wissen nicht, ob nahe am Pole, im Phänomen sel[bst] diese häufiger sind. Nach Pary haben die Jah- reszeiten Einfluß darauf u. [unleserliches Material - 1 Wort fehlt]er beobach- tete 1824, in 180 Tagen 50 Nordlichter, so vertheilt waren, daß im Novbr. 5 im Jan. 15-16 erschienen. Wrangel beobach- tete im Osten grade das Gegentheil. Ueb[er] Zischendes Getöse des Nord- lichts. das zischende Getöse des Nordlichts ist viel g[e-] st[unleserliches Material]ritten werden. Hunde sollten sich an der Erde werfen u. heulen etc. Pallas läugnet die[s] durchaus. Wrangel glaubt etwas gehört z[u] haben bei jeder Erscheinung. Egedl, der so lange in Groenland lebte, hatte nie etwas von diesem Geräusch vernommen. v. Buch in Norwegen konnte keine Kunde erhalten vo[n] irgend einen Getöse, was das Nordlicht ver- anlaßt. Hansten spricht hingegen davon wie von einer ganz ausgemachten Sache. Er w[ill] gehört haben, daß die magnet. Materie b[eim] Ausströmen eine zischende Bewegung macht[.] Das gleiche behauptet Herne. Franklin gla[ubt] daß in den nordischen Gegenden der Schnee ein s[ol-] ches Geräusch veranlasse. Es wäre möglich daß einzelne Ersch. ein Geräusch veranlass[en,] andern nicht. Celsius u Wilke beobachtet[en] eine Beunruhigung der Nadel, die Ander[e] nicht finden. Die Bogen, welche die Strahl[en] bilden stehen in der Abweichung des mag- netischen Meridians, bei uns von N.N. O nach S.S.W. Ab@er häufig liegt bei viele Nordlichtern das Centrum der Bogen im Nor[d-] Pole. Ueberhaupt herrscht hierin noch
eine
wiſſen nicht, ob nahe am Pole, im Phänomen ſel[bſt] dieſe häufiger ſind. Nach Pary haben die Jah- reszeiten Einfluß darauf u. [unleserliches Material – 1 Wort fehlt]er beobach- tete 1824, in 180 Tagen 50 Nordlichter, ſo vertheilt waren, daß im Novbr. 5 im Jan. 15–16 erſchienen. Wrangel beobach- tete im Oſten grade das Gegentheil. Ueb[er] Ziſchendes Getöſe des Nord- lichts. das ziſchende Getöſe des Nordlichts iſt viel g[e-] ſt[unleserliches Material]ritten werden. Hunde ſollten ſich an der Erde werfen u. heulen etc. Pallas läugnet die[s] durchaus. Wrangel glaubt etwas gehört z[u] haben bei jeder Erſcheinung. Egedl, der ſo lange in Groenland lebte, hatte nie etwas von dieſem Geräuſch vernom̃en. v. Buch in Norwegen koñte keine Kunde erhalten vo[n] irgend einen Getöſe, was das Nordlicht ver- anlaßt. Hanſten ſpricht hingegen davon wie von einer ganz ausgemachten Sache. Er w[ill] gehört haben, daß die magnet. Materie b[eim] Ausſtrömen eine ziſchende Bewegung macht[.] Das gleiche behauptet Herne. Franklin gla[ubt] daß in den nordiſchen Gegenden der Schnee ein ſ[ol-] ches Geräuſch veranlaſſe. Es wäre möglich daß einzelne Erſch. ein Geräuſch veranlaſſ[en,] andern nicht. Celſius u Wilke beobachtet[en] eine Beunruhigung der Nadel, die Ander[e] nicht finden. Die Bogen, welche die Strahl[en] bilden ſtehen in der Abweichung des mag- netiſchen Meridians, bei uns von N.N. O nach S.S.W. Aber häufig liegt bei viele Nordlichtern das Centrum der Bogen im Nor[d-] Pole. Ueberhaupt herrſcht hierin noch
eine
<TEI><text><body><divxml:id="Ms_germ_fol_841"next="#Ms_germ_fol_842"><divtype="session"n="31"><p><pbfacs="#f0194"n="190."/>
wiſſen nicht, ob nahe am Pole, im Phänomen ſel<suppliedreason="damage"resp="#BF">bſt</supplied><lb/>
dieſe häufiger ſind. Nach <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-116048166 http://d-nb.info/gnd/116048166">Pary</persName></hi> haben die Jah-<lb/>
reszeiten Einfluß darauf u. <subst><delrendition="#ow"><gapreason="illegible"unit="words"quantity="1"/></del><addplace="across">er</add></subst> beobach-<lb/>
