Schnitzler, Arthur: Reigen. Wien, 1903. Das süße Mädel. Na, im Theater werd' ich halt gewesen sein. Der Gatte. Und glaubt sie das? Das süße Mädel. Na, warum soll s' mir denn nicht glauben? Ich geh' ja oft ins Theater. Erst am Sonn- tag war ich in der Oper mit meiner Freundin und ihrem Bräutigam und mein' älter'n Bruder. Der Gatte. Woher habt ihr denn da die Karten? Das süße Mädel. Aber, mein Bruder ist ja Friseur: Der Gatte. Ja, die Friseure . . . . . . ah, wahrscheinlich Theaterfriseur. Das süße Mädel. Was fragst mich denn so aus? Das süße Mädel. Na, im Theater werd’ ich halt gewesen sein. Der Gatte. Und glaubt sie das? Das süße Mädel. Na, warum soll s’ mir denn nicht glauben? Ich geh’ ja oft ins Theater. Erst am Sonn- tag war ich in der Oper mit meiner Freundin und ihrem Bräutigam und mein’ älter’n Bruder. Der Gatte. Woher habt ihr denn da die Karten? Das süße Mädel. Aber, mein Bruder ist ja Friseur: Der Gatte. Ja, die Friseure . . . . . . ah, wahrscheinlich Theaterfriseur. Das süße Mädel. Was fragst mich denn so aus? <TEI> <text> <body> <div n="2"> <pb facs="#f0133" n="125"/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel.</hi> </speaker><lb/> <p>Na, im Theater werd’ ich halt gewesen sein.</p> </sp><lb/> <sp who="#GATTE"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Gatte.</hi> </speaker><lb/> <p>Und glaubt sie das?</p> </sp><lb/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel.</hi> </speaker><lb/> <p>Na, warum soll s’ mir denn nicht glauben?<lb/> Ich geh’ ja oft ins Theater. Erst am Sonn-<lb/> tag war ich in der Oper mit meiner Freundin<lb/> und ihrem Bräutigam und mein’ älter’n<lb/> Bruder.</p> </sp><lb/> <sp who="#GATTE"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Gatte.</hi> </speaker><lb/> <p>Woher habt ihr denn da die Karten?</p> </sp><lb/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel.</hi> </speaker><lb/> <p>Aber, mein Bruder ist ja Friseur:</p> </sp><lb/> <sp who="#GATTE"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Gatte.</hi> </speaker><lb/> <p>Ja, die Friseure . . . . . . ah, wahrscheinlich<lb/> Theaterfriseur.</p> </sp><lb/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel.</hi> </speaker><lb/> <p>Was fragst mich denn so aus?</p> </sp><lb/> </div> </body> </text> </TEI> [125/0133]
Das süße Mädel.
Na, im Theater werd’ ich halt gewesen sein.
Der Gatte.
Und glaubt sie das?
Das süße Mädel.
Na, warum soll s’ mir denn nicht glauben?
Ich geh’ ja oft ins Theater. Erst am Sonn-
tag war ich in der Oper mit meiner Freundin
und ihrem Bräutigam und mein’ älter’n
Bruder.
Der Gatte.
Woher habt ihr denn da die Karten?
Das süße Mädel.
Aber, mein Bruder ist ja Friseur:
Der Gatte.
Ja, die Friseure . . . . . . ah, wahrscheinlich
Theaterfriseur.
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| Zitationshilfe: | Schnitzler, Arthur: Reigen. Wien, 1903, S. 125. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/schnitzler_reigen_1903/133>, abgerufen am 11.09.2024. |


