses gehören in Deutschland unter die fremden Empfindungen, weil die Tugend überall erstickt wird, aus der sie entspringen. Doch habe ich diese Freuden oft in einem hohen Maaße genossen, wenn sich auch manchmal tausend Erfahrungen der peinlichsten Art vereinigten, sie nieder zu schlagen. Denn das Bewußtseyn konnte nie in mir ersterben, daß ich nicht einem Fürsten, sondern dem Staate angehöre, daß die Verfassung dieses Staates, mich für einen freyen Mann erklärt, und daß mein Vaterland einst das glücklichste Land Germaniens seyn müßte, so bald das Brustwehr, das

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Zitationshilfe: [Pahl, Johann Gottfried]: Geheimnisse eines mehr als fünfzigjährigen wirtembergischen Staatsmannes. [Heilbronn], 1799, S. 5. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/pahl_geheimnisse_1797/5>, abgerufen am 28.02.2021.