tete 1824, in 180 Tagen 50 Nordlichter,<lb/>ſo vertheilt waren, daß im Novbr. 5<lb/>
im Jan. 15–16 erſchienen. <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-100724833 http://d-nb.info/gnd/100724833">Wrangel</persName></hi> beobach-<lb/>
tete im Oſten grade das Gegentheil. Ueb<suppliedreason="damage"resp="#BF">er</supplied><lb/><noteplace="left">Ziſchendes<lb/>
Getöſe des Nord-<lb/>
lichts.<lb/></note><hirendition="#u">das ziſchende Getöſe des Nordlichts iſt</hi> viel g<suppliedreason="damage"resp="#BF">e-</supplied><lb/>ſt<subst><delrendition="#ow"><gapreason="illegible"/></del><addplace="across">r</add></subst>itten werden. <unclearreason="illegible"resp="#textloop">Hunde</unclear>ſollten ſich an der<lb/>
Erde werfen u. heulen <choice><orig><hirendition="#aq">p</hi></orig><regresp="#BF"><hirendition="#aq">etc</hi></reg></choice>. <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-118591371 http://d-nb.info/gnd/118591371">Pallas</persName></hi> läugnet <unclearreason="illegible"cert="high"resp="#BF">die<suppliedreason="damage"resp="#BF">s</supplied></unclear><lb/>
durchaus. <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-100724833 http://d-nb.info/gnd/100724833">Wrangel</persName></hi> glaubt etwas gehört z<suppliedreason="damage"resp="#BF">u</supplied><lb/>
haben bei jeder Erſcheinung. <hirendition="#aq"><persName>Egedl</persName></hi>, der ſo<lb/>
lange in <hirendition="#aq">Groenland</hi> lebte, hatte nie etwas<lb/>
von dieſem Geräuſch vernom̃en. <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-116817569 http://d-nb.info/gnd/116817569">v. Buch</persName></hi><lb/>
in Norwegen koñte keine Kunde erhalten vo<suppliedreason="damage"resp="#BF">n</supplied><lb/>
irgend einen Getöſe, was das Nordlicht ver-<lb/>
anlaßt. <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-116461357 http://d-nb.info/gnd/116461357">Hanſten</persName></hi>ſpricht hingegen davon wie<lb/>
von einer ganz ausgemachten Sache. Er w<suppliedreason="damage"resp="#BF">ill</supplied><lb/>
gehört haben, daß die magnet. Materie b<suppliedreason="damage"resp="#BF">eim</supplied><lb/>
Ausſtrömen eine ziſchende Bewegung macht<suppliedreason="damage"resp="#BF">.</supplied><lb/>
Das gleiche behauptet <hirendition="#aq"><persNameresp="#SB"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-122917898 http://d-nb.info/gnd/122917898">Herne</persName></hi>. <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-118692844 http://d-nb.info/gnd/118692844">Franklin</persName></hi> gla<suppliedreason="damage"resp="#BF">ubt</supplied><lb/>
daß in den <choice><abbr>nordiſch</abbr><expanresp="#BF">nordiſchen</expan></choice> Gegenden der Schnee ein ſ<suppliedreason="damage"resp="#BF">ol-</supplied><lb/>
ches Geräuſch veranlaſſe. Es wäre möglich<lb/>
daß einzelne Erſch. ein Geräuſch veranlaſſ<suppliedreason="damage"resp="#BF">en,</supplied><lb/>
andern nicht. <hirendition="#aq"><persNameresp="#BF"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-118653326 http://d-nb.info/gnd/118653326">Celſius</persName></hi> u <hirendition="#aq"><persNameresp="#SB"ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-123211166 http://d-nb.info/gnd/123211166">Wilke</persName></hi> beobachtet<suppliedreason="damage"resp="#BF">en</supplied><lb/>
eine Beunruhigung der Nadel, die Ander<suppliedreason="damage"resp="#BF">e</supplied><lb/>
nicht finden. Die Bogen, welche die Strahl<suppliedreason="damage"resp="#BF">en</supplied><lb/>
bilden ſtehen in der Abweichung des mag-<lb/>
netiſchen Meridians, bei uns von N.N. O<lb/>
nach S.S.W. Ab<subst><delrendition="#ow"></del><addplace="across">er</add></subst> häufig liegt bei viele<lb/>
