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Rein, Johann Justus: Japan nach Reisen und Studien. Bd. 2. Leipzig, 1886.

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6. Eigenschaften und Verwendung der wichtigeren Waldbäume etc.
Fam. Betulaceae.

35. Betula alba L., jap. Shira-kaba oder Shira-kamba, Kaba
und Kamba genannt, kommt zerstreut in den höheren Gebirgswal-
dungen des mittleren und nördlichen Hondo und auf Yezo vor, ebenso

36. B. ulmifolia S. & Z., jap. Midzume, deren braunrothes Holz
sich mehr dem der Erlen nähert. Die Hölzer dieser und einiger an-
dern Birkenarten werden hier und da zu Kistchen, wohl auch in der
Lackindustrie verwandt.

37. Alnus firma S. & Z., jap. Minebari, Yama-harinoki und
Hari-no-ki.

38. Alnus maritima Nutt. (A. japonica S. & Z.), jap. Hari-no-ki,
auch Han-no-ki genannt.

39. Alnus incana Wild., jap. Yama-hari-no-ki. Man ver-
arbeitet das Holz dieser Erlen zu Kisten. Eine eigenartige Behand-
lung und Verwendung findet Erlenholz im Hakone-Gebirge. (Siehe
Kunstgewerbe: Holzdreharbeiten.)

Fam. Juglandaceae.

Die hierher gehörenden Bäume führen den Collectivnamen Kurumi.
Ausser unserer gemeinen Wallnuss wird auch Juglans Sieboldiana hier
und da der Früchte wegen angebaut (pg. 110); doch findet sich letz-
terer häufiger, wie die übrigen Arten eingestreut in den Bergwal-
dungen des mittleren und nördlichen Hondo, sowie der Insel Yezo.
Ihre Hölzer haben sehr verschiedenen Charakter und Werth. Man
macht von denselben bislang in der Möbeltischlerei nur bescheidenen
Gebrauch. Erwähnenswerth sind:

40. Juglans mandschurica Maxim., jap. Kurumi, deren schönes
dunkles Holz dem der folgenden Art und unserem Wallnussholze sehr
ähnlich ist.

41. Juglans Sieboldiana Maxim., To-gurumi und Kurumi ge-
nannt.

42. Pterocarya rhoifolia S. & Z. (P. sorbifolia S. & Z.), jap. Sawa-
gurumi
. Das Holz derselben ist leicht, hell, weiss, gelblichweiss
oder hellrosafarbig.

43. Platycarya strobilacea S. & Z., jap. No-gurumi und Yama-
gurumi
.

Fam. Corylaceae.

44. Corylus heterophylla Fisch., jap. Hashibami. Das weiche,
weissliche Holz wird wenig gebraucht.

45. Carpinus japonica Blume, C. laxiflora Bl. und C. cordata Bl.

6. Eigenschaften und Verwendung der wichtigeren Waldbäume etc.
Fam. Betulaceae.

35. Betula alba L., jap. Shira-kaba oder Shira-kamba, Kaba
und Kamba genannt, kommt zerstreut in den höheren Gebirgswal-
dungen des mittleren und nördlichen Hondo und auf Yezo vor, ebenso

36. B. ulmifolia S. & Z., jap. Midzume, deren braunrothes Holz
sich mehr dem der Erlen nähert. Die Hölzer dieser und einiger an-
dern Birkenarten werden hier und da zu Kistchen, wohl auch in der
Lackindustrie verwandt.

37. Alnus firma S. & Z., jap. Minebari, Yama-harinoki und
Hari-no-ki.

38. Alnus maritima Nutt. (A. japonica S. & Z.), jap. Hari-no-ki,
auch Han-no-ki genannt.

39. Alnus incana Wild., jap. Yama-hari-no-ki. Man ver-
arbeitet das Holz dieser Erlen zu Kisten. Eine eigenartige Behand-
lung und Verwendung findet Erlenholz im Hakone-Gebirge. (Siehe
Kunstgewerbe: Holzdreharbeiten.)

Fam. Juglandaceae.

