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Rössig, Carl Gottlob: Versuch einer pragmatischen Geschichte der Ökonomie- Polizey- und Cameralwissenschaften. Deutschland. Bd. 1. Leipzig, 1781.

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aus dem Pinterischen Werke nach der Ausgabe
von 1688. S. 105. hier einrücken. Des ganzen
Pferdes Länge, sagt er daselbst, muß sich mit der
Höhe von den Schenkeln, so auf die Erde rei-
chen, bis an den Riß, oder an die Scheidung
des Leibes, mit dem Halse vergleichen; die
Höhe des ganzen Pferdes aber, von dem obersten
dünnen Halsbug an, bis auf den Boden, um
ein Drittel höher: nämlich um so viel der Hals
in die Höhe steigen solle, daß die ganze Höhe
in drey gleichen Theilen bestehet, davon der
Hals einer, des Leibes Höhe der andere, und
die Länge der Schenkel der dritte ist. Also
wird auch des ganzen Leibes Länge in drey glei-
che Theile unterschieden: der erste dritte Theil
hat die Brust, vordern Bug und Lanken; der
andere den ganzen Bauch und Rücken; und
der dritte Theil die Groppe mit den Hinterlan-
ken oder Lenden, und obern Anfang derselben
Schenkel. Des Kopfs Länge ist der vierte Theil
von des Pferdes völligen Höhe; diese völlige
Kopfslänge in fünf gleiche Theile abgetheilet,
gehet das erste Fünftheil unter den Ohren durch.
Das andere Fünftheil gehet durch das Auge.
Das vierte ob dem Maul, wo es aufgeschnit-
ten. Das fünfte beschließet unter den Lefzen
die ganze Kopfslänge. Des Kopfs Breite ist
in der obern Hälfte noch so breit als unten, eben
so viel als der siebente Theil von des Pferdes
Kopfs völliger Länge. Des Auges Länge oder
Breite ein achter Theil von des Kopfs Länge.

Des

aus dem Pinteriſchen Werke nach der Ausgabe
von 1688. S. 105. hier einruͤcken. Des ganzen
Pferdes Laͤnge, ſagt er daſelbſt, muß ſich mit der
Hoͤhe von den Schenkeln, ſo auf die Erde rei-
chen, bis an den Riß, oder an die Scheidung
des Leibes, mit dem Halſe vergleichen; die
Hoͤhe des ganzen Pferdes aber, von dem oberſten
duͤnnen Halsbug an, bis auf den Boden, um
ein Drittel hoͤher: naͤmlich um ſo viel der Hals
in die Hoͤhe ſteigen ſolle, daß die ganze Hoͤhe
in drey gleichen Theilen beſtehet, davon der
Hals einer, des Leibes Hoͤhe der andere, und
die Laͤnge der Schenkel der dritte iſt. Alſo
wird auch des ganzen Leibes Laͤnge in drey glei-
che Theile unterſchieden: der erſte dritte Theil
hat die Bruſt, vordern Bug und Lanken; der
andere den ganzen Bauch und Ruͤcken; und
der dritte Theil die Groppe mit den Hinterlan-
ken oder Lenden, und obern Anfang derſelben
Schenkel. Des Kopfs Laͤnge iſt der vierte Theil
von des Pferdes voͤlligen Hoͤhe; dieſe voͤllige
Kopfslaͤnge in fuͤnf gleiche Theile abgetheilet,
gehet das erſte Fuͤnftheil unter den Ohren durch.
Das andere Fuͤnftheil gehet durch das Auge.
Das vierte ob dem Maul, wo es aufgeſchnit-
ten. Das fuͤnfte beſchließet unter den Lefzen
die ganze Kopfslaͤnge. Des Kopfs Breite iſt
in der obern Haͤlfte noch ſo breit als unten, eben
ſo viel als der ſiebente Theil von des Pferdes
Kopfs voͤlliger Laͤnge. Des Auges Laͤnge oder
Breite ein achter Theil von des Kopfs Laͤnge.

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[216/0242] aus dem Pinteriſchen Werke nach der Ausgabe von 1688. S. 105. hier einruͤcken. Des ganzen Pferdes Laͤnge, ſagt er daſelbſt, muß ſich mit der Hoͤhe von den Schenkeln, ſo auf die Erde rei- chen, bis an den Riß, oder an die Scheidung des Leibes, mit dem Halſe vergleichen; die Hoͤhe des ganzen Pferdes aber, von dem oberſten duͤnnen Halsbug an, bis auf den Boden, um ein Drittel hoͤher: naͤmlich um ſo viel der Hals in die Hoͤhe ſteigen ſolle, daß die ganze Hoͤhe in drey gleichen Theilen beſtehet, davon der Hals einer, des Leibes Hoͤhe der andere, und die Laͤnge der Schenkel der dritte iſt. Alſo wird auch des ganzen Leibes Laͤnge in drey glei- che Theile unterſchieden: der erſte dritte Theil hat die Bruſt, vordern Bug und Lanken; der andere den ganzen Bauch und Ruͤcken; und der dritte Theil die Groppe mit den Hinterlan- ken oder Lenden, und obern Anfang derſelben Schenkel. Des Kopfs Laͤnge iſt der vierte Theil von des Pferdes voͤlligen Hoͤhe; dieſe voͤllige Kopfslaͤnge in fuͤnf gleiche Theile abgetheilet, gehet das erſte Fuͤnftheil unter den Ohren durch. Das andere Fuͤnftheil gehet durch das Auge. Das vierte ob dem Maul, wo es aufgeſchnit- ten. Das fuͤnfte beſchließet unter den Lefzen die ganze Kopfslaͤnge. Des Kopfs Breite iſt in der obern Haͤlfte noch ſo breit als unten, eben ſo viel als der ſiebente Theil von des Pferdes Kopfs voͤlliger Laͤnge. Des Auges Laͤnge oder Breite ein achter Theil von des Kopfs Laͤnge. Des

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Zitationshilfe: Rössig, Carl Gottlob: Versuch einer pragmatischen Geschichte der Ökonomie- Polizey- und Cameralwissenschaften. Deutschland. Bd. 1. Leipzig, 1781, S. 216. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/roessig_oekonomie01_1781/242>, abgerufen am 18.10.2021.