Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Silesius, Angelus: Johannis Angeli und Georgii Josephi Vierdter Theil Der Geistlichen Hirten-Lieder. [Viertes Buch]. Breslau, [1657].

Bild:
<< vorherige Seite
Vierdtes Buch.
1.
ACh was hast du gethan/ ach was hast du verschulde
Du Brunn der Freundligkeit/ du Ursprung aller
Huld!
Daß du gecreutzigt bist!
2.
Du unbeflektes Kind/ du reiner Jungfraun Sohn/
Dn Sanfftmut-volles Lamm/ du weisser Keuschheit
Thron/
Ach was hast du gethan!
3.
Du himmelische Lieb/ du kleiner grosser Gott/
Ach warumb hängst du dar! Ach warumb bist du tod!
Ach warumb ists geschehn!
4.
Jst's/ daß du mir mein Hertz mit deinem Pfeil ver-
wundt
So hast du wol gethan: Denn schau ich bin gesund/
Jch bin gefund darvon!
5.
Was leidest du dann diß? Weil du mir nichts
gethan?
Weil ich dich O mein Kind auch wie geklaget an/
Und stets gepriesen hab.
6. Ach
Vierdtes Buch.
1.
ACh was haſt du gethan/ ach was haſt du verſchulde
Du Brunn der Freundligkeit/ du Urſprung aller
Huld!
Daß du gecreutzigt biſt!
2.
Du unbeflektes Kind/ du reiner Jungfraun Sohn/
Dn Sanfftmut-volles Lam̃/ du weiſſer Keuſchheit
Thron/
Ach was haſt du gethan!
3.
Du himmeliſche Lieb/ du kleiner groſſer Gott/
Ach warumb haͤngſt du dar! Ach warumb biſt du tod!
Ach warumb iſts geſchehn!
4.
Jſt’s/ daß du mir mein Hertz mit deinem Pfeil ver-
wundt
So haſt du wol gethan: Denn ſchau ich bin geſund/
Jch bin gefund darvon!
5.
Was leideſt du dann diß? Weil du mir nichts
gethan?
Weil ich dich O mein Kind auch wie geklaget an/
Und ſtets geprieſen hab.
6. Ach
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <pb facs="#f0071" n="63"/>
          <fw place="top" type="header">Vierdtes Buch.</fw><lb/>
          <lg type="poem">
            <lg n="1">
              <head>1.</head>
              <l><hi rendition="#in">A</hi>Ch was ha&#x017F;t du gethan/ ach was ha&#x017F;t du ver&#x017F;chulde</l><lb/>
              <l>Du Brunn der Freundligkeit/ du Ur&#x017F;prung aller</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">Huld!</hi> </l><lb/>
              <l>Daß du gecreutzigt bi&#x017F;t!</l>
            </lg><lb/>
            <lg n="2">
              <head>2.</head>
              <l>Du unbeflektes Kind/ du reiner Jungfraun Sohn/</l><lb/>
              <l>Dn Sanfftmut-volles Lam&#x0303;/ du wei&#x017F;&#x017F;er Keu&#x017F;chheit</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">Thron/</hi> </l><lb/>
              <l>Ach was ha&#x017F;t du gethan!</l>
            </lg><lb/>
            <lg n="3">
              <head>3.</head>
              <l>Du himmeli&#x017F;che Lieb/ du kleiner gro&#x017F;&#x017F;er Gott/</l><lb/>
              <l>Ach warumb ha&#x0364;ng&#x017F;t du dar! Ach warumb bi&#x017F;t du tod!</l><lb/>
              <l>Ach warumb i&#x017F;ts ge&#x017F;chehn!</l>
            </lg><lb/>
            <lg n="4">
              <head>4.</head>
              <l>J&#x017F;t&#x2019;s/ daß du mir mein Hertz mit deinem Pfeil ver-</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">wundt</hi> </l><lb/>
              <l>So ha&#x017F;t du wol gethan: Denn &#x017F;chau ich bin ge&#x017F;und/</l><lb/>
              <l>Jch bin gefund darvon!</l>
            </lg><lb/>
            <lg n="5">
              <head>5.</head>
              <l>Was leide&#x017F;t du dann diß? Weil du mir nichts</l><lb/>
              <l> <hi rendition="#et">gethan?</hi> </l><lb/>
              <l>Weil ich dich O mein Kind auch wie geklaget an/</l><lb/>
              <l>Und &#x017F;tets geprie&#x017F;en hab.</l>
            </lg><lb/>
            <fw place="bottom" type="catch">6. Ach</fw><lb/>
          </lg>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[63/0071] Vierdtes Buch. 1.ACh was haſt du gethan/ ach was haſt du verſchulde Du Brunn der Freundligkeit/ du Urſprung aller Huld! Daß du gecreutzigt biſt! 2.Du unbeflektes Kind/ du reiner Jungfraun Sohn/ Dn Sanfftmut-volles Lam̃/ du weiſſer Keuſchheit Thron/ Ach was haſt du gethan! 3.Du himmeliſche Lieb/ du kleiner groſſer Gott/ Ach warumb haͤngſt du dar! Ach warumb biſt du tod! Ach warumb iſts geſchehn! 4.Jſt’s/ daß du mir mein Hertz mit deinem Pfeil ver- wundt So haſt du wol gethan: Denn ſchau ich bin geſund/ Jch bin gefund darvon! 5.Was leideſt du dann diß? Weil du mir nichts gethan? Weil ich dich O mein Kind auch wie geklaget an/ Und ſtets geprieſen hab. 6. Ach

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/silesius_hirten04_1657
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/silesius_hirten04_1657/71
Zitationshilfe: Silesius, Angelus: Johannis Angeli und Georgii Josephi Vierdter Theil Der Geistlichen Hirten-Lieder. [Viertes Buch]. Breslau, [1657], S. 63. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/silesius_hirten04_1657/71>, abgerufen am 04.10.2022.