Schnitzler, Arthur: Reigen. Wien, 1903.Ein kleines Zimmer, mit behaglichem Geschmack ein- gerichtet. Vorhänge, welche das Zimmer halbdunkel machen. Rote Stores. Großer Schreibtisch, auf dem Papiere und Bücher herumliegen. Ein Pianino an der Wand. Das süße Mädel. Der Dichter. Sie kommen eben zusammen herein. Der Dichter schließt zu. Der Dichter. So, mein Schatz (küßt sie). Das süße Mädel (mit Hut und Mantille). Ah! Da ist aber schön! Nur sehen tut man nichts! Der Dichter. Deine Augen müssen sich an das Halb- dunkel gewöhnen. -- Diese süßen Augen (küßt sie auf die Augen). Das süße Mädel. Dazu werden die süßen Augen aber nicht Zeit genug haben. Ein kleines Zimmer, mit behaglichem Geschmack ein- gerichtet. Vorhänge, welche das Zimmer halbdunkel machen. Rote Stores. Großer Schreibtisch, auf dem Papiere und Bücher herumliegen. Ein Pianino an der Wand. Das süße Mädel. Der Dichter. Sie kommen eben zusammen herein. Der Dichter schließt zu. Der Dichter. So, mein Schatz (küßt sie). Das süße Mädel (mit Hut und Mantille). Ah! Da ist aber schön! Nur sehen tut man nichts! Der Dichter. Deine Augen müssen sich an das Halb- dunkel gewöhnen. — Diese süßen Augen (küßt sie auf die Augen). Das süße Mädel. Dazu werden die süßen Augen aber nicht Zeit genug haben. <TEI> <text> <body> <div n="2"> <pb facs="#f0157" n="[149]"/> <stage>Ein kleines Zimmer, mit behaglichem Geschmack ein-<lb/> gerichtet. Vorhänge, welche das Zimmer halbdunkel<lb/> machen. Rote Stores. Großer Schreibtisch, auf dem<lb/> Papiere und Bücher herumliegen. Ein Pianino an der Wand.<lb/> Das süße Mädel. Der Dichter.<lb/> Sie kommen eben zusammen herein. Der Dichter schließt zu.</stage><lb/> <sp who="#DICHTER"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Dichter.</hi> </speaker><lb/> <p>So, mein Schatz <stage>(küßt sie).</stage></p> </sp><lb/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel</hi> </speaker> <stage>(mit Hut und Mantille).</stage><lb/> <p>Ah! Da ist aber schön! Nur sehen tut man<lb/> nichts!</p> </sp><lb/> <sp who="#DICHTER"> <speaker> <hi rendition="#b">Der Dichter.</hi> </speaker><lb/> <p>Deine Augen müssen sich an das Halb-<lb/> dunkel gewöhnen. — Diese süßen Augen</p><lb/> <stage>(küßt sie auf die Augen).</stage> </sp><lb/> <sp who="#MAEDEL"> <speaker> <hi rendition="#b">Das süße Mädel.</hi> </speaker><lb/> <p>Dazu werden die süßen Augen aber nicht<lb/> Zeit genug haben.</p> </sp><lb/> </div> </body> </text> </TEI> [[149]/0157]
Ein kleines Zimmer, mit behaglichem Geschmack ein-
gerichtet. Vorhänge, welche das Zimmer halbdunkel
machen. Rote Stores. Großer Schreibtisch, auf dem
Papiere und Bücher herumliegen. Ein Pianino an der Wand.
Das süße Mädel. Der Dichter.
Sie kommen eben zusammen herein. Der Dichter schließt zu.
Der Dichter.
So, mein Schatz (küßt sie).
Das süße Mädel (mit Hut und Mantille).
Ah! Da ist aber schön! Nur sehen tut man
nichts!
Der Dichter.
Deine Augen müssen sich an das Halb-
dunkel gewöhnen. — Diese süßen Augen
(küßt sie auf die Augen).
Das süße Mädel.
Dazu werden die süßen Augen aber nicht
Zeit genug haben.
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| Zitationshilfe: | Schnitzler, Arthur: Reigen. Wien, 1903, S. [149]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/schnitzler_reigen_1903/157>, abgerufen am 11.09.2024. |


