ne thun es ja, und warum es nicht alle thun, leret §. 18, 8. 4) Daß ich die Di- stanzen zwischen den Erinnerungsmalen durch runde, einförmige Zalen angege- ben? Auch dies ist vorsetzlich geschehen. Und überhaupt gestehe ich, daß mir die Begehung der meisten dieser Feler manchmal sauer ge- nug geworden.
Fehlte es aber auch nicht. Warum so zwei- felhaft? Vierzehn Bogen, sollt ich denken, lassen sich doch noch durchlesen, wenn man kunstrichterlich entscheiden will, ob etwas darinnen fele oder nicht. Und welche Art zu recensiren: wer A sagt, der fehlt; ob der Auctor A sage, weis ich nicht, mag ich nicht nachsehen: genug wer A sagt, der fehlt.
War diese Zalenneuerung. Jst denn nichts als Zalenneuerung im Buche? Der Perioden, der Abteilungen, und vieler an- dern Dinge, hatte doch vorhin Hr. H. selbst zu erwähnen die Güte gehabt.
War sie des Tons, des Aufhebens werth? Und wer tönt denn drüber, wer macht denn Aufhebens von? Erklärt habe ich meine Neuerung, falls es eine ist, und meine Grün- de angegeben, und weiter nichts. War ich
etwa
ne thun es ja, und warum es nicht alle thun, leret §. 18, 8. 4) Daß ich die Di- ſtanzen zwiſchen den Erinnerungsmalen durch runde, einfoͤrmige Zalen angege- ben? Auch dies iſt vorſetzlich geſchehen. Und uͤberhaupt geſtehe ich, daß mir die Begehung der meiſten dieſer Feler manchmal ſauer ge- nug geworden.
Fehlte es aber auch nicht. Warum ſo zwei- felhaft? Vierzehn Bogen, ſollt ich denken, laſſen ſich doch noch durchleſen, wenn man kunſtrichterlich entſcheiden will, ob etwas darinnen fele oder nicht. Und welche Art zu recenſiren: wer A ſagt, der fehlt; ob der Auctor A ſage, weis ich nicht, mag ich nicht nachſehen: genug wer A ſagt, der fehlt.
War dieſe Zalenneuerung. Jſt denn nichts als Zalenneuerung im Buche? Der Perioden, der Abteilungen, und vieler an- dern Dinge, hatte doch vorhin Hr. H. ſelbſt zu erwaͤhnen die Guͤte gehabt.
War ſie des Tons, des Aufhebens werth? Und wer toͤnt denn druͤber, wer macht denn Aufhebens von? Erklaͤrt habe ich meine Neuerung, falls es eine iſt, und meine Gruͤn- de angegeben, und weiter nichts. War ich
etwa
<TEI><text><body><divn="1"><divn="2"><p><pbfacs="#f0108"n="312[88]"/><fwplace="top"type="header"><milestonerendition="#hr"unit="section"/><lb/></fw> ne thun es ja, und warum es nicht alle<lb/>
thun, leret §. 18, 8. 4) Daß ich die Di-<lb/>ſtanzen zwiſchen den Erinnerungsmalen<lb/>
durch <hirendition="#fr">runde, einfoͤrmige</hi> Zalen angege-<lb/>
ben? Auch dies iſt vorſetzlich geſchehen. Und<lb/>
uͤberhaupt geſtehe ich, daß mir die Begehung<lb/>
der meiſten dieſer Feler manchmal ſauer ge-<lb/>
nug geworden.</p><lb/><p><hirendition="#aq"><hirendition="#i">Fehlte es aber auch nicht.</hi></hi> Warum ſo zwei-<lb/>
felhaft? Vierzehn Bogen, ſollt ich denken,<lb/>
laſſen ſich doch noch durchleſen, wenn man<lb/>
kunſtrichterlich entſcheiden will, ob etwas<lb/>
darinnen fele oder nicht. Und welche Art<lb/>
zu recenſiren: <hirendition="#aq">wer A ſagt, der fehlt; ob<lb/>
der Auctor A ſage, weis ich nicht, mag ich<lb/>
nicht nachſehen: genug wer A ſagt, der<lb/>
fehlt.</hi></p><lb/><p><hirendition="#aq">War dieſe <hirendition="#i">Zalenneuerung.</hi></hi> Jſt denn<lb/>
nichts als <hirendition="#fr">Zalenneuerung</hi> im Buche? Der<lb/>
Perioden, der Abteilungen, und vieler an-<lb/>