Nordlichtern das <hirendition="#aq">Centrum</hi> der Bogen im Nor<suppliedreason="damage"resp="#BF">d-</supplied><lb/>
Pole. Ueberhaupt herrſcht hierin noch<lb/><fwtype="catch"place="bottom">eine</fw><lb/></p></div></div></body></text></TEI>
[190./0194]
wiſſen nicht, ob nahe am Pole, im Phänomen ſelbſt
dieſe häufiger ſind. Nach Pary haben die Jah-
reszeiten Einfluß darauf u. er beobach-
tete 1824, in 180 Tagen 50 Nordlichter,
ſo vertheilt waren, daß im Novbr. 5
im Jan. 15–16 erſchienen. Wrangel beobach-
tete im Oſten grade das Gegentheil. Ueber
das ziſchende Getöſe des Nordlichts iſt viel ge-
ſtritten werden. Hunde ſollten ſich an der
Erde werfen u. heulen p. Pallas läugnet dies
durchaus. Wrangel glaubt etwas gehört zu
haben bei jeder Erſcheinung. Egedl, der ſo
lange in Groenland lebte, hatte nie etwas
von dieſem Geräuſch vernom̃en. v. Buch
in Norwegen koñte keine Kunde erhalten von
irgend einen Getöſe, was das Nordlicht ver-
anlaßt. Hanſten ſpricht hingegen davon wie
von einer ganz ausgemachten Sache. Er will
gehört haben, daß die magnet. Materie beim
Ausſtrömen eine ziſchende Bewegung macht.
Das gleiche behauptet Herne. Franklin glaubt
daß in den nordiſch Gegenden der Schnee ein ſol-
ches Geräuſch veranlaſſe. Es wäre möglich
daß einzelne Erſch. ein Geräuſch veranlaſſen,
andern nicht. Celſius u Wilke beobachteten
eine Beunruhigung der Nadel, die Andere
nicht finden. Die Bogen, welche die Strahlen
bilden ſtehen in der Abweichung des mag-
netiſchen Meridians, bei uns von N.N. O
nach S.S.W. Aber häufig liegt bei viele
Nordlichtern das Centrum der Bogen im Nord-
Pole. Ueberhaupt herrſcht hierin noch
eine
Ziſchendes
Getöſe des Nord-
lichts.
Informationen zur CAB-Ansicht
Diese Ansicht bietet Ihnen die Darstellung des Textes in normalisierter Orthographie.
Diese Textvariante wird vollautomatisch erstellt und kann aufgrund dessen auch Fehler enthalten.
Alle veränderten Wortformen sind grau hinterlegt. Als fremdsprachliches Material erkannte
Textteile sind ausgegraut dargestellt.
Patzig, Gotthilf: Vorträge über physische Geographie des Freiherrn Alexander von Humbold: gehalten im großen Hörsaale des Universitäts-Gebäudes zu Berlin im Wintersemester 1827/28 vom 3ten Novbr. 1827. bis 26 April 1828. Aus schriftlichen Notizen nach jedem Vortrage zusammengestellt vom Rechnungsrath Gotthilf Friedrich Patzig. Berlin, 1827/28. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.], S. 190.. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/patzig_msgermfol841842_1828/194>, abgerufen am 10.08.2024.
Alle Inhalte dieser Seite unterstehen, soweit nicht anders gekennzeichnet, einer
Creative-Commons-Lizenz.
Die Rechte an den angezeigten Bilddigitalisaten, soweit nicht anders gekennzeichnet, liegen bei den besitzenden Bibliotheken.
Weitere Informationen finden Sie in den DTA-Nutzungsbedingungen.
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf
diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken
dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder
nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der
Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden.
Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des
§ 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen
Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung
der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu
vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
Zitierempfehlung: Deutsches Textarchiv. Grundlage für ein Referenzkorpus der neuhochdeutschen Sprache. Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2024. URL: https://www.deutschestextarchiv.de/.