Die hierher gehörenden Bäume führen den Collectivnamen Kurumi.
Ausser unserer gemeinen Wallnuss wird auch Juglans Sieboldiana hier
und da der Früchte wegen angebaut (pg. 110); doch findet sich letz-
terer häufiger, wie die übrigen Arten eingestreut in den Bergwal-
dungen des mittleren und nördlichen Hondo, sowie der Insel Yezo.
Ihre Hölzer haben sehr verschiedenen Charakter und Werth. Man
macht von denselben bislang in der Möbeltischlerei nur bescheidenen
Gebrauch. Erwähnenswerth sind:

40. Juglans mandschurica Maxim., jap. Kurumi, deren schönes
dunkles Holz dem der folgenden Art und unserem Wallnussholze sehr
ähnlich ist.

41. Juglans Sieboldiana Maxim., Tô-gurumi und Kurumi ge-
nannt.

42. Pterocarya rhoifolia S. & Z. (P. sorbifolia S. & Z.), jap. Sawa-
gurumi
. Das Holz derselben ist leicht, hell, weiss, gelblichweiss
oder hellrosafarbig.

43. Platycarya strobilacea S. & Z., jap. No-gurumi und Yama-
gurumi
.

Fam. Corylaceae.

44. Corylus heterophylla Fisch., jap. Hashibami. Das weiche,
weissliche Holz wird wenig gebraucht.

45. Carpinus japonica Blume, C. laxiflora Bl. und C. cordata Bl.

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[285/0309] 6. Eigenschaften und Verwendung der wichtigeren Waldbäume etc. Fam. Betulaceae. 35. Betula alba L., jap. Shira-kaba oder Shira-kamba, Kaba und Kamba genannt, kommt zerstreut in den höheren Gebirgswal- dungen des mittleren und nördlichen Hondo und auf Yezo vor, ebenso 36. B. ulmifolia S. & Z., jap. Midzume, deren braunrothes Holz sich mehr dem der Erlen nähert. Die Hölzer dieser und einiger an- dern Birkenarten werden hier und da zu Kistchen, wohl auch in der Lackindustrie verwandt. 37. Alnus firma S. & Z., jap. Minebari, Yama-harinoki und Hari-no-ki. 38. Alnus maritima Nutt. (A. japonica S. & Z.), jap. Hari-no-ki, auch Han-no-ki genannt. 39. Alnus incana Wild., jap. Yama-hari-no-ki. Man ver- arbeitet das Holz dieser Erlen zu Kisten. Eine eigenartige Behand- lung und Verwendung findet Erlenholz im Hakone-Gebirge. (Siehe Kunstgewerbe: Holzdreharbeiten.) Fam. Juglandaceae. Die hierher gehörenden Bäume führen den Collectivnamen Kurumi. Ausser unserer gemeinen Wallnuss wird auch Juglans Sieboldiana hier und da der Früchte wegen angebaut (pg. 110); doch findet sich letz- terer häufiger, wie die übrigen Arten eingestreut in den Bergwal- dungen des mittleren und nördlichen Hondo, sowie der Insel Yezo. Ihre Hölzer haben sehr verschiedenen Charakter und Werth. Man macht von denselben bislang in der Möbeltischlerei nur bescheidenen Gebrauch. Erwähnenswerth sind: 40. Juglans mandschurica Maxim., jap. Kurumi, deren schönes dunkles Holz dem der folgenden Art und unserem Wallnussholze sehr ähnlich ist. 41. Juglans Sieboldiana Maxim., Tô-gurumi und Kurumi ge- nannt. 42. Pterocarya rhoifolia S. & Z. (P. sorbifolia S. & Z.), jap. Sawa- gurumi. Das Holz derselben ist leicht, hell, weiss, gelblichweiss oder hellrosafarbig. 43. Platycarya strobilacea S. & Z., jap. No-gurumi und Yama- gurumi. Fam. Corylaceae. 44. Corylus heterophylla Fisch., jap. Hashibami. Das weiche, weissliche Holz wird wenig gebraucht. 45. Carpinus japonica Blume, C. laxiflora Bl. und C. cordata Bl.

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Zitationshilfe: Rein, Johann Justus: Japan nach Reisen und Studien. Bd. 2. Leipzig, 1886, S. 285. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/rein_japan02_1886/309>, abgerufen am 16.05.2021.