Dich, sage ihm -- Du kannst es, ich kann es nicht, sonst würde ich es selber thun -- er sollte sich aus der Gesellschaft entfernen. Cloten und mein Bruder und die Andern sind sehr aufgebracht über ihn. Ich fürchte, sie führen etwas gegen ihn im Schilde. Bitte, bitte, Helene, sage ihm: er solle fortgehen -- gleich -- ich wäre außer mir, wenn ihm auch nur die ge¬ ringste Beleidigung von meinem Bruder oder von Cloten zugefügt würde."
"Aber wo ist er?" sagte Helene, welche die von Emilie ausgesprochenen Befürchtungen, freilich nicht ganz aus denselben Gründen, nur zu wahrscheinlich fand. "Ich glaube, er ist schon wieder nach oben gegangen."
"Wenn Du es nicht gewiß weißt, verlasse Dich nicht darauf. Frage doch den Bedienten da?"
"Haben Sie Herrn Doctor Stein nicht gesehen?" fragte Helene.
"Er ist drüben, gnädiges Fräulein, in den Spiel¬ zimmern."
"O, mein Gott, was sollen wir thun?" sagte Emilie.
"Baron Oldenburg!" rief Helene; "wollen Sie die Güte haben, einen Augenblick hierher zu kommen?"
"Mit Vergnügen, mein Fräulein," sagte der Ba¬
Dich, ſage ihm — Du kannſt es, ich kann es nicht, ſonſt würde ich es ſelber thun — er ſollte ſich aus der Geſellſchaft entfernen. Cloten und mein Bruder und die Andern ſind ſehr aufgebracht über ihn. Ich fürchte, ſie führen etwas gegen ihn im Schilde. Bitte, bitte, Helene, ſage ihm: er ſolle fortgehen — gleich — ich wäre außer mir, wenn ihm auch nur die ge¬ ringſte Beleidigung von meinem Bruder oder von Cloten zugefügt würde.“
„Aber wo iſt er?“ ſagte Helene, welche die von Emilie ausgeſprochenen Befürchtungen, freilich nicht ganz aus denſelben Gründen, nur zu wahrſcheinlich fand. „Ich glaube, er iſt ſchon wieder nach oben gegangen.“
„Wenn Du es nicht gewiß weißt, verlaſſe Dich nicht darauf. Frage doch den Bedienten da?“
„Haben Sie Herrn Doctor Stein nicht geſehen?“ fragte Helene.
„Er iſt drüben, gnädiges Fräulein, in den Spiel¬ zimmern.“
„O, mein Gott, was ſollen wir thun?“ ſagte Emilie.
„Baron Oldenburg!“ rief Helene; „wollen Sie die Güte haben, einen Augenblick hierher zu kommen?“
„Mit Vergnügen, mein Fräulein,“ ſagte der Ba¬
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Dich, ſage ihm — Du kannſt es, ich kann es nicht,
ſonſt würde ich es ſelber thun — er ſollte ſich aus
der Geſellſchaft entfernen. Cloten und mein Bruder
und die Andern ſind ſehr aufgebracht über ihn. Ich
fürchte, ſie führen etwas gegen ihn im Schilde. Bitte,
bitte, Helene, ſage ihm: er ſolle fortgehen — gleich
— ich wäre außer mir, wenn ihm auch nur die ge¬
ringſte Beleidigung von meinem Bruder oder von
Cloten zugefügt würde.“
„Aber wo iſt er?“ ſagte Helene, welche die von
Emilie ausgeſprochenen Befürchtungen, freilich nicht
ganz aus denſelben Gründen, nur zu wahrſcheinlich
fand. „Ich glaube, er iſt ſchon wieder nach oben
gegangen.“
„Wenn Du es nicht gewiß weißt, verlaſſe Dich
nicht darauf. Frage doch den Bedienten da?“
„Haben Sie Herrn Doctor Stein nicht geſehen?“
fragte Helene.
„Er iſt drüben, gnädiges Fräulein, in den Spiel¬
zimmern.“
„O, mein Gott, was ſollen wir thun?“ ſagte
Emilie.
„Baron Oldenburg!“ rief Helene; „wollen Sie
die Güte haben, einen Augenblick hierher zu kommen?“
„Mit Vergnügen, mein Fräulein,“ ſagte der Ba¬
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Spielhagen, Friedrich: Problematische Naturen. Bd. 4. Berlin, 1861, S. 268. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/spielhagen_problematische04_1861/278>, abgerufen am 10.08.2024.
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