dern Dinge, hatte doch vorhin Hr. H. ſelbſt<lb/>
zu erwaͤhnen die Guͤte gehabt.</p><lb/><p><hirendition="#aq">War ſie des <hirendition="#i">Tons,</hi> des <hirendition="#i">Aufhebens</hi> werth?</hi><lb/>
Und wer <hirendition="#fr">toͤnt</hi> denn druͤber, wer macht denn<lb/><hirendition="#fr">Aufhebens</hi> von? <hirendition="#fr">Erklaͤrt</hi> habe ich meine<lb/>
Neuerung, falls es eine iſt, und meine Gruͤn-<lb/>
de angegeben, und weiter nichts. War ich<lb/><fwplace="bottom"type="catch">etwa</fw><lb/></p></div></div></body></text></TEI>
[312[88]/0108]
ne thun es ja, und warum es nicht alle
thun, leret §. 18, 8. 4) Daß ich die Di-
ſtanzen zwiſchen den Erinnerungsmalen
durch runde, einfoͤrmige Zalen angege-
ben? Auch dies iſt vorſetzlich geſchehen. Und
uͤberhaupt geſtehe ich, daß mir die Begehung
der meiſten dieſer Feler manchmal ſauer ge-
nug geworden.
Fehlte es aber auch nicht. Warum ſo zwei-
felhaft? Vierzehn Bogen, ſollt ich denken,
laſſen ſich doch noch durchleſen, wenn man
kunſtrichterlich entſcheiden will, ob etwas
darinnen fele oder nicht. Und welche Art
zu recenſiren: wer A ſagt, der fehlt; ob
der Auctor A ſage, weis ich nicht, mag ich
nicht nachſehen: genug wer A ſagt, der
fehlt.
War dieſe Zalenneuerung. Jſt denn
nichts als Zalenneuerung im Buche? Der
Perioden, der Abteilungen, und vieler an-
dern Dinge, hatte doch vorhin Hr. H. ſelbſt
zu erwaͤhnen die Guͤte gehabt.
War ſie des Tons, des Aufhebens werth?
Und wer toͤnt denn druͤber, wer macht denn
Aufhebens von? Erklaͤrt habe ich meine
Neuerung, falls es eine iſt, und meine Gruͤn-
de angegeben, und weiter nichts. War ich
etwa
Informationen zur CAB-Ansicht
Diese Ansicht bietet Ihnen die Darstellung des Textes in normalisierter Orthographie.
Diese Textvariante wird vollautomatisch erstellt und kann aufgrund dessen auch Fehler enthalten.
Alle veränderten Wortformen sind grau hinterlegt. Als fremdsprachliches Material erkannte
Textteile sind ausgegraut dargestellt.
Schlözer, August Ludwig von: August Ludwig Schlözers [...] Vorstellung seiner Universal-Historie. Bd. 2. Göttingen u. a., 1773, S. 312[88]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/schloezer_universalhistorie02_1773/108>, abgerufen am 11.09.2024.
Alle Inhalte dieser Seite unterstehen, soweit nicht anders gekennzeichnet, einer
Creative-Commons-Lizenz.
Die Rechte an den angezeigten Bilddigitalisaten, soweit nicht anders gekennzeichnet, liegen bei den besitzenden Bibliotheken.
Weitere Informationen finden Sie in den DTA-Nutzungsbedingungen.
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf
diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken
dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder
nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der
Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden.
Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des
§ 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen
Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung
der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu
vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
Zitierempfehlung: Deutsches Textarchiv. Grundlage für ein Referenzkorpus der neuhochdeutschen Sprache. Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2024. URL: https://www.deutschestextarchiv.de/.