Sattler, Basilius: Predigt/ Gethan bey dem Begrebnuß der ... Frawen/ Dorothea vom Lah/ [...]. Wolfenbüttel, 1611.lehret Christus Matth. 10. mit deutlichen Worten: Keuffer man nicht zween Sperlinge vmb einen Pfenning / noch fellet derselben keiner auff die Erden / ohn eweren Vater. Nun aber sindt ewere Haar auff dem Heupt alle gezehlet. Waß das Gestirn belangt / das man es darauff gibt / das verbeut vnd strafft GOtt Jes. 47. Last herzu treten die Meister des Himmels Lauff / vnnd die Sternkucker / die nach dem Mondt rechnen / was vber dich kommen werde. Vnd Jerem. 10. Ihr solt nicht lernen der Heyden weise / vnd euch nicht fürchten für den Zeichen des Himmels / wie die Heyden sich fürchten. Die Mittel betreffend / oder auch böse Menschen / obwoll dieselbe das jhre thun bey dieser Sach / vnd vns schaden / so geschiehet doch solches ohn GOtt vnd seinen Raht vnd Willen nicht / Sondern sie sindt nur Gottes Ruht / Stab vnd Axt / die er dazu gebrauchet / das er vns straffe / wie Jes. 10. stehet: O wehe Assur / der meine Ruthe / vnd jhr Handt meines Grimmes Stecke ist / Vnd hernach: Mag sich ein Axt rühmen wieder den / so damit hawet? Oder ein Segen trotzen wieder den so sie zeucht. Das aber alles Guts vnd Böß / Glück vnd Vnglück von Gott komme / zeuget Hiob 1. Der HERR hats gegeben (das Gut) Der HERR hats genommen (das ist das böse) / Vnd Hanna singet 1. Sam. 2. Der HERR tödtet vnd machet lebendig / er führet in die Hell vnd wieder herauß. Vnd insonderheit von allem Vnglück zeuget GOTtes Wort / das es von Gott herkomme / vnd dem Menschen zugeschickt ist. Levit. 26. Ich wil euch heimbsuchen mit Schrecken / Schwulst vnd Fieber / das euch die Angesicht verfallen / vnd der Leib verschmachte. Vnd Deut. 28. Der HERR wirdt dich schlagen mit Schwulst / Fieber / Hitze / Brunst / gifftiger Lufft vnd Geelsucht. Vnd Thren. 3. Da die Jüden im Babylonischen Gefengniß wahren / spricht GOtt: Wer thar sagen das sol- lehret Christus Matth. 10. mit deutlichen Worten: Keuffer man nicht zween Sperlinge vmb einen Pfenning / noch fellet derselben keiner auff die Erden / ohn eweren Vater. Nun aber sindt ewere Haar auff dem Heupt alle gezehlet. Waß das Gestirn belangt / das man es darauff gibt / das verbeut vnd strafft GOtt Jes. 47. Last herzu treten die Meister des Himmels Lauff / vnnd die Sternkucker / die nach dem Mondt rechnen / was vber dich kommen werde. Vnd Jerem. 10. Ihr solt nicht lernen der Heyden weise / vnd euch nicht fürchten für den Zeichen des Himmels / wie die Heyden sich fürchten. Die Mittel betreffend / oder auch böse Menschen / obwoll dieselbe das jhre thun bey dieser Sach / vnd vns schaden / so geschiehet doch solches ohn GOtt vnd seinen Raht vnd Willen nicht / Sondern sie sindt nur Gottes Ruht / Stab vnd Axt / die er dazu gebrauchet / das er vns straffe / wie Jes. 10. stehet: O wehe Assur / der meine Ruthe / vnd jhr Handt meines Grimmes Stecke ist / Vnd hernach: Mag sich ein Axt rühmen wieder den / so damit hawet? Oder ein Segen trotzen wieder den so sie zeucht. Das aber alles Guts vnd Böß / Glück vnd Vnglück von Gott komme / zeuget Hiob 1. Der HERR hats gegeben (das Gut) Der HERR hats genommen (das ist das böse) / Vnd Hanna singet 1. Sam. 2. Der HERR tödtet vnd machet lebendig / er führet in die Hell vnd wieder herauß. Vnd insonderheit von allem Vnglück zeuget GOTtes Wort / das es von Gott herkomme / vnd dem Menschen zugeschickt ist. Levit. 26. Ich wil euch heimbsuchen mit Schrecken / Schwulst vnd Fieber / das euch die Angesicht verfallen / vnd der Leib verschmachte. Vnd Deut. 28. Der HERR wirdt dich schlagen mit Schwulst / Fieber / Hitze / Brunst / gifftiger Lufft vnd Geelsucht. Vnd Thren. 3. Da die Jüden im Babylonischen Gefengniß wahren / spricht GOtt: Wer thar sagen das sol- <TEI> <text> <body> <div> <p><pb facs="#f0011"/> lehret Christus Matth. 10. mit deutlichen Worten: Keuffer man nicht zween Sperlinge vmb einen Pfenning / noch fellet derselben keiner auff die Erden / ohn eweren Vater. Nun aber sindt ewere Haar auff dem Heupt alle gezehlet.