Röll, [Victor] von (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Aufl. Bd. 1. Berlin, Wien, 1912.durch das Gegengewicht C derart beschwert, daß die Schließung des Schrankens nur dann eintritt, wenn das Gegengewicht gehoben wird. Die Schlagbäume können auch mit einer Vergitterung versehen (Abb. 46 und 47) und versteift werden (Abb. 48). Bei Bedienung als "geteilter" Handschranken muß das Öffnen und Schließen jedes Schlagbaumes ![]() Abb. 44. Abb. 46.mehr als "ungeteilte" Hand- und als Zugschranken verwendet. b) Ungeteilte Handschranken, bei denen durch Bedienung eines auf der Wächterseite angeordneten Antriebs die mit Ketten-, Drahtzug oder Drahtseil verbundenen beiden Schlagbäume gleichzeitig auf- und niedergehen. Ein selbsttätig schließender Handschranken mit Sperrvorrichtung und Doppeldrahtzug (Abb. 49) ist auf den Linien der österr. Staaatsbahnen bei Übersetzungen bis 5·0 m lichte Weite in Verwendung. Der Wärter bringt durch einen Zug an dem am Schlagbaum befestigten Griff beide genau ausbalancierte Schlagbäume, die durch Ketten, Einer der besten, leicht, rasch und sicher zu handhabenden ungeteilten Handschranken ist der von der Firma "Südbahnwerk" in Wien gebaute (Abb. 50). Der Antrieb ist an dem eisernen Gestelle angebracht und bei Schlagbaumlängen bis 4·9 m als einfacher Kettenantrieb, bei Schlagbaumlängen von 4·9 bis 10·0 m mit einer Zahnradübersetzung ausgebildet. Größere Wegübersetzungen können durch gegenübergestellte Schrankenpaare mit Schlagbaumlängen unter oder bis 10·0 m nach dieser Bauart ebenfalls abgeschrankt werden. Einen besonderen Vorteil weist diese Bauart ![]() Abb. 45. durch das Gegengewicht C derart beschwert, daß die Schließung des Schrankens nur dann eintritt, wenn das Gegengewicht gehoben wird. Die Schlagbäume können auch mit einer Vergitterung versehen (Abb. 46 und 47) und versteift werden (Abb. 48). Bei Bedienung als „geteilter“ Handschranken muß das Öffnen und Schließen jedes Schlagbaumes ![]() Abb. 44. Abb. 46.mehr als „ungeteilte“ Hand- und als Zugschranken verwendet. b) Ungeteilte Handschranken, bei denen durch Bedienung eines auf der Wächterseite angeordneten Antriebs die mit Ketten-, Drahtzug oder Drahtseil verbundenen beiden Schlagbäume gleichzeitig auf- und niedergehen. Ein selbsttätig schließender Handschranken mit Sperrvorrichtung und Doppeldrahtzug (Abb. 49) ist auf den Linien der österr. Staaatsbahnen bei Übersetzungen bis 5·0 m lichte Weite in Verwendung. Der Wärter bringt durch einen Zug an dem am Schlagbaum befestigten Griff beide genau ausbalancierte Schlagbäume, die durch Ketten, Einer der besten, leicht, rasch und sicher zu handhabenden ungeteilten Handschranken ist der von der Firma „Südbahnwerk“ in Wien gebaute (Abb. 50). Der Antrieb ist an dem eisernen Gestelle angebracht und bei Schlagbaumlängen bis 4·9 m als einfacher Kettenantrieb, bei Schlagbaumlängen von 4·9 bis 10·0 m mit einer Zahnradübersetzung ausgebildet. Größere Wegübersetzungen können durch gegenübergestellte Schrankenpaare mit Schlagbaumlängen unter oder bis 10·0 m nach dieser Bauart ebenfalls abgeschrankt werden. Einen besonderen Vorteil weist diese Bauart ![]() Abb. 45. <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div type="lexiconEntry" n="2"> <p><pb facs="#f0054" n="46"/> durch das Gegengewicht <hi rendition="#i">C</hi> derart beschwert, daß die Schließung des Schrankens nur dann eintritt, wenn das Gegengewicht gehoben wird. Die Schlagbäume können auch mit einer Vergitterung versehen (Abb. 46 und 47) und versteift werden (Abb. 48). Bei Bedienung als „geteilter“ Handschranken muß das Öffnen und Schließen <hi rendition="#g">jedes Schlagbaumes</hi><lb/><figure facs="https://media.dwds.de/dta/images/roell_eisenbahnwesen01_1912/figures/roell_eisenbahnwesen01_1912_figure-0043.jpg" rendition="#c"><head>Abb. 44.</head><lb/></figure><lb/> getrennt durch eine Kette (Abb. 46) oder durch Umlegen eines drehbaren Gewichtshebels (Abb. 47 und 48) von links nach rechts erfolgen; um das zu vermeiden, werden Schlagbaumschranken jetzt nur <figure facs="https://media.dwds.de/dta/images/roell_eisenbahnwesen01_1912/figures/roell_eisenbahnwesen01_1912_figure-0045.jpg"><head>Abb. 46.</head><lb/></figure><lb/> mehr als „ungeteilte“ Hand- und als Zugschranken verwendet.