Schnitzler, Arthur: Reigen. Wien, 1903.Ein Kabinet particulier im Riedhof. Behagliche, mäßige Eleganz. Der Gasofen brennt. -- Der Gatte. Das süße Mädel. Auf dem Tisch sind die Reste einer Mahlzeit zu sehen; Obersschaumbaisers, Obst, Käse. In den Weingläsern ein ungarischer weißer Wein. Der Gatte (raucht eine Havannazigarre, er lehnt in der Ecke des Divans). Das süße Mädel (sitzt neben ihm auf dem Sessel und löffelt aus einem Baiser den Obersschaum heraus, den sie mit Behagen schlürft). Der Gatte. Schmeckt's? Das süße Mädel (läßt sich nicht stören). Oh! Der Gatte. Willst du noch eins? Ein Kabinet particulier im Riedhof. Behagliche, mäßige Eleganz. Der Gasofen brennt. — Der Gatte. Das süße Mädel. Auf dem Tisch sind die Reste einer Mahlzeit zu sehen; Obersschaumbaisers, Obst, Käse. In den Weingläsern ein ungarischer weißer Wein. Der Gatte (raucht eine Havannazigarre, er lehnt in der Ecke des Divans). Das süße Mädel (sitzt neben ihm auf dem Sessel und löffelt aus einem Baiser den Obersschaum heraus, den sie mit Behagen schlürft). Der Gatte. Schmeckt’s? Das süße Mädel (läßt sich nicht stören). Oh! Der Gatte. Willst du noch eins? <TEI> <text> <body> <div n="2"> <pb facs="#f0117" n="[109]"/> <stage>Ein Kabinet particulier im Riedhof. Behagliche, mäßige<lb/> Eleganz. Der Gasofen brennt. —<lb/> Der Gatte. Das süße Mädel.<lb/> Auf dem Tisch sind die Reste einer Mahlzeit zu sehen;<lb/> Obersschaumbaisers, Obst, Käse. In den Weingläsern ein<lb/> ungarischer weißer Wein.</stage><lb/> <sp who="#GATTE"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Gatte</hi> </speaker> <stage>(raucht eine Havannazigarre, er lehnt in<lb/> der Ecke des Divans).</stage> </sp><lb/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel</hi> </speaker> <stage>(sitzt neben ihm auf dem Sessel und<lb/> löffelt aus einem Baiser den Obersschaum heraus, den<lb/> sie mit Behagen schlürft).</stage> </sp><lb/> <sp who="#GATTE"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Gatte.</hi> </speaker><lb/> <p>Schmeckt’s?</p> </sp><lb/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel</hi> </speaker> <stage>(läßt sich nicht stören).</stage><lb/> <p>Oh!</p> </sp><lb/> <sp who="#GATTE"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Gatte.</hi> </speaker><lb/> <p>Willst du noch eins?</p> </sp><lb/> </div> </body> </text> </TEI> [[109]/0117]
Ein Kabinet particulier im Riedhof. Behagliche, mäßige
Eleganz. Der Gasofen brennt. —
Der Gatte. Das süße Mädel.
Auf dem Tisch sind die Reste einer Mahlzeit zu sehen;
Obersschaumbaisers, Obst, Käse. In den Weingläsern ein
ungarischer weißer Wein.
Der Gatte (raucht eine Havannazigarre, er lehnt in
der Ecke des Divans).
Das süße Mädel (sitzt neben ihm auf dem Sessel und
löffelt aus einem Baiser den Obersschaum heraus, den
sie mit Behagen schlürft).
Der Gatte.
Schmeckt’s?
Das süße Mädel (läßt sich nicht stören).
Oh!
Der Gatte.
Willst du noch eins?
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/schnitzler_reigen_1903 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/schnitzler_reigen_1903/117 |
| Zitationshilfe: | Schnitzler, Arthur: Reigen. Wien, 1903, S. [109]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/schnitzler_reigen_1903/117>, abgerufen am 11.09.2024. |