</p> <p>Waß das Gestirn belangt / das man es darauff gibt / das verbeut vnd strafft GOtt Jes. 47. Last herzu treten die Meister des Himmels Lauff / vnnd die Sternkucker / die nach dem Mondt rechnen / was vber dich kommen werde. Vnd Jerem. 10. Ihr solt nicht lernen der Heyden weise / vnd euch nicht fürchten für den Zeichen des Himmels / wie die Heyden sich fürchten.</p> <p>Die Mittel betreffend / oder auch böse Menschen / obwoll dieselbe das jhre thun bey dieser Sach / vnd vns schaden / so geschiehet doch solches ohn GOtt vnd seinen Raht vnd Willen nicht / Sondern sie sindt nur Gottes Ruht / Stab vnd Axt / die er dazu gebrauchet / das er vns straffe / wie Jes. 10. stehet: O wehe Assur / der meine Ruthe / vnd jhr Handt meines Grimmes Stecke ist / Vnd hernach: Mag sich ein Axt rühmen wieder den / so damit hawet? Oder ein Segen trotzen wieder den so sie zeucht.</p> <p>Das aber alles Guts vnd Böß / Glück vnd Vnglück von Gott komme / zeuget Hiob 1. Der HERR hats gegeben (das Gut) Der HERR hats genommen (das ist das böse) / Vnd Hanna singet 1. Sam. 2. Der HERR tödtet vnd machet lebendig / er führet in die Hell vnd wieder herauß.</p> <p>Vnd insonderheit von allem Vnglück zeuget GOTtes Wort / das es von Gott herkomme / vnd dem Menschen zugeschickt ist. Levit. 26. Ich wil euch heimbsuchen mit Schrecken / Schwulst vnd Fieber / das euch die Angesicht verfallen / vnd der Leib verschmachte. Vnd Deut. 28. Der HERR wirdt dich schlagen mit Schwulst / Fieber / Hitze / Brunst / gifftiger Lufft vnd Geelsucht. Vnd Thren. 3. Da die Jüden im Babylonischen Gefengniß wahren / spricht GOtt: Wer thar sagen das sol- </p> </div> </body> </text> </TEI> [0011]
lehret Christus Matth. 10. mit deutlichen Worten: Keuffer man nicht zween Sperlinge vmb einen Pfenning / noch fellet derselben keiner auff die Erden / ohn eweren Vater. Nun aber sindt ewere Haar auff dem Heupt alle gezehlet.
Waß das Gestirn belangt / das man es darauff gibt / das verbeut vnd strafft GOtt Jes. 47. Last herzu treten die Meister des Himmels Lauff / vnnd die Sternkucker / die nach dem Mondt rechnen / was vber dich kommen werde. Vnd Jerem. 10. Ihr solt nicht lernen der Heyden weise / vnd euch nicht fürchten für den Zeichen des Himmels / wie die Heyden sich fürchten.
Die Mittel betreffend / oder auch böse Menschen / obwoll dieselbe das jhre thun bey dieser Sach / vnd vns schaden / so geschiehet doch solches ohn GOtt vnd seinen Raht vnd Willen nicht / Sondern sie sindt nur Gottes Ruht / Stab vnd Axt / die er dazu gebrauchet / das er vns straffe / wie Jes. 10. stehet: O wehe Assur / der meine Ruthe / vnd jhr Handt meines Grimmes Stecke ist / Vnd hernach: Mag sich ein Axt rühmen wieder den / so damit hawet? Oder ein Segen trotzen wieder den so sie zeucht.
Das aber alles Guts vnd Böß / Glück vnd Vnglück von Gott komme / zeuget Hiob 1. Der HERR hats gegeben (das Gut) Der HERR hats genommen (das ist das böse) / Vnd Hanna singet 1. Sam. 2. Der HERR tödtet vnd machet lebendig / er führet in die Hell vnd wieder herauß.
Vnd insonderheit von allem Vnglück zeuget GOTtes Wort / das es von Gott herkomme / vnd dem Menschen zugeschickt ist. Levit. 26. Ich wil euch heimbsuchen mit Schrecken / Schwulst vnd Fieber / das euch die Angesicht verfallen / vnd der Leib verschmachte. Vnd Deut. 28. Der HERR wirdt dich schlagen mit Schwulst / Fieber / Hitze / Brunst / gifftiger Lufft vnd Geelsucht. Vnd Thren. 3. Da die Jüden im Babylonischen Gefengniß wahren / spricht GOtt: Wer thar sagen das sol-
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/sattler_predigt_1611 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/sattler_predigt_1611/11 |
| Zitationshilfe: | Sattler, Basilius: Predigt/ Gethan bey dem Begrebnuß der ... Frawen/ Dorothea vom Lah/ [...]. Wolfenbüttel, 1611, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/sattler_predigt_1611/11>, abgerufen am 06.08.2024. |