</p><lb/> <p><hi rendition="#i">b)</hi><hi rendition="#g">Ungeteilte</hi> Handschranken, bei denen durch Bedienung eines auf der Wächterseite angeordneten Antriebs die mit Ketten-, Drahtzug oder Drahtseil verbundenen beiden Schlagbäume gleichzeitig auf- und niedergehen. Ein selbsttätig schließender Handschranken mit Sperrvorrichtung und Doppeldrahtzug (Abb. 49) ist auf den Linien der österr. Staaatsbahnen bei Übersetzungen bis 5·0 <hi rendition="#i">m</hi> lichte Weite in Verwendung. Der Wärter bringt durch einen Zug an dem am Schlagbaum befestigten Griff beide genau ausbalancierte Schlagbäume, die durch Ketten, <figure facs="https://media.dwds.de/dta/images/roell_eisenbahnwesen01_1912/figures/roell_eisenbahnwesen01_1912_figure-0635.jpg"><head>Abb. 47.</head><lb/></figure><lb/> die in Rollen laufen, verbunden sind, in die geschlossene Lage, in der sie durch eine Klinke selbsttätig festgehalten (verriegelt) werden; durch Seitwärtslegen dieser Klinke und Anheben eines Schlagbaumes gehen beide in die offene Stellung über.</p><lb/> <p>Einer der besten, leicht, rasch und sicher zu handhabenden ungeteilten Handschranken ist der von der Firma „Südbahnwerk“ in Wien gebaute (Abb. 50).</p><lb/> <p>Der Antrieb ist an dem eisernen Gestelle angebracht und bei Schlagbaumlängen bis 4·9 <hi rendition="#i">m</hi> als einfacher Kettenantrieb, bei Schlagbaumlängen von 4·9 bis 10·0 <hi rendition="#i">m</hi> mit einer Zahnradübersetzung ausgebildet. 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durch das Gegengewicht C derart beschwert, daß die Schließung des Schrankens nur dann eintritt, wenn das Gegengewicht gehoben wird. Die Schlagbäume können auch mit einer Vergitterung versehen (Abb. 46 und 47) und versteift werden (Abb. 48). Bei Bedienung als „geteilter“ Handschranken muß das Öffnen und Schließen jedes Schlagbaumes
[Abbildung Abb. 44.
]
getrennt durch eine Kette (Abb. 46) oder durch Umlegen eines drehbaren Gewichtshebels (Abb. 47 und 48) von links nach rechts erfolgen; um das zu vermeiden, werden Schlagbaumschranken jetzt nur
[Abbildung Abb. 46.
]
mehr als „ungeteilte“ Hand- und als Zugschranken verwendet.
b) Ungeteilte Handschranken, bei denen durch Bedienung eines auf der Wächterseite angeordneten Antriebs die mit Ketten-, Drahtzug oder Drahtseil verbundenen beiden Schlagbäume gleichzeitig auf- und niedergehen. Ein selbsttätig schließender Handschranken mit Sperrvorrichtung und Doppeldrahtzug (Abb. 49) ist auf den Linien der österr. Staaatsbahnen bei Übersetzungen bis 5·0 m lichte Weite in Verwendung. Der Wärter bringt durch einen Zug an dem am Schlagbaum befestigten Griff beide genau ausbalancierte Schlagbäume, die durch Ketten,
[Abbildung Abb. 47.
]
die in Rollen laufen, verbunden sind, in die geschlossene Lage, in der sie durch eine Klinke selbsttätig festgehalten (verriegelt) werden; durch Seitwärtslegen dieser Klinke und Anheben eines Schlagbaumes gehen beide in die offene Stellung über.
Einer der besten, leicht, rasch und sicher zu handhabenden ungeteilten Handschranken ist der von der Firma „Südbahnwerk“ in Wien gebaute (Abb. 50).
Der Antrieb ist an dem eisernen Gestelle angebracht und bei Schlagbaumlängen bis 4·9 m als einfacher Kettenantrieb, bei Schlagbaumlängen von 4·9 bis 10·0 m mit einer Zahnradübersetzung ausgebildet. Größere Wegübersetzungen können durch gegenübergestellte Schrankenpaare mit Schlagbaumlängen unter oder bis 10·0 m nach dieser Bauart ebenfalls abgeschrankt werden. Einen besonderen Vorteil weist diese Bauart
[Abbildung Abb. 45.
]
dadurch auf, daß die Kurbeleinrichtung beim Beginn der Bewegung (beim Öffnen und Schließen) beschleunigend, gegen das Ende der Bewegung verzögernd auf die Schlagbäume wirkt, wodurch eine stoßweise Beanspruchung irgendwelcher Teile vermieden wird; auch kommen in beiden Endlagen die Stellkurbeln der Schlagbäume in die Totpunktlage, so daß äußere,
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| Zitationshilfe: | Röll, [Victor] von (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Aufl. Bd. 1. Berlin, Wien, 1912, S. 46. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/roell_eisenbahnwesen01_1912/54>, abgerufen am 11.09.2024. |






